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Thema: kampf der basler quartiere

  1. #1
    Benutzer Avatar von frachter
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    Standard kampf der basler quartiere

    schlachten auf der dreirosenbrücke, entreissdiebstähle und wandmalereien in den quartieren, boxereien in der innerstadt und an parties sowie wickelfisch-schellen während abkühlungen im und am rhein... der basler quartierkampf lebt und bebt und lässt eine ganze stadt auf nägeln laufen. egal ob auf dem arbeitsweg, beim fahrradfahren in die parks oder dem einkaufen in fremden quartieren: überall besteht die möglichkeit, innerhalb weniger sekunden weggetellert zu werden.

    wie erlebt ihr die angespannte situation? für welches quartier steht ihr ein? aus welchen quartieren stammen leute, welche von euch bereits eine gepfeffert bekommen haben?

    hier eine übersicht und eine kleine einschätzung der jeweiligen quartiere:


    gotthelf / iselin: eher ruhige quartiere am landrand, beschauliche strassen, kinder am spielen, wenige gefahren. höchstens untereinander ab und zu mal kleinere rauffereien aufgrund von schattenwürfen durch hecken oder zu weites spritzen von sprinkleranlagen. auch viele ältere betagte, die auf ihr lebensende warten und sich dem quartierkampf nicht mehr stellen können oder wollen. diverse markus somm-schäfchen, aber auch zur ruhe gekommene alt-68er.

    bachletten: viele tier-fetischisten, die eine spezielle vorliebe dafür haben in der nähe von freiluft-kot von nicht-einheimischen tieren zu leben und deren duft permanent einzuatmen. auch viele old boys-junioren und parkgänger, bei welchen ab und an mal etwas faustschlag-potential auszumachen ist, grundsätzlich aber doch eher lau. gab in der vergangenheit immer wieder feige überfälle im schützenmattpark, in letzter zeit ist's jedoch etwas ruhiger geworden.

    gundeldingen: das bevölkerungsreichste stadtquartier mit direkter bahnhofsanbindung und grenze zum land. sicher einiges an potential vorhanden, durch die zug-geleise aber leider etwas vom rest der stadt abgeschottet, so dass die gundelianer lieber in den beiden grossen einbahnstrassen (gibt's noch andere?) vor oder in den cafe's sitzen und über den döner oder cig köfte des vorabends diskutieren. am östlichen rand erhielt das quartier neue kunstschulen, welche durchaus gewisse einflüsse auf das quartier(leben) haben könnten. leider bis jetzt nur in form von sichtbar mehr hgk-hipstern und unsinnigen marmor-installationen auf öffentlichen plätzen; wünschenswert wären kampf-motivierte neu-städter. die ausländische stammbevölkerung aber wie erwähnt immer gut für ein paar handrücken.

    st. alban/breite: ein sehr umfassendes quartier, welches vom bahnhof über das joggeli bis hin zum kunstmuseum führt. in der breite sicher viele jungmotivierte eher ländlicher herkunft sesshaft, welche ihr potential aber noch nicht ausgeschöpft haben und in innerstädtischen kämpfen bisher eher weniger in erscheinung getreten sind. aber definitiv ein ernstzunehmendes quartier, auch wenn die meute mit diversen luftheulern gespickt ist.

    bruderholz: das quartier mit dem wohl grössten lauchfaktor. richkids, die bereits mit 20 in zürich arbeiten oder bis 43 studieren und die wochenenden jeweils so verbringen, indem sie sich bei exzessiven koks-parties das gehirn ins jenseits knallen. nur unter erhöhtem drogeneinfluss bereit sich zu stellen und zahnlücken zu verursachen.


    wettstein / hirzbrunnen
    : das wohl schwächste kleinbasler quartier, bestehend aus zöglingen von gutbürgerlichen riehener eltern, welche meistens einfamilienhaus-besitzer sind. oft leute mit baumschulen-vergangenheit, welche die himmelsrichtung aufgrund begutachtung von moos-wuchsen an bäumen feststellen können. prägen durch kontakte durchaus die jugendkultur der stadt mit, jedoch auf einer gehobenen und gesetzestreuen ebene. ein typischer pärkli-jam und hill chill open-air besucher. gibt sicher eine handvoll ernstzunehmende kämpfer, aber grössenteils bestehend aus leuten, die zwar immer über alle schlägereien bescheid wissen, aber nie selbst dabei sind.

    clara/rosenthal: aufgrund von eher ärmeren verhältnissen meistens wohnblöcke und viele motivierte leute, welche wohl wöchentlich ihre knöchel an die wangen und nasen von anderen quartierbewohner setzen. diverse bars und spalunken mit potential, aber auch viele strassenkids, die draussen chillen. clubmässig nicht zu gebrauchen, nur fame und sonstiger müll, eine ausnahme die heimat (ex jägerhalle). das erlenmatt-areal ist mittlerweile mit eher teureren wohungen zugebaut, zu früheren zeiten gab's da doch regelmässig diverse rennereien zu techno- und junglebeats.

    matthäus/klybeck: das "in"-quartier schlechthin, von quinoa-sesam-zöpfen über selbstgemachte vegane zwetschgen-humus-paste hinzu glutenfreien oliven-säften ist hier alles zu haben. auch eine sehr heterogene bevölkerung, von linken über yuppies, künstler, hipster, streetkids und durchmischte gangs gibts alles. viel los auf den strassen, viele bars und buden, vor allem im sommer auch das rheinbord sehr belebt und mit täglichen konfliktpotential. immer wieder reibereien mit der gegenüberliegenden rhein-seite, aber keine einheitlichen ziel-vorstellungen, dadurch nicht ganz so stark wie es möglich wäre. beinhaltet das uferstrasse-areal, das seit kurzer zeit das progressive/alternative ausgangsziel nummer 1 der stadt darstellt und zum NT-nachfolger heranwächst.. zwar sehr zum leidwesen der ursprünglichen besetzer und entdecker dieser brache, aber wohl leider nicht verhinderbar.

    kleinhüningen: viele ausländer mit kampfbetonten körpern und einiges an erfahrung, einzelne rapper die den strassenkampf fröhnen. leute aus anderen quartieren wagen sich eher selten ins quartier, da die backpfeiffen relativ zeitnah verteilt werden. leerstehendes shopping-center als investitionstechnische fehlplanung schlechthin, dazu viele durchströmende einkaufstouristen, die oft ausgenommen werden. beheimatet des 2-phasen-kurs-areal, gibt minuspunkte.

    st. johann: ein immer mehr durch die aufwertung rund um das voltaquartier geprägtes quartier, kommt viel moderner und schicker daher als noch vor 20 jahren. trotzdem tummeln sich noch genügend widerstandsfähige, vor allem linke zellen und einzelmasken rum, das quartierleben findet zunehemends entweder in den strassen oder in den parks statt. motivierte leute, die vor wenigen wochen erst die 57er zurück auf die andere seite geknallt haben. diverse dönerbuden, aber auch kulinarische schmuckstücke vorhanden. interessant zu beobachten wird die entwicklung des lyssbüchel-areals. heisses pflaster, nicht nur im sommer.

    am ring / vorstädte: beides quartiere ohne wirkliche zentren und identitäten, weshalb auch viele bewohner nicht wirklich ernsthaft für die eigenen namen kämpfen. eher durchgangsquartiere, in welchen zwar ab und zu mal einzelne pfannen verteilt werden, aber nicht weiter der rede wert sind.

    die innerstädte lasse ich mal weg, da die einwohnerfluktuationen aufgrund einer sehr ausgeprägten filz-situation sehr minim sind und somit sich somit relativ wenig gewaltpotential ansiedeln kann. zudem hat auch die kleinbasler altstadt durch die aufwertung der rheingasse an glanz verloren... die zeiten, in welchen einem beim betreten des schwarzen bären gefühlt 100 jahre zuchthaus entgegen flogen sind vorbei.

    wie seht ihr das?
    Geändert von frachter (02.09.2016 um 11:37 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Kurtinator
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    Made my day!

    bs_eagle bisch du`s?

    Erinnert mi an dä Thread: http://www.fcbforum.ch/forum/showthr...inzbahnh%F6fli

    LEGEN-DÄR!
    Zitat Zitat von Falcão Beitrag anzeigen
    "Tradition ist nicht die Anbetung von Asche, es ist die Weitergabe des Feuers!"

  3. #3
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    Witzig zu Lesen das ganze.

    Nun ja, die Schlimmsten sind wohl die Franzosen, die Wochenende für Wochenende in die Stadt strömen und Streit suchen.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Russe
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    hirzbrooklyn het immer lüt in dr erschte reihe ka!!
    i never walk the streets whitout a west and a chrome - cuz all my jewels be rocky like sylvester stallone

  5. #5
    Gesperrt Avatar von Admiral von Schneider
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    SEKTION VORSTÄDTE het no nie kassiert!

    VORSTÄDTE, da laufcz!

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von frachter Beitrag anzeigen
    die innerstädte lasse ich mal weg, da die einwohnerfluktuationen aufgrund einer sehr ausgeprägten filz-situation sehr minim sind und somit sich somit relativ wenig gewaltpotential ansiedeln kann. zudem hat auch die kleinbasler altstadt durch die aufwertung der rheingasse an glanz verloren... die zeiten, in welchen einem beim betreten des schwarzen bären gefühlt 100 jahre zuchthaus entgegen flogen sind vorbei.

    wie seht ihr das?
    Ja, hier in der Altstadt ging durch den Wegfall vom Bären hochqualitatives Gewaltpotential weg. Nur noch in der Brauerei hält sich noch oldschool White Trash auf. Dort klöpft es auch öfters. Aber kein Vergleich zum Bären, wo jede Nacht die Fäuste flogen. Was aber noch tragischer ist: dass der Bären durch den Grenzhipster ersetzt wurde. Jetzt ist es in und rundherum versammeln sich alle Hipster Scumlords. Humanoider Sondermüll. Bezüglich Anwohner wurden einige Häuser aufgewertet. Wirklich gut verdienende Leute, oft mit Vollbart, haben sich auch angesiedelt in diesen Wohnungen. Es ist halt Hip geworden.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von fog
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    Zitat Zitat von frachter Beitrag anzeigen
    schlachten auf der dreirosenbrücke, entreissdiebstähle und wandmalereien in den quartieren, boxereien in der innerstadt und an parties sowie wickelfisch-schellen während abkühlungen im und am rhein... der basler quartierkampf lebt und bebt und lässt eine ganze stadt auf nägeln laufen. egal ob auf dem arbeitsweg, beim fahrradfahren in die parks oder dem einkaufen in fremden quartieren: überall besteht die möglichkeit, innerhalb weniger sekunden weggetellert zu werden.

    wie erlebt ihr die angespannte situation? für welches quartier steht ihr ein? aus welchen quartieren stammen leute, welche von euch bereits eine gepfeffert bekommen haben?

    hier eine übersicht und eine kleine einschätzung der jeweiligen quartiere:


    gotthelf / iselin: eher ruhige quartiere am landrand, beschauliche strassen, kinder am spielen, wenige gefahren. höchstens untereinander ab und zu mal kleinere rauffereien aufgrund von schattenwürfen durch hecken oder zu weites spritzen von sprinkleranlagen. auch viele ältere betagte, die auf ihr lebensende warten und sich dem quartierkampf nicht mehr stellen können oder wollen. diverse markus somm-schäfchen, aber auch zur ruhe gekommene alt-68er.

    bachletten: viele tier-fetischisten, die eine spezielle vorliebe dafür haben in der nähe von freiluft-kot von nicht-einheimischen tieren zu leben und dessen duft permanent einzuatmen. auch viele old boys-junioren und parkgänger, bei welchen ab und an mal etwas faustschlag-potential auszumachen ist, grundsätzlich aber doch eher lau. gab in der vergangenheit immer wieder feige überfälle im schützenmattpark, in letzter zeit ist's jedoch etwas ruhiger geworden.

    gundeldingen: das bevölkerungsreichste stadtquartier mit direkter bahnhofsanbindung und grenze zum land. sicher einiges an potential vorhanden, durch die zug-geleise aber leider etwas vom rest der stadt abgeschottet, so dass die gundelianer lieber in den beiden grossen einbahnstrassen (gibt's noch andere?) vor oder in den cafe's sitzen und über den döner oder cig köfte des vorabends diskutieren. am östlichen rand erhielt das quartier neue kunstschulen, welche durchaus gewisse einflüsse auf das quartier(leben) haben könnten. leider bis jetzt nur in form von sichtbar mehr hgk-hipstern und unsinnigen marmor-installationen auf öffentlichen plätzen; wünschenswert wären kampf-motivierte neu-städter. die ausländische stammbevölkerung aber wie erwähnt immer gut für ein paar handrücken.

    st. alban/breite: ein sehr umfassendes quartier, welches vom bahnhof über das joggeli bis hin zum kunstmuseum führt. in der breite sicher viele jungmotivierte eher ländlicher herkunft sesshaft, welche ihr potential aber noch nicht ausgeschöpft haben und in innerstädtischen kämpfen bisher eher weniger in erscheinung getreten sind. aber definitiv ein ernstzunehmendes quartier, auch wenn die meute mit diversen luftheulern gespickt ist.

    bruderholz: das quartier mit dem wohl grössten lauchfaktor. richkids, die bereits mit 20 in zürich arbeiten oder bis 43 studieren und die wochenenden jeweils so verbringen, indem sie sich bei exzessiven koks-parties das gehirn ins jenseits knallen. nur unter erhöhtem drogeneinfluss bereit sich zu stellen und zahnlücken zu verursachen.


    wettstein / hirzbrunnen
    : das wohl schwächste kleinbasler quartier, bestehend aus zöglingen von gutbürgerlichen riehener eltern, welche meistens einfamilienhaus-besitzer sind. oft leute mit baumschulen-vergangenheit, welche die himmelsrichtung aufgrund begutachtung von moos-wuchsen an bäumen feststellen können. prägen durch kontakte durchaus die jugendkultur der stadt mit, jedoch auf einer gehobenen und gesetzestreuen ebene. ein typischer pärkli-jam und hill chill open-air besucher. gibt sicher eine handvoll ernstzunehmende kämpfer, aber grössenteils bestehend aus leuten, die zwar immer über alle schlägereien bescheid wissen, aber nie selbst dabei sind.

    clara/rosenthal: aufgrund von eher ärmeren verhältnissen meistens wohnblöcke und viele motivierte leute, welche wohl wöchentlich ihre knöchel an die wangen und nasen von anderen quartierbewohner setzen. diverse bars und spalunken mit potential, aber auch viele strassenkids, die draussen chillen. clubmässig nicht zu gebrauchen, nur fame und sonstiger müll, eine ausnahme die heimat (ex jägerhalle). das erlenmatt-areal ist mittlerweile mit eher teureren wohungen zugebaut, zu früheren zeiten gab's da doch regelmässig diverse rennereien zu techno- und junglebeats.

    matthäus/klybeck: das "in"-quartier schlechthin, von quinoa-sesam-zöpfen über selbstgemachte vegane zwetschgen-humus-paste hinzu glutenfreien oliven-säften ist hier alles zu haben. auch eine sehr heterogene bevölkerung, von linken über yuppies, künstler, hipster, streetkids und durchmischte gangs gibts alles. viel los auf den strassen, viele bars und buden, vor allem im sommer auch das rheinbord sehr belebt und mit täglichen konfliktpotential. immer wieder reibereien mit der gegenüberliegenden rhein-seite, aber keine einheitlichen ziel-vorstellungen, dadurch nicht ganz so stark wie es möglich wäre. beinhaltet das uferstrasse-areal, das seit kurzer zeit das progressive/alternative ausgangsziel nummer 1 der stadt darstellt und zum NT-nachfolger heranwächst.. zwar sehr zum leidwesen der ursprünglichen besetzer und entdecker dieser brache, aber wohl leider nicht verhinderbar.

    kleinhüningen: viele ausländer mit kampfbetonten körpern und einiges an erfahrung, einzelne rapper die den strassenkampf fröhnen. leute aus anderen quartieren wagen sich eher selten ins quartier, da die backpfeiffen relativ zeitnah verteilt werden. leerstehendes shopping-center als investitionstechnische fehlplanung schlechthin, dazu viele durchströmende einkaufstouristen, die oft ausgenommen werden. beheimatet des 2-phasen-kurs-areal, gibt minuspunkte.

    st. johann: ein immer mehr durch die aufwertung rund um das voltaquartier geprägtes quartier, kommt viel moderner und schicker daher als noch vor 20 jahren. trotzdem tummeln sich noch genügend widerstandsfähige, vor allem linke zellen und einzelmasken rum, das quartierleben findet zunehemends entweder in den strassen oder in den parks statt. motivierte leute, die vor wenigen wochen erst die 57er zurück auf die andere seite geknallt haben. diverse dönerbuden, aber auch kulinarische schmuckstücke vorhanden. interessant zu beobachten wird die entwicklung des lyssbüchel-areals. heisses pflaster, nicht nur im sommer.

    am ring / vorstädte: beides quartiere ohne wirkliche zentren und identitäten, weshalb auch viele bewohner nicht wirklich ernsthaft für die eigenen namen kämpfen. eher durchgangsquartiere, in welchen zwar ab und zu mal einzelne pfannen verteilt werden, aber nicht weiter der rede wert sind.

    die innerstädte lasse ich mal weg, da die einwohnerfluktuationen aufgrund einer sehr ausgeprägten filz-situation sehr minim sind und somit sich somit relativ wenig gewaltpotential ansiedeln kann. zudem hat auch die kleinbasler altstadt durch die aufwertung der rheingasse an glanz verloren... die zeiten, in welchen einem beim betreten des schwarzen bären gefühlt 100 jahre zuchthaus entgegen flogen sind vorbei.

    wie seht ihr das?
    :huldiger:

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von König Fussball
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    Brotherwood wie eh und je ruhiges Pflaster: Keine ÖV-Endstation (15/16er machen die Schlaufe, 47er ziehts durch bis Bottmingen-Castle), zudem wohl einziges Quartier ohne Dönerbraterei oder Tankstellenshop, was in der Kombination bezüglich Ansammlungen von erlebnisorientiertem Jungvolk naturgemäss dem Todesstoss gleichkommt. Da gefühlt nur aus 30er-Zonen bestehend auch kein klassisches Revier für hochtourige Kutschfahrten im geleasten Beamer. Dafür Potential als rückwärtiger Raum, um Wunden zu lecken respektive rauchend realitätsfremde Heldenepen am Fusse des Wasserturms zum Besten zu geben.
    "I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered." -George Best

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Kurtinator
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Ja, hier in der Altstadt ging durch den Wegfall vom Bären hochqualitatives Gewaltpotential weg. Nur noch in der Brauerei hält sich noch oldschool White Trash auf. Dort klöpft es auch öfters. Aber kein Vergleich zum Bären, wo jede Nacht die Fäuste flogen. Was aber noch tragischer ist: dass der Bären durch den Grenzhipster ersetzt wurde. Jetzt ist es in und rundherum versammeln sich alle Hipster Scumlords. Humanoider Sondermüll. Bezüglich Anwohner wurden einige Häuser aufgewertet. Wirklich gut verdienende Leute, oft mit Vollbart, haben sich auch angesiedelt in diesen Wohnungen. Es ist halt Hip geworden.
    Du und die Hipster werden in diesem Leben keine Freunde mehr.
    Zitat Zitat von Falcão Beitrag anzeigen
    "Tradition ist nicht die Anbetung von Asche, es ist die Weitergabe des Feuers!"

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    4053 - suscht gar nüd!

  11. #11
    Gesperrt Avatar von Admiral von Schneider
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    Quartierbericht Steinen (Vorstädte)

    Lebt leider nur noch vom Ruhm vergangener Tage. Die Steinenvorstadt ist vollständig boulevardisiert worden. Austauschbare Restaurationsbetriebe bieten langweiligen, minderwertigen und qualitativ sehr schlechte Ware zu völlig überrissenen Preisen an (den altehrwürdigen Steinegrill mal ausgenommen). Dem kulinarischen Tiefflieger-Bünzli gefällts - schade. Gerade weil die Wohnbevölkerung so gut durchmischt ist (in meinem Block bin ich der einzige Schweizer), wäre Potential vorhanden. Leider wird es nicht genutzt bzw. man bleibt unter sich.

    Daneben irgendwelche 0815-Kleiderläden, immer weniger Kinos und leider wenig bis gar keine guten Spelunken mehr (einzige Ausnahme das altehrwürdige Wulggi).

    Einziger Lichtblick ist der Spar, der wochentags bis 20 Uhr geöffnet hat - löblich.

    In den Hinterhöfen und Seitensträsschen gibt's leider nur die üblichen Schlägereien am Wochenende, Betrunkene, die meist feige in grösseren Gruppen aufeinander losgehen. Nicht selten landet einer im Spital - man könnte es auch natürliche Auslese nennen (Darwin lässt grüssen). Die Hipster der Rheingasse treffen sich mit den faulen Studenten am Donnerstagabend im Balz - ein Ort, den es zu meiden gilt.

    Ansonsten prägt der stete Wandel der Bevölkerung und der ständig süssliche Duft von Gras das Quartier.

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    isch d'mitti immerno sone Hipster-studänte Hochburg?

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Zitat Zitat von Schambbediss Beitrag anzeigen
    4053 - suscht gar nüd!
    Machsch uf Fotis au immer s "G" mit dr Hand?
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
    Die Erde ist eine Scheibe. #infotweet

  14. #14
    Benutzer Avatar von frachter
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    Zitat Zitat von Admiral von Schneider Beitrag anzeigen
    Quartierbericht Steinen (Vorstädte)

    Lebt leider nur noch vom Ruhm vergangener Tage. Die Steinenvorstadt ist vollständig boulevardisiert worden. Austauschbare Restaurationsbetriebe bieten langweiligen, minderwertigen und qualitativ sehr schlechte Ware zu völlig überrissenen Preisen an (den altehrwürdigen Steinegrill mal ausgenommen). Dem kulinarischen Tiefflieger-Bünzli gefällts - schade. Gerade weil die Wohnbevölkerung so gut durchmischt ist (in meinem Block bin ich der einzige Schweizer), wäre Potential vorhanden. Leider wird es nicht genutzt bzw. man bleibt unter sich.

    Daneben irgendwelche 0815-Kleiderläden, immer weniger Kinos und leider wenig bis gar keine guten Spelunken mehr (einzige Ausnahme das altehrwürdige Wulggi).

    Einziger Lichtblick ist der Spar, der wochentags bis 20 Uhr geöffnet hat - löblich.

    In den Hinterhöfen und Seitensträsschen gibt's leider nur die üblichen Schlägereien am Wochenende, Betrunkene, die meist feige in grösseren Gruppen aufeinander losgehen. Nicht selten landet einer im Spital - man könnte es auch natürliche Auslese nennen (Darwin lässt grüssen). Die Hipster der Rheingasse treffen sich mit den faulen Studenten am Donnerstagabend im Balz - ein Ort, den es zu meiden gilt.

    Ansonsten prägt der stete Wandel der Bevölkerung und der ständig süssliche Duft von Gras das Quartier.
    ist so, die steine hat ganz klar an stahlkraft verloren und wurde "mainstreamisiert". leuten, die zbsp. für ein date in die steine gehen und über 18 jahre alt sind, gehört deshalb grundsätzlich mal eine gewischt.
    gewisses potential ist an den wochenenden auch rund um die saxo bar auszumachen, wo sich neben afterparty-wütigen nordstern-gängern auch sonstige skurilheiten aufhalten, die sich untereinander meist darin konkurrenzieren, wer den grössten augenteller-radius aufweist oder wer mit farbigen tablettchen sein bewusstsein am jenseitigsten erweitern kann. die kampffähigkeit der saxo-gänger variiert also stark.

    die bronx/excali-bar ist auch noch zu erwähnen, wobei diese geographisch wohl bereits zur altstadt gehört. sehr durchmischtes publikum, auch viele grunzende metaller, die je nach pegel sicherlich mit einem gewissen dreinlang-potential ausgestattet sind. die dart-scheibe wertet die bronx jedoch übelst ab - dartscheiben gehören in die oberbaselbieter rössli's und jokers, aber nicht in die innerstadt von basel.

    sind die darkness-jünger der bronx eigentlich verbandelt mit denjenigen der irrsin-bar?

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von The_Dark_Knight
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    grossbasel isch schöner aber kleinbasel lebendiger.

  16. #16
    Gesperrt Avatar von Admiral von Schneider
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    Zitat Zitat von frachter Beitrag anzeigen

    sind die darkness-jünger der bronx eigentlich verbandelt mit denjenigen der irrsin-bar?
    Es sind sogar grösstenteils dieselben Leute (mich eingeschlossen, wenn auch in den letzten Jahren immer weniger).
    Das Redrocks sei auch noch erwähnt (RIF).

    Finde es gut, gibt es noch solche kleinen Oasen für "Randgruppen", die nicht dem Hauptstrom Electro-Techno-Schrott fröhnen, der sonst überall angeboten wird.

    Irrsin ist ja momentan zu wegen Umbau (glaub immer noch) - da bleibt halt nur die Bronx.
    Ich war aber noch nie in der Bronx, wenn es draussen dunkel war - da geht man erst hin, wenn alles andere zumacht.

    Das mit den Dartscheiben stimmt halbwegs - gegen richtige Dartscheiben hab ich nichts, im Gegenteil. Aber diese elektronischen Teile? Nein danke!

  17. #17
    Benutzer Avatar von frachter
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    Zitat Zitat von Admiral von Schneider Beitrag anzeigen
    Es sind sogar grösstenteils dieselben Leute (mich eingeschlossen, wenn auch in den letzten Jahren immer weniger).
    Das Redrocks sei auch noch erwähnt (RIF).

    Finde es gut, gibt es noch solche kleinen Oasen für "Randgruppen", die nicht dem Hauptstrom Electro-Techno-Schrott fröhnen, der sonst überall angeboten wird.

    Irrsin ist ja momentan zu wegen Umbau (glaub immer noch) - da bleibt halt nur die Bronx.
    Ich war aber noch nie in der Bronx, wenn es draussen dunkel war - da geht man erst hin, wenn alles andere zumacht.

    Das mit den Dartscheiben stimmt halbwegs - gegen richtige Dartscheiben hab ich nichts, im Gegenteil. Aber diese elektronischen Teile? Nein danke!
    finde ich ebenfalls wichtig, dass es für die kleineren subkulturen lokale hat. einerseits macht es die stadt vielseitiger, andererseits attraktiver für strassenkämpfe, da anpöbeleien oft durch verschiedene ansichten, visuelle merkmale oder unterschiedliche musikgeschmäcker verursacht sind. wären alle auf der selben linie, gäbe es wohl weniger provokationen aufgrund randgruppen-spezifischer ausprägungen jeglicher arten.

    negativ daran ist sicherlich, dass das quartierbewusstsein abnimmt, wenn rockerkollege peter im 58 wohnt, du selbst aber im neubad.

  18. #18
    Erfahrener Benutzer Avatar von Zuffi
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  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von Arcanis
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    Klybeck

    Das Klybeck - unterschätzt wie nie überschätzt wie selten - hat sich aufgrund interner Streitigkeiten mehrheitlich von gesamtstädtischen Revierkämpfen ferngehalten und somit die Expansionsstrategie vertagt. Doch der Kapf tobt. Begonnen durch die Aufwertung und Sanierung des überdimensionierten Sozialwohnungsbaublocks im Herzen des Klybecks steht das Gesindel jetzt als wie häufiger auf den Strassen. In Kombination mit der neu eröffneten Salfistenmoschee vis a vis Platanenhof, ist da einiges an internem Sprengstoff vorhanden. Da hilft auch das Aufwertungsprojekt der Stiftung Habitat "Pingpongtisch und öffentliche Badewanne in der Aktienmühle" wenig. Ein Quartier in welchem der IQ der Bewohner meist schon an der Hausnummer abzulesen ist verfällt immer mehr ins Chaos. Die Fronten sind verhärtet. Genossenschaft Klybeck gegen die Salafisten. Die Siffer der Capribar gegen die Aufwertung. Sternkebap gegen Hüningengrill.

    Es wütet an jeder Ecke - doch merkt euch eins - die interne Klybeckhirarchie wird bald wiederhergestllt sein und dann sind wir wieder Gli Bäck.

  20. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von ellesse
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    Zitat Zitat von Arcanis Beitrag anzeigen
    Klybeck

    neu eröffneten Salfistenmoschee

    Diese Wixxer missionieren jetzt auch auf der 3Rosen-Matte... letztens gesehen: fünf bärtige in weissen Gewänder reden intensiv auf einen jungen Afrikaner im Hiphop-Look ein... hoffe, der Junge hat sich nicht das Gehirn waschen lassen. Stay fresh!

  21. #21
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Admiral von Schneider Beitrag anzeigen
    Es sind sogar grösstenteils dieselben Leute (mich eingeschlossen, wenn auch in den letzten Jahren immer weniger).
    Das Redrocks sei auch noch erwähnt (RIF).

    Finde es gut, gibt es noch solche kleinen Oasen für "Randgruppen", die nicht dem Hauptstrom Electro-Techno-Schrott fröhnen, der sonst überall angeboten wird.
    Irrsinn ist wirklich HiE! Hoffe, nach dem Umbau wird es dasselbe sein. Zu Immortal seinen Absinth in einer Bar zu trinken hat schon was...

  22. #22
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Machsch uf Fotis au immer s "G" mit dr Hand?
    Aaaaaight! E kenner!
    Falls ihr in andere quartier stress sueched, do e glaini hilf vo wäge hood-finger-signs:


  23. #23
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    auch hier wäre - neben den provinzbahnhöfli - ein update 2017 (und allenfalls ein ausblick 2018) zu begrüssen.
    es geht doch sehr viel in den quartieren, und leute mit einblick wie frachter sind dazu angehalten, ihre einschätzungen der gewalt- und lauchpotenziale einer jeden hood zu teilen.

  24. #24
    Erfahrener Benutzer Avatar von Russe
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    ich sondiere aktuell die Szene rund um den kronenplatz 4102

    i never walk the streets whitout a west and a chrome - cuz all my jewels be rocky like sylvester stallone

  25. #25
    Benutzer Avatar von frachter
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    KURZES UPDATE!

    st. alban/breite
    wie man hört, verzeichnete vor allem das breite-quartier einiges an zuzügern. auch wenn es sich qualitätsmässig eher um bescheidene und einfältige, ja fast schon dottel-artige menschen handelt, muss auf sie eingegangen werden.
    gemäss neusten statistiken des kanton basel-stadts gibt es auf dem gesamten stadtgebiet kein quartier, welches mehr auf fleisch verzichtende menschen pro tausend einwohner beheimatet als die breite. würde man die absolute menge an verspeistem nicht-fleisch zählen, würde das matthäus-quartier wohl obenaus schwingen, aber darum geht's ja nicht. anscheinend wohnen in der breite 134 vegetatier pro 1000 einwohner. dieser wert sucht wohl auch schweizweit ohne zweifel seinesgleichen und dürfte nicht nur bei gemueseschweiz.ch begeisterungsschübe auslösen, sondern auch bei der safruits ag oder dem verein "swiss veg".
    auch wenn dieser spitzenplatz absolut nichts verwerfliches nach sich zieht, gibt es doch diverse stimmen, die den resultaten dieser veröffentlichung mit hohn begegnen. jedenfalls wurde mir erst gestern wieder zu ohren getragen, dass sich breite-bewohner, die sich in gruppen fortbewegen, spitznamen wie "lauchmob" an den kopf werfen lassen müssen. auch worte wie "fenchel-fotze" oder "broccoli-sau" hört man immer wieder, ganz zu schweigen vom schnittlauch-peter aus der forburgstrasse, der allerdings schon länger stadtbekannt ist.
    unabhängig dessen stellt die breite mittlerweile einen annehmbaren mob, der allerdings immer noch auf der suche nach dem richtigen zugang zum urbanen, progressiven basel ist. aber kommt zeit, kommt rat... wird schon gut!

    gundeldingen
    mit dem wegzug ihres anführers wurden die g-lads organisatorisch um ca. 2 jahre zurückgeworfen. wie sich dieser rückschlag auf die schlagkraft auswirkt ist fraglich, jedenfalls wird in nächster zeit wohl nicht mit ihnen zu rechnen sein. diverse leute sieht man manchmal beim bouldern in der kletterhalle 7, beim coiffeur ali&dilo an der güterstrasse oder im bowling center weiter unten bei der iwb. den umstand berücksichtigend, dass bowling eine freizeitbeschäftigung ist, die eher von vom land kommenden, dürftig gebildeten, "komm wir gehen am team-event doch bowlen"-menschen ausgeübt wird, ist mit diesem quartier definitiv nicht zu rechnen in den nächsten 1-2 jahren.
    beim tellplatz gibt es ein (halb)neues kaffee, das zwar hkg-strumpfhosen, nicht aber ghettofäuste anzieht. auch die aufwertung rund um's meret oppenheim hochhaus verheisst nichts wirklich gutes für heranwachsende kopfstoss-austeiler-banden.

    leider fehlt mir die zeit für mehr quartiere. gibt sicher noch weitere spotters, welche über die eine oder andere entwicklung kurz berichten können.

    danke an russe für das agglo-update, wichtig! nidganzbache nächstes mal bitte etwas mehr informationen. es ist ein geben und ein nehmen!

  26. #26
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Das Gundeli, sicherlich neben dem Matthäus und St. Johann jene Quartiere, welche bezüglich Street-Cred am meisten abgegeben haben. Während die Gentrifizierung im Gundeli bereits Ende 90er/Anfang der Nuller-Jahre unter anderem auch durch den Zuzug gut situierter Ausländer (denen das Bruderholz widerum zu teuer ist und daher das Nächstbeste genommen haben) begann, sind die Verursacher der "Aufwertung" im Matthäus-Quartier etwa 10 Jahre später vor allem die Szenekiddies, welche aus ihrem wohlsituierten Elternhaus in das "Ghetto" ziehen wollen. Die Hipsterläden mit ihren horrenden Preisen, welche die Dönerbuden vertreiben wollen sprechen Bände.
    Im Gundeli muss man allerdings noch anmerken, dass die Härte des Quartiers mit zunehmender Entfernung vom Bruderholz und Nähe zum Bahnhof zunimmt.

    Das Kleinhüningen wurde von dem matthäus'schen Hippsterzuzug bisher mehrheitlich verschont, wegen (oder besser gesagt dank) der Entfernung zur Innenstadt und dem Elternhaus im Gellert und Bachletten. Folglich momentan für mich eine Übermacht im Kampf der Quartiere. Aber was geschieht mit einem Quartier, dem die Gegner nach und nach ausgehen. Das macht träge, dekadent und führt zum Niedergang, sobald auch nur in einem der anderen Quartieren eine halbstarke Jugendgang, die mehr oder weniger parat ist meint, mal im Kleinhüningen den Max zu machen.

    Es bleibt auf jeden Fall spannend.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  27. #27
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    St. Jones | 4056
    Legendäre Geschäfte wie der «Einkaufs-Spass» weichen Yuppie-Bäckereien, statt Revolta! irgendwelche Kunst off-spaces beim Voltaplatz, immer mehr trendy Bars (Conto, Voltabräu), von Pharmamultis finanzierte Rheinufer-Promenaden statt Graffiti-Hall of Fames, unsägliche Gastrobetriebe mit noch unsäglicheren Namen statt der alten Stadtgärtnerei. Raue Zeiten im Santihans. Von Jugendbanden fehlt jede Spur, alles klinisch, alles chic. Der Niedergang eines ganzes Stadtteils samt seiner ehemals renitenten Bewohner_innen.

  28. #28
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Nennen wir das Problem beim Namen: Hipster.

    Wo sie hinkommen, entstehen teure, top durchdesignete Konsumkathedralen, welche auf Vintage und Alternativ gemacht sind - hinter denen aber ein sauteures knallhart durchgeplantes Konzept steckt.

    So kommen sie im Schafspelz des Alternativen in solche Quartiere und machen sie zu teuren Luxuskonsummeilen mit veganem Chai-Latte in der Quartierbeiz, dazu das frisch gemachte Taboulé aus fair gehaltenem Weizenboulgour. Dazu das neuste Bier einer Mikrobrauerei von den Cook-Inseln, gebnraut aus Gerstenmalz, welches irgendwelche Yaks unverdaut ausgeschissen haben.

    Aus dem Türkenladen wird ein Veloladen mit ironisch-lustigem Namen, aus der Eisenwarenhandlung wird ein Schuhladen, wo ein einzelner Schuh - natürlich aus edelstem Leder und spitzig geformt - so viel kostet wie der Wochenlohn des Arbeiters, welcher im Malergeschäft nebenan seine Arbeit verrichtete und nun schliesst, da nun ein junger Koch ein neues Konzeptrestaurant nach vegan-konfuzianisch-indianischem Konzept eröffnet.
    Und in die kleine Papeterie hat die SP ein neues Parteisekretariat eingerichtet, man will ja nah am Wähler sein. Dabei berät sie die Neuzuzüger des Lofts am Rand des Gewerbegebietes, wie man am besten sich politisch gegen den Lärm des unverschämten Kleingewerbes wehrt, welches sich erdreistet dort zu wirken.

    Das St. Johann und die Feldbergstrasse sind die aktuellen Opfer - das Klybeck wird folgen.
    Geändert von Käppelijoch (27.11.2017 um 23:30 Uhr)
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  29. #29
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    E neus ghetto formiert sich... allerdings in züri:

    https://www.blick.ch/life/wohnen/imm...id8198447.html
    MSNK - Die Bewegung des löblichen Mannes!

    MSNK Member Präsi

  30. #30
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Schambbediss Beitrag anzeigen
    E neus ghetto formiert sich... allerdings in züri:

    https://www.blick.ch/life/wohnen/imm...id8198447.html
    Zürich liegt am Bodensee???

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