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Thema: Singles für JA zur No Billag Initiative

  1. #241
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Übrigens: ich habe immer noch keinen Beleg für die kolpotierten Zahlen erhalten, dass 80-90% des SRG-Budgets ins SRF-TV fliessen. Ein kleiner Tipp: Man konnte dieser Tage nachlesen, wie viel Geld ins SRF-TV fliesst von der SRG. Und es sind bei weitem niemals diese 80-90%, wie hier drin grossspurig behauptet wird.

    Dass man mit einem Nein zu NoBillag mit Zürich argumentiert ist lächerlich. Diese Zürichzentriertheit wird mit einem Ja sogar noch zunehmen. Denn ein privater Sender ist absolut null und nicht dazu verpflichtet auf irgendeiner Weise auf Kantone und Sprachregionen Rücksicht zu nehmen.

    Dass Du, lieber macau nun versucht das Wort "Sprachregionen" zu verbieten und Wortklauberei betreibst, zeigt einfach Deine Verzweifeltheit. Ob wir es Sprachregionen oder Kantone mit anderer Landessprachen schreiben, spielt an der eigentlichen Kernaussage keine Rolle. Es werden zuallererst die Sprachminderheiten in diesem Land unter die Räder kommen. Und dass Du den Rätoromanen das Recht absprichst, dass sie auch das Recht auf Informationen und Kultur haben, zeigt viel von Deinem Staatsverständnis. Es ist Dasjenige der Generation "Ich, ich, ich", eine Mentalität der "Die Mehrheit hat zu bestimmen, was kümmern mich Minderheiten?", eine Mentalität, welche dieses Land, welches immer auf den Ausgleich der Kulturen und Region bedacht war (Lateinische Schweizer, Deutschschweizer, Katholiken, Protestanten, Christkatholiken etc.), kaum zu dem gemacht hätte, was es heute ist. Würde man diese Mentalität konsequent weitergehen, dann kann man sich in Belgien oder Spanien veranschaulichen, was dort gerade los ist.

    Ich behaupte ja nicht, dass bei der SRG alles gut ist. Es gibt bei den deutschschweizer Sendern der SRG einiges, das auch ich kritisiere. Dass SRF-TV überdurchschnittlich viel aus Zürich berichtet und dass dies mich aufregt, das ist so. Aber ich finde, man kann jetzt mal abwarten. Einerseits zieht demnächst die gesamte Kultur nach Basel. Ins neue Gebäude beim Bahnhof SBB. Die gesamte Kultur, welche auf die Standorte Basel (Radio) und Zürich (TV) verteilt war, wird in Basel konzentriert. Die Angestellen aus Zürich müssen neu pendeln oder nach Basel ziehen. Die SRF-Generation, welche noch die Konvergenz predigte, dass alles nach Zürich gehört und die Standorte Bern und Basel geschlossen werden müssen, wird nicht mehr lange dort arbeiten. Der Generationenwechsel findet statt - man hört doch mehr nordwestschweizer Dialekte am SRF-TV und Radio als noch vor ein paar Jahren. Ein Jan Eitel z.B. wohnt nach wie vor in Oberwil und pendelt nach Zürich. Da ist eine neue Generation an Mitarbeitern, welche einen anderen Blickwinkel hat.
    Dass sich einiges bewegt zeigen kleinere Dinge, wie dass der Kulturstammtisch im SUD aufgezeichnet wird. Oder SRF 2 Kultur (Radio) bringt sehr viele Themen mit Basel-Bezug. Ich denke da schon alleine an den Thementag "550 Jahre Universität Basel".

    Dass SRF seine Konvergenzpläne nicht so umsetzen konnte, ist der Struktur der SRG zu verdanken. Die Kantone und SRG-Räte haben das Projekt gestoppt, bevor losgelegt werden konnte. Da wurden die Interessen der Kantone wahrgenommen.

    Unsere direkte Demokratie kann nur mit einer SRG funktionieren, denn sie garantiert, dass eben Sendungen wie eine Arena, wo Gegner der SRG ihren Auftritt bekommen, wo der direkte politische Diskurs stattfindet, weiterhin zu unserer Meinungsbildung beitragen. Eine TV-Anstalt von Blochers Gnaden hat hingegen politisch einen klaren Auftrag.

    Die Abschaffung der SRG wird teuer. Sehr teuer. Wer sagt, er möchte nur für das bezahlen, was er sieht....Ja, meinen die echt, dass ein munterer Wettbewerb entsteht, bei dem die Preise dann purzeln? Im Gegenteil. Es wird 1-2 Player geben, welche sich nciht all zu sehr weh tun im pay-TV-Bereich. Und dort werden viele Dinge hin abwandern. Dass da dann kein Wettbewerb entsteht, der den Namen verdient hat, sehen wir seit Jahren bei Swisscom & Co - nirgends bezahlen wir mehr für Telekommunikation, nirgends spielt der Wettbewerb weniger als in der Schweiz. Wir sind schlicht zu klein und sprachlich-kulturell zu differenziert, als das klappen kann.

    Oder wo wir selbst schuld sind, dass vieles "Aus Zürich" kommt. Vergleicht, wei viel Geld Zürich für die Filmförderung ausgibt und wie viel Basel. Wie viel Zürich (Kanton & Stadt) Kontakte in die Filmwelt knüpfen und lobbyieren und sich positionieren. Was macht Basel?
    Ein "Basel-Krimi" auf ARD wärde genau so möglich, wie es den "Zürich-Krimi" oder "Bozen-Krimi" gibt. Nur muss man dafür als Kanton & Stadt den Finger aus dem Arsch nehmen.
    Geändert von Käppelijoch (14.11.2017 um 10:00 Uhr)
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  2. #242
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    Schön übrigens, dass bei der SRG jeder Angestellte auf Kosten der (Medien-)Steuerzahler einen goldenen Fallschirm hat.

    Er (Jérôme Hayoz, Zentralsekretär der Gewerkschaft SSM) vertraue darauf, dass sich die SRG an den 2015 vereinbarten Sozialplan halten werde. Dieser Sozialplan stammt offensichtlich aus einer anderen SRG-Ära, einer Zeit, in der es niemand für möglich hielt, dass dereinst Massenentlassungen oder gar eine Totalliquidation drohen könnten. So hat bei Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen jeder Mitarbeiter, der länger als ein Jahr mit einem unbefristeten Vertrag bei der SRG beschäftigt war, Anspruch auf eine Abgangsentschädigung. Sie steigt, je länger jemand dem Unternehmen schon angehört. Mit 16 oder mehr Dienstjahren beträgt die Abfindung 12 Monatslöhne. Das durchschnittliche Dienstalter bei der SRG beträgt 13 Jahre, was einer Abgangsentschädigung von 9 Monatslöhnen entspricht. Zusätzlich verspricht die SRG ihren Mitarbeitern grosszügige Frühpensionierungslösungen. Angesichts eines Durchschnittslohns von 107 000 Franken pro Jahr kommt auf die SRG eine enorme Rechnung zu.
    Dieser Laden gehört dringend aufgeräumt!

  3. #243
    Erfahrener Benutzer Avatar von ellesse
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Schön übrigens, dass bei der SRG jeder Angestellte auf Kosten der (Medien-)Steuerzahler einen goldenen Fallschirm hat.



    Dieser Laden gehört dringend aufgeräumt!
    WHAT THE FUCK!!! Otto Normalverbraucher erhält einen Tritt in den Hintern, und die Fürsten aus Leutschenbach bekommen noch Stutz in den Arsch geblasen. Mehr Bescheidenheit würde dem Laden gut tun.

  4. #244
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Aufgeräumt, ja - geschlossen nein. Darum Nein zu "NoBillag".
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  5. #245
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Aufgeräumt, ja - geschlossen nein. Darum Nein zu "NoBillag".
    Wie wenn von SRG und Politik jemand ernsthaft daran interessiert wäre.

    Ab 5. März wird der nächste Music Star oder das nächste Supertalent gesucht. Es wird sich exakt gar nichts ändern, im Gegenteil.

    Der Wille dazu war und ist nicht vorhanden, es geht allen Profiteuren zu gut mit der SRG.

    Und nochmals, nur um die SRG zu retten, muss ich ein Pfuschgesetz nicht annehmen. Und die No-Billag-Initiative ist ein Korrekturversuch dieses RTVG.

    Dorli spielt auf Zeit und am 4. März ist ihr das dann alles egal, wenn das Volk die Initiative ablehnt. Es wird sich nichts ändern.
    "Die Welt ist ohne Sprache. Sprachlos würde auch, wer sie verstünde."

    Gustav Landauer, Anarchist und Revolutionär, 1870 - 1919




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  6. #246
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    No Billag als Korrektur? No Billag schafft den ganzen Laden ab und za nicht nur das SRF-TV. Sondern alles. Radikal. Den Initianten geht es nicht ums Aufräumen und "etwas Neues" - sie wollen die SRG als Ganzes weghaben und haben kein Interesse an einer staatlichen Nachfolge. Denen geht es nicht um das. Wenn es den Initianten um eine Verbesserung / Änderung ginge, dann hätten sie die Initiative anders formuliert.

    Jeder von uns kann sich in der SRG engagieren. Das ist halt mit Aufwand verbunden und darum vielleicht weniger sexy als bei einer NoBillag-Facebookgruppe dabei zu sein und ein Kreuzchen bei Ja" zu machen. Aber es wäre der bessere Weg.

    Wer Ja stimmt, dem sind die Sprachregionen scheiss egal. Man kann von deutschschweizer Arroganz sprechen.
    Geändert von Käppelijoch (14.11.2017 um 13:43 Uhr)
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  7. #247
    Erfahrener Benutzer Avatar von Libero Grande
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    Post #241 und #246 sollten Pflichtlektüre für diejenigen Personen sein, die in dieser Sache abstimmen werden. Danke Käppelijoch. Ich kann jedes einzelne Wort von dir unterschreiben.
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  8. #248
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    No Billag als Korrektur? No Billag schafft den ganzen Laden ab und za nicht nur das SRF-TV. Sondern alles. Radikal. Den Initianten geht es nicht ums Aufräumen und "etwas Neues" - sie wollen die SRG als Ganzes weghaben und haben kein Interesse an einer staatlichen Nachfolge. Denen geht es nicht um das. Wenn es den Initianten um eine Verbesserung / Änderung ginge, dann hätten sie die Initiative anders formuliert.

    Jeder von uns kann sich in der SRG engagieren. Das ist halt mit Aufwand verbunden und darum vielleicht weniger sexy als bei einer NoBillag-Facebookgruppe dabei zu sein und ein Kreuzchen bei Ja" zu machen. Aber es wäre der bessere Weg.

    Wer Ja stimmt, dem sind die Sprachregionen scheiss egal. Man kann von deutschschweizer Arroganz sprechen.
    Mir sind die Sprachregionen in dieser Sache scheissegal, nicht aber die Abzocke von Einpersonenhaushalten und Sozialhilfeempfängern. Und das ein Staarsmedium die privaten Medien mit Steuern konkurrenziert, ist auch ein Grund für ein Ja. Jetzt macht die SRG in diesem Jahr drei Glasboxen für Jeder Rappen zählt, die können nur mehr, nicht weniger (Fribourg und Locarno).

    Die SRG wird ab dem 4. März alles plattwalzen. Und das wird den Privatmedien, der 4. Gewalt, schaden und zwar ganz gewaltig. In fünf Jahren wird es nur noch Zentralmedien geben. Und 20min.

    Die SRG ist nicht in der Lage, heisse Eisen in der Politik aufzubereiten, weil sie es mit den Politikern nicht verscherzen dürfen.

    Wer das Gegenteil behauptet, ist naiv und Dorli-hörig. Und die Frau hat uns schon genug gekostet.
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  9. #249
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    Zitat Zitat von macau Beitrag anzeigen
    Das Zitieren von Verfassungsartikeln ist entweder Glückssache oder Können, bei dir keines von Beiden. Art. 4 BV besagt, dass der Bund alle Gesetzte, Verordnungen und andere relevante Informationen in den 4 Landessprachen publizieren muss und dass sich Einwohner in einer beliebigen Landessprache an jede Bundesstelle wenden dürfen. Für Kantone gilt dies schon nicht mehr, die dürfen ihre Amtssprachen begrenzen, was auch alle tun. Die meisten Kantone haben nur eine Amtssprache, ein paar deren zwei..
    Huhu, da spielt aber einer direkt auf den Mann. Na gut ich spiele mal mit. Deine Aussage ist leider falsch, welche Gesetzestexte ins rätoromanische übersetzt werden ist in der Bundeskanzlei geregelt:
    "Das Rätoromanische nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als es zwar eine Landessprache, jedoch nur in beschränktem Mass eine Amtssprache ist." -> https://www.bk.admin.ch/themen/lang/...x.html?lang=de

    Zitat Zitat von macau Beitrag anzeigen
    Für Radio und Fernsehen ist Art. 93 BV massgebend:
    Art. 93 Radio und Fernsehen
    1 Die Gesetzgebung über Radio und Fernsehen sowie über andere Formen der öffentlichen fernmeldetechnischen Verbreitung von Darbietungen und Informationen ist Sache des Bundes.
    2 Radio und Fernsehen tragen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung bei. Sie berücksichtigen die Besonderheiten des Landes und die Bedürfnisse der Kantone...

    Das ist folgerichtig. In der Schule habe ich gelernt, dass die Schweiz aus Kantonen besteht und nicht aus Sprachregionen. Das Wort «Sprachregion» kommt in Art. 93 BV nicht vor. Die «Sprachregion Deutschschweiz» besteht beim Fernsehen seit jeher zu 80% aus der Stadt Zürich und zu 20 % aus dem Rest des Kantons Zürich.
    Was du dort nicht gelernt hast ist ausreichend Staatskunde. Verfassung -> Gesetz -> Verordnung
    SR101 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft -> SR784.40 Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG) gestützt auf Art. 71, 92 und 93 der Bundesverfassung
    Zitat Zitat von Artikel 24 Programmauftrag aus RTVG
    1 Die SRG erfüllt den verfassungsrechtlichen Auftrag im Bereich von Radio und Fernsehen (Programmauftrag). Insbesondere:

    a.versorgt sie die gesamte Bevölkerung inhaltlich umfassend mit gleichwertigen Radio- und Fernsehprogrammen in den drei Amtssprachen;
    .../...
    2 Für die rätoromanische Schweiz veranstaltet die SRG mindestens ein Radioprogramm. Im Übrigen legt der Bundesrat die Grundsätze fest, nach denen die Radio- und Fernsehbedürfnisse dieser Sprachregion zusätzlich berücksichtigt werden müssen.
    Nochmals für dich explizit: SPRACHREGION. Thema erledigt ...
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  10. #250
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen

    Die SRG ist nicht in der Lage, heisse Eisen in der Politik aufzubereiten, weil sie es mit den Politikern nicht verscherzen dürfen.

    Wer das Gegenteil behauptet, ist naiv und Dorli-hörig. Und die Frau hat uns schon genug gekostet.
    Soso und das wird besser wenn ein Medium von Blocher finanziert wird. Meinst Du dann ernsthat, dieses Medium wird sich dann getrauen, etwas gegen die SVP zu sagen? Das ist reichlich naiv.
    Ich wüsste nicht, wo die SRG heisse isen nicht anpackt. Ich empfinde Politsendungen wie die Runschau oder die Arena als äusserst repräsentativ. Man lädt sogar Leute ein, welche die Sendergruppe abschaffen möchten.

    Und noch einmal ganz langsam für Dich: Ein GESETZ kann man ändern. Darum kann man das mit der Sozialhilfe auf Gesetzesweg ändern. Deswegen das Ganze abzuschafen ist biireweich. Vor allem: Die Initanten kommen aus dem Dunstkreis SVP/rechter FDP-Flügel. Du kannst mir doch nicht erzählen, dass es denen um die Sozialhilfebezüger geht! Die lassen keine Gelegenheit aus, diese als faule Schmarotzer darzustellen und mehr und mehr Leistungen zu streichen. Mit diesen Leuten willst Du ich ins Bett legen, really?
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  11. #251
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Mir sind die Sprachregionen in dieser Sache scheissegal, nicht aber die Abzocke von Einpersonenhaushalten und Sozialhilfeempfängern. Und das ein Staarsmedium die privaten Medien mit Steuern konkurrenziert, ist auch ein Grund für ein Ja. Jetzt macht die SRG in diesem Jahr drei Glasboxen für Jeder Rappen zählt, die können nur mehr, nicht weniger (Fribourg und Locarno).
    Interessante Argumentation, darauf kann man aufbauen: Mir ist das Leid der Kinder egal, solange mein T-Shirt im Laden nicht mehr als 5.- Franken kostet. Entweder man begreift ein Problem als gesamtes und ist bereit auch die Nachteile einer Handlung zu sehen, oder man begreift das Problem gar nicht. Über den Umfang der Berichterstattung sind alle bereit zu diskutieren, mich geht dieses JRZ geplapper jedes Jahr auch auf den Zeiger.

    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Die SRG wird ab dem 4. März alles plattwalzen. Und das wird den Privatmedien, der 4. Gewalt, schaden und zwar ganz gewaltig. In fünf Jahren wird es nur noch Zentralmedien geben. Und 20min.
    Die SRG ist nicht in der Lage, heisse Eisen in der Politik aufzubereiten, weil sie es mit den Politikern nicht verscherzen dürfen.
    Ist es wirklich so weit, nur noch schwarz und weiss? Keiner mag mehr den harten, langen Weg gehen ein System zu ändern. Nein plakativ alles verteufeln, schnell ein paar Meinungen und Klicks geschaltet und danach wieder zurück zum Alltag. Die SRG hat einen Auftrag, wenn dir die Berichterstattung "objektiv" nicht passt, so kannst du dich bei den jeweiligen Gremien beschweren. Dort müsstest du dann aber mit Fakten kommen, nicht nur mit Stammtischsätzen ...

    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Wer das Gegenteil behauptet, ist naiv und Dorli-hörig. Und die Frau hat uns schon genug gekostet.
    Weisst du wo man solche Sätze à Discretion zu hören bekommt: Bei Infowars! Wir waren nicht auf dem Mond und jeder der das Gegenteil behauptet ist ein regierungsgläuber Anti-Patriot mit einem zu kurzen Schniedel.
    Was interessieren die Argumente der Gegenseite wenn man eine Meinung hat? Eben gar nicht ...
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  12. #252
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schwarzbueb
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Mir sind die Sprachregionen in dieser Sache scheissegal, nicht aber die Abzocke von Einpersonenhaushalten und Sozialhilfeempfängern. Und das ein Staarsmedium die privaten Medien mit Steuern konkurrenziert, ist auch ein Grund für ein Ja. Jetzt macht die SRG in diesem Jahr drei Glasboxen für Jeder Rappen zählt, die können nur mehr, nicht weniger (Fribourg und Locarno).

    Die SRG wird ab dem 4. März alles plattwalzen. Und das wird den Privatmedien, der 4. Gewalt, schaden und zwar ganz gewaltig. In fünf Jahren wird es nur noch Zentralmedien geben. Und 20min.

    Die SRG ist nicht in der Lage, heisse Eisen in der Politik aufzubereiten, weil sie es mit den Politikern nicht verscherzen dürfen.

    Wer das Gegenteil behauptet, ist naiv und Dorli-hörig. Und die Frau hat uns schon genug gekostet.
    Hier wird der Unterschied zwischen der sachlichen Argumentation von Käppelijoch und deinem - diplomatisch ausgedrückt -"Geschreibsel aus dem Bauch heraus" sehr anschaulich. Danke!

  13. #253
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Mit der SRG-Gebühr finanzieren wir auch den Teletext. Oder die Übersetzung für Gehörlose.

    https://www.blick.ch/news/politik/te...id7596501.html

    «Besonders betroffen wären die Menschen mit einer Sinnesbehinderung», erklärt die SP-Frau [Edith Graf-Litscher]. Die Untertitelung von Sendungen und die Übersetzung in die Gebärdensprache würden ebenfalls durch die Gebühren finanziert. «Mehrere Hunderttausend Personen in der Schweiz wären durch den Wegfall der Gebühren vom öffentlichen Geschehen ausgeschlossen.»
    Heusler.

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  14. #254
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    Mal wieder Fake News aus dem Hause SRG. Kürzlich behauptete ein Moderator von Radio SRF 4:
    «Eine direkte Medienförderung durch den Bund wäre fortan unmöglich. Sprich, öffentlich-rechtliche Medien, egal ob Radio, Fernsehen, Internet oder Print wären fortan, so lange dieser Artikel gilt, unmöglich.»

    http://www.kleinreport.ch/news/srf-m...richtet-88400/

    Als ob wir am 4. März über die alljährliche Million für die rätoromanische Nachrichtenagentur ANR, über die Gelder für die rätoromanische Zeitung «La Quotidiana» oder x andere Förderbeiträge abstimmen würden.

  15. #255
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    "Man hätte gemäss Bolliger klarstellen müssen, dass es sich bei der Abmoderation lediglich um eine Einschätzung des Autors handelte und nicht um eine faktische Feststellung. Der Fehler sei bemerkt und kurz darauf korrigiert worden, so Bolliger. Zudem findet sich auf der Website srf.ch ein Korrekturhinweis. In der Redaktion und mit dem Autor sei das Thema ebenfalls besprochen und analysiert worden."

    Mehr kann man wohl nicht verlangen.

    Das Echo der Zeit beschäftigte sich gestern auch mit der Thematik der Initiative: https://www.srf.ch/play/radio/popupa...6-bb6d9768eed3

    Lockern wir das Ganze einmal kurz auf

    https://www.nebelspalter.ch/artikel/...den%C2%BB.html
    Geändert von Käppelijoch (15.11.2017 um 11:33 Uhr)
    Heusler.

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  16. #256
    Erfahrener Benutzer Avatar von Corpsegrinder
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    Es wird auch bei einem JA weiterhin staatliches Fernsehen geben. Glaubt nicht der Illusion, dass nachher alles komplett den Bach runtergeht und wir nachher nur noch die Auswahl zwischen BlocherTV und "SVP 24" haben. Das wird 100% nicht eintreten. Es wird ein besseres und effizienteres Schweizer Fernsehen geben, das der Bevölkerung einen grösseren Nutzen bringt als dieser Scheiss jetzt.

    Traut euch! JA zur No Billag-Initiative!

  17. #257
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Corpsegrinder Beitrag anzeigen
    Es wird ein besseres und effizienteres Schweizer Fernsehen geben, das der Bevölkerung einen grösseren Nutzen bringt als dieser Scheiss jetzt.
    Fake News!

    Aus dem Initiativtext: (Quelle: https://nobillag.ch/der-initiativtext-im-wortlaut/ )

    Art. 93 Radio und Fernsehen

    1 Die Gesetzgebung über Radio und Fernsehen sowie über andere Formen der öffentlichen fernmeldetechnischen Verbreitung von Darbietungen und Informationen ist Sache des Bundes.

    2 Die Unabhängigkeit von Radio und Fernsehen sowie die Autonomie in der Programmgestaltung sind gewährleistet.

    3 Der Bund versteigert regelmässig Konzessionen für Radio und Fernsehen.

    4 Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen. Er kann Zahlungen zur Ausstrahlung von dringlichen amtlichen Mitteilungen tätigen.

    5 Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben.

    6 Der Bund betreibt in Friedenszeiten keine eigenen Radio- und Fernsehstationen.

    Art. 197 Ziff. 11[Fußnote]

    11. Übergangsbestimmung zu Art. 93 (Radio und Fernsehen)

    1 Werden die gesetzlichen Bestimmungen nach dem 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt, so erlässt der Bundesrat bis zum 1. Januar 2018 die erforderlichen Ausführungsbestimmungen.

    2 Erfolgt die Annahme von Artikel 93 nach dem 1. Januar 2018, so treten die erforderlichen Ausführungsbestimmungen auf den nächstfolgenden 1. Januar in Kraft.

    3 Mit Inkrafttreten der gesetzlichen Bestimmungen werden die Konzessionen mit Gebührenanteil entschädigungslos aufgehoben. Vorbehalten bleiben Entschädigungsansprüche für wohlerworbene Rechte, die den Charakter von Eigentum haben

    Bei einem Ja geht es um die Abschaffung der SRG. Um nichts Anderes. Der Bund dürfte nicht einmal mehr für die Rätoromanen Geld springen lassen. Egal, ob sie bei einem Nein keine Programme mehr haben.

    Leute, lest zuerst den Initiatuvtext, statt mit solchen Halbwahrheiten und Blödsinn zu ködern. Der Text ist klar und unmissverständlich. Keine "Kann"-Formulierungen, sondern absolute, endgültige Verbote. Nichts Anderes. Ein Ja zu NoBillag heisst byebye SRG. Und wenn sich für die anderen Sprachregionen kein Investor für ein Programm finden lässt, Pech gehabt.
    Geändert von Käppelijoch (15.11.2017 um 15:06 Uhr)
    Heusler.

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  18. #258
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    @Käppelijoch: Das Bundesparlament hat vor einigen Jahren den Brillenträgern die zweijährlichen 300 Franken für neue Brillen gestrichen. Ich bin jetzt 41 und habe noch nie seit ich volljährig bin, meiner Kasse kosten über diese 300 Franken verursacht. Es hat alles seine Grenzen, wenn man nicht 109000 Franken Jahreseinkommen hat. Und das ich als Medienunternehmer mit Steuern quasi die Konkurrenz finanzieren muss, ist gelinde gesagt eine Schweinerei.

    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Soso und das wird besser wenn ein Medium von Blocher finanziert wird. Meinst Du dann ernsthat, dieses Medium wird sich dann getrauen, etwas gegen die SVP zu sagen? Das ist reichlich naiv.
    Ich wüsste nicht, wo die SRG heisse isen nicht anpackt. Ich empfinde Politsendungen wie die Runschau oder die Arena als äusserst repräsentativ. Man lädt sogar Leute ein, welche die Sendergruppe abschaffen möchten.

    Und noch einmal ganz langsam für Dich: Ein GESETZ kann man ändern. Darum kann man das mit der Sozialhilfe auf Gesetzesweg ändern. Deswegen das Ganze abzuschafen ist biireweich. Vor allem: Die Initanten kommen aus dem Dunstkreis SVP/rechter FDP-Flügel. Du kannst mir doch nicht erzählen, dass es denen um die Sozialhilfebezüger geht! Die lassen keine Gelegenheit aus, diese als faule Schmarotzer darzustellen und mehr und mehr Leistungen zu streichen. Mit diesen Leuten willst Du ich ins Bett legen, really?
    Es ist die Aufgabe der Politiker, Gesetzesvorlagen zu liefern, die Hand und Fuss haben, das RTVG ist aber totaler, asozialer Pfusch und wenn mir jetzt jemand mit der Sprachregionensolidarität kommt, ist das ein Augenwischerargument aus Hilfslosigkeit. Ja, Gesetze kann man ändern, aber das Parlament hat beim RTVG bewiesen, dass da kein Interesse besteht. Ziel ist es, die SRG auf alle Zeiten als Bundesunternehmen zu verankern.

    Man ist nicht einmal für allerkleinste Kompromisse bereit, beispielsweise einer Abschaffung der Unterbrecherwerbung.

    Warum also soll ich Kompromisse eingehen, warum also soll ich Pfusch gutheissen, warum soll ich unfreiwillig ein werbefinanziertes Medienunternehmen finanzieren müssen? Mit einer asozialen Haushaltsteuer.

    Sorry, da juckt mich die Sprachsolidarität nicht die Bohne, als Basler erst recht, den wie oft legen uns die Bauernkantone mit ihren Voten jeweils faule Eier ins Nest, beispielsweise mit der Masseneinwanderungsinitiative, die den Basler Weltkonzernen wieder Kontingente abfordern? Da war die Solidarität auch kein Thema.

    Btw, es ist Blochers Geld, das er verlocht, nicht das der Steuerzahler. Und trotzdem verkauft er mehr Abos, als die SRG auf dem freien Markt generieren würde. Peter Wanner dasselbe. Lebroument auch. Mit diesen Inhalten hätte es die SRG brutal schwer, auf dem freien Markt zu bestehen. Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber die Privaten haben ein Publikum, ganz ohne Bundesgelder! Nur die qualitativ so hochstehende SRG will nicht überlebensfähig sein, trotz den angeblich so niveauvollen und superproduzierten Sendungen? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Daher zurück auf Start und dann sollen die Parlamentarier zeigen, wie wichtig Ihnen die SRG ist. Entweder mit einem Gesetzestext, der mehrheitsfähig ist, oder einer reduzierten SRG, die dann halt nur mit Werbung finanziert wird. Susanne Leutenegger-Oberholzer hat ja heute im 20min bereits in diese Richtung angedacht.
    "Die Welt ist ohne Sprache. Sprachlos würde auch, wer sie verstünde."

    Gustav Landauer, Anarchist und Revolutionär, 1870 - 1919




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  19. #259
    Erfahrener Benutzer Avatar von Echo
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    Mich interessiert einfach, wie die da oben in Bern es diesmal machen werden, den Initiativtext so auszlegen, dass die SRG weiterhin voll finanziert bleibt.

  20. #260
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Btw, es ist Blochers Geld, das er verlocht, nicht das der Steuerzahler. Und trotzdem verkauft er mehr Abos, als die SRG auf dem freien Markt generieren würde. Peter Wanner dasselbe. Lebroument auch. Mit diesen Inhalten hätte es die SRG brutal schwer, auf dem freien Markt zu bestehen. Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber die Privaten haben ein Publikum, ganz ohne Bundesgelder! Nur die qualitativ so hochstehende SRG will nicht überlebensfähig sein, trotz den angeblich so niveauvollen und superproduzierten Sendungen? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Daher zurück auf Start und dann sollen die Parlamentarier zeigen, wie wichtig Ihnen die SRG ist.
    Du vergleichst Zahlen von Printmedien mit Zahlen für TV & Radio? Das ist schon sehr abenteuerlich. Äpfel und Birnen und so. Daher ist dies für mich nicht wirklich ein Argument.
    Und welchen Start? Gemäss Initiative DARF es keine SRG und keine Sender mehr geben, welche von Bund & Steuerzahler mitfinanziert werden. LIES VERDAMMT NOCH EINMAL DEN INITIATIVTEXT!

    Ich bleibe dabei: Das Gesetz gehört geändert und nicht der ganze Apparat abgschafft.

    Ich fordere zum Beispiel:
    - SRG-Mitarbeiter müssen Billag bezahlen.
    - Wer Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen bezieht, ist von der Billag befreit.
    - Die Billag gehört als Inkasso abgeschafft - die SRG-Gebühr wird direkt über die Steuern eingezogen.
    - Nach Abschaffung des Inkassos ist die Gebühr weiter zu senken, da der Verwaltungsaufwand bei einem direkten Einzug wegfällt.

    Aber dafür die ganze SRG mit einem radikalen Gesetz, welches keine Spielräume - auch nicht für Sprachminderheiten - zulässt, abschaffen? NEIN!
    Geändert von Käppelijoch (15.11.2017 um 15:30 Uhr)
    Heusler.

    Ceterum censeo Turicensi esse relegendam! (Diesmal soll es der GC sein)

  21. #261
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Du vergleichst Zahlen von Printmedien mit Zahlen für TV & Radio? Das ist schon sehr abenteuerlich. Äpfel und Birnen und so. Daher ist dies für mich nicht wirklich ein Argument.
    Und welchen Start? Gemäss Initiative DARF es keine SRG und keine Sender mehr geben, welche von Bund & Steuerzahler mitfinanziert werden. LIES VERDAMMT NOCH EINMAL DEN INITIATIVTEXT!

    Ich bleibe dabei: Das Gesetz gehört geändert und nicht der ganze Apparat abgschafft.
    Ich bleibe dabei, es ist nicht Aufgabe des Bundes, die 4. Gewalt zu finanzieren.
    "Die Welt ist ohne Sprache. Sprachlos würde auch, wer sie verstünde."

    Gustav Landauer, Anarchist und Revolutionär, 1870 - 1919




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  22. #262
    Erfahrener Benutzer Avatar von Corpsegrinder
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Bei einem Ja geht es um die Abschaffung der SRG. Um nichts Anderes. Der Bund dürfte nicht einmal mehr für die Rätoromanen Geld springen lassen. Egal, ob sie bei einem Nein keine Programme mehr haben.

    Leute, lest zuerst den Initiatuvtext, statt mit solchen Halbwahrheiten und Blödsinn zu ködern. Der Text ist klar und unmissverständlich. Keine "Kann"-Formulierungen, sondern absolute, endgültige Verbote. Nichts Anderes. Ein Ja zu NoBillag heisst byebye SRG. Und wenn sich für die anderen Sprachregionen kein Investor für ein Programm finden lässt, Pech gehabt.
    Auch bei einem Ja könnte die SRG weiterbestehen

    Aber bei einem Ja müsste laut Schweizer auf jeden Fall auch das Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) angepasst werden, wofür es eine Mehrheit im Parlament braucht. «Es bräuchte dann eine Übergangsordnung für die SRG und Regelungen, wie allenfalls private Medienunternehmen deren Nachfolge übernehmen könnten. Das alles wird der Bundesrat kaum selbst durch die Verordnung regeln», so Schweizer.

    Ob sich genug Parlamentarier für eine harte Umsetzung begeistern lassen, ist laut Politologe Nenad Stojanovic fraglich: «Das Parlament wird einen kreativen Weg finden, mindestens einen Teil der SRG zu retten.» Auch Ex-SP-Präsident Peter Bodenmann schreibt in der «Weltwoche» mit Blick auf die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative: «Neu werden Kompromisse in der Schweiz zunehmend nach erfolgreichen Initiativ-Abstimmungen verfertigt.»
    http://www.20min.ch/schweiz/news/sto...tzen--20140264

    so wird es schlussendlich geschehen, egal was die Politiker jetzt behaupten.

  23. #263
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Ich bleibe dabei, es ist nicht Aufgabe des Bundes, die 4. Gewalt zu finanzieren.
    Eine Gesellschaft sollte das Interesse haben, jederzeit auch in langfristiger Zukunft die Möglichkeit zu haben auf ein unabhängiges, lediglich der Gesellschaft selbst verpflichtetes Medium zugreifen zu können.

  24. #264
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Ich bleibe dabei, es ist nicht Aufgabe des Bundes, die 4. Gewalt zu finanzieren.
    Mir wänn das nid!!

    Da ist es definitiv besser, die Medien in die Hände von wenigen privaten und vermögenden Personen/Familien zu geben, so wie dies bereits heute bei den privaten Medien der Fall ist.

    Hier ein toller Beitrag von Volker Pispers.

    Geändert von Konter (15.11.2017 um 19:49 Uhr)
    Nid füre Lohn, für d'Region

  25. #265
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Und das ich als Medienunternehmer mit Steuern quasi die Konkurrenz finanzieren muss, ist gelinde gesagt eine Schweinerei.
    Auf den ersten Seiten beschwerst dich vorallem darüber dass es eine Haushaltsteuer und keine Kopfsteuer ist. Da hatte man den Eindruck eine Änderung zu einer pro Kopf Besteuerung würdest du wohl unterstützen.

    Der zitierte Satz zeigt aber wunderwar wie wichtig es ist, dass man die Hintergründe (Geldquellen bei Medien) kennt. Du würdest wohl zimlich profitieren würde es die SRG nicht mehr geben, sprich die Initiative angenommen wird. Das rückt dein Engagement zum Eröffnen dieses Threads in ein vollkommen anderes Licht, leider kein gutes. War wohl doch nichts mit dem sozialen Gedanken für eine gerechtere Steuer/System zu kämpfen.

  26. #266
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Ja, Pispers. Schade, hat er aufgehört. Ich habe mich immer gewundert, dass 3Sat einen Typen bringt, der die Politiker rhetorisch gekonnt vernichtet und eine solche Systemkritik herauslässt. Oh ja, stimmt... 3Sat ist ein Verbund von gebührenfinanziertem Fernsehen. Wer jetzt etwas merkt, darf gerne aufstrecken.

  27. #267
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Echo Beitrag anzeigen
    Mich interessiert einfach, wie die da oben in Bern es diesmal machen werden, den Initiativtext so auszlegen, dass die SRG weiterhin voll finanziert bleibt.
    Welcher Teil von "Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen." ist da nicht klar? Da bleibt kein Spielraum offen.

  28. #268
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Welcher Teil von "Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen." ist da nicht klar? Da bleibt kein Spielraum offen.
    ganz einfach. einzelne gefässe werden subventioniert, nicht sender. was ohnehin in zukunft kommen wird, da lineares fernsehen in wenigen jahren irrelevant werden wird.

  29. #269
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von irgend Beitrag anzeigen
    ganz einfach. einzelne gefässe werden subventioniert, nicht sender. was ohnehin in zukunft kommen wird, da lineares fernsehen in wenigen jahren irrelevant werden wird.
    Und was soll das bringen? Einzelne Gefässe? Die Fixkosten für die ganzen TV- und Radiosender bleiben. Und die können nicht subventioniert werden. Oder dürfen nicht. Punkt. Die No-Billag Initiative ist sowas von schwachsinnig. Will man Dinge verändern, dann tut man sie zielgerichtet. Aber die Idee von "Alles weg, wird sich schon von selber ins Reine bringen" ist irrational. Ob lineares Fernsehen irrelevant wird mag ich zu bezweifeln. Aber das ist auch gar nicht die Frage. Wird sich ein Trend fortsetzen, dann wird sich die ganze Institution von selber ändern. Wie der Internetauftritt es schon jetzt tat.

    Stimmt man Ja, ist SRF weg. Auflösung. Aus.

  30. #270
    Erfahrener Benutzer Avatar von Asmodeus
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Auf den ersten Seiten beschwerst dich vorallem darüber dass es eine Haushaltsteuer und keine Kopfsteuer ist. Da hatte man den Eindruck eine Änderung zu einer pro Kopf Besteuerung würdest du wohl unterstützen.

    Der zitierte Satz zeigt aber wunderwar wie wichtig es ist, dass man die Hintergründe (Geldquellen bei Medien) kennt. Du würdest wohl zimlich profitieren würde es die SRG nicht mehr geben, sprich die Initiative angenommen wird. Das rückt dein Engagement zum Eröffnen dieses Threads in ein vollkommen anderes Licht, leider kein gutes. War wohl doch nichts mit dem sozialen Gedanken für eine gerechtere Steuer/System zu kämpfen.
    Yep. Somnium ist ein gutes Beispiel, dass hier vor Allem die Machtinteressen und finanziellen Interessen der Privatsender mitspielen.
    Generelles Stimmungsbarometer:
    <Aktueller Trainer> RAUS!
    <Vorheriger Trainer> war viel besser!
    <Nächster Trainer> wird viel besser!

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