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Thema: Abstimmung Juni 2018 (Vollgeld + Geldspielgesetz)

  1. #61
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Angenommen die Grenze ist erreicht. Dann können die Banken einfach keine neuen Kredite mehr ausgeben? Dies hätte für die Kreditnehmer grossen Einfluss, da Kredite ja oft für Investitionen gebraucht werden.
    Wieso sollte die Bank keine neuen Kredite mehr geben können? Ausser sie verfügt auch über keine eigenen Mittel mehr dafür...

    Ich zitiere gerne nochmals etwas von Initiativtext:

    Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient

    Das Gesamtinteresse des Landes ist eine funktionierende, konkurrenzfähige Wirtschaft. Also wird die SNB den Geldfluss entsprechend regeln. Klarer als diese Initiativlinie kann man es glaube ich nicht ausdrücken.
    Geändert von SubComandante (25.05.2018 um 12:42 Uhr)

  2. #62
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Wieso sollte die Bank keine neuen Kredite mehr geben können? Ausser sie verfügt auch über keine eigenen Mittel mehr dafür...

    Ich zitiere gerne nochmals etwas von Initiativtext:

    Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient

    Das Gesamtinteresse des Landes ist eine funktionierende, konkurrenzfähige Wirtschaft. Also wird die SNB den Geldfluss entsprechend regeln. Klarer als diese Initiativlinie kann man es glaube ich nicht ausdrücken.
    Wenn man also das Ausgeben von Krediten sowieso nie einstellt da es für das Gesamtinteresse des Landes schädlich wäre, warum braucht es dann diese Initiative? Es dürfte sich ja dann nichts ändern? Ausser dass man mehr Schweizer Franken produziert, nun offiziell. Nach meinem VWL-ABC senkt eine erhöhte Geldmenge den Wert des einzelnen Frankens. Ist dem nicht so?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  3. #63
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Angenommen die Grenze ist erreicht. Dann können die Banken einfach keine neuen Kredite mehr ausgeben? Dies hätte für die Kreditnehmer grossen Einfluss, da Kredite ja oft für Investitionen gebraucht werden.
    Diese Frage kann gar nicht wirklich beanwortet werden, da in der Verfassung logischerweise nicht steht, wie diese umgesetzt werden soll. aber:

    Angebot und Nachfrage greiffen auch nach der Vollgeldinitiative noch. Bei einer Steigerung der Nachfrage nach Krediten (bei gleichbleibendem Angebot) erhöht sich der Zins. Somit besteht nach erreichen der Grenze gar keine Nachfrage mehr nach Krediten zu Konditionen die eine Bank bereit wäre zu vergeben.


    Ziel der SNB:
    Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik des Landes. Sie muss sich gemäss Verfassung und Gesetz vom Gesamtinteresse des Landes leiten lassen, als vorrangiges Ziel die Preisstabilität gewährleisten und dabei der konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen. Damit setzt sie grundlegende Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Wirtschaft.
    weiter steht in der Initiative:
    sie [...] gewährleistet [...] die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten durch die Finanzdienstleister.

    Was wäre also ein Grund der SNB zu verhindern, dass Unternehmen keine Kredite mehr für Investitionen erhalten?

    Wenn also eine Bank keine Kredite mehr vergeben kann für Investitionen aufgrund einer erreichten Obergrenze durch die SNB dann wird wohl dieser Kreditgeber vorher einiges falsch gemacht haben.

  4. #64
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Wenn man also das Ausgeben von Krediten sowieso nie einstellt da es für das Gesamtinteresse des Landes schädlich wäre, warum braucht es dann diese Initiative? Es dürfte sich ja dann nichts ändern? Ausser dass man mehr Schweizer Franken produziert, nun offiziell. Nach meinem VWL-ABC senkt eine erhöhte Geldmenge den Wert des einzelnen Frankens. Ist dem nicht so?
    Der Unterschied ist erstmal, dass beim neuen System die Banken Kredite mit "echtem" Geld und nicht einfach fiktivem Buchgeld vergeben. Sie haben nicht mehr die Möglichkeit, selber Geld aus dem nichts zu schaffen. Die Banken können nur noch Kredite vergeben mit Geld, dass sie selber besitzen. Reicht das nicht, können sie bei der SNB ein zinsloses Darlehen beantragen und bekommen. Zahlungskonten sind wie Wertschriften-Depots und liegen ausserhalb der Bilanz. Sie werden in Zukunft absolut sicher sein. Will man auf diese Sicherheit verzichten, macht man ein Sparkonto (was etwas Zins bringt).

    Der Punkt ist, dass Finanzdienstleister (auch Versicherungen) im Gegensatz der Banken kein eigenes Geld herstellen können. Dazu kommt auch die Postfinance. Sie können auch ohne eigene Geldschöpfung rentabel arbeiten. Wieso sollen Banken in dieser Hinsicht Vorteile haben?

    Hier noch etwas Material einer "Propagandaseite" :

    Wenn die Nationalbank das Vollgeld mittels Ausschüttungen schuldfrei in Umlauf bringt, führt das schrittweise zur Reduzierung der Verschuldung aller Wirtschaftsakteure: des Bundes, der Kantone, Unternehmen und Privaten. Dadurch sinken auch die Ausgaben, die ihnen heute als Kreditnehmer in Form von Zinsen und Gebühren entstehen.
    Die positive, stimulierende Wirkung einer Vollgeldreform auf die Realwirtschaft wird durch eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF)* aus dem Jahr 2012 bestätigt. In dieser Studie untersuchen zwei Experten mithilfe des besten Simulationsmodells, das die Ökonomen heute kennen, wie sich die Grundzüge des Vollgeldsystems auf eine hoch entwickelte Volkswirtschaft auswirken würden. Das Ergebnis der IWF-Expertise ist: Eine Vollgeldreform würde parallel zu einer massiven Entschuldung staatlicher und privater Haushalte innerhalb von zehn Jahren ein zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 7 Prozent bewirken.
    Aufgrund der Daten des Bundesamtes für Statistik lässt sich sagen, dass in der Schweiz seit der Jahrtausendwende ein Wachstum des BIP von einem Prozent im Durchschnitt zur Schaffung von 20’000 neuen Arbeitsplätzen geführt hat. Wenn wir nun das Ergebnis der IWF-Expertise auf die Schweiz beziehen, würde die Einführung von Vollgeld in zehn Jahren zur Schaffung von 140’000 neuen Arbeitsplätzen führen. Klar: Bei dieser Zahl handelt es sich um eine grobe Schätzung. Die positive Auswirkung einer Vollgeldreform auf die Realwirtschaft lässt sich nun aber nicht länger leugnen.


    Wieso sollte man als Bürger kein Interesse am Vollgeld haben....?

    Zum Wert des einzelnen Frankens... Das bestimmen die Börsen ja schlussendlich. Wenn eine Bananenrepublik inflationär die Geldmenge erhöht, dann mag Deine Aussage zutreffen. Dass der Franken im Vergleich zum Euro immer noch überbewertet ist ... exportorientierte Unternehmen würden wohl dazu nicken.
    Geändert von SubComandante (25.05.2018 um 14:12 Uhr)

  5. #65
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Wenn man also das Ausgeben von Krediten sowieso nie einstellt da es für das Gesamtinteresse des Landes schädlich wäre, warum braucht es dann diese Initiative? Es dürfte sich ja dann nichts ändern? Ausser dass man mehr Schweizer Franken produziert, nun offiziell. Nach meinem VWL-ABC senkt eine erhöhte Geldmenge den Wert des einzelnen Frankens. Ist dem nicht so?
    Gewinne einer Bank gehen heute zu Gunsten der Aktionäre, langfristige Verluste einer Bank zu Lasten der Gesamtbevölkerung. Eine Bank kann bei Annahme der Initiative nicht mehr zu hohe Risiken eingehen auf Kosten der Anleger und des Staates um ihre Gewinnmaximierung voranzutreiben.

  6. #66
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Geldspielgesetz weiterhin mit Ja Trend!

    Diese verfickte scheisse. Weiss jemand, ob ein VPN hier überhaupt etwas nutzen wird? Werden die Anbieter Schweizer nicht automatisch auch sperren?
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  7. #67
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    Zitat Zitat von Nervenbündel Beitrag anzeigen
    Geldspielgesetz weiterhin mit Ja Trend!

    Diese verfickte scheisse. Weiss jemand, ob ein VPN hier überhaupt etwas nutzen wird? Werden die Anbieter Schweizer nicht automatisch auch sperren?
    Sie werden es nur auf DNS Ebene sperren. Alternativen DNS eintragen (1.1.1.1 oder 8.8.8.8) und schon ist das Thema vom Tisch - VPN geht natürlich immer - auch T0r oder sowas

  8. #68
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Sie werden es nur auf DNS Ebene sperren. Alternativen DNS eintragen (1.1.1.1 oder 8.8.8.8) und schon ist das Thema vom Tisch - VPN geht natürlich immer - auch T0r oder sowas
    Habe mir vorhin den Gesetzestext durchgelesen

    "Die Fernmeldedienstanbieterinnen leiten die Benutzer, die auf die gesperrten Angebote zugreifen möchten, auf die Informationseinrichtung weiter, soweit dies technisch möglich ist".


    Schweinerei. Wie funktioniert die DNS Änderung auf dem Iphone 4g netz?
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  9. #69
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    Zitat Zitat von Nervenbündel Beitrag anzeigen
    Schweinerei. Wie funktioniert die DNS Änderung auf dem Iphone 4g netz?
    Bei iPhone wirst du wohl mit VPN arbeiten müssen. Sowas wie ein DNS wechsel ist wohl schon zu Advanced für das abgeschottete iOS. Bei Android kann mans einfach per App

    https://play.google.com/store/apps/d...schanger&hl=en
    Geändert von BloodMagic (30.05.2018 um 08:27 Uhr)

  10. #70
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Bei iPhone wirst du wohl mit VPN arbeiten müssen. Sowas wie ein DNS wechsel ist schon zu Advanced für das abgeschottete iOS. Bei Android kann mans einfach per App

    https://play.google.com/store/apps/d...schanger&hl=en
    Igitt, dann wird es wieder Zeit für ein Jailbreak.
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  11. #71
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von Nervenbündel Beitrag anzeigen
    Habe mir vorhin den Gesetzestext durchgelesen

    "Die Fernmeldedienstanbieterinnen leiten die Benutzer, die auf die gesperrten Angebote zugreifen möchten, auf die Informationseinrichtung weiter, soweit dies technisch möglich ist".


    Schweinerei. Wie funktioniert die DNS Änderung auf dem Iphone 4g netz?
    Warum genau ist es eine Schweinerei, wenn man die Regeln zum Onlineglücksspiel durchsetzen möchte? Wenn man für alle Anbieter die gleichen Bedingungen schafft, wie für Ausländer?

    Ich verstehe ja dass man gegen die Netzsperren ist. Deshalb bin ich auch dagegen.

    Allerdings bin ich grundsätzlich absolut dafür, dass ausländische Anbieter sich an das Gesetz in der Schweiz halten müssen. Inkl. Suchtprävention, etc.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  12. #72
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Warum genau ist es eine Schweinerei, wenn man die Regeln zum Onlineglücksspiel durchsetzen möchte? Wenn man für alle Anbieter die gleichen Bedingungen schafft, wie für Ausländer?

    Ich verstehe ja dass man gegen die Netzsperren ist. Deshalb bin ich auch dagegen.

    Allerdings bin ich grundsätzlich absolut dafür, dass ausländische Anbieter sich an das Gesetz in der Schweiz halten müssen. Inkl. Suchtprävention, etc.
    Absolut deiner Meinung! Aber das Suchtprävention-Argument zieht doch hinten und vorne nicht. Kein Süchtiger wird sich vom Umgehen der Netzsperre abhalten lassen, sowie kein Süchtiger auf die illegale Beschaffung von Heroin verzichtet, nur weil es verboten ist. Das ist doch Quatsch. Und auch das ewige Kinderporno-Argument zieht nicht. Es ist nicht der Staat der solche Seiten sperrt, sondern die Anbieter/Provider (auch zurecht natürlich). Andererseits auch hier: Wer sich solches Zeug im Netz ansieht, soll das können (uneingeschränkter Netzzugang), muss dann aber die Konsequenzen tragen. Das Kinderschänder und Vergewaltiger vor den Schweizer Gerichten i.d.R. easy wegkommen, kann dann nicht das Problem aller Internetnutzer sein. Das gleiche beim Online-Glücksspiel.

    Und was meine grösste Befürchtung (auch wenn die Sommaruga etwas anderes behauptet...) ist, dass weitere "Netzsperren" folgen werden. Natürlich wird man einen andere Begriff oder Namen für die Massnahme finden. Heute motzt schon der Manager von DJ Bobo wegen den Urheberrechten (gegen Musik-Streaming Plattformen), als nächstes kommt dann irgendwie brack.ch und findet es ganz schlecht, dass das Geld der Amazon-Besteller ins Ausland fliesst. Wehret den Anfängen für dieses nutzlose, sinnlose, dumme Gesetz!

  13. #73
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von OutLander Beitrag anzeigen
    Aber das Suchtprävention-Argument zieht doch hinten und vorne nicht. Kein Süchtiger wird sich vom Umgehen der Netzsperre abhalten lassen, sowie kein Süchtiger auf die illegale Beschaffung von Heroin verzichtet, nur weil es verboten ist.
    Natürlich nicht, aber bei einem süchtigen hat die Prävention bereits versagt. Es geht ja gerade darum eine Sucht zu verhindern.

    Zitat Zitat von OutLander Beitrag anzeigen
    Andererseits auch hier: Wer sich solches Zeug im Netz ansieht, soll das können (uneingeschränkter Netzzugang), muss dann aber die Konsequenzen tragen. Das Kinderschänder und Vergewaltiger vor den Schweizer Gerichten i.d.R. easy wegkommen, kann dann nicht das Problem aller Internetnutzer sein. Das gleiche beim Online-Glücksspiel.
    Da bin ich überhaupt nicht deiner Meinung. Jetzt nicht auf Kinderpornografie bezogen, aber als Konsument sollte man doch davon ausgehen können, dass die angebotenen Produkte legal sind. Ansonsten müsstest du bei allem was du im Internet konsumierst, bestellst etc. zuerst abklären müssen, ob dies jetzt legal ist.

    Zitat Zitat von OutLander Beitrag anzeigen
    Und was meine grösste Befürchtung (auch wenn die Sommaruga etwas anderes behauptet...) ist, dass weitere "Netzsperren" folgen werden. Natürlich wird man einen andere Begriff oder Namen für die Massnahme finden. Heute motzt schon der Manager von DJ Bobo wegen den Urheberrechten (gegen Musik-Streaming Plattformen), als nächstes kommt dann irgendwie brack.ch und findet es ganz schlecht, dass das Geld der Amazon-Besteller ins Ausland fliesst. Wehret den Anfängen für dieses nutzlose, sinnlose, dumme Gesetz!
    Jap, da gebe ich dir recht.

    Was gäbe es denn für umsetzbare alternativen?

  14. #74
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Warum genau ist es eine Schweinerei, wenn man die Regeln zum Onlineglücksspiel durchsetzen möchte? Wenn man für alle Anbieter die gleichen Bedingungen schafft, wie für Ausländer?

    Ich verstehe ja dass man gegen die Netzsperren ist. Deshalb bin ich auch dagegen.

    Allerdings bin ich grundsätzlich absolut dafür, dass ausländische Anbieter sich an das Gesetz in der Schweiz halten müssen. Inkl. Suchtprävention, etc.
    Daran halten sich ausländische Anbieter durchaus. Da sitzt ja meistens auch die EU im Nacken. Suchtthema wird z.B auf BET365 um einiges ernster genommen als auf der Swisslos Seite! Wie ernst Casinos dieses Suchtthema nehmen, sieht man beim Besuch selbiger.

    Anstelle von einem System wie es Dänemark hat, lässt man sich von der Lobby bestechen.


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Warum genau ist es eine Schweinerei, wenn man die Regeln zum Onlineglücksspiel durchsetzen möchte? Wenn man für alle Anbieter die gleichen Bedingungen schafft, wie für Ausländer?
    Privat durfte man bis anhin auch Online spielen. Auslandanbieter müssen jetzt ein eigenes Casino eröffnen + eine Lizenz beantragen. Kaum die ganze Mühe wert.
    Geändert von Nervenbündel (30.05.2018 um 13:56 Uhr)
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  15. #75
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    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Da bin ich überhaupt nicht deiner Meinung. Jetzt nicht auf Kinderpornografie bezogen, aber als Konsument sollte man doch davon ausgehen können, dass die angebotenen Produkte legal sind. Ansonsten müsstest du bei allem was du im Internet konsumierst, bestellst etc. zuerst abklären müssen, ob dies jetzt legal ist.
    Aber genau das musst du heute ja eh. Zum Beispiel kannst du dir auf Aliexpress oder so Dinge bestellen (z.B. Messer etc.), welche in der Schweiz aufgrund des geltenden Waffengesetzes illegal, in anderen Ländern aber durchaus legal sind. Das Gleiche gilt doch auch z.B. für irgendwelche Nazi-Utensilien: Während du in Deutschland oder der Schweiz sofort (und zurecht!) Probleme bekommst, kannst du in den USA seelenruhig und Hakenkreuzfahne-schwingend durch die Gegend dackeln. In dem Sinne: Ja, jeder muss selber überprüfen, ob sein "Spaziergang" oder Bestellung im Netz legal ist oder nicht.


    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Jap, da gebe ich dir recht.

    Was gäbe es denn für umsetzbare alternativen?
    Hinsichtlich des "Casinoproblems", wenn es denn eines ist, weiss ich es auch nicht genau. Aber offenbar soll es ja in Dänemark mit der Vergabe der Bewilligungen ja ganz gut klappen. Und von wegen "Problem": Ich weiss nicht recht, ob es tatsächlich eines gibt, oder nur eines künstlich erzeugt wird. Zum Beispiel die angeblich fehlenden 250 Mio. im Jahr. Wie kann etwas fehlen, dass noch gar nie da war?

  16. #76
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Eine Netzsperre ist ganz einfach nicht noetig. Aber ich glaube auch nicht, dass ein VPN besonders hilfreich bei der Umgehung sein wird.

    Beispiel USA: ich kann problemlos auf bwin.com gehen und die Wettquoten anschauen, obwohl solche online Wetten (im Moment noch) illegal sind. Aber ohne VPN kann ich auf der Seite keine Wette abschliessen, weil sie eben keine Kunden aus den USA annehmen. Jeder groessere Anbieter ist serioes genug, um sich an solche Gesetze zu halten.

    Warum ist ein VPN trotzdem nicht besonders hilfreich? Ganz einfach: bwin akzeptiert auch keine amerikanischen Kreditkarten und keine US Konten (bzw die Finanzinstitute stoppen die Transaktion). Nun braucht man also eine Bankenverbindung im Ausland, was schon bedeutend schwerer zu bekommen ist. Das waere ein viel effektiverer Ansatz, der ohne Zensur durchkommt. Denn selbst wenn ich nur bei einem Schweizer Casino wetten will, dann habe ich trotzdem ein Interesse daran, die Wettquoten von anderen Diensten zu sehen.

  17. #77
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Soriak Beitrag anzeigen
    Eine Netzsperre ist ganz einfach nicht noetig. Aber ich glaube auch nicht, dass ein VPN besonders hilfreich bei der Umgehung sein wird.

    Beispiel USA: ich kann problemlos auf bwin.com gehen und die Wettquoten anschauen, obwohl solche online Wetten (im Moment noch) illegal sind. Aber ohne VPN kann ich auf der Seite keine Wette abschliessen, weil sie eben keine Kunden aus den USA annehmen. Jeder groessere Anbieter ist serioes genug, um sich an solche Gesetze zu halten.

    Warum ist ein VPN trotzdem nicht besonders hilfreich? Ganz einfach: bwin akzeptiert auch keine amerikanischen Kreditkarten und keine US Konten (bzw die Finanzinstitute stoppen die Transaktion). Nun braucht man also eine Bankenverbindung im Ausland, was schon bedeutend schwerer zu bekommen ist. Das waere ein viel effektiverer Ansatz, der ohne Zensur durchkommt. Denn selbst wenn ich nur bei einem Schweizer Casino wetten will, dann habe ich trotzdem ein Interesse daran, die Wettquoten von anderen Diensten zu sehen.
    Man bekommt extrem einfach ein Konto bei der Deutschen Bank in Weil am Rhein. Geht recht zackig. Oder man erwibrt die E-Staatsbürgerschaft von Estland und kann online ein Konto eröffnen.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  18. #78
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Man bekommt extrem einfach ein Konto bei der Deutschen Bank in Weil am Rhein. Geht recht zackig. Oder man erwibrt die E-Staatsbürgerschaft von Estland und kann online ein Konto eröffnen.
    Beides etwas aufwaendiger als einen VPN zu installieren (gerade wenn man nicht an der Grenze wohnt) und damit effektiver, ohne mit einer Zensur des Internets zu beginnen.

    Wer das Gesetz umgehen will, kann das immer machen. Es geht ja hauptsaechlich darum, die Geldmenge, die "abwandert" zu reduzieren -- und das kann effektiv sein, auch wenn es nicht auf null runter geht.

  19. #79
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Zitat Zitat von Soriak Beitrag anzeigen
    Eine Netzsperre ist ganz einfach nicht noetig. Aber ich glaube auch nicht, dass ein VPN besonders hilfreich bei der Umgehung sein wird.

    Beispiel USA: ich kann problemlos auf bwin.com gehen und die Wettquoten anschauen, obwohl solche online Wetten (im Moment noch) illegal sind. Aber ohne VPN kann ich auf der Seite keine Wette abschliessen, weil sie eben keine Kunden aus den USA annehmen. Jeder groessere Anbieter ist serioes genug, um sich an solche Gesetze zu halten.

    Warum ist ein VPN trotzdem nicht besonders hilfreich? Ganz einfach: bwin akzeptiert auch keine amerikanischen Kreditkarten und keine US Konten (bzw die Finanzinstitute stoppen die Transaktion). Nun braucht man also eine Bankenverbindung im Ausland, was schon bedeutend schwerer zu bekommen ist. Das waere ein viel effektiverer Ansatz, der ohne Zensur durchkommt. Denn selbst wenn ich nur bei einem Schweizer Casino wetten will, dann habe ich trotzdem ein Interesse daran, die Wettquoten von anderen Diensten zu sehen.
    War doch bin anhin schon nicht erlaubt. Nur Schweizer Privat (-Klein)Wetter wurde nicht kriminalisiert. Das mit den Finanzinstituten ist halt um einiges aufwändiger und kann wohl bald mit den ersten Cryptoüberweisungen umgangen werden.
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  20. #80
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sean Lionn
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    Franzobel

  21. #81
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    Es sieht nach einem "Ja" zum Geldspielgesetz aus. Danke SP und CVP

  22. #82
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    Die Schweizer Stimmbürger wieder...haben sich einmal mehr von den Lügen der Sieger beeinflussen lassen. Und jetzt fordert der Schweizer Casinoverband Steuererleichterungen.
    "Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

    "Die Welt ist ohne Sprache. Sprachlos würde auch, wer sie verstünde."
    Gustav Landauer, Anarchist und Revolutionär, 1870 - 1919

    "Stell dir vor, es ist möglich und keiner kriegts hin." (Milliarden)

  23. #83
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  24. #84
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Soweit muss man vermutlich gar nicht gehen. Die ISPs dürfen wohl dynamisch eine Schwarze Liste in ihren Nameserver einbinden. Ein Eintrag Nameserver 1.1.1.1 in die resolv.conf (oder sonstigen Nameserver Configs) und das Problem wird gelöst sein. TOR Netz wird von einigen Webhoster geblockt; aber alternativ bietet ja Pornhub ein kostenfreies VPN an.

    In der Schweiz wird eine finanzkräftige Lobby wohl immer wichtiger bei Volksentscheiden.

  25. #85
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Soweit muss man vermutlich gar nicht gehen. Die ISPs dürfen wohl dynamisch eine Schwarze Liste in ihren Nameserver einbinden. Ein Eintrag Nameserver 1.1.1.1 in die resolv.conf (oder sonstigen Nameserver Configs) und das Problem wird gelöst sein. TOR Netz wird von einigen Webhoster geblockt; aber alternativ bietet ja Pornhub ein kostenfreies VPN an.

    In der Schweiz wird eine finanzkräftige Lobby wohl immer wichtiger bei Volksentscheiden.
    Schön wärs - laut Fredy Künzler, CEO von Init7 müssen die Sperren gleich implementiert werden wie bei den Kinderporno Seiten. Das heisst ganze IP Ranges müssen umgeleitet werden und die bleiben nicht statisch.

    In der Schweiz sind wir zum guten Glück noch nicht so weit, dass VPN Dienste geblockt werden. Ich wüsste jedenfalls kein Provider der T0r und co. blockt. Und beim Pornhub VPN gibts nur USA als Endpoint, das wäre wohl das letzte Land wo ich meinen Internetverkehr drüber laufen lassen würde. Darum habe ich auch Proton VPN genannt von den gleichen Leuten wie ProtonMail (dürfte bekannt sein). Bei Proton kann ich zwischen Holland, USA und Japan wählen und das kostenlos

  26. #86
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Schön wärs - laut Fredy Künzler, CEO von Init7 müssen die Sperren gleich implementiert werden wie bei den Kinderporno Seiten. Das heisst ganze IP Ranges müssen umgeleitet werden und die bleiben nicht statisch.

    In der Schweiz sind wir zum guten Glück noch nicht so weit, dass VPN Dienste geblockt werden. Ich wüsste jedenfalls kein Provider der T0r und co. blockt. Und beim Pornhub VPN gibts nur USA als Endpoint, das wäre wohl das letzte Land wo ich meinen Internetverkehr drüber laufen lassen würde. Darum habe ich auch Proton VPN genannt von den gleichen Leuten wie ProtonMail (dürfte bekannt sein). Bei Proton kann ich zwischen Holland, USA und Japan wählen und das kostenlos
    VPN User werden von Casinos leider ausgesperrt.
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  27. #87
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    Bisher gab es DNS Einträge, die ein paar Provider übernommen haben. Darunter sind auch normale Schweinekramseiten, deshalb fiel es auf. Man landete dann jeweils auf einer Seite, die einen warnten. Wenn das ganze auf IP Basis geschehen soll, ist das schon problematisch. Bei einem Hosting Provider laufen auf einer IP jeweils eine Menge Webpräsenzen. Das heisst, dass diese jeweils für Schweizer gesperrt wären. TOR wird von Tageszeitungen und zu einem gewissen Teil auch von Google geblockt. Ich habe NordVPN. Kostet halt, aber man kann als Ausgangspunkte diverse Länder auswählen.

    TOR blocken ist schwierig. In China hat man es versucht; TOR hat eine gmail Adresse angeboten, bei der man als Antwort eine Liste von IPs bekommt, die nicht geblockt wurden.

  28. #88
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    Zitat Zitat von Nervenbündel Beitrag anzeigen
    VPN User werden von Casinos leider ausgesperrt.
    T0r ist extrem schwer zu blocken weil es keinen klassischen Endpoint gibt. Da müsste schon die App erkennen, dass der Traffic über T0r läuft, was natürlich nicht unmöglich ist. Bei Webseiten aufm PC ist das deutlich schwerer umzusetzen

  29. #89
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    T0r ist extrem schwer zu blocken weil es keinen klassischen Endpoint gibt. Da müsste schon die App erkennen, dass der Traffic über T0r läuft, was natürlich nicht unmöglich ist. Bei Webseiten aufm PC ist das deutlich schwerer umzusetzen
    Eine Liste aller Endpoint IPs zu erstellen dürfte wohl im Bereich des machbaren liegen.

  30. #90
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Eine Liste aller Endpoint IPs zu erstellen dürfte wohl im Bereich des machbaren liegen.
    Sind etwa 7000 - viele davon mit dynamischen IPs - es ist halt schwierig alle VPN Anbieter, T0r und was es sonst noch alles gibt zu blocken. Gerade die Provider haben dazu sicher keinen Bock und davon spricht ja auch niemand.

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