Umfrageergebnis anzeigen: Wie stimmt ihr am 12.2?

Teilnehmer
61. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Erleichtere Einbürgerung JA

    39 63,93%
  • Erleichtere Einbürgerung NEIN

    22 36,07%
  • NAF JA

    32 52,46%
  • NAF NEIN

    23 37,70%
  • USR3 JA

    19 31,15%
  • USR3 NEIN

    42 68,85%
Multiple-Choice-Umfrage.
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 30 von 162

Thema: Abstimmungen 12. Februar

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sean Lionn
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    Standard Abstimmungen 12. Februar

    Wie stimmet ihr?
    «In den 1980er-Jahren war es noch ein Lebensziel, so viel zu arbeiten, dass man eines Tages nicht mehr arbeiten muss. Dieser Tag ist längst eingetreten, aber mit der Arbeit aufgehört hat niemand.»
    Franzobel

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Von mir gibt es wohl 3x Ja.

    Erleicherte Einbuergerung in der 3. Generation: ja klar... zum Heimatland der Grosseltern haben doch die wenigsten eine grosse Beziehung, wenn man sonst in der Schweiz lebt. Habe auch eine Grossmutter aus Italien und Null Bezug zu dem Land... das wird auch Familien treffen, die zur Zeit des Einbuergerungsgesuches schon ueber 60 Jahre in der Schweiz sein koennten.

    NAF: Ich bin ein grosser Fan des OV, aber es braucht auch Investitionen in die Strassen. Koennte mich diesbezueglich noch umstimmen lassen, da ich mich noch nicht um die Details gekuemmert habe (warte mal gespannt auf die Arena zum Thema).

    USR3: Ungut finde ich, dass hier klar zwei Dinge vermischt werden. Ja, die bestehenden Privilegien muessen abgeschafft werden und sollten auch ueber "rechtskonforme" Privilegien ersetzt werden. Eine de fakto Steuererhoehung fuer Unternehmen brauchen wir nun wirklich nicht. Aber hier geht es ja auch gleich noch mit einer deutlichen Steuersenkung ueberein. Diese wird wohl in der Praxis zu weiterem Leistungsabbau bei den Kantonen fuehren, oder Steuererhoehungen bei der Mittelschicht (Einkommenssteuer).

    Grundsaetzlich gehoeren Unternehmenssteuern ganz abgeschafft, aber dann muss man Kapitalertraege eben auch als Einkommen versteuern (so fallen die Steuern bei dem Besitzer an, wenn das Geld aus dem Unternehmen geholt wird -- nicht aber, wenn das Geld weiter investiert wird). Ansonsten macht man den Mittelstand, welcher sein Einkommen zum groessten Teil durch Arbeit generiert (und nicht durch Kapital), einfach kaputt.

    Es kann z.B. ganz einfach nicht sein, dass gewisse Kantone die Schulzeit kuerzen muessen, weil das Geld fehlt. Wenn man dann noch Steuern senkt, dann ist das Niveau Bananenrepublik.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sean Lionn
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    1x Ja, 2x Nein.

    Erleichterte Einbürgerung: Klares Ja. Diskussion sollte sich erübrigen.

    NAF: Nein. Für Strassenbau hat es in der bürgerlich dominierten Schweiz so oder so immer genug Geld in der Kriegskasse, dafür noch einen eigenen Fonds einzurichten ist schlicht unnötig. Ausserdem ist der Personen- und Warenverkehr auf Rädern ein Auslaufmodell. Gescheiter würde man das Geld in umweltfreundlichere Lösungen, wie in den Ausbau von hoch frequentierten Bahnstrecken oder in die Subventionierung des ÖV stecken.

    USR3: Nein. Überall ist man sich einig: Die soziale Ungleichheit sorgt weltweit für Armut, Konflikte und damit verbundenen Migrationsströme. Und was tut die Schweiz? Sie will die ohnehin schon sehr tiefen Unternehmenssteuern noch weiter senken und gleichzeitig neue (undurchsichtige) Steuerinstrumente einführen, welche einzig Konzernen, ihren Aktionären (Dividendenbesteuerung ahoi!) und den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nützen. Dein Vorschlag über die glänzliche Abschaffung von Unternehmenssteuern ist interessant, unter Umständen sogar durchaus unterstützenswert.
    Geändert von Sean Lionn (17.01.2017 um 00:01 Uhr)
    «In den 1980er-Jahren war es noch ein Lebensziel, so viel zu arbeiten, dass man eines Tages nicht mehr arbeiten muss. Dieser Tag ist längst eingetreten, aber mit der Arbeit aufgehört hat niemand.»
    Franzobel

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Erleichterte Einbürgerung: Ja

    In Diskussionen zur erleichterten Einbürgerung lese ich immer wieder die Forderung, dass Ausländer ihren alten Pass abgeben sollen, weil Doppelbürgerschaft ja sooo etwas schlechtes sei. Ich habe selber eine zweite Staatsbürgerschaft angenommen und weiss nicht wirklich, was so schlimm daran sein soll.

    Kann mir jemand erklären, warum die Doppelbürgerschaft vielen ein Dorn im Auge ist?
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
    Die Erde ist eine Scheibe. #infotweet

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Trekbebbi
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    Zitat Zitat von Soriak Beitrag anzeigen
    Grundsaetzlich gehoeren Unternehmenssteuern ganz abgeschafft, aber dann muss man Kapitalertraege eben auch als Einkommen versteuern (so fallen die Steuern bei dem Besitzer an, wenn das Geld aus dem Unternehmen geholt wird -- nicht aber, wenn das Geld weiter investiert wird). Ansonsten macht man den Mittelstand, welcher sein Einkommen zum groessten Teil durch Arbeit generiert (und nicht durch Kapital), einfach kaputt.

    Es kann z.B. ganz einfach nicht sein, dass gewisse Kantone die Schulzeit kuerzen muessen, weil das Geld fehlt. Wenn man dann noch Steuern senkt, dann ist das Niveau Bananenrepublik.
    Guter Ansatz, die Besitzer bei den Eiern zu packen... wird aber wohl leider nicht passieren, schliesslich haben wir ja eine Lobbydemokratie. Und nach der gestern veröffentlichten Studie wird sich der Mittelstand traditionell aus Angst wieder selber zur Schlachtbank führen.
    »Denn me muess sich eifach sage, in däre Zyt e FCB-Fan dörfe si isch e verdammts Privileg.« - Konter

    Und suscht? Die von mir geposteten Beiträge entsprechen meiner persönlichen Meinung! Aus diesem Grund erachte ich es als unnötig, in den Beiträgen selbst noch zusätzlich auf diesen Umstand hinzuweisen. Ausnahmen sind (natürlich) Zitate von Drittpersonen!

  6. #6
    Administrator Avatar von Admin
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    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand erklären, warum die Doppelbürgerschaft vielen ein Dorn im Auge ist?
    Ganz einfach: Neid!

    Oft wird auch mit der Loyalität im Fall eines Krieges argumentiert...

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sean Lionn
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    Bezüglich USR3 ist nach diesem Bericht von Ruedi Strahm eigentlich alles gesagt. Kleiner Auszug:

    Eskalierter Steuerwettbewerb

    Was aber besonders schwer wiegt und im Abstimmungskampf fast untergeht, ist die Langfristwirkung durch die Anheizung des innerschweizerischen Steuerwettbewerbs unter den Kantonen. Es werden gleich drei neue Steuerschlupf-Konstrukte eingeführt, die vor allem den reicheren Kantonen eine Waffe im verstärkten Steuerwettbewerb verleihen und mit Sicherheit die finanzschwachen Kantone ins Hintertreffen bringen.

    Da ist erstens die neue Möglichkeit, dass die Betriebskosten für Forschung und Entwicklung zu 150 Prozent steuerlich abzugsfähig werden. Mit andern Worten: Der überschiessende Abzugsteil von 50 Prozent ist nichts anderes als eine neue staatliche Firmensubvention. Da ist zweitens die sogenannte Patentbox, die auf den Kanton Basel-Stadt zugeschnitten ist: Die Pharmakonzerne können ihre ausländischen Gewinne nun in Form von Patentlizenzen auf den Medikamenten in die Schweiz überführen und in Basel in einer separaten Finanzfirma mit 90 Prozent Steuererlass parkieren. Und da ist drittens das neue, bisher unbekannte Instrument der sogenannten zinsorientierten Gewinnbesteuerung. Dieser neue Steuerabzug für multinationale Firmen ist komplex und wird zum Futtertrog für die grossen Steuerberatungsfirmen wie Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers (PWC), KPMG, Deloitte und Homburger. Dieses Instrument ist auch von ihnen entwickelt, politisch eingespeist und gepusht worden.

    Die zinsorientierte Gewinnbesteuerung funktioniert so: Multinationalen Firmen wird erlaubt, ihr nicht gebundenes Eigenkapital mit einem fiktiven Zins zu verrechnen und diesen vom Gewinn abzuziehen. Heute dürfen die Firmen bloss die Zinsen auf Fremdkapital (also von Bankdarlehen) in Abzug bringen. Neu sollen die Grossfirmen mit einem fiktiven Zins auf dem Eigenkapital etwas abziehen dürfen, das sie gar nichts kostet!

    Die Abgrenzung des steuerlich abzugsfähigen Eigenkapitals ist im Gesetz bewusst schwammig, die eingebauten Ermessensfragen zerstören jede Justiziabilität. Es entsteht ein Bilanzkosmetik-Eldorado für die Steueroptimierer. Die Steuerreform wird zur Blackbox. Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass dieses Instrument eine Steuersenkungsdynamik für die Zukunft eingebaut hat: Die multinationalen Gesellschaften werden in Zukunft Jahr für Jahr mehr von ihrem überschüssigen Eigenkapital aus ihren Tochtergesellschaften in die Schweiz verschieben und hier somit Jahr für Jahr mehr in Abzug bringen können. Weltweit beträgt dieses nicht gebundene Eigenkapital der westlichen Multis (zum Beispiel für Firmenübernahmen) kumuliert mehrere Tausend Milliarden Dollar.
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/...story/27716026
    «In den 1980er-Jahren war es noch ein Lebensziel, so viel zu arbeiten, dass man eines Tages nicht mehr arbeiten muss. Dieser Tag ist längst eingetreten, aber mit der Arbeit aufgehört hat niemand.»
    Franzobel

  8. #8
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    1x JA, 2x Nein

    Erleichterte Einbürgerung: Ich stimme hier ganz klar ja. Es geht hier um die dritte Generation.. Viele haben doch eh kaum mehr Bezug zu der Heimat der Grosseltern. Menschen, deren Eltern und auch Grosseltern in der Schweiz gelebt haben, gehören zur Schweiz.
    Nein zum NAF! Kostet jährlich 600-700 mio. Franken die man besser für die Bildung und den öffentlichen Verkehr einsetzen sollte. Mal ehrlich, wir haben doch schon ein sehr gut ausgebautes Strassennetzwerk.
    Nein zur USR 3! Für mich die wichtigste Initiative. Wenn ich das Interview mit Maurer lesen könnte ich kotzen, wie er wieder versucht der Bevölkerung angst zu machen und droht wie viele Unternehmen bei einem Nein schleunigst verschwinden werden.. Am Schluss zahlt der Mittelstand wieder einmal mehr Steuern und die reichen Konzerne machen noch mehr Gewinne

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Zitat Zitat von Sean Lionn Beitrag anzeigen
    USR3: Nein. Überall ist man sich einig: Die soziale Ungleichheit sorgt weltweit für Armut, Konflikte und damit verbundenen Migrationsströme. Und was tut die Schweiz? Sie will die ohnehin schon sehr tiefen Unternehmenssteuern noch weiter senken und gleichzeitig neue (undurchsichtige) Steuerinstrumente einführen, welche einzig Konzernen, ihren Aktionären (Dividendenbesteuerung ahoi!) und den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nützen. Dein Vorschlag über die glänzliche Abschaffung von Unternehmenssteuern ist interessant, unter Umständen sogar durchaus unterstützenswert.
    Der Grund, warum ich die USR3 trotzdem unterstuetze, ist dass eine Unternehmenssteuer einfach keine gute Art ist, die Ungleichheit zu reduzieren. Wenn eine Firma weniger Geld hat, dann bleibt zwar auch weniger fuer die Aktionaere, aber noch viel mehr fehlt das Geld bei den Investitionen, die die Firma taetigen koennte. Seien dies nun technische Erneuerungen (damit man Wettbewerbsfaehig bleibt) oder Investitionen in Forschung & Entwicklung (was widerum Arbeitsplaetze schafft).

    Ich verstehe hingegen nicht, warum sich linke Parteien nicht mit der Steuerbefreiung von Kapitalgewinnen beschaeftigen. Zwei einfache Szenarien:

    Fritz arbeitet in der Migros und verdient 50,000.- pro Jahr. Weil es nicht ganz ueber die Runden reicht, arbeitet seine Frau Susie auch noch teilzeit in der Migros und verdient 25,000.- pro Jahr. Steuerbares Einkommen: 75,000.- (das ist der weit groesste Teil der Schweizer Bevoelkerung)

    Sepp arbeitet auch in der Migros und verdient auch 50,000 pro Jahr. Auch ihm reicht es nicht ueber die Runden, aber seine Frau Magdalena hat noch rund 300,000.- in Aktien investiert (z.B. durch ein Erbe). Pro Jahr erziehlt sie rund 25,000.- an Kapitalertraegen, und sie verkauft diesen Teil (so dass der Wert des Portfolios bei 300,000.- bleibt). Steuerbares Einkommen: 50,000.- (plus ein paar Franken an Dividenden und Vermoegenssteuern)

    In beiden Faellen haben die Haushalte das genau gleiche Bruttoeinkommen. Aber nach den Steuern haben Sepp und Magdalena ein paar tausend Franken mehr in der Tasche. Da muss man nicht Sozialist sein, um das merkwuerdig zu finden. Das hat nicht nur mit "Fairness" zu tun, denn schliesslich versucht der Staat immer auch Anreize zu setzen, damit Leute arbeiten gehen (so schafft man Wohlstand). Geld investiert man sowieso: man laesst es ja nicht auf dem Sparkonto (zu 0%) nur weil man nun erwartungsgemaess 6% Rendite statt 8% erziehlt. An der Anlagestrategie aendert das also nichts. Dank den zusaetzlichen Einnahmen koennte man dann auch gleich den Steuersatz fuer alle senken.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Admin Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Neid!
    Oft wird auch mit der Loyalität im Fall eines Krieges argumentiert...
    Speziell deswegen weil ja die Loyalität eine Frage der Papiere im Heimtresor ist. Wenn Politiker dieses Argument ins Feld führen so rate ich ihnen: Kümmert euch mal besser darum, dass es keinen Krieg gibt. Zum Beispiel mit sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Mit Chancengleichheit meine ich übrigens die gleichen Startbedingungen, nicht das Recht auf gleiche Resultate.
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  11. #11
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    Zitat Zitat von Soriak Beitrag anzeigen
    Der Grund, warum ich die USR3 trotzdem unterstuetze, ist dass eine Unternehmenssteuer einfach keine gute Art ist, die Ungleichheit zu reduzieren. Wenn eine Firma weniger Geld hat, dann bleibt zwar auch weniger fuer die Aktionaere, aber noch viel mehr fehlt das Geld bei den Investitionen, die die Firma taetigen koennte. Seien dies nun technische Erneuerungen (damit man Wettbewerbsfaehig bleibt) oder Investitionen in Forschung & Entwicklung (was widerum Arbeitsplaetze schafft).

    Ich verstehe hingegen nicht, warum sich linke Parteien nicht mit der Steuerbefreiung von Kapitalgewinnen beschaeftigen. Zwei einfache Szenarien:

    Fritz arbeitet in der Migros und verdient 50,000.- pro Jahr. Weil es nicht ganz ueber die Runden reicht, arbeitet seine Frau Susie auch noch teilzeit in der Migros und verdient 25,000.- pro Jahr. Steuerbares Einkommen: 75,000.- (das ist der weit groesste Teil der Schweizer Bevoelkerung)

    Sepp arbeitet auch in der Migros und verdient auch 50,000 pro Jahr. Auch ihm reicht es nicht ueber die Runden, aber seine Frau Magdalena hat noch rund 300,000.- in Aktien investiert (z.B. durch ein Erbe). Pro Jahr erziehlt sie rund 25,000.- an Kapitalertraegen, und sie verkauft diesen Teil (so dass der Wert des Portfolios bei 300,000.- bleibt). Steuerbares Einkommen: 50,000.- (plus ein paar Franken an Dividenden und Vermoegenssteuern)

    In beiden Faellen haben die Haushalte das genau gleiche Bruttoeinkommen. Aber nach den Steuern haben Sepp und Magdalena ein paar tausend Franken mehr in der Tasche. Da muss man nicht Sozialist sein, um das merkwuerdig zu finden. Das hat nicht nur mit "Fairness" zu tun, denn schliesslich versucht der Staat immer auch Anreize zu setzen, damit Leute arbeiten gehen (so schafft man Wohlstand). Geld investiert man sowieso: man laesst es ja nicht auf dem Sparkonto (zu 0%) nur weil man nun erwartungsgemaess 6% Rendite statt 8% erziehlt. An der Anlagestrategie aendert das also nichts. Dank den zusaetzlichen Einnahmen koennte man dann auch gleich den Steuersatz fuer alle senken.
    Deine Argumentation hat noch einen weiteren netten Nebeneffekt: In Wirtschaftskrisen sinkt das steuerbare Einkommen eines Landes, da nur Gehälter besteuert werden, die im nationalen Wirtschaftssystem bezahlt werden. Kapitalerträge aus Aktien etc. sind breiter abgestützt, da diese auch aus Wertschriften erwirtschaftet werden, welche ausserhalb des nationalen Wirtschaftssystems existieren. Daher ist ein Zusammenbruch hier eher unwahrscheinlich.

    Es mag stimmen, dass die USR III den Zweck hat, die Unt.-Steuern zu senken. Ungleich der Argumentation der Linken dass hier nur Bonzen profitieren ist es doch so, dass immer noch die Mehrheit der Arbeitnehmer in KMU's arbeiten, also arbeitet die Mittelschicht in Unternehmen der Mittelschicht. Habe ich als Firmenbesitzer weniger Steuerbelastung kann ich Reserven bilden und Wachstum erzeugen. Dadurch kann ich mehr Leute einstellen, welche dann der Mittelschicht angehören, die dann wieder Steuern zahlen. Eliminiere ich das KMU aus der Gleichung, ist da nichts mehr. Natürlich werden auch einige Bonzen profitieren, aber die Argumentation der SPS und anderen Linksaparteien ist hier komplett ideologisch verblendet wie es leider häufig in Wirtschaftsthemen der Fall ist. Sie sehen das extrem profitierende Prozent und vergessen die 99% welchen diese USR wirklich etwas bringen würde.
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Trekbebbi
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen
    Habe ich als Firmenbesitzer weniger Steuerbelastung kann ich Reserven bilden und Wachstum erzeugen. Dadurch kann ich mehr Leute einstellen, welche dann der Mittelschicht angehören, die dann wieder Steuern zahlen. Eliminiere ich das KMU aus der Gleichung, ist da nichts mehr. Natürlich werden auch einige Bonzen profitieren, aber die Argumentation der SPS und anderen Linksaparteien ist hier komplett ideologisch verblendet wie es leider häufig in Wirtschaftsthemen der Fall ist. Sie sehen das extrem profitierende Prozent und vergessen die 99% welchen diese USR wirklich etwas bringen würde.
    Aber auch nur, wenn diese Reserven nicht lieber in ein drittes Ferienchalet, eine Zweitwohnung für aussereheliche Aktivitäten oder einen neuen Ferrari investiert werden... man braucht ja schliesslich Statussymbole.
    Geändert von Trekbebbi (17.01.2017 um 14:51 Uhr)
    »Denn me muess sich eifach sage, in däre Zyt e FCB-Fan dörfe si isch e verdammts Privileg.« - Konter

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  13. #13
    Gesperrt Avatar von Admiral von Schneider
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    2x NEIN
    1x JA

    Erleichtere Einbürgerung wohl die unnötigste Abstimmung seit Menschengedenken.
    Wäre eher für die Ausbürgerung der SVP-Wähler.

  14. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von Trekbebbi
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    Zitat Zitat von Admiral von Schneider Beitrag anzeigen
    2x NEIN
    1x JA

    Erleichtere Einbürgerung wohl die unnötigste Abstimmung seit Menschengedenken.
    Wäre eher für die Ausbürgerung der SVP-Wähler.
    made my day!
    »Denn me muess sich eifach sage, in däre Zyt e FCB-Fan dörfe si isch e verdammts Privileg.« - Konter

    Und suscht? Die von mir geposteten Beiträge entsprechen meiner persönlichen Meinung! Aus diesem Grund erachte ich es als unnötig, in den Beiträgen selbst noch zusätzlich auf diesen Umstand hinzuweisen. Ausnahmen sind (natürlich) Zitate von Drittpersonen!

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen
    . Habe ich als Firmenbesitzer weniger Steuerbelastung kann ich Reserven bilden und Wachstum erzeugen. Dadurch kann ich mehr Leute einstellen, welche dann der Mittelschicht angehören, die dann wieder Steuern zahlen.
    Wie viel% der neu getätigten Investitionen werden tatsächlich mit selbstfinanzierten Mitteln getätigt?

  16. #16
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    Ich denke, es gibt drei klare Resultate. Die erleichterte Einbürgerung wird klar angenommen (ich stimme Nein). Der NAF wird klar angenommen (ich stimme Ja). Die USR3 wird auch klar angenommen (ich stimme auch Ja).

  17. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Wie viel% der neu getätigten Investitionen werden tatsächlich mit selbstfinanzierten Mitteln getätigt?
    Das nimmt mich auch wunder. Wenn ein Unternehmen zusaetzliche Mitarbeiter oder neue Maschinen braucht (wegen hoher Nachfrage seiner Produkte oder Dienstleistungen), dann wird es diese auch ueber einen Kredit finanzieren koennen. Die Zinsen sind ja kaum so hoch, dass es sich nur mit Eigenkapital lohnen wuerde...

  18. #18
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Bei der dritten Genration geht es um Leute, deren Familien teilweise vor 60 (sechzig!!!) Jahren in die Schweiz gekommen sind, deren Eltern grösstenteils hier schon geboren wurde.
    Und wie wird argumentiert? Mit einer Burka! An Lächerlichkeit und Fremdenfeindlichkeit kaum zu überbieten. Schon deshalb MUSS man da Ja stimmen.
    Sie sind schlechter gestellt als eine Thailänderin, welchen den dicken SVP-Rentnerheiratet und in die Schweiz kommt. Denn nach 5-7 Jahre kann sie sich einbürgern lassen...aber wenn es um Leute geht, deren Familie schon in der dritten Generation hier leben, wird sofort die Burka aufs Plakat montiert.

    Wären damals die gleich strengen Einbürgerungskritierien, wie sie die SVP gerne hätte, gültig gewesen, wäre ein Blocher oer Schlüer knapp selbst Schweizer geworden. Wenn überhaupt.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sean Lionn
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    Zitat Zitat von Ibiza Beitrag anzeigen
    Die USR3 wird auch klar angenommen (ich stimme auch Ja).
    Glaube ich nicht. Wenn ich mir so die Kommentarspalten von Blick, über 20 Minuten, Watson bis hin zur BloZ oder dem Tagi durchlese und diese als Indikator nehme, müsste es ein deutliches Nein geben. Es deutet einiges auf eine "unheilige" Allianz zwischen Links- und Rechts-Wählern hin. On verra.
    «In den 1980er-Jahren war es noch ein Lebensziel, so viel zu arbeiten, dass man eines Tages nicht mehr arbeiten muss. Dieser Tag ist längst eingetreten, aber mit der Arbeit aufgehört hat niemand.»
    Franzobel

  20. #20
    Gesperrt Avatar von Admiral von Schneider
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    Als ob diese Unterschichten auch nur irgendein Indikator wären...

    Prognose:

    USR3: 58% JA
    Einbürgerung: 54% JA
    NAF: 53% JA

  21. #21
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Ibiza Beitrag anzeigen
    Ich denke, es gibt drei klare Resultate. Die erleichterte Einbürgerung wird klar angenommen (ich stimme Nein). Der NAF wird klar angenommen (ich stimme Ja). Die USR3 wird auch klar angenommen (ich stimme auch Ja).
    In welchem Kanton wohnst du?

  22. #22
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    Da bleibt einem schon die Spucke weg, ab solchen Äusserungen..

    http://www.watson.ch/Schweiz/Abstimm...nn-Afrikaner»-
    Nordstern Basel

  23. #23
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Erleichterte Einbürgerung: Ja. Oder sagen wir mal, dass die absurden Plakate der SVP zeigen, dass es wirklich keinen driftigen Grund gibt, dies abzulehnen.

    NAF: Nein. Es ist genügend Geld für das Strassennetz vorhanden. Das ganze macht den Eindruck von starker Lobbypolitik. Ein paar wenige Firmen werden dick profitieren, die Allgemeinheit hat dafür aufzukommen. Geht gar nicht.

    USR3: Nein. Einfache Milchbübchenrechnung, in der die Allgemeinheit dafür aufkommen muss. Wir können uns die Milliardenausfälle nicht leisten.

  24. #24
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Bei der dritten Genration geht es um Leute, deren Familien teilweise vor 60 (sechzig!!!) Jahren in die Schweiz gekommen sind, deren Eltern grösstenteils hier schon geboren wurde.
    Und wie wird argumentiert? Mit einer Burka! An Lächerlichkeit und Fremdenfeindlichkeit kaum zu überbieten. Schon deshalb MUSS man da Ja stimmen.
    Sie sind schlechter gestellt als eine Thailänderin, welchen den dicken SVP-Rentnerheiratet und in die Schweiz kommt. Denn nach 5-7 Jahre kann sie sich einbürgern lassen...aber wenn es um Leute geht, deren Familie schon in der dritten Generation hier leben, wird sofort die Burka aufs Plakat montiert.

    Wären damals die gleich strengen Einbürgerungskritierien, wie sie die SVP gerne hätte, gültig gewesen, wäre ein Blocher oer Schlüer knapp selbst Schweizer geworden. Wenn überhaupt.
    Deshalb ein NEIN.
    Das mit den 5 Jahren bei Hochzeit sollte auch neu überdacht werden.

  25. #25
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Das Theater um da Pass, uf so öbbis ja me wirklich nur stolz si, wenn me sunscht nur het im Läbe

  26. #26
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    Nimmsch no eins, ich zahls.

  27. #27
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Ist Flachmann-Wetter.

  28. #28
    Erfahrener Benutzer Avatar von rethabile
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    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Das Theater um da Pass, uf so öbbis ja me wirklich nur stolz si, wenn me sunscht nur het im Läbe
    Sollte stolz nicht vor allem auch etwas mit eigener Leistung zu tun haben? Bei der Nationalität fehlt mir diese Eigenleistung immer irgendwie. Müssen wirklich sehr erbärmliche gestalten sein, welche sich über so einen scheiss definieren.....womit natürlich nicht gesagt sein soll, dass jeder und alle eingebürgert werden sollen, das ist klar. Aber 3. Generation? Dass man über sowas überhaupt abstimmen muss.....jaja, Verfassungsänderung, ich weiss......

    p.s.: Straße und Steuergeschenke Njet - what else!

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    "mir müend ufpasse, dass mir nid immer s schwizerische wasserglas als ozean düend betrachte..." Peter V. Kunz

  29. #29
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Also ich stimme beim NAF Ja, schon alleine wegen Projekten wie der unterirdischen, neuen Ostumfahrung von Basel. Damit dürfte die Finanzierung definitiv gesichert sein.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  30. #30
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    Zitat Zitat von rethabile Beitrag anzeigen
    Sollte stolz nicht vor allem auch etwas mit eigener Leistung zu tun haben? Bei der Nationalität fehlt mir diese Eigenleistung immer irgendwie. Müssen wirklich sehr erbärmliche gestalten sein, welche sich über so einen scheiss definieren.....womit natürlich nicht gesagt sein soll, dass jeder und alle eingebürgert werden sollen, das ist klar. Aber 3. Generation? Dass man über sowas überhaupt abstimmen muss.....jaja, Verfassungsänderung, ich weiss......

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    Gibt genügend Leute, die gerne einen Eidgenossennachweis integriert im Pass hätten. Obwohl 3 Generationen oder noch weniger zuvor alle möglichen Nationen den Genpool bereichert haben.

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