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Thema: Informationen und Spekulationen um unsere neue Vereinsführung

  1. #6871
    Erfahrener Benutzer Avatar von Heavy
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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen

    Zu deinem letzten Punkt: Im Winter 2017 betrug der totale Personaletat des FC Basel 1893 CHF 49.9m (siehe Geschäftsbericht). Davon entfielen CHF 34.55m auf die 1. Mannschaft. Bei 51 Mitarbeitern ergibt dies einen Schnitt von CHF 782k. Man kann dann weiter gehen und die Staff Saläre korrigieren. Für dieses Beispiel verdienen die 14 Support Staff je 150k, 4x Medical je 200k und 7x Trainer im Schnitt je 350k. Das sind Annahmen, welche grob so stimmen müssten. Es würden dann CHF 1.328m pro Kaderspieler bleiben... Das ist unglaublich viel Geld wenn man bedenkt, dass das ein DURCHSCHNITTSWERT ist. Solche Löhne bezahlt man in Deutschland beim VfB Stuttgart oder bei der Eintracht (wo dann auch noch 50% Steuern anfallen!) Quelle: https://globalsportssalaries.com/GSSS%202018.pdf


    ICH DENKE, dass ein Spieler beim FC Basel im Schnitt gerne 750k verdienen darf, aber nicht 1.3m. Ausreisser nach oben wird es immer geben, aber besonders die Jungen sollten diesen Wert etwas drücken. Talente aus Südamerika verdienen selten mehr als 10k im Monat und in Europa sind die Löhne ausserhalb der Top 5 Ligen allesamt tiefer als bei uns. Der FC Basel sollte also auch noch mit geringeren Gehältern ein attraktiver Ort für Talente sein, nur hört es dann hoffentlich auf, dass Spieler wie Kuz herkommen und sich 2.5m pro Jahr in den Rachen kippen lassen.

    Danke für die Erläuterung und die fundamentierte Sichtweise!
    Wollte meinen Beitrag werder als Rundumschlag gegen deinen Beitrag, noch als Gegendarstellung posten. Eher als Ergänzung mit ein paar zusätzlichen Gedanken.

    Bitte verzeih mir, dass auch ich gewisses Wissen habe, dass ich hier nicht preisgeben will. Ich finde es sehr berüssenswert, dass hier einige Leute wieder richtig diskutieren, anstelle einfach alles schlechtzureden.

  2. #6872
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Wooobei...die Löhne bei uns unter dem Strich wohl dann auf besserem Niveau dastehen, als man meint, wenn man schaut, wie viel davon wegen Steuern (Einkommenssteuer, in FRA kommt noch die Vermögenssteuer dazu) wegfällt (DE ca. 50% Spitzensteuersatz). Nur so als allgemeinen Beitrag zur Sache, wie man Löhne anschauen und vergleichen könnte.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  3. #6873
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Wenn kuzmaNOvic tatsächlich 2.5m pro Jahr abdrückt, müsste irgend jemand irgend jemand verklagen. Das darf und kann nicht sein.

  4. #6874
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Deine Grundhaltung gefällt mir nämlich, aber dir fehlt etwas Einsicht in die Faktenlage, was ganz offensichtlich.
    Danke für deine Meinung. Ich verstehe, warum du mit deiner Argumentation, die zweifellos plausibel klingt, eine stark unterschiedlichere Wahrnehmung hast als ich (oder andere), ob da wirklich halbe oder ganze Wahrheiten dran sind, keine Ahnung, du schreibst ja fast von "wissen" der Faktenlage. Den "Wert" des FCB habe ich wild geschätzt. Der FCB am Ende von Heuslers Zeit..., ein kerngesundes Unternehmen, voll im Schuss, CL Starterplatz (fix nur weil in anderen Top Ligen der CL Sieger bereits qualifiziert war), eine Aktie hätte einen RSI von 70 und dann Vergleiche mit dem verschuldeten, maroden Swansea aus der Pampa, die fast jeder googlen muss ? Der FCB hatte einen Spieler-Markt"wert" von ca. 72 Mio, 30-40 Mio Cash, CL Kasse im ersten Jahr fix planbar, dem Campus, den vielen Fachleuten, riesen UEFA Erfahrung, fixen Einnahmen von 30 Mio UND notabene einer Marke "FC Basel 1893", welche sich in Europa einen Namen und Sympathien schuf, hat nun mal einen Wert. Ich schätze 200 Mio als Schnäppchen ein. Ob dann jemand dafür bereit ist, soviel zu bezahlen, sei dahingestellt. In Anbetracht der Flut von Investoren aus Asien und viel zinnslosem Kapital, welches sinnvolle Investitionen sucht, wäre es bestimmt kein Problem gewesen, doch das wollte man nicht (es muss eine Regio-Lösung sein) und Heusler verkaufte seine Anteile für einen fairen Preis weiter, der Lohn, seine Ernte. Die 20 Mio kann Burgener als Depot betrachten. Falls er denn einst weiterverkauft, wird garantiert eine höhere Summe rausgelöst, es wird dann heissen, was für ein guter Geschäftsmann er ist (verdient).
    Aber jetzt mal ohne Zahlen-Akrobatik... wer auf der Welt würde nicht 20 Mio für 40 Mio Cash plus einen ganzen Club bezahlen ?

    Und nochmal zum strukturellen Defizit. Das Leben ist ein Risko, im Fussball erst recht. Wenn sich einer an den Clubbesitzer Poker-Tisch setzt, muss er auch mal Kohle nachschiessen können, ohne dass es gleich alles verbläst und die ganze Bude zumachen muss. Es ist eine Utopie, bei einem Fussball Club ernsthaft einen kostendeckenden Betrag zu budgetieren. Manchmal sinds plus 60 Mio, manchmal 30, manchmal -20. Wer kann schon wissen, was am Ende raus kommt ? Plötzlich ist da ein Embolo, ein Akanji und er regnet Kohle für zwei Null-Nummernjahre. Ein volatiles Business, dass viel Investoren Speck voraussetzt. Ich weiss nicht, ob eine Nötzli-Haltung in dieser Welt des Glamours die Richtige ist. Wer weiss schon, ob die Show die Kosten reinspielt ?

    Das mit den Personalentscheiden (Muss Faktoren Streller, Frei, Cecca) ist so eine Sache, die man im nachhinein so sehen kann, Wenn Burgener darauf bestanden hätte (er kennt sich ja aus mit Unternehmen Takeovers und Altlasten), dass er sich keine Vorgaben bei der Personalpolitik machen lässt, wären die Aktien trotzdem rübergewandert, Heusler hätte doch nie auf die 20 Mio verzichtet, nur um Pipi nicht trötzeln zu sehen ? Pipi hätte ja trotzdem irgendwo bei Karli ein Jöbbli gekriegt und heute wären vermutlich alle Beteiligten glücklicher...

  5. #6875
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Danke für deine Meinung. Ich verstehe, warum du mit deiner Argumentation, die zweifellos plausibel klingt, eine stark unterschiedlichere Wahrnehmung hast als ich (oder andere), ob da wirklich halbe oder ganze Wahrheiten dran sind, keine Ahnung, du schreibst ja fast von "wissen" der Faktenlage. Den "Wert" des FCB habe ich wild geschätzt. Der FCB am Ende von Heuslers Zeit..., ein kerngesundes Unternehmen, voll im Schuss, CL Starterplatz (fix nur weil in anderen Top Ligen der CL Sieger bereits qualifiziert war), eine Aktie hätte einen RSI von 70 und dann Vergleiche mit dem verschuldeten, maroden Swansea aus der Pampa, die fast jeder googlen muss ? Der FCB hatte einen Spieler-Markt"wert" von ca. 72 Mio, 30-40 Mio Cash, CL Kasse im ersten Jahr fix planbar, dem Campus, den vielen Fachleuten, riesen UEFA Erfahrung, fixen Einnahmen von 30 Mio UND notabene einer Marke "FC Basel 1893", welche sich in Europa einen Namen und Sympathien schuf, hat nun mal einen Wert. Ich schätze 200 Mio als Schnäppchen ein. Ob dann jemand dafür bereit ist, soviel zu bezahlen, sei dahingestellt. In Anbetracht der Flut von Investoren aus Asien und viel zinnslosem Kapital, welches sinnvolle Investitionen sucht, wäre es bestimmt kein Problem gewesen, doch das wollte man nicht (es muss eine Regio-Lösung sein) und Heusler verkaufte seine Anteile für einen fairen Preis weiter, der Lohn, seine Ernte. Die 20 Mio kann Burgener als Depot betrachten. Falls er denn einst weiterverkauft, wird garantiert eine höhere Summe rausgelöst, es wird dann heissen, was für ein guter Geschäftsmann er ist (verdient).
    Aber jetzt mal ohne Zahlen-Akrobatik... wer auf der Welt würde nicht 20 Mio für 40 Mio Cash plus einen ganzen Club bezahlen ?

    Und nochmal zum strukturellen Defizit. Das Leben ist ein Risko, im Fussball erst recht. Wenn sich einer an den Clubbesitzer Poker-Tisch setzt, muss er auch mal Kohle nachschiessen können, ohne dass es gleich alles verbläst und die ganze Bude zumachen muss. Es ist eine Utopie, bei einem Fussball Club ernsthaft einen kostendeckenden Betrag zu budgetieren. Manchmal sinds plus 60 Mio, manchmal 30, manchmal -20. Wer kann schon wissen, was am Ende raus kommt ? Plötzlich ist da ein Embolo, ein Akanji und er regnet Kohle für zwei Null-Nummernjahre. Ein volatiles Business, dass viel Investoren Speck voraussetzt. Ich weiss nicht, ob eine Nötzli-Haltung in dieser Welt des Glamours die Richtige ist. Wer weiss schon, ob die Show die Kosten reinspielt ?

    Das mit den Personalentscheiden (Muss Faktoren Streller, Frei, Cecca) ist so eine Sache, die man im nachhinein so sehen kann, Wenn Burgener darauf bestanden hätte (er kennt sich ja aus mit Unternehmen Takeovers und Altlasten), dass er sich keine Vorgaben bei der Personalpolitik machen lässt, wären die Aktien trotzdem rübergewandert, Heusler hätte doch nie auf die 20 Mio verzichtet, nur um Pipi nicht trötzeln zu sehen ? Pipi hätte ja trotzdem irgendwo bei Karli ein Jöbbli gekriegt und heute wären vermutlich alle Beteiligten glücklicher...
    Das mit dem Wert ist so eine Sache: wenn kein Markt bzw. keine Nachfrage, dann kein Wert. Selbst wenn "eigentlich hat es ja XY Wert" stimmen würde.
    Wenn ein Multi-Millionär/Billionär Lust auf einen Verein in der Schweiz hat, dann haben die Aktien plötzlich mehr wert. Wenn es nur Tschagajew (oder wie der heisst) ist, dann weniger :-)

    Kurzes Abschweifen:
    Darum würde ich z.B. auch nie eine Minderheitsbeteiligung bei der Holding eingehen (wenn ich denn das Geeld hätte). Austeigen wird kompliziert, der Merheitsaktionär bestimmt usw. Gut, wir wissen ja nicht was da noch an ABV und anderen Verträgen zwischen Degen und Burgener besteht. Auf die Frage ob er dann mal weitere Anteile kaufen will/wird/kann hat Degen ausweichend geantwortet.

    Zurück zu deinem Beitrag:
    Die Frage nach dem Risiko und (strukturellem) Defizit bin ich deiner Meinung. Bleibt aber natürlich eine Hypothese. Wenn der Verein vorsichtiger umgebaut worden wäre, dann hätte nochmals zum Titel gereicht. Selbst mit einem erstarkten YB. Da hat man sich mit der Personalwahl und dem "Konzept" und dessen Umsetzung selbst ein Bein gestellt.

    Wenn nun die Befürwirter der Strategie die drohenden Verluste als Grund für den überhasteten Umbau anführen und dann die tatsächlichen Verluste ausblenden (Geld, Ranking, "Wert" der Spieler, Ruf) finde ich das aber etwas kurzsichtig.

    Burgener hat sich dafür entschieden den Weg von Streller und Co zu gehen. Ob es Bedingung war oder nicht diese Personen in einer leitende Position anzustellen ist dann ja irrelvant. Er hat einen Personalentscheid getätigt. Wenn er mit dem aufgezwungenen Personal nicht einverstanden gewesen wäre, dann hätte er den Verein nicht übernehmen müssen.

  6. #6876
    Erfahrener Benutzer Avatar von Yazid
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    Die Frage nach dem Risiko und (strukturellem) Defizit bin ich deiner Meinung. Bleibt aber natürlich eine Hypothese. Wenn der Verein vorsichtiger umgebaut worden wäre, dann hätte nochmals zum Titel gereicht. Selbst mit einem erstarkten YB. Da hat man sich mit der Personalwahl und dem "Konzept" und dessen Umsetzung selbst ein Bein gestellt.
    Und inwiefern ist der fett markierte Teil keine Hypothese?

  7. #6877
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    Zitat Zitat von Yazid Beitrag anzeigen
    Und inwiefern ist der fett markierte Teil keine Hypothese?
    Ist ja genau das was ich sage.
    Meine Meinung, und die deckt sich in diesen Belangen mit deren von User "Back in Town", wird eine Hypothese bleiben.

  8. #6878
    Erfahrener Benutzer Avatar von Yazid
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    Ist ja genau das was ich sage.
    Meine Meinung, und die deckt sich in diesen Belangen mit deren von User "Back in Town", wird eine Hypothese bleiben.
    Ok, meinte es ging bei der Hypothese nur um das Defizit.

  9. #6879
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    Zitat Zitat von Yazid Beitrag anzeigen
    Ok, meinte es ging bei der Hypothese nur um das Defizit.
    Rückwärts gemacht hat der FCB hingegen tatsächlich :-(
    Ob es weniger Rückwärts gegangen wäre, wenn man mehr Risiko eingegangen wäre, dass bleibt Hypothese.

  10. #6880
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen

    Und nochmal zum strukturellen Defizit. Das Leben ist ein Risko, im Fussball erst recht. Wenn sich einer an den Clubbesitzer Poker-Tisch setzt, muss er auch mal Kohle nachschiessen können, ohne dass es gleich alles verbläst und die ganze Bude zumachen muss. Es ist eine Utopie, bei einem Fussball Club ernsthaft einen kostendeckenden Betrag zu budgetieren. Manchmal sinds plus 60 Mio, manchmal 30, manchmal -20. Wer kann schon wissen, was am Ende raus kommt ? Plötzlich ist da ein Embolo, ein Akanji und er regnet Kohle für zwei Null-Nummernjahre. Ein volatiles Business, dass viel Investoren Speck voraussetzt. Ich weiss nicht, ob eine Nötzli-Haltung in dieser Welt des Glamours die Richtige ist. Wer weiss schon, ob die Show die Kosten reinspielt ?
    Und genau das ist für mich die fatale Haltung. Das ist einfach verdammt noch mal beschissener Casinokapitalismus und wir alle wissen wie dieser funktioniert. Wenige sahnen unglaublich ab, auf Kosten der Vielen. Glaubst du ernsthaft, der FC Basel hat da gute Karten, um bei deiner Poker-Allegorie zu bleiben. Oder ist es nicht eher so, dass du es gerne sehen möchtest, dass der FCB bei den High Rollern am Tisch sitzt, aber sich gerade mal knapp einen Buy-In leisten kann. Sprich wenn einem das Glück mal nicht hold war, ist man weg vom Fenster. Während die chinesischen, russischen und arabischen Grossinvestoren einfach zum Automaten laufen, um den nächsten Buy-In von der Portokasse abzuholen.

    Oder macht es evtl. mehr Sinn, zu versuchen, sich bei den mittelgrossen Tischen einzukaufen, wo der Gewinn halt weniger hoch ist, dafür aber auch das Risiko. Und wer weiss, wenn man lange vernünftig arbeitet und mal eine Glücksträhne hat, kann man auch mal mit dem Gewinn zum High-Roller-Tisch gehen und wäre im Falle eines Misserfolges nicht ruiniert.

    Aber natürlich ist diese Metapher eine ziemliche Vereinfachung, da der europäische Fussballfinanzmarkt wesentlich komplexer ist.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  11. #6881
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Und genau das ist für mich die fatale Haltung. Das ist einfach verdammt noch mal beschissener Casinokapitalismus und wir alle wissen wie dieser funktioniert. Wenige sahnen unglaublich ab, auf Kosten der Vielen. Glaubst du ernsthaft, der FC Basel hat da gute Karten, um bei deiner Poker-Allegorie zu bleiben. Oder ist es nicht eher so, dass du es gerne sehen möchtest, dass der FCB bei den High Rollern am Tisch sitzt, aber sich gerade mal knapp einen Buy-In leisten kann. Sprich wenn einem das Glück mal nicht hold war, ist man weg vom Fenster. Während die chinesischen, russischen und arabischen Grossinvestoren einfach zum Automaten laufen, um den nächsten Buy-In von der Portokasse abzuholen.

    Oder macht es evtl. mehr Sinn, zu versuchen, sich bei den mittelgrossen Tischen einzukaufen, wo der Gewinn halt weniger hoch ist, dafür aber auch das Risiko. Und wer weiss, wenn man lange vernünftig arbeitet und mal eine Glücksträhne hat, kann man auch mal mit dem Gewinn zum High-Roller-Tisch gehen und wäre im Falle eines Misserfolges nicht ruiniert.

    Aber natürlich ist diese Metapher eine ziemliche Vereinfachung, da der europäische Fussballfinanzmarkt wesentlich komplexer ist.
    Man hat einfach die Einnahmen runtergefahren (=> keine "grossen" Transfers, keine CL sondern "nur" EL), hat am kleinen Tisch schlecht gespielt und mindestens soviel Geld verloren wie man am grossen Tisch hätte verlieren können.
    Die Kosten für die Spieler waren während zwei Jahren so gut wie Fix, da kein teurer Vertrag auslief. Stattdessen hat man sich um die Chance auf höhere Einnahmen beraubt und noch mehr Kosten generiert.
    Da ist einiges schief gelaufen in der Umsetzung und die plötzliche Ankündigung, dass 20Mio gespart werden müssen zeigen das deutlich auf.

  12. #6882
    Erfahrener Benutzer Avatar von stacheldraht
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    Da ist einiges schief gelaufen in der Umsetzung und die plötzliche Ankündigung, dass 20Mio gespart werden müssen zeigen das deutlich auf.
    Plötzlich?
    Das ist schon seit der Vorstellung Burgeners bekannt und war auch schon zuvor immer mal wieder ein Thema.
    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. Johann Wolfgang von Goethe

    54, 74, 90 - 2014!

    Der Pöbel thront über den Experten - FCBForum Tippweltmeister 2018!

  13. #6883
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    Zitat Zitat von stacheldraht Beitrag anzeigen
    Plötzlich?
    Das ist schon seit der Vorstellung Burgeners bekannt und war auch schon zuvor immer mal wieder ein Thema.
    Das man 21 Mio Einsparen muss war schon immer bekannt?

  14. #6884
    Erfahrener Benutzer Avatar von Parzival
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Wenn kuzmaNOvic tatsächlich 2.5m pro Jahr abdrückt, müsste irgend jemand irgend jemand verklagen. Das darf und kann nicht sein.
    Dann müsste man aber beginnen am Denkmal zu kratzen. Darf man ja aber nicht.
    "Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt." -
    Thomas Hitzlsperger


  15. #6885
    Erfahrener Benutzer Avatar von Parzival
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Danke für deine Meinung. Ich verstehe, warum du mit deiner Argumentation, die zweifellos plausibel klingt, eine stark unterschiedlichere Wahrnehmung hast als ich (oder andere), ob da wirklich halbe oder ganze Wahrheiten dran sind, keine Ahnung, du schreibst ja fast von "wissen" der Faktenlage. Den "Wert" des FCB habe ich wild geschätzt. Der FCB am Ende von Heuslers Zeit..., ein kerngesundes Unternehmen, voll im Schuss, CL Starterplatz (fix nur weil in anderen Top Ligen der CL Sieger bereits qualifiziert war), eine Aktie hätte einen RSI von 70 und dann Vergleiche mit dem verschuldeten, maroden Swansea aus der Pampa, die fast jeder googlen muss ? Der FCB hatte einen Spieler-Markt"wert" von ca. 72 Mio, 30-40 Mio Cash, CL Kasse im ersten Jahr fix planbar, dem Campus, den vielen Fachleuten, riesen UEFA Erfahrung, fixen Einnahmen von 30 Mio UND notabene einer Marke "FC Basel 1893", welche sich in Europa einen Namen und Sympathien schuf, hat nun mal einen Wert. Ich schätze 200 Mio als Schnäppchen ein. Ob dann jemand dafür bereit ist, soviel zu bezahlen, sei dahingestellt. In Anbetracht der Flut von Investoren aus Asien und viel zinnslosem Kapital, welches sinnvolle Investitionen sucht, wäre es bestimmt kein Problem gewesen, doch das wollte man nicht (es muss eine Regio-Lösung sein) und Heusler verkaufte seine Anteile für einen fairen Preis weiter, der Lohn, seine Ernte. Die 20 Mio kann Burgener als Depot betrachten. Falls er denn einst weiterverkauft, wird garantiert eine höhere Summe rausgelöst, es wird dann heissen, was für ein guter Geschäftsmann er ist (verdient).
    Aber jetzt mal ohne Zahlen-Akrobatik... wer auf der Welt würde nicht 20 Mio für 40 Mio Cash plus einen ganzen Club bezahlen ?

    Und nochmal zum strukturellen Defizit. Das Leben ist ein Risko, im Fussball erst recht. Wenn sich einer an den Clubbesitzer Poker-Tisch setzt, muss er auch mal Kohle nachschiessen können, ohne dass es gleich alles verbläst und die ganze Bude zumachen muss. Es ist eine Utopie, bei einem Fussball Club ernsthaft einen kostendeckenden Betrag zu budgetieren. Manchmal sinds plus 60 Mio, manchmal 30, manchmal -20. Wer kann schon wissen, was am Ende raus kommt ? Plötzlich ist da ein Embolo, ein Akanji und er regnet Kohle für zwei Null-Nummernjahre. Ein volatiles Business, dass viel Investoren Speck voraussetzt. Ich weiss nicht, ob eine Nötzli-Haltung in dieser Welt des Glamours die Richtige ist. Wer weiss schon, ob die Show die Kosten reinspielt ?

    Das mit den Personalentscheiden (Muss Faktoren Streller, Frei, Cecca) ist so eine Sache, die man im nachhinein so sehen kann, Wenn Burgener darauf bestanden hätte (er kennt sich ja aus mit Unternehmen Takeovers und Altlasten), dass er sich keine Vorgaben bei der Personalpolitik machen lässt, wären die Aktien trotzdem rübergewandert, Heusler hätte doch nie auf die 20 Mio verzichtet, nur um Pipi nicht trötzeln zu sehen ? Pipi hätte ja trotzdem irgendwo bei Karli ein Jöbbli gekriegt und heute wären vermutlich alle Beteiligten glücklicher...

    Es ist tatsächlich Ansichtssache wie man "voll im Schuss" definiert. Allerdings ist es einfach komplett surreal, wenn man 200m veranschlagt, für einen Verein der in der Super League spielt. Soviel ist nicht mal ein EPL Aufsteiger wert, sprich man munkelt von ca. £140m für Clubs wie Huddersfield/ Sheffield United/ Norwich City (Allesamt relativ ähnlich aufgestellt). Aber hat Heusler denn den Verein zu einem "fairen" Preis gekauft? Nein, das hat er nicht. Ein Transaktionswert wurde bei der Übergabe von Gigi zwar nie offiziell verkündet, stets aber als symbolischer Betrag bezeichnet. Viel mehr wie 100'000 werden das nicht gewesen sein und schon das wäre sehr viel mehr als nur "symbolisch"


    Hätte Heusler "Kohle nachschiessen" können? Nein. Er mag als Anwalt (später ja aber Hauptberuflich Präsident mit gutem Salär) gut verdient haben, aber so mir nichts dir nichts ein 20m Loch zu stopfen, wäre ihm nicht möglich gewesen.
    "Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt." -
    Thomas Hitzlsperger


  16. #6886
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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Es ist tatsächlich Ansichtssache wie man "voll im Schuss" definiert. Allerdings ist es einfach komplett surreal, wenn man 200m veranschlagt, für einen Verein der in der Super League spielt. Soviel ist nicht mal ein EPL Aufsteiger wert, sprich man munkelt von ca. £140m für Clubs wie Huddersfield/ Sheffield United/ Norwich City (Allesamt relativ ähnlich aufgestellt). Aber hat Heusler denn den Verein zu einem "fairen" Preis gekauft? Nein, das hat er nicht. Ein Transaktionswert wurde bei der Übergabe von Gigi zwar nie offiziell verkündet, stets aber als symbolischer Betrag bezeichnet. Viel mehr wie 100'000 werden das nicht gewesen sein und schon das wäre sehr viel mehr als nur "symbolisch"


    Hätte Heusler "Kohle nachschiessen" können? Nein. Er mag als Anwalt (später ja aber Hauptberuflich Präsident mit gutem Salär) gut verdient haben, aber so mir nichts dir nichts ein 20m Loch zu stopfen, wäre ihm nicht möglich gewesen.
    Ich möchte den vorschreiber meines post nicht kritisieren, jedoch möchte ich ein bemerkung machen. Du hast etwa 3 Aufgestiegene Premierleague vereine erwähnt. Die 140 millionen pfund sind der TV Betrag wo sie erhalten. Da ist noch kein Fan shirt, oder ein match durchschnitts Ticket für 40 Pfund dabei. Huddersfield spielte letzte Saison Pl, und die anderen 2 diese Saison.
    Geändert von Fcb Freak (09.10.2019 um 06:59 Uhr)

  17. #6887
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Wenn kuzmaNOvic tatsächlich 2.5m pro Jahr abdrückt, müsste irgend jemand irgend jemand verklagen. Das darf und kann nicht sein.
    Oder ihn auch tatsächlich und von Anfang an einsetzen Bälle verteilen, kurz und lang, kann er so gut wie niemand sonst in unserer Liga.

  18. #6888
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Es ist tatsächlich Ansichtssache wie man "voll im Schuss" definiert. Allerdings ist es einfach komplett surreal, wenn man 200m veranschlagt, für einen Verein der in der Super League spielt. Soviel ist nicht mal ein EPL Aufsteiger wert, sprich man munkelt von ca. £140m für Clubs wie Huddersfield/ Sheffield United/ Norwich City (Allesamt relativ ähnlich aufgestellt). Aber hat Heusler denn den Verein zu einem "fairen" Preis gekauft? Nein, das hat er nicht. Ein Transaktionswert wurde bei der Übergabe von Gigi zwar nie offiziell verkündet, stets aber als symbolischer Betrag bezeichnet. Viel mehr wie 100'000 werden das nicht gewesen sein und schon das wäre sehr viel mehr als nur "symbolisch"


    Hätte Heusler "Kohle nachschiessen" können? Nein. Er mag als Anwalt (später ja aber Hauptberuflich Präsident mit gutem Salär) gut verdient haben, aber so mir nichts dir nichts ein 20m Loch zu stopfen, wäre ihm nicht möglich gewesen.
    Der schuldenfreie FCB machte über 100Mio Umsatz, das meinte ich mit voll im Schuss, jetzt wirst du bestimmt kommen und behaupten, dass sei einmalig gewesen etc etc. Zum damaligen Zeitpunkt war es aber nicht so. Das Gegenteil war der Fall, der FCB hätte massiv mehr in der CL einnehmen können als je zuvor. Ich finde die Vereine die du aufzählst nicht repräsentativ. Der FCB hat sich ein intl. Renommée aufgebaut, stand auf Platz 17 im UEFA Ranking und war bekannt als eine der besten Talentschmieden in Europa, ein Club der Jahr für Jahr die grossen Ligen belieferte. Jeder Fussballfan in Europa kannte den FCB. Ich erhielt viel Feedback aus dem Ausland, dass die neutralen Fans gerne den FCB in der CL/EL sahen, weil viel Leidenschaft und David vs. Goliath Überraschungen die Regel waren. Der FCB war eine Marke und nicht nur ein NLA Club. Was sollen da Vergleiche mit Hudders-who ? Wer will diese Clubs sehen ?

    Heusler hätte keine Kohle nachschiessen können (hat auch niemand behauptet), aber er hatte als Backup Gigi, die gemäss ihrem Commitment bei Defiziten eingesprungen wäre (was aufgrund den geschaffenen Reserven aber unwahrscheinlich erschien). Nur dank dieser Situation, konnte Heusler mutig agieren und den FCB auf den nächsten Level pushen. Mit dem finanziellen Rückhalt der Defizitgarantie konnte der FCB mehr riskieren als andere Vereine. Der damalige Finanzchef des Vereins Mathieu Jaus, sagte, man würde gewisse Entscheide nicht so fällen, wenn im Hintergrund keine Frau Oeri wäre.

    Die Risikobereitschaft ist mit dem neuen Präsidenten gesunken, er verhält sich (für mich), als müsse man ein kerngesundes Unternehmen sanieren. Ich weiss nicht, ob es langfristig besser für den FCB ist, wenn er biederes NLA Mass anstrebt (wo erst recht Defizite wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit drohen), oder ob er die Kapitalflut auf den Finanzmärkten für sich nutzt, um ein etablierter EL/CL Club zu bleiben wie vergleichbare Clubs aus kleinen Ligen wie Brügge, Zagreb, Salzburg, Gent, Apoel, Olympiakos usw. Clubs mit einer guten Nachwuchsarbeit.
    Geändert von Back in town (09.10.2019 um 17:31 Uhr)

  19. #6889
    Erfahrener Benutzer Avatar von Parzival
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    Zitat Zitat von Fcb Freak Beitrag anzeigen
    Ich möchte den vorschreiber meines post nicht kritisieren, jedoch möchte ich ein bemerkung machen. Du hast etwa 3 Aufgestiegene Premierleague vereine erwähnt. Die 140 millionen pfund sind der TV Betrag wo sie erhalten. Da ist noch kein Fan shirt, oder ein match durchschnitts Ticket für 40 Pfund dabei. Huddersfield spielte letzte Saison Pl, und die anderen 2 diese Saison.
    Ich verstehe nicht ganz auf was du hinaus willst? Sind die Vereine deiner Meinung nach deutlich mehr wert? Der folgende Artikel stammt sicher nicht aus der besten Quelle, aber Huddersfield wird derzeit nicht einmal mehr für die Hälfte des Werts gehandelt, den man bei einem Verbleib in der PL hätte fordern können. #realitycheck

    https://www.thesun.co.uk/sport/footb...80m-valuation/
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  20. #6890
    Erfahrener Benutzer Avatar von Parzival
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Der schuldenfreie FCB machte über 100Mio Umsatz, das meinte ich mit voll im Schuss, jetzt wirst du bestimmt kommen und behaupten, dass sei einmalig gewesen etc etc. Zum damaligen Zeitpunkt war es aber nicht so. Das Gegenteil war der Fall, der FCB hätte massiv mehr in der CL einnehmen können als je zuvor. Ich finde die Vereine die du aufzählst nicht repräsentativ. Der FCB hat sich ein intl. Renommée aufgebaut, stand auf Platz 17 im UEFA Ranking und war bekannt als eine der besten Talentschmieden in Europa, ein Club der Jahr für Jahr die grossen Ligen belieferte. Jeder Fussballfan in Europa kannte den FCB. Ich erhielt viel Feedback aus dem Ausland, dass die neutralen Fans gerne den FCB in der CL/EL sahen, weil viel Leidenschaft und David vs. Goliath Überraschungen die Regel waren. Der FCB war eine Marke und nicht nur ein NLA Club. Was sollen da Vergleiche mit Hudders-who ? Wer will diese Clubs sehen ?

    Heusler hätte keine Kohle nachschiessen können (hat auch niemand behauptet), aber er hatte als Backup Gigi, die gemäss ihrem Commitment bei Defiziten eingesprungen wäre (was aufgrund den geschaffenen Reserven aber unwahrscheinlich erschien). Nur dank dieser Situation, konnte Heusler mutig agieren und den FCB auf den nächsten Level pushen. Mit dem finanziellen Rückhalt der Defizitgarantie konnte der FCB mehr riskieren als andere Vereine. Der damalige Finanzchef des Vereins Mathieu Jaus, sagte, man würde gewisse Entscheide nicht so fällen, wenn im Hintergrund keine Frau Oeri wäre.

    Die Risikobereitschaft ist mit dem neuen Präsidenten gesunken, er verhält sich (für mich), als müsse man ein kerngesundes Unternehmen sanieren. Ich weiss nicht, ob es langfristig besser für den FCB ist, wenn er biederes NLA Mass anstrebt (wo erst recht Defizite wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit drohen), oder ob er die Kapitalflut auf den Finanzmärkten für sich nutzt, um ein etablierter EL/CL Club zu bleiben wie vergleichbare Clubs aus kleinen Ligen wie Brügge, Zagreb, Salzburg, Gent, Apoel, Olympiakos usw. Clubs mit einer guten Nachwuchsarbeit.
    Verstehe deine Punkte allesamt. Die 2-3 Vereine die ich aufgezählt habe sollen nicht als Vergleich mit UNS dienen, sondern als Benchmark für ähnliche Transaktionen. Wie du weisst kassieren englische Vereine ein vielfaches an Einnahmen und sind rein wirtschaftlich ganz anders aufgestellt wie der FCB. Wenn also selbst solche Vereine nicht die 200m Marke knacken, wie soll das denn für den FC Basel möglich sein? In England gibt es 100-150m pro Jahr von der Liga. In der Schweiz nicht mal 5% davon und so leid es mir tut, aber das sind die Zahlen und daran wird gemessen. Dinge wie UEFA Ranking und tolle Nachwuchsarbeit, etc. sind komplett egal. Zudem gehört der Nachwuchs ja nicht mal dem FCB, sonder immernoch der Stiftung, sprich noch weniger Sachwert die in die Berechnung einfliessen.

    Über den neuen Präsidenten kann man meckern solange man, aber es ändert nichts daran, dass es richtig ist was im Moment passiert. Diese Korrektur war für die langfristige Stabilität wichtig. Zudem ist es schon sehr anstrengend, wie du schwarz malst. Ende Jahr stehen wir auf Platz 1 wenn es gut läuft. Dann hatten wir tatsächlich EIN JAHR ohne Titel. Wie schaust du dann auf das Ganze? Ich finde die Europa League sowieso viel besser wie diese vergeldgeilte Champions League und ich gehe auch jetzt noch gerne ins Stadion...

    Wenn du den Mann oder die Frau gefunden hast, welche/r mit dem Willen und dem Commitment auftritt und den FCB so zu führen gedenkt wie du es für richtig hältst, dann kannst du ja mal den Vorschlag machen? Ich glaub einfach nicht, dass die Liste an neuen, guten Besitzern besonders lange ist.
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  21. #6891
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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht ganz auf was du hinaus willst? Sind die Vereine deiner Meinung nach deutlich mehr wert? Der folgende Artikel stammt sicher nicht aus der besten Quelle, aber Huddersfield wird derzeit nicht einmal mehr für die Hälfte des Werts gehandelt, den man bei einem Verbleib in der PL hätte fordern können. #realitycheck

    https://www.thesun.co.uk/sport/footb...80m-valuation/
    Sali Parzival.
    Das mit dem Sun artikel war mir nich bekannt. Sportlich ist huddersfield , so wie stoke city momentan in der championship eher den abstiegs kanditaten zuzuordnen. Ich wollte in meinem post sagen das wohl jeder pl club wohl mind.200 milionnen franken oder englisch pfund an umsatzt macht. Während der fcb zu den goldigsten zeiten ca 115 milionnen franken machte.
    Geändert von Fcb Freak (09.10.2019 um 20:11 Uhr)

  22. #6892
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Der FCB hat sich ein intl. Renommée aufgebaut, stand auf Platz 17 im UEFA Ranking und war bekannt als eine der besten Talentschmieden in Europa, ein Club der Jahr für Jahr die grossen Ligen belieferte. Jeder Fussballfan in Europa kannte den FCB. Ich erhielt viel Feedback aus dem Ausland, dass die neutralen Fans gerne den FCB in der CL/EL sahen, weil viel Leidenschaft und David vs. Goliath Überraschungen die Regel waren. Der FCB war eine Marke und nicht nur ein NLA Club. Was sollen da Vergleiche mit Hudders-who ? Wer will diese Clubs sehen ?
    Das ist mir eine zu einseitige Darstellung.

    Schau dir doch mal Social-Media (ich hab Twitter genommen)-Zahlen zu den angesprochenen Vereinen an. Dein Hudders-who ist diesbezüglich auf dem Level des FCBs, alle anderen spielen in einer anderen Liga (zwischen 3-10fachen vom FCB).

    Weiter würde mich dann schon interessieren, ob sich deine angesprochenen Bekanntschaften denn ein Spiel des FCB gegen irgendein Wurstteam Europas (oder der Schweiz) angeschaut hätten (egal ob Tv oder vor Ort). Das ist schliesslich das was zählt. Ein Lob aus dem Ausland zu bekommen, weil man irgend ein grosses Team mal geschlagen hat, ist einfach, aber wirklich relevant für den Wert eines Vereins ist wahrscheinlich eher weniger. Da interessieren dann eher Zuschauerzahlen im TV oder vor Ort.

  23. #6893
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    Zitat Zitat von JackR Beitrag anzeigen
    Das ist mir eine zu einseitige Darstellung.
    Finde den Twitter Vergleich ebenfalls einseitig. In der Schweiz ist Twitter keine Referenz, schon gar nicht bei der Bewertung eines Unternehmens.
    Der Price/Sales lag beim von mir geschätztem Wert von 200m bei 1.5...2, ein Vergleichswert den auch andere börsenkotierte Vereine haben. Berücksichtig man dann auch noch den Buchwert (Cash, Spielertransferwerte von >100m) war der Deal von Burgener ein Superschnäppchen. Andere Kauf-Interessenten des FCB waren damals bereit, das mehrfache des Preises von Burgener zu bezahlen. Damit soll lediglich widerlegt werden, dass Heusler "gierig" war, nicht mehr.

    Die Vergleiche mit den drittklassigen Inselclubs hinken ebenfalls, da diese Clubs in der Regel eine hohe Verschuldung und eine hochriskante Ausgangslage haben, da die PL Prämien für solche Clubs eher nicht die Regel sind (geschweige denn UEFA Einnahmen) und somit die fetten Einnahmen nur eine difuse Momentanaufnahme.
    Geändert von Back in town (09.10.2019 um 21:52 Uhr)

  24. #6894
    Erfahrener Benutzer Avatar von Parzival
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Finde den Twitter Vergleich ebenfalls einseitig. In der Schweiz ist Twitter keine Referenz, schon gar nicht bei der Bewertung eines Unternehmens.
    Der Price/Sales lag beim von mir geschätztem Wert von 200m bei 1.5...2, ein Vergleichswert den auch andere börsenkotierte Vereine haben. Berücksichtig man dann auch noch den Buchwert (Cash, Spielertransferwerte von >100m) war der Deal von Burgener ein Superschnäppchen. Andere Kauf-Interessenten des FCB waren damals bereit, das mehrfache des Preises von Burgener zu bezahlen. Damit soll lediglich widerlegt werden, dass Heusler "gierig" war, nicht mehr.

    Die Vergleiche mit den drittklassigen Inselclubs hinken ebenfalls, da diese Clubs in der Regel eine hohe Verschuldung und eine hochriskante Ausgangslage haben, da die PL Prämien für solche Clubs eher nicht die Regel sind (geschweige denn UEFA Einnahmen) und somit die fetten Einnahmen nur eine difuse Momentanaufnahme.


    Die Vergleiche mit den drittklassigen Inselclubs hinken ebenfalls, da diese Clubs in der Regel eine hohe Verschuldung und eine hochriskante Ausgangslage haben, da die PL Prämien für solche Clubs eher nicht die Regel sind (geschweige denn UEFA Einnahmen) und somit die fetten Einnahmen nur eine difuse Momentanaufnahme.[/QUOTE]


    Weltweit sind nur eine handvoll namhafter Fussballclubs an der Börse. Der FC Basel ist NICHT börsenkotiert, sonst würden wir nämlich nicht über den Wert des Unternehmens diskutieren. Der vom FC Basel erwirtschaftete, budgetierbare Grundumsatz beträgt CHF 40-45 Millionen. Damit ist man in der Championship am unteren Ende der Tabelle. Andere Zahlen (potenzielle UEFA Einnahmen, Transfereinnahmen, etc.) werden für eine Valuierung nicht miteingerechnet. Der Vergleich hinkt insofern nicht zwingend hinterher, denn schlussendlich interessiert der "potenzielle Erfolg" keine Sau. Es zählt nur wieviel Geld hinein fliesst und wieviel wieder herauskommt... Deswegen ist der FC Basel als strukturell defizitäres Unternehmen auch grundsätzlich nicht attraktiv für Investoren und Meilenweit von einer 200m Valuierung entfernt.

    Price/Sales Multiple ist im Fussball m.M.n kein guter Benchmark für eine Bewertung, denn wie man ja sieht, kann man nicht einfach alles zusammenstreichen ohne Erfolg zu riskieren. So kann man ev. eine Schraubenfabrik bewerten, aber sicher keinen Fussballverein und sicher nicht einen der ohne eine Portion Wettkampfglück jedes Jahr 20 Millionen Verlust schreibt.
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  25. #6895
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    In der Schweiz ist Twitter keine Referenz, schon gar nicht bei der Bewertung eines Unternehmens.
    Da hast du absolut Recht damit, dass es für die Bewertung eines Unternehmens nicht relevant ist, aber es zeigt ungefähr wie viele Fans ein Verein hat. Und das ist wohl nicht ganz irrelevant für die Bewertung eines Vereins, da Fans die Basis für Einnahmen (Ticketverkäufe und TV-Einnahmen) sind. Ja, vielleicht haben wir in der Schweiz einen Rückstand bzgl. Twitter, aber der schweizerische Markt hatte der FCB zum Zeitpunkt der Übergabe an Burgener schon praktisch vollständig ausgereizt und trotzdem war das strukturelle Defizit riesig.

    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Der Price/Sales lag beim von mir geschätztem Wert von 200m bei 1.5...2, ein Vergleichswert den auch andere börsenkotierte Vereine haben. Berücksichtig man dann auch noch den Buchwert (Cash, Spielertransferwerte von >100m) war der Deal von Burgener ein Superschnäppchen. Andere Kauf-Interessenten des FCB waren damals bereit, das mehrfache des Preises von Burgener zu bezahlen. Damit soll lediglich widerlegt werden, dass Heusler "gierig" war, nicht mehr.

    Ich gebe dir dahin Recht, dass Burgener ein Schnäppchen gemacht hat. Trotzdem sehe ich den Wert des FCB zum Zeitpunkt der Übergabe weit unter 200Mio.

    Ich rechne mit folgendem: Cash (das waren 60Mio oder?) + Wert des Kaders (+/- 50 Mio) = 110Mio
    Von diesen 110Mio müssen mMn aber noch Dinge abzogen werden. Entweder steigende Transferausgaben (welche der neue Eigentümer hätte zahlen müssen), eine Defizitgarantie oder Wertverlust vom FCB. Oder anders gesagt; es war mehr oder weniger klar, dass in Zukunft nicht alles so rosig weiterlaufen wird bzw. der neue Eigentümer das steigende Risiko hätte abdecken müssen.

    Daher komme ich eher auf 60-70Mio.


    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Die Vergleiche mit den drittklassigen Inselclubs hinken ebenfalls, da diese Clubs in der Regel eine hohe Verschuldung und eine hochriskante Ausgangslage haben, da die PL Prämien für solche Clubs eher nicht die Regel sind (geschweige denn UEFA Einnahmen) und somit die fetten Einnahmen nur eine difuse Momentanaufnahme.
    Kann man schon so sehen, nur ist es so dass ein PL-Absteiger 3 Jahre nach dem Abstieg noch erhöhte Einnahmen durch die FA bekommt (quasi als Fallschirm), was bedeutet dass mit einem Abstieg nicht direkt ein heftiges Defizit entsteht sondern eher ein langsamer Wertverlust, welcher aber mit einem Aufstieg entgegnet werden kann.

  26. #6896
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    Um den objektiven Wert eines Unternehmens zu ermitteln, interessiert den Käufer (= Investor) vor allem, wie lange es geht, bis er seinen Kaufpreis wieder eingespielt hat. Man kann also stark vereinfacht sagen, dass die wahrscheinlichen Gewinne der nächsten z.B. 8 - 10 Jahre den Wert bestimmen. So wird offensichtlich, wie schwierig das bei einem Fussballclub zu bestimmen ist. Zudem, wenn ein Investor die Gewinne regelmässig aus dem Unternehmen ziehen würde, kann mann sich ja vorstellen, was dann abgehen würde... So gesehen kann man auch sagen, dass der Wert des FCB für einen Käufer nahe bei 0 ist.

    Cash-Reserven, Kaderwert etc. wären nur im Falle einer Liquidation des Clubs relevant. Es wird aber wohl niemand einen Fussballclub kaufen, um ihn danach gleich zu liquidieren...

  27. #6897
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    Zitat Zitat von Totomat Beitrag anzeigen
    Um den objektiven Wert eines Unternehmens zu ermitteln, interessiert den Käufer (= Investor) vor allem, wie lange es geht, bis er seinen Kaufpreis wieder eingespielt hat. Man kann also stark vereinfacht sagen, dass die wahrscheinlichen Gewinne der nächsten z.B. 8 - 10 Jahre den Wert bestimmen. So wird offensichtlich, wie schwierig das bei einem Fussballclub zu bestimmen ist. Zudem, wenn ein Investor die Gewinne regelmässig aus dem Unternehmen ziehen würde, kann mann sich ja vorstellen, was dann abgehen würde... So gesehen kann man auch sagen, dass der Wert des FCB für einen Käufer nahe bei 0 ist.

    Cash-Reserven, Kaderwert etc. wären nur im Falle einer Liquidation des Clubs relevant. Es wird aber wohl niemand einen Fussballclub kaufen, um ihn danach gleich zu liquidieren...
    So siehts aus. Berücksichtigt man dann noch den Umstand, dass es relativ wenige interessierte und akzeptable Besitzerlösungen gibt, dann wird klar, dass man mit CHF 20m wahrscheinlich eher noch viel bezahlt hat.
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  28. #6898
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    Ab 2012: Uefa Conference League.
    Für all die, die denken, Herr Burgeners Sparkurs sei unangebracht.

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