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Thema: Informationen und Spekulationen um unsere neue Vereinsführung

  1. #6361
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gollum
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    OK, Orakel. Wenn du wirklich Mitglied des Vereins bist, dann wirst du verstehen, dass es nicht reicht, zu sagen, was man NICHT will. Wir sind der FC Basel 1893. Du bist ein Teil davon. Wenn wir nicht besseres vorschlagen können, als das, was wir z.Zt. haben, dann müssen wir den Status Quo verteidigen. Der Unterschied zwischen einem Mitglied und irgend einem Fan ist, dass wir der Club sind, und damit mitverantwortlich, und nicht einfach die Fresse aufreissen können, um zu sagen, alles Scheisse.
    Ein Mitglied kann aus meiner Sicht keinen Entscheidungsträger des Clubs in Frage stellen, ohne eine Idee zu haben, durch wen und wie er ersetzt werden könnte. Denn damit gibt man den Unterschied zu den normalen Leuten auf, die sich Fans nennen.
    Nun ja, footbâle. Ich schliesse daraus, dass Du damals für Burgener gestimmt hast. Und dies wahrscheinlich primär aus Pragmatismus mangels konkreter Alternativen. Aber vielleicht war ja auch bei Dir anfänglich noch mehr Zuversicht oder gar Überzeugung und Goodwill gegenüber der neuen Führung vorhanden, stiess doch vermutlich dieses wohlklingende Konzept auch in Deinem rotblauen Herzen auf den entsprechenden Nährboden? Was ist so schlimm daran, seine Meinung zu ändern, sich eine Fehleischätzung einzugestehen, dass man sich Kritik in Ermangelung einer Lösung selber verbietet? Oder trifft nichts davon zu und Du bist nach wie vor von Burgener und dem eingeschlagenen Weg überzeugt? Lösungsansätze sind selbstverständlich immer wünschenswert. Insofern löblich, dein Eigenanspruch, wenn auch leicht elitär.

  2. #6362
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Patzer Beitrag anzeigen
    sparen wir, weil wir wirklich sparen möchten, oder weil es jetzt nicht anders geht? würden wir auch sparen, wenn wir 2 mal meister geworden wären, und 2 mal die cl erreicht hätten? ich glaube nicht. dieses redimensionieren war doch nie geplant, und der aktuellen sportlichen misere geschuldet.
    Danke Patzer für die Diskussion. Bevor ich ausführlich antworte, wiederhole ich meine Frage von vorhin:
    "Wenn du Präsident des FCB wärst, würdest du mit oder ohne Champions League Gruppenphase planen?"

    Wenns Recht ist, hätte ich darauf gerne eine Antwort, denn die Antwort (J/N) impliziert einen enormen Unterschied bzgl. der Art und Weise, wie man den Verein lenkt.

    Falls du antworten willst: "Wenn ich Präsident wäre, wären wir sowohl 2018 als auch 2019 Meister geworden und hätten die CL Gruppenphase erreicht" - bitte erspare mir das. Lass uns halbwegs vernünftig bleiben.

  3. #6363
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    OK. Ich versuche mal, das zu erklären. Wenn du irgend eine Institution leitest und dabei P&L (Profit & Loss) Verantwortung trägst, dann wirst du primär über deine Fixkosten nachdenken und dafür sorgen, dass die mit dem wahrscheinlichsten Szenario auf der Einnahmen–Seite korrelieren. Das wahrscheinlichste Szenario («normale Saison») ist, dass der FCB keine Champions League spielt. Das wusste man spätestens seit der am 26.08.16 in Monaco angekündigten Reform der Champions League. Unterstützt und getrieben durch die ECA. Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels vom April 2017. https://www.handelszeitung.ch/sport/...system-1382246 Dauert nur 3 Minuten, das zu lesen. Im August 2016 waren HH noch in Amt und Würden und haben den Braten gerochen, vor allem der höchst intelligente Präsident. Der Countdown begann dann zu laufen.

    Wenn aber der FCB im Normalfall nicht mehr CL spielt, dann hat das eine sehr signifikante Auswirkung auf das wahrscheinlichste Szenario auf der Einnahmen–Seite. Es fehlen dann ca. 30-40 Mio. Für einen Club wie den FCB eine Riesensumme. Dann wird jeder Mensch, der nicht komplett verblödet (oder ein Hasardeur) ist, die Kostenstruktur an die massiv veränderte Einnahmen Prognose anpassen. Sprich: Kleinere Brötchen backen. Auf diese Aufgabe hatten die hier glorifizierten HH keinen Bock. Sie haben einfach den Eisberg von weitem kommen sehen und das (bald) sinkende Schiff mit einem Rettungsboot verlassen, bevor es knallte.

    Wir wären heute mit HH kein Iota besser dran als mit Burgener / Zbinden. Wer das Gegenteil behauptet, kennt sich nicht aus. Genau wie jene, die den Unterschied zwischen Investitionen und Mäzenatentum nicht kennen. Sie schreien nach einem Investor, meinen aber einen Mäzen, der den gespendeten Betrag von Anfang an abschreibt. Und der das nur kann, weil er über praktisch unlimitierte Mittel verfügt. In diesem Fall: Milliarden. Denn nur wer Milliarden hat, kann sich Millionen als Währungsschwankung oder Rundungsdifferenz ans Bein streichen. Der FCB ist seit 3 Jahren (26.08.16) für einen Investor relativ uninteressant. Dass Burgener die Rolle trotzdem einnimmt, gereicht ihm zur Ehre. Ein kühler Rechner hätte das nicht gemacht, und würde es auch heute nicht machen. Gesucht sind also in der Regio ansässige Milliardäre - normale UHNWIs reichen nicht- mit einem grossen Herzen für den FCB. Da fällt mir auf Anhieb niemand ein. Oeri war ein absoluter Glücksfall und hat uns in eine Dimension «gebeamt», in der wir nicht zuhause sind. Merke: Was wir jetzt erleben, ist keine Ausnahmesituation, sondern der Normalfall.

    Man darf eine der Grundregeln im Leben nicht vergessen: Wenn es um Geld geht, wirds schwierig. Und wenn es um viel Geld geht, wirds sehr schwierig. Der Weg, den der FCB eingeschlagen hat, ist leider alternativlos, und zwar unabhängig von den handelnden Personen. Wir sind eines der vielen Opfer einer Entwicklung, die wir nicht steuern oder gar aufhalten können.
    Mit fast allem einverstanden, ausser mit deiner Behauptung, der FCB wäre heute mit HH kein Jota besser dran als mit Burgener/Zbinden. Natürlich wären HH vor den gleichen Sachzwängen gestanden und hätten redimensionieren bzw. sparen müssen. Aber sie hätten es garantiert nicht derart dilettantisch getan wie Burgener ... und deshalb stünde der FCB mit ihnen heute an einem anderen Ort - mutmasslich auf Augenhöhe mit YB.

  4. #6364
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Gollum Beitrag anzeigen
    Nun ja, footbâle. Ich schliesse daraus, dass Du damals für Burgener gestimmt hast. Und dies wahrscheinlich primär aus Pragmatismus mangels konkreter Alternativen. Aber vielleicht war ja auch bei Dir anfänglich noch mehr Zuversicht oder gar Überzeugung und Goodwill gegenüber der neuen Führung vorhanden, stiess doch vermutlich dieses wohlklingende Konzept auch in Deinem rotblauen Herzen auf den entsprechenden Nährboden? Was ist so schlimm daran, seine Meinung zu ändern, sich eine Fehleischätzung einzugestehen, dass man sich Kritik in Ermangelung einer Lösung selber verbietet? Oder trifft nichts davon zu und Du bist nach wie vor von Burgener und dem eingeschlagenen Weg überzeugt? Lösungsansätze sind selbstverständlich immer wünschenswert. Insofern löblich, dein Eigenanspruch, wenn auch leicht elitär.
    Gollum, ja, ich habe für BB votiert. Und bzgl. mehr Zuversicht - ich habe mich schon länger, als BH noch Präsident und eine Ablösung nicht in Sicht war, darauf eingestellt, dass wir nicht bis 2167 ununterbrochen Schweizer Fussballmeister und Champions League Teilnehmer sein würden. Und von wegen Kritik: An sich nicht verkehrt, aber was ein Mitglied ausmacht, ist Identifikation. Und die geht weit über die reine Wahrnehmung eines Problems hinaus. Wenn in meiner Firma jemand zu mir kommt und sagt, "Chef wir haben ein Problem, schönes Wochenende", dann sind seine /ihre Tage gezählt. Den Beitrag, ein Problem einfach wahrzunehmen, ohne sich über Ursachen und - vor allem - Lösungsansätze Gedanken zu machen, kann man auf Null abrunden. Aber nochmal: Diesen Anspruch habe ich nur an Mitglieder. Man kann nicht dazu gehören und sich gleichzeitig abgrenzen.

    Im übrigen finde ich den Leistungsausweis der Führung gar nicht so schlecht. Nur eine Saison ohne Titel und ohne Europa. Dann Cupsieg und jetzt wieder EL. Den höher dotierten PSV eliminiert, nun gegen eine sehr homogene Linzer Mannschaft ausgeschieden. So ist es halt im Fussball. Es legt sich niemand einfach hin, um von uns gefickt zu werden. Die anderen sind auch 11, und die wollen dasselbe wie wir. Wenn man damit nicht umgehen kann, dann ab an die Playstation. Damit bist nicht du gemeint.

  5. #6365
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von barfuesser1893 Beitrag anzeigen
    Mit fast allem einverstanden, ausser mit deiner Behauptung, der FCB wäre heute mit HH kein Jota besser dran als mit Burgener/Zbinden. Natürlich wären HH vor den gleichen Sachzwängen gestanden und hätten redimensionieren bzw. sparen müssen. Aber sie hätten es garantiert nicht derart dilettantisch getan wie Burgener ... und deshalb stünde der FCB mit ihnen heute an einem anderen Ort - mutmasslich auf Augenhöhe mit YB.
    Wir sind heute m.E. auf Augenhöhe mit YB. Time will tell..
    Ich wehre mich jedenfalls entschieden gegen die Wahrnehmung, dass unser Präsident ein Dilettant ist. Wer so denkt, sollte den persönlichen Kontakt zu ihm suchen, dem er sich im Normalfall nicht verschliessen wird. Ich jedenfalls sehe ihn ganz anders, wenn auch nicht frei von Fehlern. Aber glücklicherweise auch frei von den Vorstellung, er sei fehlerlos.

  6. #6366
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Wir sind heute m.E. auf Augenhöhe mit YB. Time will tell..
    Dein Wort in Gottes Ohr... ich befürchte eher, dass uns die Berner wieder abtrocknen werden. Sie hatten einen Mega-Umbruch und derzeit eine lange Verletztenliste, trotzdem sind sie bereits wieder auf der 1. Wenn sich das neue YB langsam findet und mit Hoarau, Fassnacht und Sulejmani offensive Teamstützen wieder mittun....

  7. #6367
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    OK. Ich versuche mal, das zu erklären. Wenn du irgend eine Institution leitest und dabei P&L (Profit & Loss) Verantwortung trägst, dann wirst du primär über deine Fixkosten nachdenken und dafür sorgen, dass die mit dem wahrscheinlichsten Szenario auf der Einnahmen–Seite korrelieren. Das wahrscheinlichste Szenario («normale Saison») ist, dass der FCB keine Champions League spielt. Das wusste man spätestens seit der am 26.08.16 in Monaco angekündigten Reform der Champions League. Unterstützt und getrieben durch die ECA. Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels vom April 2017. https://www.handelszeitung.ch/sport/...system-1382246 Dauert nur 3 Minuten, das zu lesen. Im August 2016 waren HH noch in Amt und Würden und haben den Braten gerochen, vor allem der höchst intelligente Präsident. Der Countdown begann dann zu laufen.

    Wenn aber der FCB im Normalfall nicht mehr CL spielt, dann hat das eine sehr signifikante Auswirkung auf das wahrscheinlichste Szenario auf der Einnahmen–Seite. Es fehlen dann ca. 30-40 Mio. Für einen Club wie den FCB eine Riesensumme. Dann wird jeder Mensch, der nicht komplett verblödet (oder ein Hasardeur) ist, die Kostenstruktur an die massiv veränderte Einnahmen Prognose anpassen. Sprich: Kleinere Brötchen backen. Auf diese Aufgabe hatten die hier glorifizierten HH keinen Bock. Sie haben einfach den Eisberg von weitem kommen sehen und das (bald) sinkende Schiff mit einem Rettungsboot verlassen, bevor es knallte.

    Wir wären heute mit HH kein Iota besser dran als mit Burgener / Zbinden. Wer das Gegenteil behauptet, kennt sich nicht aus. Genau wie jene, die den Unterschied zwischen Investitionen und Mäzenatentum nicht kennen. Sie schreien nach einem Investor, meinen aber einen Mäzen, der den gespendeten Betrag von Anfang an abschreibt. Und der das nur kann, weil er über praktisch unlimitierte Mittel verfügt. In diesem Fall: Milliarden. Denn nur wer Milliarden hat, kann sich Millionen als Währungsschwankung oder Rundungsdifferenz ans Bein streichen. Der FCB ist seit 3 Jahren (26.08.16) für einen Investor relativ uninteressant. Dass Burgener die Rolle trotzdem einnimmt, gereicht ihm zur Ehre. Ein kühler Rechner hätte das nicht gemacht, und würde es auch heute nicht machen. Gesucht sind also in der Regio ansässige Milliardäre - normale UHNWIs reichen nicht- mit einem grossen Herzen für den FCB. Da fällt mir auf Anhieb niemand ein. Oeri war ein absoluter Glücksfall und hat uns in eine Dimension «gebeamt», in der wir nicht zuhause sind. Merke: Was wir jetzt erleben, ist keine Ausnahmesituation, sondern der Normalfall.

    Man darf eine der Grundregeln im Leben nicht vergessen: Wenn es um Geld geht, wirds schwierig. Und wenn es um viel Geld geht, wirds sehr schwierig. Der Weg, den der FCB eingeschlagen hat, ist leider alternativlos, und zwar unabhängig von den handelnden Personen. Wir sind eines der vielen Opfer einer Entwicklung, die wir nicht steuern oder gar aufhalten können.
    Sorry aber genau in dieser verkürzten Wahrnehmung der CL-Reform liegt das Grundproblem. Manchmal sollte man halt mehr lesen als nur 3 Minuten. Europas Topclubs kapseln sich ab - klar. Die UEFA ist aber glücklicherweise noch immer kein rein wirtschaftlich funktionierender Verband. Das heisst: Wie in der Fifa auch, muss man den kleinen Verbänden ebenfalls etwas geben, damit solche Reformen durchkommen. Das wurde getan indem der Länderspezifische Marktpool in der Gelderverteilung praktisch aufgehoben wurde und die gleichen prozentualen Beträge in der Gelderausschüttung an einen (mehrheitlich sportlich erspielten) 10-Jahres-Klub-Koeffizienten gehängt wurden.

    Da diese 10 Jahre genau den 10 erfolgreichen FCB-Europacupjahren entsprachen, hätte der FCB, zu den massiven Gewinnern der Reform gehört. Die tatsächlichen Verlierer waren sicher nicht die Top-Clubs der kleinen Ligen, sondern die mittelstarken Teams aus grossen Ligen, die aber die letzten 10 Jahre nicht regelmässig in Europa dabei waren wie (Marseille, Roma, Leverkusen, Schalke, usw.). Die absoluten Verlierer waren eigtl. Aufsteiger wie z.B. ein Red Bull Leipzig, die einen miserablen Koeffizienten haben und deshalb trotz BULI-Zugehörigkeit bei einer CL-Teilnahme viel weniger einnehmen würden als z.B. der FCB (Vor der Reform unvorstellbar).

    In der Europa League fiel die Reform nicht ganz so extrem aus (15% statt 30% der Gelder werden über den 10-Jahres-Koeffizienten verteilt), aber auch dort kann der FCB nach der Reform deutlich mehr Geld verdienen als vorher.

    Wer bei dieser Ausgangslage mit dem FCB einen Sparkurs anfängt, hat entweder einen an der Waffel oder einfach das Fussballgeschäft nicht begriffen. Die Entwicklung, die Ajax nun machte (mindestens wirtschaftlich) wäre mit dem FCB auch möglich gewesen - Die haben die Reform nämlich richtig begriffen und im Vorfeld investiert. Sie haben sich so in eine Position gebracht wo, sollte es zum Supergau kommen und sich die absoluten Topteams tatsächlich absetzen, Ajax entweder dabei wäre in der Super Liga, oder sonst halt ein absolutes Top-Team in dem was ausserhalb dieser Superliga passiert.

    Un eins ist klar - diese Reform gilt erstmal bis 2024, danach kann sich wieder alles ändern. Aber in dieser Zeit hätte der FCB mit CL-Teilnahmen so viel Geld einnehmen können wie nie zuvor. Bei dieser Ausgangslage zu sparen und den sportlichen Erfolg so zu gefährden war mehr oder weniger wirtschaftlicher Selbstmord. Einen aufgeblasenen Apparat kann man nicht mit dem Hackebeil zusammenschrumpfen - und warum sollte man auch, wenn sich die (potentielle) Einnahmenseite ohne eigenes Zutun gerade verdoppelt hat und sich die Fixkosten nicht schnell senken lassen.

    Es war einfach eine Aktion von schlecht informierten Stammtischproleten.
    Geändert von fcbblog.ch (15.08.2019 um 06:16 Uhr)

  8. #6368
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    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Sorry aber genau in dieser verkürzten Wahrnehmung der CL-Reform liegt das Grundproblem. Manchmal sollte man halt mehr lesen als nur 3 Minuten. ..........Es war einfach eine Aktion von schlecht informierten Stammtischproleten.
    Dafür, dass es angeblich ein Märchen ist, dass die Honigtöpfe der Champions League für "kleinere" Vereine schwerer zu erreichen sind, ist der Reform aber viel Widerstand erwachsen durch Leute, die sich berufsmässig mit Fussball befassen.

  9. #6369
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Sorry aber genau in dieser verkürzten Wahrnehmung der CL-Reform liegt das Grundproblem. Manchmal sollte man halt mehr lesen als nur 3 Minuten. Europas Topclubs kapseln sich ab - klar. Die UEFA ist aber glücklicherweise noch immer kein rein wirtschaftlich funktionierender Verband. Das heisst: Wie in der Fifa auch, muss man den kleinen Verbänden ebenfalls etwas geben, damit solche Reformen durchkommen. Das wurde getan indem der Länderspezifische Marktpool in der Gelderverteilung praktisch aufgehoben wurde und die gleichen prozentualen Beträge in der Gelderausschüttung an einen (mehrheitlich sportlich erspielten) 10-Jahres-Klub-Koeffizienten gehängt wurden.

    Da diese 10 Jahre genau den 10 erfolgreichen FCB-Europacupjahren entsprachen, hätte der FCB, zu den massiven Gewinnern der Reform gehört. Die tatsächlichen Verlierer waren sicher nicht die Top-Clubs der kleinen Ligen, sondern die mittelstarken Teams aus grossen Ligen, die aber die letzten 10 Jahre nicht regelmässig in Europa dabei waren wie (Marseille, Roma, Leverkusen, Schalke, usw.). Die absoluten Verlierer waren eigtl. Aufsteiger wie z.B. ein Red Bull Leipzig, die einen miserablen Koeffizienten haben und deshalb trotz BULI-Zugehörigkeit bei einer CL-Teilnahme viel weniger einnehmen würden als z.B. der FCB (Vor der Reform unvorstellbar).

    In der Europa League fiel die Reform nicht ganz so extrem aus (15% statt 30% der Gelder werden über den 10-Jahres-Koeffizienten verteilt), aber auch dort kann der FCB nach der Reform deutlich mehr Geld verdienen als vorher.

    Wer bei dieser Ausgangslage mit dem FCB einen Sparkurs anfängt, hat entweder einen an der Waffel oder einfach das Fussballgeschäft nicht begriffen. Die Entwicklung, die Ajax nun machte (mindestens wirtschaftlich) wäre mit dem FCB auch möglich gewesen - Die haben die Reform nämlich richtig begriffen und im Vorfeld investiert. Sie haben sich so in eine Position gebracht wo, sollte es zum Supergau kommen und sich die absoluten Topteams tatsächlich absetzen, Ajax entweder dabei wäre in der Super Liga, oder sonst halt ein absolutes Top-Team in dem was ausserhalb dieser Superliga passiert.

    Un eins ist klar - diese Reform gilt erstmal bis 2024, danach kann sich wieder alles ändern. Aber in dieser Zeit hätte der FCB mit CL-Teilnahmen so viel Geld einnehmen können wie nie zuvor. Bei dieser Ausgangslage zu sparen und den sportlichen Erfolg so zu gefährden war mehr oder weniger wirtschaftlicher Selbstmord. Einen aufgeblasenen Apparat kann man nicht mit dem Hackebeil zusammenschrumpfen - und warum sollte man auch, wenn sich die (potentielle) Einnahmenseite ohne eigenes Zutun gerade verdoppelt hat und sich die Fixkosten nicht schnell senken lassen.

    Es war einfach eine Aktion von schlecht informierten Stammtischproleten.
    Das Problem ist nicht das Sparen. Das Problem waren in den ersten 14 Monaten der neuen Vereinsführung die zu vielen teuren Transfers von Spielern, bei welchen das Preis/Leistungverhältnis nicht stimmt. Von den Kosten her hätten wir auch die letzten beiden Jahre klar die Meisterschaft gewinnen müssen. Es ist so, wie wenn man einen Wein für CHF 60.- kauft aber die Qualität einem Wein für CHF 30.- entspricht.

    Ein Club wie der FCB muss entweder günstige Spieler kaufen und diese 2-3 Jahre später für das x-Fache verkaufen (wie Ajeti, ok der Zeitpunkt des Transfers kann diskutiert werden) oder Spieler aus dem eigenen Nachwuchs teuer verkaufen (Okafor könnte der nächste hier sein).

    Heute hat man eben eine Mannschaft, welche deutlich schwächer ist wie noch vor drei Jahren aber eben kaum weniger kostet, falls überhaupt. Ausser Kuz kann man hier nun wirklich keinen Spieler mehr der alten Führung anlasten, der die Lesitung nicht bringt.

  10. #6370
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    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    (......)
    Da diese 10 Jahre genau den 10 erfolgreichen FCB-Europacupjahren entsprachen, hätte der FCB, zu den massiven Gewinnern der Reform gehört.

    Wer bei dieser Ausgangslage mit dem FCB einen Sparkurs anfängt, hat entweder einen an der Waffel oder einfach das Fussballgeschäft nicht begriffen. Die Entwicklung, die Ajax nun machte (mindestens wirtschaftlich) wäre mit dem FCB auch möglich gewesen - Die haben die Reform nämlich richtig begriffen und im Vorfeld investiert.
    (.....)
    Es war einfach eine Aktion von schlecht informierten Stammtischproleten.
    Schön geschrieben und endlich jemand der es auf den Punkt bringt. Man hat diese einmalige Chance absolut dilettantisch sausen lassen, dieser Zug ist quasi für immer vorbeigerauscht.
    Durch diesen Dilettantismus muss man jetzt sparen, da der Zug, vor allem Rückrunde 2018 und nachfolgende Nicht-Quali für int. Wettbewerbe vorbeiburgerte, resp. -strellerte.

    Allen die H&H massiv an den 'Karen' fahren, welche weissgott auch nicht perfekt waren, aber genial gut für den FCB, ist mit diesen Ausführungen das Maul regelrecht gestopft worden.
    Es war ein gemachtes Nest das sie hinterlassen haben, man war im Flow mit blendenden Aussichten, man musste 'nur' einigermassen intelligent und professionell damit umgehen.
    Für ein massvolles aber auch nötiges Gesundschrumpfen, wären so viel mehr Zeit und Mittel zur Verfügung gestanden.

    Aber nein, man wusste ALLES besser und hat es damit regelrecht ver***geigt, aber sowas von!
    Geändert von scorpion (15.08.2019 um 07:07 Uhr)

  11. #6371
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Dafür, dass es angeblich ein Märchen ist, dass die Honigtöpfe der Champions League für "kleinere" Vereine schwerer zu erreichen sind, ist der Reform aber viel Widerstand erwachsen durch Leute, die sich berufsmässig mit Fussball befassen.
    Wie beschrieben: viele fallen der Reform zum Opfer. Der FCB wäre aber praktischerweise, in den nächsten Jahren, nicht bei den Opfern gewesen.

    Nun hat man eine selbsterfüllende prohezeiung geschaffen und klopft sich auch gleich noch selbst auf die Schultern ob der Weitsicht.
    Und es leider verpasst die Kosten runterzudrücken (Oberlin, RvW, Widmer, Stocker, Frei, Wicky, Indien, e-Sport, Streller) und sich stattdessen mit der Reduktion der Einnahmen (Saisonkarten, Wertsteigerung Kader, Prämien Europa) befasst.
    Und mit jedem Jahr fallen dann weitere Zähler aus dem 10-Jahres Fenster.

  12. #6372
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    Wie beschrieben: viele fallen der Reform zum Opfer. Der FCB wäre aber praktischerweise, in den nächsten Jahren, nicht bei den Opfern gewesen.......
    Wenn da dieses YB nicht gewesen wäre.

  13. #6373
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Wenn da dieses YB nicht gewesen wäre.
    Wenn man nicht einfach alles über den Haufen geworfen hätte. Weil man meinte es besser zu wissen.
    Dann hätte eine, meiner Meinung nach, gute Chance bestanden. Es gibt keine Garantien, das ist klar.
    Aber ich bezweifle, dass es viel weniger gekostet hätte, wenn man nicht mit Lehrlingen gestartet hätte.

  14. #6374
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    Zitat Zitat von Fcb Freak Beitrag anzeigen
    Sali Zämme. Nun wage ich es und schreibe meine Idee. Wir gründen eine forumsgruppe wo auch vereinsmitglieder sind gehen auf Spenden (Croundfounding Aktion und soweiter und versuchen uns noch 8.4 Prozent der FCB Aktien kaufen so das wir Vereinsmitglieder dann 33. 4 Prozent der Aktien am Verein hätten.
    Ich bin sogar der Meinung das der FCB den Mitglieder gehört.
    Und du glaubst im Ernst, dass eine Forumsgruppe bessere Entscheide fällen würde als die jetzige Clubleitung? Ist dir mal aufgefallen in diesem Forum, wie viele User heute sagen, dass dies und das so gemacht werden müsste, um in ein paar Tagen das Gegenteil zu wollen, und ein paar weitere Tage darauf wieder beim Ausgangspunkt sind etc.? Du willst tatsächlich diesen Wendehälsen mehr Mitsprache/Verantwortung übertragen?
    Ich bevorzuge die Vernunft der jetzigen Clubleitung und wünsche mir einfach, dass diese bezüglich Kommunikation sich verbessern wird.

  15. #6375
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    Zitat Zitat von Quo Beitrag anzeigen
    Und du glaubst im Ernst, dass eine Forumsgruppe bessere Entscheide fällen würde als die jetzige Clubleitung? Ist dir mal aufgefallen in diesem Forum, wie viele User heute sagen, dass dies und das so gemacht werden müsste, um in ein paar Tagen das Gegenteil zu wollen, und ein paar weitere Tage darauf wieder beim Ausgangspunkt sind etc.? Du willst tatsächlich diesen Wendehälsen mehr Mitsprache/Verantwortung übertragen?
    Ich bevorzuge die Vernunft der jetzigen Clubleitung und wünsche mir einfach, dass diese bezüglich Kommunikation sich verbessern wird.
    V.a. würde sowas eigentlich nur gross was nützen (vorausgesetzt wir sind uns alle einig ;-) ), wenn wir die Mehrheit der Aktien besässen. Viel Spass mal 51% der Aktien zu kaufen.

    Der Verein braucht entweder Geduld oder Geld. Damit wird keines davon eingeschossen.

  16. #6376
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    Dieser Verein wär wohl was für den Fcb Freak: https://www.nzz.ch/sport/fussball/de...den-ld.1354502

  17. #6377
    Erfahrener Benutzer Avatar von heisser drnoo
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    Leute, statt immer zu motzen könnte man auch einfach Mal danke sagen dem Herrn Burgener.

    Mir ist er auch nicht sympathisch. Aber ich danke ihm, das er den Verein mit allen Risiken übernommen hat, im Wissen das es so wie unter HH nicht weitergehen wird, und sich dieser Monsteraufgabe gestellt hat.

    Auch wenn es im Moment nicht so lauft wie jedermann es gerne hätte, und man sich zu Todes aufregt wegen solchen Niederlagen wie gegen Linz...

    Vergesst nicht das im Vorstand Leute sitzen, die nur das beste für den Verein und die Menschen um den Verein wollen!


    PS: und kommt mir nicht mit: Burgener will nur seinen Gewinn. Ja gut möglich das auch er einen Profit aus seiner Arbeit und Verantwortung die er hier macht haben will. Vergesst einfach nicht: HH haben den FCB nicht umsonst abgegeben, und sind sicherlich nicht ohne Profit gegangen
    | MSNK Member Chef Merchandising |

  18. #6378
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Sorry aber genau in dieser verkürzten Wahrnehmung der CL-Reform liegt das Grundproblem. Manchmal sollte man halt mehr lesen als nur 3 Minuten. Europas Topclubs kapseln sich ab - klar. Die UEFA ist aber glücklicherweise noch immer kein rein wirtschaftlich funktionierender Verband. Das heisst: Wie in der Fifa auch, muss man den kleinen Verbänden ebenfalls etwas geben, damit solche Reformen durchkommen. Das wurde getan indem der Länderspezifische Marktpool in der Gelderverteilung praktisch aufgehoben wurde und die gleichen prozentualen Beträge in der Gelderausschüttung an einen (mehrheitlich sportlich erspielten) 10-Jahres-Klub-Koeffizienten gehängt wurden.

    Da diese 10 Jahre genau den 10 erfolgreichen FCB-Europacupjahren entsprachen, hätte der FCB, zu den massiven Gewinnern der Reform gehört.
    Der Stammtischprolet bist leider du hier. Ich kann dir versichern, dass ich mehr als 3 Minuten lesen (und verstehen) kann. Mit der Reform habe ich mich gründlich genug befasst. Dass der FCB im Falle einer Qualifikation profitiert und deutlich mehr Gage kassiert hätte, ist auch mir nicht entgangen. Aber man muss sich zuerst qualifizieren, um an das Geld zu kommen. Du kriegst alles oder gar nichts.

    Beträge in dieser Grössenordnung stellen im Budget eines Vereins wie unserem ein Klumpenrisiko dar. Da es für sportlichen Erfolg keine Garantien gibt, muss man zwingend ohne diese Einnahmen planen. Für die Fixstarter ist das einfacher. Die wissen schon am Ende der Vorsaison, dass sie dabei sind.
    Ich wollte das Problem der Planungssicherheit ansprechen, und die Notwendigkeit, die Fixkosten auf einem Level zu halten, dass man auch ohne diese Einnahmen überlebt. Ausser man hat eben jemand mit Geld à discretion, der das Risiko einer Nichtqualifikation trägt.

  19. #6379
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Der Stammtischprolet bist leider du hier. Ich kann dir versichern, dass ich mehr als 3 Minuten lesen (und verstehen) kann. Mit der Reform habe ich mich gründlich genug befasst. Dass der FCB im Falle einer Qualifikation profitiert und deutlich mehr Gage kassiert hätte, ist auch mir nicht entgangen. Aber man muss sich zuerst qualifizieren, um an das Geld zu kommen. Du kriegst alles oder gar nichts.

    Beträge in dieser Grössenordnung stellen im Budget eines Vereins wie unserem ein Klumpenrisiko dar. Da es für sportlichen Erfolg keine Garantien gibt, muss man zwingend ohne diese Einnahmen planen. Für die Fixstarter ist das einfacher. Die wissen schon am Ende der Vorsaison, dass sie dabei sind.
    Ich wollte das Problem der Planungssicherheit ansprechen, und die Notwendigkeit, die Fixkosten auf einem Level zu halten, dass man auch ohne diese Einnahmen überlebt. Ausser man hat eben jemand mit Geld à discretion, der das Risiko einer Nichtqualifikation trägt.
    BH bestätigte dies vor ca. 4 Jahren halbwegs auch. Er sagte ja, dass der FCB auch mal eine Saison oder zwei ohne CL-Einnahmen durch die Runden kommen müsse. Dafür bildeten sie in 'fetten Jahren' entsprechende Rücklagen.

    Der CH-Meister hat in diesen Jahren nun wirklich nicht viele Monstergegner zu befürchten, welche eine Quali für die CL allzu schwierig machen würden. Dieses Jahr wäre nur Ajax eine wohl zu grosse Knacknuss für YB gewesen. Mit der Stärke der 2016/2017 Mannschaft und unserem Quotienten wären wir wohl in jedem Spiel als Favorit hinein gegangen.
    Klar, die Spiele müssen auch erst gewonnen werden, siehe jetzt Linz. Aber eine Qulai als CH-Meister jedes zweite Jahr wäre durchais realistisch gewesen. Somit wäre der bisherige Weg, den B&H gegengen sind, durchaus noch länger gangbar gewesen.

    Nochmals: Zu Beginn der BB-Ära haben wir NICHT gespart! Nur wurden für zu viel Geld zu viele zu Spieler geholt, welche dem Preis/Leistungsverhältnis nicht entsprachen.

  20. #6380
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    Zitat Zitat von heisser drnoo Beitrag anzeigen
    Leute, statt immer zu motzen könnte man auch einfach Mal danke sagen dem Herrn Burgener.

    Mir ist er auch nicht sympathisch. Aber ich danke ihm, das er den Verein mit allen Risiken übernommen hat, im Wissen das es so wie unter HH nicht weitergehen wird, und sich dieser Monsteraufgabe gestellt hat.

    Auch wenn es im Moment nicht so lauft wie jedermann es gerne hätte, und man sich zu Todes aufregt wegen solchen Niederlagen wie gegen Linz...

    Vergesst nicht das im Vorstand Leute sitzen, die nur das beste für den Verein und die Menschen um den Verein wollen!


    PS: und kommt mir nicht mit: Burgener will nur seinen Gewinn. Ja gut möglich das auch er einen Profit aus seiner Arbeit und Verantwortung die er hier macht haben will. Vergesst einfach nicht: HH haben den FCB nicht umsonst abgegeben, und sind sicherlich nicht ohne Profit gegangen
    Danke, diese Meinung teile ich. Ich bin froh um Burgener.

    Aber ich kritisiere, dass er unklare Strukturen geschaffen hat. Es sieht so aus, als habe er gegen Ende der letzten Saison keine Analyse machen wollen, als sei er nicht bereit gewesen, dass die zuständigen Gremien bis hinauf zu ihm schon vor Saisonende klare Entscheidungen fällen im Hinblick auf die neue Saison. Statt dessen hat er scheinbar Streller machen lassen, dieser hat seine Verantwortung wahrgenommen (ich sehe nach wie vor nicht, was er falsch gemacht haben soll), aber dann liess Burgener ihn fallen und wollte doch (viel zu spät) selbst entscheiden und hat die sportliche Führung so abserviert (wahrscheinlich war er sich der Konsequenzen gar nicht bewusst). Er scheint ein falsches Führungskonzept zu verfolgen: Entweder will er die Entscheide selbst fällen, dann soll er sich auch genügend früh und nahe um die Entscheidungsgrundlagen kümmern und frühzeitig diese Entscheide treffen (wie es Heusler getan hat), oder er will anderen die Verantwortung lassen, dann soll er loyal zu ihnen sein. Aber die anderen zuerst hängen und dann fallen zu lassen, geht jedenfalls in einem Fussballclub nicht.

    Und ich kritisiere den Entscheid, sich von Wicky zu trennen und dann Koller anzustellen - das machte meiner Meinung nach keinen Sinn. Da fehlt mir die strategische Weitsicht. Inwieweit das seine Idee war oder diejenige der damaligen sportlichen Führung, weiss ich nicht.

    Das ändert nichts daran, dass wir Burgener dankbar sein können, dass er sein Geld in den FCB steckte und sich engagiert, und es ändert nichts daran, dieses Engagement zu respektieren.

  21. #6381
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    Wir müssen jetzt so viel wie möglich EL spielen und gute Resultate erzielen. Wir können uns nicht auf die anderen CH-Vereine verlassen.
    Und wenn andere doch gute Leistungen bringen, schön. Aber wir müssen für uns selber sorgen wie es Salzburg gemacht hat.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  22. #6382
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Dass der FCB im Falle einer Qualifikation profitiert und deutlich mehr Gage kassiert hätte, ist auch mir nicht entgangen. Aber man muss sich zuerst qualifizieren, um an das Geld zu kommen. Du kriegst alles oder gar nichts.
    Ich melde mich ja nur selten hier, aber zu diesem Thema muss ich einfach...

    Dieses Zitat von footbâle ist genau die entscheidende Aussage. Die Qualifikation zur CL ist mittlerweile ein Roulettespiel geworden für einen Schweizer Klub. Rot oder Schwarz. Ajeti halten, einen Top-Mittelfeldspieler mehr, einen Top-Innenverteidiger (so etwa 28jährig) mehr... das kostet Millionen. Setzen wir auf rot und die Kugel fällt auf schwarz, ist der Verein in zwei Jahren Konkurs. Kein vernünftiger Mensch würde das machen. Ich bin froh, haben wir ein Management, das langfristig denkt. Natürlich würden wir uns Siege wünschen, tolles Spiel, aber all das ist nicht planbar.

    Der Erfolg war auch unter H/H nicht planbar, nur war damals die Qualifikation für die CL einfach einige Male todsicher, wenn man Meister war. Und bei der letzten Saison unter UF, da dürfte man auch fragen, ob das betriebswirtschaftlich schon etwas gewagt war. Ich bin sehr dankbar für das, was die beiden geleistet haben. Aber aufgeräumt für die Zukunft haben H/H nicht, die Strukturen waren hochgefahren. Jeder, der mal Finanzverantwortung hatte weiss, dass es verdammt mühsam ist und eine dicke Haut braucht, hier und da hunderttausend einzusparen, geschweige denn Millionen. Danke sagt da kaum jemand.

    Was mich ärgert, ist die Selbstüberschätzung, die bei uns Einzug gehalten hat. Glaubt Ihr im Ernst, man kann dauerhaft mit einem 50-60 Mio.-Budget immer Meister werden und sich dann auch für die CL qualifizieren? Glaubt Ihr echt, die aus Bern (die ähnlich viel Kohle haben) haben einen tieferen IQ als wir? Lange genug haben sie ja gebraucht... Oder all die 200 (?) Klubs, die ebenfalls mit mindestens 50-60 Mio. operieren? Brügge, Salzburg, Eindhoven, von mir aus auch Roter Stern oder wer auch immer? Glaubt Ihr echt, man die alle einfach so wegfegen, dauerhaft, jedes Jahr? Weil wir schlauer sind und Basel und am lautesten? Vergesst das. Auch H/H würden das niemals hinbekommen. Wir müssen dankbar sein für das was war, es war unglaublich, unwahrscheinlich, wunderschön. Vielleicht kommt es mal wieder, man weiss nie.

    Vorerst müssen wir aber damit leben, dass die grossen Klubs an einer quasigeschlossenen Milliardenliga arbeiten, für London, München, Mailand, Madrid, Barcelona. Let's face it, sie wollen uns nicht dabei haben, sie wollen die Österreicher nicht (gut, ausser der Mateschitz legt ein paar hundert Millionen hin) und sie werden auch die Belgier nicht dabei haben wollen. Und sie haben Milliarden dafür, Horden von Anwälten und sie haben auch Macht. Sie wollen übrigens auch Sevilla und Mönchengladbach nicht dabei haben, vielleicht hilft uns das mal noch.

    Aber für den Moment müssen wir einfach hart arbeiten und Gras fressen. Die Europa League geniessen wie früher, dankbar sein für Spiele gegen Gladbach oder Slavia Prag. Ich hoffe, wir haben mal ein volles Stadion gegen interessante Klubs wie Legia Warschau oder Schachtar oder Anderlecht. Und: Darauf muss man den FCB neu ausrichten. Es wird hart, aber machbar, wenn wir alle an einem Strick ziehen, wenn der FCB dafür unsere Unterstützung hat. Wer damit nicht leben kann, soll sich besser ein Barcelona-Shirt kaufen.

    Und: Wir werden auch immer wieder Schweizer Meister werden können. Jeder Schweizer Klub, der glaubt, er könne sich einfach so Meister und Champions League-Teilnahme so daherkaufen, wird früher oder später den Bach runter gehen. Wie früher Servette, Lausanne und wie sie alle heissen.

  23. #6383
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    Zitat Zitat von JohnFranklin Beitrag anzeigen
    (gut, ausser der Mateschitz legt ein paar hundert Millionen hin)

    Für das hat er Leipzig.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

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  24. #6384
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    Zitat Zitat von JohnFranklin Beitrag anzeigen
    Ich melde mich ja nur selten hier, aber zu diesem Thema muss ich einfach...

    Dieses Zitat von footbâle ist genau die entscheidende Aussage. Die Qualifikation zur CL ist mittlerweile ein Roulettespiel geworden für einen Schweizer Klub. Rot oder Schwarz. Ajeti halten, einen Top-Mittelfeldspieler mehr, einen Top-Innenverteidiger (so etwa 28jährig) mehr... das kostet Millionen. Setzen wir auf rot und die Kugel fällt auf schwarz, ist der Verein in zwei Jahren Konkurs. Kein vernünftiger Mensch würde das machen. Ich bin froh, haben wir ein Management, das langfristig denkt. Natürlich würden wir uns Siege wünschen, tolles Spiel, aber all das ist nicht planbar.

    Der Erfolg war auch unter H/H nicht planbar, nur war damals die Qualifikation für die CL einfach einige Male todsicher, wenn man Meister war. Und bei der letzten Saison unter UF, da dürfte man auch fragen, ob das betriebswirtschaftlich schon etwas gewagt war. Ich bin sehr dankbar für das, was die beiden geleistet haben. Aber aufgeräumt für die Zukunft haben H/H nicht, die Strukturen waren hochgefahren. Jeder, der mal Finanzverantwortung hatte weiss, dass es verdammt mühsam ist und eine dicke Haut braucht, hier und da hunderttausend einzusparen, geschweige denn Millionen. Danke sagt da kaum jemand.

    Was mich ärgert, ist die Selbstüberschätzung, die bei uns Einzug gehalten hat. Glaubt Ihr im Ernst, man kann dauerhaft mit einem 50-60 Mio.-Budget immer Meister werden und sich dann auch für die CL qualifizieren? Glaubt Ihr echt, die aus Bern (die ähnlich viel Kohle haben) haben einen tieferen IQ als wir? Lange genug haben sie ja gebraucht... Oder all die 200 (?) Klubs, die ebenfalls mit mindestens 50-60 Mio. operieren? Brügge, Salzburg, Eindhoven, von mir aus auch Roter Stern oder wer auch immer? Glaubt Ihr echt, man die alle einfach so wegfegen, dauerhaft, jedes Jahr? Weil wir schlauer sind und Basel und am lautesten? Vergesst das. Auch H/H würden das niemals hinbekommen. Wir müssen dankbar sein für das was war, es war unglaublich, unwahrscheinlich, wunderschön. Vielleicht kommt es mal wieder, man weiss nie.

    Vorerst müssen wir aber damit leben, dass die grossen Klubs an einer quasigeschlossenen Milliardenliga arbeiten, für London, München, Mailand, Madrid, Barcelona. Let's face it, sie wollen uns nicht dabei haben, sie wollen die Österreicher nicht (gut, ausser der Mateschitz legt ein paar hundert Millionen hin) und sie werden auch die Belgier nicht dabei haben wollen. Und sie haben Milliarden dafür, Horden von Anwälten und sie haben auch Macht. Sie wollen übrigens auch Sevilla und Mönchengladbach nicht dabei haben, vielleicht hilft uns das mal noch.

    Aber für den Moment müssen wir einfach hart arbeiten und Gras fressen. Die Europa League geniessen wie früher, dankbar sein für Spiele gegen Gladbach oder Slavia Prag. Ich hoffe, wir haben mal ein volles Stadion gegen interessante Klubs wie Legia Warschau oder Schachtar oder Anderlecht. Und: Darauf muss man den FCB neu ausrichten. Es wird hart, aber machbar, wenn wir alle an einem Strick ziehen, wenn der FCB dafür unsere Unterstützung hat. Wer damit nicht leben kann, soll sich besser ein Barcelona-Shirt kaufen.

    Und: Wir werden auch immer wieder Schweizer Meister werden können. Jeder Schweizer Klub, der glaubt, er könne sich einfach so Meister und Champions League-Teilnahme so daherkaufen, wird früher oder später den Bach runter gehen. Wie früher Servette, Lausanne und wie sie alle heissen.
    Schade, dass du nicht öfter hier schreibst...

  25. #6385
    Erfahrener Benutzer Avatar von fcb_1973
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    Zitat Zitat von JohnFranklin Beitrag anzeigen
    Ich melde mich ja nur selten hier, aber zu diesem Thema muss ich einfach...
    Dangge *vrneigt sich*
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    es kunnt ebbe so wies kunnt und so wies kunnt kunnts ebbe guet!

  26. #6386
    Erfahrener Benutzer Avatar von Domingo
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    @JohnFranklin :hut:
    Wenn Du redest, muss Deine Rede besser sein, als es Dein Schweigen gewesen wäre

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  27. #6387
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Tsunami Beitrag anzeigen
    Nochmals: Zu Beginn der BB-Ära haben wir NICHT gespart!
    OMG, Tsunami, zu Beginn der BB Ära waren wir bereits für die CL 17/18 Gruppenphase gesetzt. Comprende? Keine Qualifikation. Kein Risiko. Da musste man nicht sparen, sondern konnte fix mit diesen Einnahmen rechnen. Das ist doch der verdammte Unterschied !!! Es geht mir partout nicht in den Kopf, wie man das nicht kapieren kann. Ist doch so unglaublich simpel.

  28. #6388
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    OMG, Tsunami, zu Beginn der BB Ära waren wir bereits für die CL 17/18 Gruppenphase gesetzt. Comprende? Keine Qualifikation. Kein Risiko. Da musste man nicht sparen, sondern konnte fix mit diesen Einnahmen rechnen. Das ist doch der verdammte Unterschied !!! Es geht mir partout nicht in den Kopf, wie man das nicht kapieren kann. Ist doch so unglaublich simpel.
    Hast du noch nicht bemerkt, dass hier drin viele User BB vorwarfen, von Anfang, d.h. schon in der Saison 17/18 zu sparen?

    Zum Zweiten: Du willst doch mir nicht weis machen, dass du jedes Jahr mir nichts dir nichts einfach die Kosten mit oder ohne CL Sasion anpassen kannst. Oder glaubst du das wirklich? Dann sag ich OMG!

    Oder stellst du in deiner Bude einen MA für CHF 400'000.- für mehrere Jahre ein, wenn du mal einen a.O. Gewinn über diesen Betrag machst?

    Mein Gott! Hast du eine kurze Lunte! Neapolitaner?

  29. #6389
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käsebrot
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    Zitat Zitat von fcb_1973 Beitrag anzeigen
    Dangge *vrneigt sich*
    Ich schliesse mich an!

    Auch merci an footbâle für seine Posts auf den letzten Seiten!

  30. #6390
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Tsunami Beitrag anzeigen
    Mein Gott! Hast du eine kurze Lunte! Neapolitaner?
    Also der Rest deiner Antwort mag ja blanker Unsinn sein, aber der zitierte Text ist einfach brilliant. Überzeugt mich restlos!
    Damit hast du dich aus dieser Diskussion verabschiedet.
    Geändert von footbâle (15.08.2019 um 22:08 Uhr)

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