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Thema: BREXIT - Wie weiter?

  1. #61
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Ich befürchte aber, dass die Sesselfurzer in Brüssel jetzt ein Exempel statuieren wollen und es den UK Politikern so schwer wie möglich machen wollen
    Jetzt auf stur zu machen wäre das allerdümmste, was die EU machen könnte. Damit würde sie den EU-Gegnern der verbleibenden Länder in die Hände spielen und den momentanen Trend Richtung Ende der EU nur noch beschleunigen. Hoffe doch sehr, dass sie schlau genug sind das zu sehen und endlich vernünftige Reformen einleiten.

    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Jedenfalls darf die EU jemandem ganz besonders danken: Danke Merkel! Die Flüchtlingspolitik der EU war nämlich der ausschlaggebende Punkt wieso die Briten heute so entschieden haben...
    Exakt so ist es. Dass man nach 2008 genau so weitergemacht hat als wäre nichts passiert, mit der anschliessenden Gängelung der Südländer, hat schon einen grossen Teil der Linken gegen die EU aufgebracht. Die Merkel'sche Flüchtlingspolitik hat jetzt noch das entscheidene Quäntchen Rechtswähler ins 'Leave' Lager gebracht.

    Hätte erwartet, dass UK knapp dabei bleibt. Danach hätte man sich wahrscheinlich weiterhin wie bis anhin durchwursteln wollen. Jetzt ist der Reformdruck sofort ungleich grösser, was langfristig hoffentlich positiv sein wird. Denn mit dem gegenwärtigen Kurs geb ich der EU höchstens noch 10 Jahre.

  2. #62
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von irgend Beitrag anzeigen
    Jetzt auf stur zu machen wäre das allerdümmste, was die EU machen könnte. Damit würde sie den EU-Gegnern der verbleibenden Länder in die Hände spielen und den momentanen Trend Richtung Ende der EU nur noch beschleunigen. Hoffe doch sehr, dass sie schlau genug sind das zu sehen und endlich vernünftige Reformen einleiten.



    Exakt so ist es. Dass man nach 2008 genau so weitergemacht hat als wäre nichts passiert, mit der anschliessenden Gängelung der Südländer, hat schon einen grossen Teil der Linken gegen die EU aufgebracht. Die Merkel'sche Flüchtlingspolitik hat jetzt noch das entscheidene Quäntchen Rechtswähler ins 'Leave' Lager gebracht.

    Hätte erwartet, dass UK knapp dabei bleibt. Danach hätte man sich wahrscheinlich weiterhin wie bis anhin durchwursteln wollen. Jetzt ist der Reformdruck sofort ungleich grösser, was langfristig hoffentlich positiv sein wird. Denn mit dem gegenwärtigen Kurs geb ich der EU höchstens noch 10 Jahre.
    Die Frage ist, was willst du reformieren? Wie willst du das Grundproblem lösen, dass eine Union 20 verschiedene Nationen hat, 20 verschiedene Wirtschaften, 20 verschiedene Rahmenbedingungen?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  3. #63
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, was willst du reformieren? Wie willst du das Grundproblem lösen, dass eine Union 20 verschiedene Nationen hat, 20 verschiedene Wirtschaften, 20 verschiedene Rahmenbedingungen?
    Nun kommen wir zum grössten Fehler, den die EU jemals begangen hat. Eine eigene Währung ohne Wirtschaftsminister, der für die ganze EU da ist. Als Folge konkurrierten sich Länder mit der selben Währung, über die sie wenig Kontrolle hatten. Deutschland geht mit Niedriglohnpolitik als Sieger hervor.

    GB war wie Schweden auch davon ausgenommen.

    Und Deutschland sollte sich auch etwas Sorgen machen. Ich meine, wenn man 50 Mia. jährlich exportiert nach GB.
    Geändert von SubComandante (24.06.2016 um 17:50 Uhr)

  4. #64
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Patzer Beitrag anzeigen
    Begründung?
    ich denke die aktuelle Generation wird kurz und mittelfristig recht darunter leiden.. was in 10-20 jahren dann ist kann man noch nicht absehen, kommt halt auch darauf an, wie die neue britische Regierung mit diesem entscheid umgeht, und wie die eu sich nun verhält...
    Meine Begründung, weshalb sich der Austritt mittelfristig für UK lohnen wird, ist ziemlich einfach.
    Grossbritannien ist der drittgrösste Nettozahler in der EU, und die zweitgrösste Volkswirtschaft. Gleichzeitig ist London der grösste Finanzplatz der Welt. Die EU wird Grossbritannien nicht einfach zur Seite schieben und ignorieren können. Ich bin ziemlich dezidiert davon überzeugt, dass eine starke Nation am meisten davon profitiert, wenn sie über ihr Schicksal selbst bestimmen kann- und wundere mich eigentlich nur über die 48% die in der EU verbleiben wollten. In 5 Jahren würden es 38% sein, in 10 Jahren nur noch 28%.

    Die EU ist die grösste Umverteilungsaktion in der Geschichte der Menschheit. Westeuropa - namentlich Deutschland, Frankreich, England und die Niederlande, verschieben à discretion Geld nach Ungarn, Polen, Rumänien und Griechenland. Darum geht es letztlich. Und für jeden Euro, der verschoben wird, geht ein weiterer Euro für die unfassbare Bürokratie in Brüssel drauf. Die allerdümmste Erfindung in der Geschichte der Menschheit. NL will auch raus, F ebenfalls, die Österreicher würden ebenfalls abhauen wollen - das Schiff sinkt wie ein Stein. Eigentlich sind wirklich nur die Deutschen der Motor, der die EU noch antreibt. Weil sie geradezu manisch nach einer Führungsrolle in Europa streben. Das wollten sie schon immer, und das werden sie immer wollen. Die Deutsche Krankheit - leider unheilbar.

    Die Briten werden sich anstrengen müssen, innovativ und kompetitiv genug zu sein, um ausserhalb der EU wachsen und gedeihen zu können. Aber ich würde viel darauf wetten, dass ihnen das gelingen wird. Die EU wird vorwiegend damit beschäftigt sein, ihren eigenen Zerfall zu verhindern oder wenigstens hinauszuzögern. Daraus entsteht keine Perspektive für die Zukunft, keine Wertschöpfung, kein überzeugendes Argument für die Menschen, die jeden Tag den perversen Bürokratenmoloch in Brüssel finanzieren.

    Die Briten sind von einem sinkenden Ozeandampfer auf ein ziemlich kleines Rettungsboot umgestiegen. Das ist mutig, klug, und die einzige Option, ihr Überleben langfristig zu sichern.

  5. #65
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Das ist doch Quatsch und Panikmache.


    Warum "jetzt"? Es geht alles noch 2 Jahre oder bis Einigung mit EU genau gleich weiter.

    Ausserdem haben wirs auch geschafft, bei uns zählen doch EU Ausländer auch wie Schweizer...

    Die aktuelle Panikmache der Remainer ist schon ziemlich übel.
    Wir sind ja auch nicht aus der EU ausgetreten, sondern haben bilaterale Verträge, die sowas regeln. Die Briten müssen jetzt erstmal schauen, wie sie das ganze regeln wollen mit der Beziehung zur EU.
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  6. #66
    Erfahrener Benutzer Avatar von boroboro
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    Interessant anzusehen wie diverse Brexitbefürworter bereits extrem zurückrudern.
    Leave campaign rows back on key immigration and NHS pledges
    Farage kassiert wichtigstes Versprechen der Brexit-Bewegung ein
    Die waren doch selber überrascht von ihrem Sieg.
    Lustig anzusehen wie die "online" Engländer genau gleich reagieren wie die Schweizer, wenn die SVP eine Abstimmung gewinnt. Die Menschen sind doch überall gleich.

    Dazu will Schottland jetzt Gespräche mit der EU aufnehmen, das Land zerfällt in Einzelteile...
    Geändert von boroboro (25.06.2016 um 12:19 Uhr)

  7. #67
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  8. #68
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ignorant
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Nun kommen wir zum grössten Fehler, den die EU jemals begangen hat. Eine eigene Währung ohne Wirtschaftsminister, der für die ganze EU da ist. Als Folge konkurrierten sich Länder mit der selben Währung, über die sie wenig Kontrolle hatten. Deutschland geht mit Niedriglohnpolitik als Sieger hervor.

    GB war wie Schweden auch davon ausgenommen.

    Und Deutschland sollte sich auch etwas Sorgen machen. Ich meine, wenn man 50 Mia. jährlich exportiert nach GB.
    DASS war mal kein fehler der EU.

    helmut wollte sich ein denkmal setzen mit der wiedervereinigung. die froschfresser, als siegermacht aus dem zweiten weltkrieg, machten dies von einer gemeinschafts währung abhängig. dank maggie blieb GB mit dem pfund aussen vor. maggie warnte sogar vor den folgen. und sie hatte recht.

    die froschfresser wollten mit dem euro ihre währung und wirtschaft auf dem rücken von deutschland neu aufstellen.... in die hosen gegangen.
    Geändert von Ignorant (25.06.2016 um 13:21 Uhr)

  9. #69
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ignorant
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    GB hat eine VOLKSBEFRAGUNG durchgeführt. nicht mehr oder weniger. solange das unterhaus dem nicht zustimmt und den act 50 aktiviert passiert rein gar nix.

    GB ist weiterhin mitglied der EU. da können die kobolts in brüssel "stämpfeln" wie sie wollen. GB hat nun alle karten in der hand. die EU wie sie ist hat keine zukunft. reformen zurück zu einem wirtschaftsraum ohen politik sind nötig.

  10. #70
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    Zitat Zitat von boroboro Beitrag anzeigen
    Interessant anzusehen wie diverse Brexitbefürworter bereits extrem zurückrudern.
    Gab ja letztens ein schweizer Parlamentarier, der befragt zu den Aussagen von Trump sagte, dass man im Wahlkampf halt auch Sache sage die man nicht halten könne. Das gehöhre halt dazu und man müsse dann nicht alles umsetzen. Weiss leider nicht mehr wer es war.

  11. #71
    Erfahrener Benutzer Avatar von rethabile
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Gab ja letztens ein schweizer Parlamentarier, der befragt zu den Aussagen von Trump sagte, dass man im Wahlkampf halt auch Sache sage die man nicht halten könne. Das gehöhre halt dazu und man müsse dann nicht alles umsetzen. Weiss leider nicht mehr wer es war.
    Spielt keine Rolle - könnte jeder gewesen sein.
    "mir müend ufpasse, dass mir nid immer s schwizerische wasserglas als ozean düend betrachte..." Peter V. Kunz

  12. #72
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Und bald kommt TTIP. Dann entscheidet wer anderes. Arschlöcher.
    Die Schiedsgerichte unter TTIP sind eine sehr gute Idee. Ist heute ja lächerlich, wenn z.b. die Schweiz die EU einen Disput vor einem EU Gericht verhandeln. Viel fairer wäre, man hätte Richter aus anderen Ländern, dir Experten in einem gewissen Thema sind. Viele Fragen sind so komplex, dass selbst ohne eine Befangenheit, die wenigsten Richter mit der Materie vertraut genug sind.

    Dann können Fälle wie Uber in Frankreich: die Handwerkern unter der Annahme, der Dienst sei rechtmäßig. Noch während sie ein richterlichen Entschluss anfechteten, der also noch nicht rechtsgültig war, würden die zwei top Manager der Firma eingebuchtet. Und warum sollte der Dienst nicht legal sein?

    Kürzlich hat Amazon ihren Express Dienst in Paris gestartet: Lieferung in einer Stunde. Die Stadt will nun prüfen, ob sie das verbieten können. Es schadet scheinbar den kleinen Unternehmen in der Stadt... und man wolle amerikanisches Großunternehmen, welches die Kultur in der Stadt zerstörten würde. Sorry, aber eine solche Einschränkung wäre ganz einfach nicht haltbar... aber ein Gericht in Paris würde kaum für ein US Unternehmen befinden.

    Darum braucht es unabhängige Schiedsgerichte.

  13. #73
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    http://www.20min.ch/ausland/news/sto...Ende--25879340

    EU-Parlamentarier dagegen plädieren für mehr Repression.
    Viele Europa-Politiker dürften allerdings nach wie vor die Meinung der ehemaligen EU-Politikerin Doris Pack teilen, die sagt: «Den Brexit als Anlass zu nehmen, über eine Reform der EU nachzudenken, ist unnötig. Das vermeintliche Bürokratiemonster EU ist eine Erfindung der Populisten und Medien, das der Normalbürger, der sich nicht jeden Tag mit Politik befasst, für Realität hält. Ebenso wie das angebliche Demokratiedefizit. Wir haben zwei Kammern, die bestens funktionieren.»
    Noch Fragen?
    Einige Abgeordnete haben auch schon gegen Cameron geschossen, weil dieser überhaupt ein Referendum zugelassen hat.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  14. #74
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    http://www.20min.ch/ausland/news/sto...Ende--25879340



    Noch Fragen?
    Einige Abgeordnete haben auch schon gegen Cameron geschossen, weil dieser überhaupt ein Referendum zugelassen hat.
    Hätte nie gedacht dass ich 1984 nicht nur lesen, sondern hautnah miterleben darf. Danke EUDSSR.

  15. #75
    Erfahrener Benutzer Avatar von Brausebad
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    Zitat Zitat von Ignorant Beitrag anzeigen
    DASS war mal kein fehler der EU.

    helmut wollte sich ein denkmal setzen mit der wiedervereinigung. die froschfresser, als siegermacht aus dem zweiten weltkrieg, machten dies von einer gemeinschafts währung abhängig. dank maggie blieb GB mit dem pfund aussen vor. maggie warnte sogar vor den folgen. und sie hatte recht.

    die froschfresser wollten mit dem euro ihre währung und wirtschaft auf dem rücken von deutschland neu aufstellen.... in die hosen gegangen.
    Die Franzosen als Siegermacht des 2. WK zu bezeichnen ist wohl ein Witz!? Denen wurde der Arsch von den Amis und Briten gerettet. Hätten die Amis nicht interveniert, wäre wohl Paris heute noch deutschsprachig.
    Wie Sigi und Ceccaroni, wie Hauser und Knup träum’ auch ich manchmal ganz leise davon, dass es dem FCB einst wieder besser gehen möge. Es muss nicht gerade ein Titel sein oder gar eine Teilnahme im Europacup, behüte nein, nur so, dass der FCB zu Hause gegen Bulle gewinnt, einfach gewinnt. JOZ 1988

  16. #76
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von Brausebad Beitrag anzeigen
    Die Franzosen als Siegermacht des 2. WK zu bezeichnen ist wohl ein Witz!? Denen wurde der Arsch von den Amis und Briten gerettet. Hätten die Amis nicht interveniert, wäre wohl Paris heute noch deutschsprachig.
    Ich dachte die Amis sind immer und überall die Bösen?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  17. #77
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Brausebad Beitrag anzeigen
    Die Franzosen als Siegermacht des 2. WK zu bezeichnen ist wohl ein Witz!? Denen wurde der Arsch von den Amis und Briten gerettet. Hätten die Amis nicht interveniert, wäre wohl Paris heute noch deutschsprachig.
    Vielleicht ist Siegermacht ein wenig zu hoch gegriffen, Frankreich war aber mit Sicherheit Teil der Besatzungsmächte der Sieger in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg und auch in den entsprechenden Gremien und Entscheidungen mitinvolviert. Von einem Witz zu sprechen halte ich daher für ein wenig übertrieben.
    Ausserdem war auch die Résistance teil der Befreiung Westeuropas.
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  18. #78
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    Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung scheint mir eine Kurzschlussreaktion zu sein. Märkte reagieren übertrieben. Ich bin mir sicher, das wird sich einpendeln.

    Der Preis für England wird wohl die Abspaltung von Schottland und/oder Nordirland sein. Nun ja, das Ende des Imperialistengehabe ist eigentlich durchwegs positiv einzustufen.

    England wird bis in zwei Jahren gut dastehen, respektive sich wieder gefangen haben. Die EU wird innerhalb der Union weniger Ausnahmen zulassen müssen. Quasi eine Win-Win Situation.

    Das grösste Problem für England ist aktuell die politische Unordnung. Spätestens im Herbst sollte das wieder im Lot sein.

    Am schlimmsten, finde ich, dass sich offensichtlich niemand Gedanken gemacht hat, was im Szenario Brexit passieren wird. Seit 2013 weiss man, dass das Referendum stattfinden wird. Die Option 'Leave' hat anscheinend niemand in Betracht gezogen. Risikomanagement auf dem Niveau Faultier. Weder die Brexit Gegner, noch die EU konnten im Rahmen des Wahlkampfes die Vorteile der EU aufzeigen. Man fokusierte sich auf dei Nachteile eines Austritts.

    Man kann ja immer den Populisten die Schuld geben. Aber hier haben für mich einfach nur die Kommunikationsverantwortlichen der Brexitgegner versagt. Scheinbar ging auch nur jeder Dritte junge abstimmen.

    Traurig auch, das die Brüsseler Elite überhaupt nicht Einsichtig ist und jetzt rum Bockt. Ich habe im Zusammenhang mit dem Brexit sogar das Wort Fiskalunion gehört. Und zwar nicht, dass diese nun vom Tisch sei, eher dass man da jetzt vorwärts machen müsse. Die EU wird aktuell demontiert, nicht aber von britischen Populisten, sondern von den Brüssler Dickschädel.

  19. #79
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Es heisst ja oft, dass die Rechten und Unzufriedenen die lautesten seien. Wenn ich mir jetzt aber in den Social Media Kommentare beim Spiegel, der Welt und der Süddeutschen Zeitung durchlese, sehe ich mehrheitlich Kommentare, in denen EU-Gegner als ungebildete, unzufriedene, nationalistische, rassistische und populistische Idioten dargestellt werden. Es wird selten auf Vorteile oder Nachteile der EU eingegangen und EU-Gegner sind generell dumme Menschen aus der rechten Ecke. Die direkte Demokratie und Volksabstimmungen im Allgemeinen sind für die Leute dort anscheinend die Wurzel allen Übels und das Werkzeug des Bösen.
    Geändert von Bierathlet (29.06.2016 um 07:08 Uhr)
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
    Die Erde ist eine Scheibe. #infotweet

  20. #80
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Es heisst ja oft, dass die Rechten und Unzufriedenen die lautesten seien. Wenn ich mir jetzt aber in den Social Media Kommentare beim Spiegel, der Welt und der Süddeutschen Zeitung durchlese, sehe ich mehrheitlich Kommentare, in denen EU-Gegner als ungebildete, unzufriedene, nationalistische, rassistische und populistische Idioten dargestellt werden. Es wird selten auf Vorteile oder Nachteile der EU eingegangen und EU-Gegner sind generell dumme Menschen aus der rechten Ecke. Die direkte Demokratie und Volksabstimmungen im Allgemeinen sind für die Leute dort anscheinend die Wurzel allen Übels und das Werkzeug des Bösen.
    Ist doch immer so, alles was gegen Links ist, wird immer gleich in die ganz rechte Ecke gestellt, teilweise sogar mit der Nazi Keule. Kennt man ja auch hier aus dem Forum.
    Das Akzeptieren von demokratischen Entscheiden gehört auch nicht gerade zu den Stärken von links.

    Aber ja, diese Doris Pack hat ja gesagt die EU funktioniere bestens, sei sehr demokratisch und andere Meinungen seien nur eine Erfindung von Populisten und Medien. Sie wirds schon wissen.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  21. #81
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Ist doch immer so, alles was gegen Links ist, wird immer gleich in die ganz rechte Ecke gestellt, teilweise sogar mit der Nazi Keule. Kennt man ja auch hier aus dem Forum.
    Das Akzeptieren von demokratischen Entscheiden gehört auch nicht gerade zu den Stärken von links.

    Aber ja, diese Doris Pack hat ja gesagt die EU funktioniere bestens, sei sehr demokratisch und andere Meinungen seien nur eine Erfindung von Populisten und Medien. Sie wirds schon wissen.
    Ich denke das Akzeptieren von demokratischen Entscheiden gehört allgemein nicht zu den stärken des Menschen. Es gibt ja nach den meisten wichtigen Abstimmungen anschliessend ein Tamtam ums Ergebnis.
    Bei dieser EU-Diskussion nervt mich vorallem, dass EU-Gegner als Rassisten dargestellt werden. Zugegebenermassen basierte der Abstimmungskampf in GB zum Teil auf der Zuwanderungsfrage und da schwingen immer auch ein paar Rassisten mit, aber man konnte auch aus anderen Gründen gegen die EU sein. Aber das scheint keinen zu interessieren. Ich meine sogar der Vorzeigesozialist SubCommandante hasst die EU!

    Die EU hat meiner Meinung nach ein "leichtes" Problem mit ihrer Selbsteinschätzung und anderen Meinungen.
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
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  22. #82
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist Siegermacht ein wenig zu hoch gegriffen, Frankreich war aber mit Sicherheit Teil der Besatzungsmächte der Sieger in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg und auch in den entsprechenden Gremien und Entscheidungen mitinvolviert. Von einem Witz zu sprechen halte ich daher für ein wenig übertrieben.
    Ausserdem war auch die Résistance teil der Befreiung Westeuropas.
    Frankreichs Anteil an der Befreieung des eigenen Landes ist geschichtlich verklärt. So wird gerne der Mythos aufrecht erhalten, dass Frankreich seine Hauptstadt selbst befreit hat. Richtig ist, dass die 2. Französische Panzerdivision (unter LeClerc) die Speerspitze des Angriffs auf Paris stellte (auf eigenen Wunsch hin). Auch die Heroischen Bilder von De Gaulle der durch Paris flaniert und die Abnahme der Parade der 4. Army Infrantry Division durch De Gaullle waren Nettigkeiten der US Armeeführung unter Patton und Eisenhower. Den 3 Divisionen der Franzosen stehen alleine 93 Divisionen US-Streikräfte (Army, Marines) gegenüber. Die Résistance war speziell während der Operation Overlord wichtig, da sie Nachschubwege der Deutschen gestört haben und im Vorfeld der Operation Aufklärung für die Allierten betrieben haben. Aber auch hier hat hauptsächlich die zivile Bevölkerung mit Postkarten und Fotos der Strandabschnitte zum Ärmelkanal die Aufklärung betrieben. Wie gesagt die Franzosen halten sich gerne für deren eigene Befreier, stimmen tut das aber kaum. Die Beteilung an der Besatzung Deutschlands ist dann eher deren Penetranz geschuldet, als den militärischen Erfolgen. So waren sie durchaus willkommen um die Last der Besatzung zu tragen, an Verhandlungstischen (z.B. zur Kapitulation der Deutschen) oder der Aufteilung Deutschlands waren die Franzosen, wenn überhaupt eingeladen und anwesend, bestenfalls Beisitzer.

    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Es heisst ja oft, dass die Rechten und Unzufriedenen die lautesten seien. Wenn ich mir jetzt aber in den Social Media Kommentare beim Spiegel, der Welt und der Süddeutschen Zeitung durchlese, sehe ich mehrheitlich Kommentare, in denen EU-Gegner als ungebildete, unzufriedene, nationalistische, rassistische und populistische Idioten dargestellt werden. Es wird selten auf Vorteile oder Nachteile der EU eingegangen und EU-Gegner sind generell dumme Menschen aus der rechten Ecke. Die direkte Demokratie und Volksabstimmungen im Allgemeinen sind für die Leute dort anscheinend die Wurzel allen Übels und das Werkzeug des Bösen.
    Wenn du dabei bist eine Diskussion zu verlieren, dann schreie einfach "Rassismus" und die Gegenseite schweigt. Für gewisse ist Demokratie nur dann Geil, wenn ihnen das Resultat passt. Es heisst, die alten hätten hauptsächlich für den Brexit gestimmt. Nun das mag soweit sogar stimmen. Aber wenn die Alten (+65) 83% Stimmbeteiligung aufbringen und die der 18-24 Jährigen gerade mal 36% beträgt, so können sie sich das #NotInMyName getrost irgendwo hinschieben. Wer zu faul ist eine Kreuz zu machen und dieses Papier in einen Schlitz zu werfen hat meiner Meinung nach nicht das Recht, sich über irgendwas zu beklagen.
    Geändert von Lusti (29.06.2016 um 07:42 Uhr)
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  23. #83
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    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Ich denke das Akzeptieren von demokratischen Entscheiden gehört allgemein nicht zu den stärken des Menschen. Es gibt ja nach den meisten wichtigen Abstimmungen anschliessend ein Tamtam ums Ergebnis.
    Bei dieser EU-Diskussion nervt mich vorallem, dass EU-Gegner als Rassisten dargestellt werden. Zugegebenermassen basierte der Abstimmungskampf in GB zum Teil auf der Zuwanderungsfrage und da schwingen immer auch ein paar Rassisten mit, aber man konnte auch aus anderen Gründen gegen die EU sein. Aber das scheint keinen zu interessieren. Ich meine sogar der Vorzeigesozialist SubCommandante hasst die EU!

    Die EU hat meiner Meinung nach ein "leichtes" Problem mit ihrer Selbsteinschätzung und anderen Meinungen.
    Mich überrascht auch wie faktenlos und panisch die Meinung und Diskussion über den Austritt ist.

    Man hat tatsächlich Angst, dass man nicht mehr ausreisen kann, ausländische Fussballer raus müssen, usw.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  24. #84
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Mich überrascht auch wie faktenlos und panisch die Meinung und Diskussion über den Austritt ist.

    Man hat tatsächlich Angst, dass man nicht mehr ausreisen kann, ausländische Fussballer raus müssen, usw.
    +1

    Anscheinend scheint sich das EU-Lager in den Social Media nicht so für bilaterale Verträge zu interessieren. Ich habe irgendwie das Gefühl die denken, dass GB so isoliert wird wie Nordkorea.
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
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  25. #85
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    Zitat Zitat von johnDoe Beitrag anzeigen
    Hätte nie gedacht dass ich 1984 nicht nur lesen, sondern hautnah miterleben darf. Danke EUDSSR.
    Man kann ja die EU zurecht kritisieren aber lasst doch diese Vergleiche, um die EU schlechter auszusehen, als sie wirklich ist. Hast wohl den Somm-Artikel vom letzten Samstag gelesen . Die Sowjetunion war ein Polizeistaat, welcher Staatsterrorismus ausübte. Die EU ist eine Wirtschaftsunion, deren Wirtschaftselite sich einen Dreck kümmert, um die Otto-Normal-Bürger aus Finnland bis Portugal.

    Wo man der EU Menschenrechtsverletzungen vorwerfen kann ist ihre TROIKA-Politk, aber auch dann reicht eine Ähnlichkeit zur UdSSR nicht aus.

    Warum können die meisten EU-Kritiker von rechter Seite (nein ich meine nicht Rechtsextreme oder Nazis), nicht sachliche Kritik an der EU üben, ohne eine Dämonisierung der EU zu betreiben.
    Geändert von Konter (29.06.2016 um 09:14 Uhr)
    Nid füre Lohn, für d'Region

  26. #86
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Wenn ich tief in mich hineinhöre...irgendwie ist mir dieser Brexit auf einmal egal.

    Die Briten machen eh immer nur das, was sie wollen und denken dabei, sie seien dabei die Grössten. Und dann wundern sie sich, dass sie krachend scheitern, siehe Fussball.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  27. #87
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Wenn ich tief in mich hineinhöre...irgendwie ist mir dieser Brexit auf einmal egal.

    Die Briten machen eh immer nur das, was sie wollen und denken dabei, sie seien dabei die Grössten. Und dann wundern sie sich, dass sie krachend scheitern, siehe Fussball.
    Immerhin haben sie die stärkste Liga der Welt und sind/waren die zweitstärkste Wirtschaftsmacht in der EU.
    Mi Härz isch rot blau

    Franco Costanzo 2006 - 2011

  28. #88
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    Grossartig der Rückzieher von Johnson! Realsatire pur bei den Tories.
    «In den 1980er-Jahren war es noch ein Lebensziel, so viel zu arbeiten, dass man eines Tages nicht mehr arbeiten muss. Dieser Tag ist längst eingetreten, aber mit der Arbeit aufgehört hat niemand.»
    Franzobel

  29. #89
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    Grandios zusammengefasst mit der richtigen Wortwahl...


  30. #90
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käsebrot
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    Boris Johnson ist neuer Aussenminister der Briten.

    Mit diesem Gedicht gewann er einen Böhmermann-Solidaritäts-Gedichtwettbewerb:
    There was a young fellow from Ankara

    Who was a terrific w**kerer

    'Till he sowed his wild oats

    With the help of a goat

    But he didn't even stop to thankera.
    Quelle
    Ich freue mich schon mal auf seinen Antrittsbesuch in der Türkei.

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