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Thema: Schwiiz

  1. #481
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Warum bist Du Dir da so sicher ?
    Ich sehe es genau umgekehrt: ein sensibler Mann fühlt sich verraten und zu wenig unterstützt. Er wird Änderungen anstreben.
    Weil er ein störrischer Esel ist? Spieler, die vereinslos sind oder praktisch nie zum Einsatz kommen in ihrem Klub werden aufgeboten. Hauptsache Auslanderfahrungen und wenn es auch nur Zagreb ist. Was er von der Nati A hält wissen wir ja, nämlich genau gar nichts. Ich war vor der WM diesbezüglich schon sehr skeptisch. Habe aber dennoch auf die Erfahrung und den Teamspirit innerhalb der Mannschaft gehofft.

  2. #482
    Erfahrener Benutzer Avatar von SwissFox
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    Zitat Zitat von zBasel Fondue Beitrag anzeigen
    Sehe ich auch ähnlich. Das hat schon etwas. Vor allem Xhaka ist schon fast besessen von seinem Kosovo Stolz. Xhaka ist in der Schweiz geboren und nicht im Kosovo. Xhaka darf auf keinenfall Captain der Nati sein. Der schläft in der Nacht noch in der Kosovo Bettwäsche.
    Das liegt bei ihm und seinem Bruder halt auch in der Familie respektive an der Erziehung. Beide wurden von Anfang an stark durch den Vater geprägt (auch politisch).
    Once a fox, always a fox - Leicester City forever!

  3. #483
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    Zitat Zitat von SwissFox Beitrag anzeigen
    Das liegt bei ihm und seinem Bruder halt auch in der Familie respektive an der Erziehung. Beide wurden von Anfang an stark durch den Vater geprägt (auch politisch).
    Auch Lichti hat von seinem Vater eine Gehirnwäsche abbekommen. :-)

  4. #484
    Erfahrener Benutzer Avatar von aguero
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    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Klar, vorallem in Südafrika 2010 konnte man den Zusammenhalt bei den Franzosen bestens erkennen. Dieses Problem gibt es in allen Multikulti Teams, auch neuerdings in Deutschland. Wieso ist Benzema nie ein Thema? Weil Dechamp im Gegensatz zu Petko (oder Domenech) solche Problemspieler gar nicht erst aufbietet.
    Der Zusammenhalt der Franzosen geht sogar soweit, dass sie sich gegenseitig Erpressen und vor Gericht zerren

  5. #485
    Erfahrener Benutzer Avatar von NKBS
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    Hier die Schuld bei einzelnen Spieler oder beim Trainer zu suchen hilft nicht weiter. Objektiv betrachtet hat die Schweiz zwei (einhalb) Spieler die den Unterschied machen können auf hohem Niveau: Sommer, Akanji und Xhaka. Wenn zwei davon einen schlechten Tag einziehen wie gestern, dann siehts düster aus. Es braucht mindestens 2-3 weitere solcher Qualitätsspieler, damit man von einer realistischen (unabhängig von Losglück oder -pech) Chance sprechen kann auf die Viertel- oder Halbfinals. Ich denke auch, dass dies langfristig geschehen wird. Solange aber ein Grossteil der Schweizer Nationalspieler bei durchschnittlichen Bundesligavereinen angestellt ist (meiner Meinung nach eine überbewertete LIga) oder noch schlimmer in der Super League spielen, wird sich wenig ändern (da nützen auch gutgemeinte Kaderverbesserungsvorschläge (Frei, wtf?) nichts).

    edit: etwas Realismus wäre angebracht, schliesslich erwartet auch niemand von uns, dass der FCB in der CL ähnliche hohe Sphären (Viertel- bzw. Halbfinal) erreicht.
    Geändert von NKBS (04.07.2018 um 12:47 Uhr)
    ITALIA CAMPIONE DEL MONDO 2006
    GRAZIE RAGAZZI
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  6. #486
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    Zitat Zitat von JackR Beitrag anzeigen
    Wer die spielerischen Unterschiede zwischen jetzt und vor 20 Jahren nicht sieht muss blind sein.
    Will die andere Natione halt au mindistens glich Vorwärts gmacht hän oder sogar no viel viel viel mehr.

    Bi uns heissts immer, das isch die beschti Generation, so viel Potential isch no nie vorahnde gsi und mir händ sooo hungrigi Spieler wo mental so stark sind.
    Das alles händ aber die andere au.

    Verglichbari Länder (vo dr Ihwohnerzahl her) händ mittlerwiile sogar no vereinzelt Top-Spieler bi Top-Mannschafte. Und vo dem sind unseri leider Meilewit wäg.
    Usseerd dr Sommer (!!!) und mit abstrich de Xhaka und RiRo. Dr räscht isch Durchschnitt und teilwiis überbewärtet

  7. #487
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    Zitat Zitat von aguero Beitrag anzeigen
    Der Zusammenhalt der Franzosen geht sogar soweit, dass sie sich gegenseitig Erpressen und vor Gericht zerren
    Et voilà

  8. #488
    Erfahrener Benutzer Avatar von aguero
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Mann, jeder Nati-Spieler ist natürlich in der Pflicht, aber es ist halt nun einmal so, dass vor allem Xhaka mit über 60 Länderspielen und Shaqiri mit über 70 Länderspielen Leader dieser Nati sind oder sein müssten.

    Der BLICK (ja, ich weiss... ) sieht es übrigens ähnlich: "Versagt haben vor allem die, die enormes Selbstvertrauen besitzen und für sich in Anspruch nehmen, Weltklassefussballer zu sein. Ein Granit Xhaka, ein Xherdan Shaqiri. Einfluss hatten sie keinen. Leaderfiguren waren sie schon gar nicht."
    Einerseits sprichst du genau diesen Spielern oftmals die Klasse ab um sie schon bei der nächsten Gelegenheit in die Pflicht zu nehmen... Ich habe noch nie von Xhaka und Shaqiri das Wort Weltklassefussballer gehört. Für das sind sie meiner Meinung nach auch zu schlecht.

  9. #489
    Erfahrener Benutzer Avatar von NKBS
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    Zitat Zitat von Rhymaa Beitrag anzeigen
    Will die andere Natione halt au mindistens glich Vorwärts gmacht hän oder sogar no viel viel viel mehr.

    Bi uns heissts immer, das isch die beschti Generation, so viel Potential isch no nie vorahnde gsi und mir händ sooo hungrigi Spieler wo mental so stark sind.
    Das alles händ aber die andere au.

    Verglichbari Länder (vo dr Ihwohnerzahl her) händ mittlerwiile sogar no vereinzelt Top-Spieler bi Top-Mannschafte. Und vo dem sind unseri leider Meilewit wäg.
    Usseerd dr Sommer (!!!) und mit abstrich de Xhaka und RiRo. Dr räscht isch Durchschnitt und teilwiis überbewärtet
    In Europa hast du Belgien, Holland und Kroatien (plus Portugal, aber nur dank Cristiano Ronaldo) als kleine Nationen mit Weltklassespielern. Ansonsten sieht es eher düster aus: Schottland, Irland und ein grosser Teil der Osteuropäischen Staaten (welche vor 20 Jahren noch Weltklassespieler auf die Fussballbühne brachten) sind in der Versenkung verschwunden. Ich habe eher das GEfühl, dass die meisten kleinen Nationen Rückschritte gemacht haben.
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  10. #490
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    Zitat Zitat von NKBS Beitrag anzeigen
    In Europa hast du Belgien, Holland und Kroatien (plus Portugal, aber nur dank Cristiano Ronaldo) als kleine Nationen mit Weltklassespielern. Ansonsten sieht es eher düster aus: Schottland, Irland und ein grosser Teil der Osteuropäischen Staaten (welche vor 20 Jahren noch Weltklassespieler auf die Fussballbühne brachten) sind in der Versenkung verschwunden.
    Und trotzdem würd ich nit unterschribe, dass d'Schwiiz gäge Schottland oder Irland uff Jede gwünnt!

  11. #491
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Klar, vorallem in Südafrika 2010 konnte man den Zusammenhalt bei den Franzosen bestens erkennen. Dieses Problem gibt es in allen Multikulti Teams, auch neuerdings in Deutschland. Wieso ist Benzema nie ein Thema? Weil Dechamp im Gegensatz zu Petko (oder Domenech) solche Problemspieler gar nicht erst aufbietet.
    Die Probleme im 2010 hatten überhaupt nichts mit Multikulti oder Rassismus zu tun. Die Stimmung im Team mit unzähligen Inidividualisten und/oder Egoisten war einfach miserabel und Domenech bekam es nicht hin, aus diesen Typen eine Einheit zu formen.

    Für mich gibt es zudem einen markanten Unterschied zwischen dem Nicht-Aufbieten eines Spielers, weil er charakterlich problematisch ist und nicht ins Gefüge passt und das Nicht-Aufbieten aus rassistisch motivierten Gründen. Ein Spieler nicht aufzubieten, weil er - gemäss dem Trainer - aus charakterlichen oder spielerischen Gründen nicht zur restlichen Mannschaft passt, halte ich für ein völlig legitimes Verhalten.

    Zitat Zitat von aguero Beitrag anzeigen
    Einerseits sprichst du genau diesen Spielern oftmals die Klasse ab um sie schon bei der nächsten Gelegenheit in die Pflicht zu nehmen...


    Du musst mich mit jemanden verwechseln. Wann und wo habe ich diesen beiden Spielern die fussballerische Klasse abgesprochen? Vor allem bei Shaqiri gehöre ich zu den wenigen, die ihn und seine Karriereplanung immer wieder verteidigen, wenn es von anderen heisst, dass er diese in den Satz gesetzt habe.
    Geändert von Mundharmonika (04.07.2018 um 14:37 Uhr)

  12. #492
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    Zitat Zitat von Rhymaa Beitrag anzeigen
    Und trotzdem würd ich nit unterschribe, dass d'Schwiiz gäge Schottland oder Irland uff Jede gwünnt!
    Vielleicht in der Quali oder in einem Freundschaftsspiel. An einer WM-Endrunde würde ich sicher nicht um Geld tippen wenns gegen Schottland oder Irland geht.

  13. #493
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    Zitat Zitat von NKBS Beitrag anzeigen
    Hobbypsychologie eben, nicht mein Ding. Darfst dich gerne auch in die spielerisch/taktische Diskussion einmischen

    Nachtrag, um die Diskussion wieder auf die fussballerische Ebene zu bringen: Shaqiri, als eher technischer, spritziger und kreativer, aber launischer, Spieler hatte mit den Schweden ähnlich grosse Mühe wie Insigne, Immobile oder auch Florenzi. Vom Spielertyp her ähnliche Spieler (ohne Migrationshintergrund. Liegt wohl hauptsächlich an der Spielart der Schweden, als an der fehlenden Motivation. Sie lassen dich am Flügel alleine, aber sobald du in die Mitte ziehst kommen 3-4 Mann.
    Meine ähnlich Hypothetische Argumentation: hätte Serbien so gespielt wie Schweden, dann hätte Shaqiri dieselben Schwierigkeiten (inkl. Körpersprache) wie heute durchgemacht.
    Ganz genau! Man kann nun lange über einzelne Spieler herziehen oder über den Zusammenhalt in der Mannschaft, Fact ist, dass alle Mannschaften, die ein Ballbesitz-Fussball spielen an dieser WM gegen Mannschaften ausscheiden, die hinten betonieren und dann mal einen Konter fahren. Nicht umsonst sind neben der Schweiz auch Deutschland, Spanien und Argentinien draussen, hat Mexiko gegen Schweden noch höher auf den Deckel gekriegt und sind reine Kontermannschaften wie Uruguay, Russland und Schweden nun im Viertelfinal. Genau deshalb sah die Schweiz gegen Serbien viel besser aus: Serbien stand hinten viel weniger kompakt. Der Fussball hat sich leider so entwickelt. Und leider kann man einer Mannschaft, die man drei Wochen pro Jahr zusammen hat, nicht zwei grundverschiedene Systeme je nach Gegner beibringen.

  14. #494
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von FC Bâle Beitrag anzeigen
    Und leider kann man einer Mannschaft, die man drei Wochen pro Jahr zusammen hat, nicht zwei grundverschiedene Systeme je nach Gegner beibringen.
    Selbst wenn eine Mannschaft nur eine halbe Stunde pro Jahr zusammen ist, sollte ein Shaqiri (oder der Trainer an der Seitenlinie) nach zwei oder spätestens drei geschossenen Eckbällen merken, dass diese mitten in den Strafraum auf die Köpfe der Schweden nichts bringen und dann halt vielleicht einmal eine andere Variante versuchen, denn so kompliziert ist Fussball nun auch wieder nicht. Aber nein, bei jedem Eckball gab es same procedure as last time... Gerade gegen die Schweden hätte eine Standard-Situation den Unterschied ausmachen können, aber die gestrigen elf (!) Eckbälle der Schweiz wurden leider fast alle blödsinnig verschenkt.
    Geändert von Mundharmonika (04.07.2018 um 18:41 Uhr)

  15. #495
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Die Probleme im 2010 hatten überhaupt nichts mit Multikulti oder Rassismus zu tun. Die Stimmung im Team mit unzähligen Inidividualisten und/oder Egoisten war einfach miserabel und Domenech bekam es nicht hin, aus diesen Typen eine Einheit zu formen.

    Für mich gibt es zudem einen markanten Unterschied zwischen dem Nicht-Aufbieten eines Spielers, weil er charakterlich problematisch ist und nicht ins Gefüge passt und das Nicht-Aufbieten aus rassistisch motivierten Gründen. Ein Spieler nicht aufzubieten, weil er - gemäss dem Trainer - aus charakterlichen oder spielerischen Gründen nicht zur restlichen Mannschaft passt, halte ich für ein völlig legitimes Verhalten.



    Du musst mich mit jemanden verwechseln. Wann und wo habe ich diesen beiden Spielern die fussballerische Klasse abgesprochen? Vor allem bei Shaqiri gehöre ich zu den wenigen, die ihn und seine Karriereplanung immer wieder verteidigen, wenn es von anderen heisst, dass er diese in den Satz gesetzt habe.
    Ach komm. Bei den französischen Fans sind die dunklen Spieler bloss Afrikaner, wenn Frankreich schlecht spielt und Franzosen, wenn sie gut spielen. Das kriegen die farbigen Spieler schon auch mit. Und das führt garantiert auch zu Spannungen im Team. Aber vielleicht kommt diese Diffamierung nur von den meist rechts angehauchten Elsässern. Da hast du als Franzosen-Fan sicher den besseren Überblick?

  16. #496
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Ach komm. Bei den französischen Fans sind die dunklen Spieler bloss Afrikaner, wenn Frankreich schlecht spielt und Franzosen, wenn sie gut spielen. Das kriegen die farbigen Spieler schon auch mit. Und das führt garantiert auch zu Spannungen im Team. Aber vielleicht kommt diese Diffamierung nur von den meist rechts angehauchten Elsässern. Da hast du als Franzosen-Fan sicher den besseren Überblick?
    Zuerst einmal folgendes: dunkle Spieler der französischen Nationalmannschaft müssen nicht unbedingt gleich Afrikaner sein. Vor allem die französischen Antillen haben immer wieder gute Spieler hervorgebracht: Marius Trésor, Thierry Henry, Lilian Thuram, Sylvain Wiltord, Raphael Varane und viele andere mehr. Oder Karambeu aus Neu-Kaledonien. Diese werden und wurden - soweit ich das beurteilen kann - eigentlich immer als Franzosen gesehen, insbesondere jene aus den Antillen. Dort in der Karibik war die Unabhängigkeit übrigens auch nie wirklich ein Thema, weil die Bewohner sich als Franzosen fühlen und auch ziemlich stolz darauf sind, Franzosen zu sein. Das wäre wohl kaum der Fall, wenn sie sich als Dunkelhäutige in Frankreich diskriminiert fühlen würden. Ich war vor vielen, vielen Jahren einmal auf Guadeloupe, als Marseille im Final des damaligen Pokal der Landesmeister (Vorläufer der CL) spielte. Die ganze Insel stand Kopf und fieberte mit Marseille mit. Fast surreal fand ich das damals...

    Dann gibt es in der französischen Nationalmannschaft die Afrikaner aus den ehemaligen Kolonien Frankreichs und dann noch eingebürgerte Afrikaner aus anderen Ländern, wobei in der aktuellen Mannschaft die meisten dunklen Spieler in Frankreich selbst und nicht in Afrika geboren sind. Das Thema "dunkle Spieler der französischen Nationalmannschaft" ist also ziemlich vielseitig und komplex.

    Ich würde aber trotzdem behaupten, dass dies in jüngster Vergangenheit nie ein grösseres Problem war und Deine Vermutung, dass die dunklen Spieler nur als Franzosen gelten, wenn sie gut spielen und als Afrikaner, wenn sie schlecht spielen, habe ich so jedenfalls nie erlebt, schliesse aber nicht aus, dass es Leute gibt, welche die Spieler so beurteilen. Aber dass dies zu grossen Spannungen im Team führt, bezweifle ich eher.

    Ich persönlich glaube, dass wenn wir von Rassismus sprechen, die Franzosen - wenn überhaupt - eher ein Problem mit (eingebürgerten) Franzosen aus dem Maghreb haben als grundsätzlich mit dunkelhäutigen Menschen.
    Geändert von Mundharmonika (04.07.2018 um 23:04 Uhr)

  17. #497
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    Auch hier passt die Analyse von Watson rein https://www.watson.ch/sport/analyse/...folgreich-wird.

  18. #498
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    Zitat Zitat von NKBS Beitrag anzeigen
    In Europa hast du Belgien, Holland und Kroatien (plus Portugal, aber nur dank Cristiano Ronaldo) als kleine Nationen mit Weltklassespielern. Ansonsten sieht es eher düster aus: Schottland, Irland und ein grosser Teil der Osteuropäischen Staaten (welche vor 20 Jahren noch Weltklassespieler auf die Fussballbühne brachten) sind in der Versenkung verschwunden. Ich habe eher das GEfühl, dass die meisten kleinen Nationen Rückschritte gemacht haben.
    Dein Gefühl ist richtig. Wie sollen die kleinen Nationen bei der ganzen Elitisierung des europäischen Fussballs noch mithalten? Siehe Champions League Reformen ab diesem Sommer.

    Vor 20-25 Jahren konnten Vereine wie Dynamo Kiev, Dinamo Zagreb, Hajduk Split, Roter Stern Belgrad etc grosse, oder verhältnismässig grosse Erfolge feiern. Die Russen, Türken, Griechen und Ukrainer konnten wegen Ölgeldern oder grossen Märkten finanziell noch eine Weile mithalten. Aber aus den grossen Traditionsvereinen sind nur noch Traditionsvereine geworden, welche Fussballromantiker und Groundhopper noch geil finden. Deshalb finden viele von uns die EL interessant, da dort nicht Touristen aus aller Welt unsummen ausgeben und die Einheimischen aus den Dtadien vertreiben.

    Die meisten Menschen weltweit interessieren sich nur für die 10-20 grössten (oder nennen wir es auch die finanzstärksten) Vereine und deshalb will die UEFA eine Elitisierung. Die kleinen Länder sind die Verlierer. Bald gibt es auch eine globale Champions League. Kommt garantiert in den nächsten 20 Jahren. So kann halt mehr Geld gemacht werden. Laut UEFA ist aber die Qualität des Fussballs am wichtigsten.

    Interessanterweise (Ironie aus...) findet die UEFA aber, dass man die Europameisterschaften erweitern muss, damit alle davon profitieren können! Jaja, so soll der Fussball in den kleineren Fussballnationen gefördert werden, während ihre Spieler beinahe keine Chance haben, in die Champions League zu kommen.

    Hoch lebe der Fussball!

  19. #499
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    Zitat Zitat von NKBS Beitrag anzeigen
    In Europa hast du Belgien, Holland und Kroatien (plus Portugal, aber nur dank Cristiano Ronaldo) als kleine Nationen mit Weltklassespielern. Ansonsten sieht es eher düster aus: Schottland, Irland und ein grosser Teil der Osteuropäischen Staaten (welche vor 20 Jahren noch Weltklassespieler auf die Fussballbühne brachten) sind in der Versenkung verschwunden. Ich habe eher das GEfühl, dass die meisten kleinen Nationen Rückschritte gemacht haben.
    Dein Gefühl ist richtig. Wie sollen die kleinen Nationen bei der ganzen Elitisierung des europäischen Fussballs noch mithalten? Siehe Champions League Reformen ab diesem Sommer.

    Vor 20-25 Jahren konnten Vereine wie Dynamo Kiev, Dinamo Zagreb, Hajduk Split, Roter Stern Belgrad etc grosse, oder verhältnismässig grosse Erfolge feiern. Die Russen, Türken, Griechen und Ukrainer konnten wegen Ölgeldern oder grossen Märkten finanziell noch eine Weile mithalten. Aber aus den grossen Traditionsvereinen sind nur noch Traditionsvereine geworden, welche Fussballromantiker und Groundhopper noch geil finden. Deshalb finden viele von uns die EL interessant, da dort nicht Touristen aus aller Welt unsummen ausgeben und die Einheimischen aus den Dtadien vertreiben.

    Die meisten Menschen weltweit interessieren sich nur für die 10-20 grössten (oder nennen wir es auch die finanzstärksten) Vereine und deshalb will die UEFA eine Elitisierung. Die kleinen Länder sind die Verlierer. Bald gibt es auch eine globale Champions League. Kommt garantiert in den nächsten 20 Jahren. So kann halt mehr Geld gemacht werden. Laut UEFA ist aber die Qualität des Fussballs am wichtigsten.

    Interessanterweise (Ironie aus...) findet die UEFA aber, dass man die Europameisterschaften erweitern muss, damit alle davon profitieren können! Jaja, so soll der Fussball in den kleineren Fussballnationen gefördert werden, während ihre Spieler beinahe keine Chance haben, in die Champions League zu kommen.

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  20. #500
    Benutzer Avatar von Dr. Sócrates
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  21. #501
    Benutzer Avatar von Dr. Sócrates
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  22. #502
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Zuerst einmal folgendes: dunkle Spieler der französischen Nationalmannschaft müssen nicht unbedingt gleich Afrikaner sein. Vor allem die französischen Antillen haben immer wieder gute Spieler hervorgebracht: Marius Trésor, Thierry Henry, Lilian Thuram, Sylvain Wiltord, Raphael Varane und viele andere mehr. Oder Karambeu aus Neu-Kaledonien. Diese werden und wurden - soweit ich das beurteilen kann - eigentlich immer als Franzosen gesehen, insbesondere jene aus den Antillen. Dort in der Karibik war die Unabhängigkeit übrigens auch nie wirklich ein Thema, weil die Bewohner sich als Franzosen fühlen und auch ziemlich stolz darauf sind, Franzosen zu sein. Das wäre wohl kaum der Fall, wenn sie sich als Dunkelhäutige in Frankreich diskriminiert fühlen würden. Ich war vor vielen, vielen Jahren einmal auf Guadeloupe, als Marseille im Final des damaligen Pokal der Landesmeister (Vorläufer der CL) spielte. Die ganze Insel stand Kopf und fieberte mit Marseille mit. Fast surreal fand ich das damals...

    Dann gibt es in der französischen Nationalmannschaft die Afrikaner aus den ehemaligen Kolonien Frankreichs und dann noch eingebürgerte Afrikaner aus anderen Ländern, wobei in der aktuellen Mannschaft die meisten dunklen Spieler in Frankreich selbst und nicht in Afrika geboren sind. Das Thema "dunkle Spieler der französischen Nationalmannschaft" ist also ziemlich vielseitig und komplex.

    Ich würde aber trotzdem behaupten, dass dies in jüngster Vergangenheit nie ein grösseres Problem war und Deine Vermutung, dass die dunklen Spieler nur als Franzosen gelten, wenn sie gut spielen und als Afrikaner, wenn sie schlecht spielen, habe ich so jedenfalls nie erlebt, schliesse aber nicht aus, dass es Leute gibt, welche die Spieler so beurteilen. Aber dass dies zu grossen Spannungen im Team führt, bezweifle ich eher.

    Ich persönlich glaube, dass wenn wir von Rassismus sprechen, die Franzosen - wenn überhaupt - eher ein Problem mit (eingebürgerten) Franzosen aus dem Maghreb haben als grundsätzlich mit dunkelhäutigen Menschen.
    Ich kriege das so am Arbeitsplatz mit, insbesondere von den Elsässern. Also keine Vermutung. Ja, es betrifft mehrheitlich die Spieler aus "Schwarzafrika" und dem Maghreb. Deshalb habe ich dich ja gefragt, ob das eine allgemeine, franz. Haltung ist. Du hast ja glaube ich Verwandte und Bekannte in Frankreich. Hast du glaube ich mal geschrieben?

  23. #503
    Benutzer Avatar von Dr. Sócrates
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    Ain han y no.


  24. #504
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Ich kriege das so am Arbeitsplatz mit, insbesondere von den Elsässern...
    Wobei ich Elsässer jetzt nicht unbedingt repräsentativ für ganz Frankreich finde.

    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Ja, es betrifft mehrheitlich die Spieler aus "Schwarzafrika"...
    Aber wie gesagt, dort wird dann auch nochmals ein kleiner Unterschied gemacht, ob der Spieler aus einer ehemaligen Kolonie Frankreichs (z.B. Senegal oder Elfenbeinküste) stammt und folglich auch französisch spricht und denkt oder ob er woanders herkommt.

    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Deshalb habe ich dich ja gefragt, ob das eine allgemeine, franz. Haltung ist. Du hast ja glaube ich Verwandte und Bekannte in Frankreich. Hast du glaube ich mal geschrieben?
    Ob es eine allgemeine Haltung ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich aufgrund meiner Verwandten und Bekannten, die allesamt im Raume Paris oder in den Antillen (diese selbstverständlich dunkelhäutig) wohnen nicht auf ganz Frankreich schliessen kann und will, aber mein persönliches Gefühl ist, dass es innerhalb der französischen Mannschaft kein ernsthaftes Problem mit den verschiedenen Hautfarben der Spieler gibt, weil eben viele dunkelhäutige Spieler entweder in Frankreich aufgewachsen sind, aus französischen Überseegebieten oder ehemaligen französischen Kolonien stammen und daher vom Verhalten her Franzosen sind. Oder hast Du einmal ein dunkelhäutiger französischer Spieler gesehen, der für das Land seiner Väter jubelt oder ein ähnliches Theater macht wie Shaqiri oder Xhaka? Kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass es je einmal so etwas gegeben hat.

    Mein Eindruck ist, dass es noch am ehesten eine Abneigung oder Rassismus gegenüber Leuten aus dem Maghreb oder muslimisch geprägten Ländern gibt.

  25. #505
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Eine Nati nur mit Eidgenossen und Ausgebürgerten. Tolle Idee in einem Land, in dem jeder 3. Schweizer noch einen anderen Pass hat.
    Details werden im Artikel ja nicht erwähnt, aber ich glaube schon, dass man sich Gedanken darüber machen kann und sollte. Vor allem zum Thema der Jungtalente mit einem zweiten Pass, die in der Schweiz ausgebildet werden, um dann anschliessend für ein anderes Land zu spielen.

    Die Essenz einer EM oder einer WM ist doch, dass eine Landesauswahl auf dem Platz steht, wo eben im Vergleich zum internationalen Clubfussball Spieler nicht einfach nach Bedarf gekauft oder verkauft werden können. Besonders Freude macht eine Nationalmannschaft doch dann, wenn auf dem Platz 11 Typen stehen, mit denen man sich identifizieren kann und bei denen man das Gefühl hat, dass sie die Schweiz mit Stolz vertreten, so wie ich beim FCB Freude habe, wenn die Spieler ihr Trikot mit Stolz tragen. Natürlich dürfen in einer Landesauswahl auch Spieler mit Migrationshintergrund spielen. Ich sehe Spieler wie Akanji, Embolo oder Rodriguez sehr gerne in der Nati. Mühe habe ich aber mit Spielern, welche die Nati nur deshalb gewählt haben, weil sie im Land ihres zweiten Passes kaum Chance auf Einsatz hätten oder das Land ihres zweiten Passes kaum Chancen hat, sich für grosse Turniere zu klassifizieren.

  26. #506
    Erfahrener Benutzer Avatar von NKBS
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Details werden im Artikel ja nicht erwähnt, aber ich glaube schon, dass man sich Gedanken darüber machen kann und sollte. Vor allem zum Thema der Jungtalente mit einem zweiten Pass, die in der Schweiz ausgebildet werden, um dann anschliessend für ein anderes Land zu spielen.

    Die Essenz einer EM oder einer WM ist doch, dass eine Landesauswahl auf dem Platz steht, wo eben im Vergleich zum internationalen Clubfussball Spieler nicht einfach nach Bedarf gekauft oder verkauft werden können. Besonders Freude macht eine Nationalmannschaft doch dann, wenn auf dem Platz 11 Typen stehen, mit denen man sich identifizieren kann und bei denen man das Gefühl hat, dass sie die Schweiz mit Stolz vertreten, so wie ich beim FCB Freude habe, wenn die Spieler ihr Trikot mit Stolz tragen. Natürlich dürfen in einer Landesauswahl auch Spieler mit Migrationshintergrund spielen. Ich sehe Spieler wie Akanji, Embolo oder Rodriguez sehr gerne in der Nati. Mühe habe ich aber mit Spielern, welche die Nati nur deshalb gewählt haben, weil sie im Land ihres zweiten Passes kaum Chance auf Einsatz hätten oder das Land ihres zweiten Passes kaum Chancen hat, sich für grosse Turniere zu klassifizieren.
    Eine repräsentative Landesauswahl enthält im Falle der Schweiz halt auch Doppelbürger. Nach deiner Logik (Spieler die die Schweiz mit Stolz vertreten) dürfte man ja vornehmlich Patrioten für die Nationalmannschaft aufbieten. Ich halte wenig von dieser Verknüpfung zwischen Nationendenken (auf einer politischen Ebene, im Sinne von "ich bin stolz mein Land nach aussen zu vertreten") und Sport. Sehe die WM oder EM eher als ein Kräftemessen zwischen Nationalmannschaften mit Spielern die in der entsprechenden Nationen aufgewachsen sind. Aber da wird wohl jeder seine eigene individuelle Einstellung dazu haben. Insofern habe ich mehr "Mühe" mit Spielern wie Camoranesi, Amauri, Diego Costa. Früher waren übrigens solche "Nationenwechsel" nichts aussergewöhnliches: Ferenc Puskas hat beispielsweise sowohl für Spanien als auch für Ungarn gespielt, analog dazu hat Omar Sivori die Farben von Italien und Argentinien getragen.
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  27. #507
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Es gibt ihn also noch, unseren ultranationalistischen Berufsserbe. Hab noch gedacht, dass da nichts kommt.

    Anscheinend - und so verteh ich seine Beiträge - hat er nichts dagegen, dass man Dinge skandiert wie „Tötet die Albaner“ oder Shirts mit dem Konterfei vom verurteilten Kriegsverbechern trägt. Aber den Doppeladler machen ist dafür fast schon ein Verbrechen. Interessante Einstellung.
    Geändert von Käppelijoch (06.07.2018 um 09:39 Uhr)
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  28. #508
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    Mit dem Doppelbürger ist der falsche Ansatz.
    Das Problem mit dem teuren Ausbildungsplatz der „verschwendet“ wird, sollte verhindert werden.
    Wenn einer einmal in einer Auswahl gespielt hat, sollte er nur noch für dieses Land auflaufen dürfen.
    Der Rest mit Ausgrenzung etc. ist nicht realistisch bei der Durchmischung der Völker die wir haben.
    Das Verhalten dann jedes einzelnen hat halt dann auch mit seiner Intelligenz zu tun.

  29. #509
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    Zitat Zitat von *13* Beitrag anzeigen
    Wenn einer einmal in einer Auswahl gespielt hat, sollte er nur noch für dieses Land auflaufen dürfen.
    Nein, ganz sicher nicht. Angenommen ich bin Doppelbürger der Staaten a und b und 15 Jahre alt. Land b möchte mich für eine U-Auswahl aufbieten, aber eigentlich möchte ich lieber dereinst für Land a auflaufen, weil dort das Niveau höher ist. Sollte ich dann extra auf das Aufgebot verzichten und auf ein späteres Aufgebot von Land a spekulieren, das möglicherweise nie kommt? Das wäre Irrsinn. Die Jungen profitieren enorm von den Auswahlen und sollen spielen und machen dort ja auch wieder auf sich aufmersam. Und dann würde wohl ein regelrechter Kleinkrieg um sämtliche Doppelbürger entstehen, die gerade mal einen geraden Flachpass spielen können und kaum aus den Windeln draussen sind.

    Für mich ist das Thema nichts für die Fussballverbände. Die doppelte Staatsbürgerschaft gehört wenn dann politisch abgeschafft, was aber natürlich sehr schwierig ist, wenn dieser Schritt nicht von vielen Staaten quasi gleichzeitig vollzogen wird, die untereinander wieder völlig unterschiedliche Interessen und Gründe dafür haben, warum sie diese wahlweise abschaffen oder beibehalten wollen.

  30. #510
    Erfahrener Benutzer Avatar von *13*
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    Zitat Zitat von Rey2 Beitrag anzeigen
    Nein, ganz sicher nicht. Angenommen ich bin Doppelbürger der Staaten a und b und 15 Jahre alt. Land b möchte mich für eine U-Auswahl aufbieten, aber eigentlich möchte ich lieber dereinst für Land a auflaufen, weil dort das Niveau höher ist. Sollte ich dann extra auf das Aufgebot verzichten und auf ein späteres Aufgebot von Land a spekulieren, das möglicherweise nie kommt? Das wäre Irrsinn. Die Jungen profitieren enorm von den Auswahlen und sollen spielen und machen dort ja auch wieder auf sich aufmersam. Und dann würde wohl ein regelrechter Kleinkrieg um sämtliche Doppelbürger entstehen, die gerade mal einen geraden Flachpass spielen können und kaum aus den Windeln draussen sind.

    Für mich ist das Thema nichts für die Fussballverbände. Die doppelte Staatsbürgerschaft gehört wenn dann politisch abgeschafft, was aber natürlich sehr schwierig ist, wenn dieser Schritt nicht von vielen Staaten quasi gleichzeitig vollzogen wird, die untereinander wieder völlig unterschiedliche Interessen und Gründe dafür haben, warum sie diese wahlweise abschaffen oder beibehalten wollen.
    Fünfer und Weggli geht nicht.
    Wenn früh schon in Auswählen gespielt wird, ist das Buhlen auch geringer weil enorm aufwendig und kostspielig.

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