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Thema: BREXIT - Wie weiter?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Standard BREXIT - Wie weiter?

    Nun zeichnet es sich ab: Grossbritannien verlässt die EU.

    Nur, wie geht es weiter? Ich gehe zum jetztigen Zeitpunkt davon aus, dass Grossbritannien zerbrechen wird. So wie es aussieht, werden Nordirland und Schottland den Schritt in Richtung Unabhängigkeit vorbereiten. In Schottland wird ziemlich sicher ein neues Austrittsreferendum vorbereitet, wie Nicholas Sturgeon schon vorher angekündigt hat im Falle eines BREXITs, Nordirland überlegt es sich auch, gerade weil diese beiden Länder so geschlossen für den Verbleib in der EU votieren. Wird aus "Great Britain" ein "Little Britain" bestehend aus Wales und England?

    Wenn der Pfund so weiter abstürtzt, verheisst dies zumindestens für den Sommertourismus bei uns nichts Gutes, was Gäste aus dem Pfundraum angeht.

    Nach Grönland (welches wieder beitreten möchte) ist Grossbritannien erst das zweite Land, welches aus der EU austreten wird. Wie weit wird die EU den Briten entgegen kommen bei den Austrittsverhandlungen? Was bedeutet das für Verhandlungen Schweiz-EU? Ich gehe davon aus, dass mit uns im Moment gar nichts mehr verhandelt werden wird, da das Verhältnis Grossbritannien-EU für die EU absolute Priorität hat.

    Es wird spannend zu sehen, wie sich nun das Ganze in und für Grossbritannien selbst entwickelt, für die EU und für uns.
    Wir erleben historisches (ohne es hier werten zu wollen, ich mache ja lediglich hätti, wäri-Aussagen).

    Eine weitere Frage, die mich umtreibt: Könnten wir auf diese Art und Weise uns nicht auch Zürich entledigen?

    (Ich hege die leise Hoffnung, dass die Diskussion nicht aufs Niveau "EU fuck you" - "EU forever" abgleitet. Da sind wir alle gefragt, welche hier rein schreiben werden).
    Geändert von Käppelijoch (24.06.2016 um 06:24 Uhr)
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Brausebad
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    Surprise! Hätte trotz allen Anzeichen nicht gedacht, dass die Briten effektiv für den Ausstieg stimmen. Als EU Gegner freut mich das Resultat. Die politische EU hat keinen Zukunft in einem Verbund mit Nationalen Staaten. Nun werden ander Länder folgen. Mittelfristig wird das auf jeden Fall gaaanz schwierig sich wieder auf den eigenen Beinen aufzustellen. Das wird wohl auch gleichermassen die nächste Wahl von Boris sein. Er wird sich beweisen und dafür sorgen müssen, das Grossbritanien jetzt nicht iun ein Loch fäält!

    2 Jahre sind Zeit um eine friedliche Trennung vorzubereiten. Die Zeit läuft.... jetzt

    Edith meint noch: Was hat man die Schweiz nicht schon tot geschrien vor und nach solchen Abstimmungen. Ich weiss noch wie sie 1992 der Schweiz den Untergang prophezeiten.

    Die Schotten geschlossen für einen Verbleib. Die Nordiren in Ost-West aufgeteilt... Wales dafür. Wird in Schottland bestimmt nochmals eine Abstimmung geben. "Überraschendes" remain in Gibraltar: 20'000:823
    Geändert von Brausebad (24.06.2016 um 06:50 Uhr)
    Wie Sigi und Ceccaroni, wie Hauser und Knup träum’ auch ich manchmal ganz leise davon, dass es dem FCB einst wieder besser gehen möge. Es muss nicht gerade ein Titel sein oder gar eine Teilnahme im Europacup, behüte nein, nur so, dass der FCB zu Hause gegen Bulle gewinnt, einfach gewinnt. JOZ 1988

  3. #3
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    Ich frage mich ob es sich die EU überhaupt leisten kann, nicht auf die Britischen Forderungen einzugehen. Schliesslich ist London wahrscheinlich die Finanzmetropole Europas und wird das wohl auch in der Zukunft bleiben. Zweitens überrascht mich das Resultat nicht wirklich. Erstens sind es eben die Engländer und die sind doch etwas speziell. Zweitens ging es wohl für viele mehr gegen David Cameron als gegegen die EU selber.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Bei den ganzen Abstimmungsumfragen im Vorfeld und vorallem nach Jo Cox' Tod hätte ich nicht gedacht, dass sich die Briten tatsächlich für den Austritt entscheiden.

    Das ganze wird aufjedenfall sehr interessant werden, wobei ich nicht glaube, dass die Welt wie prophezeit untergehen wird.

    Die Lage in Nordirland ist ziemlich ironisch: Im Vorfeld der EU-Abstimmung erwägte Sinn Féin (irisch-republikanisch), falls der Brexit zustandekommt, eine Abstimmung über die Wiedervereinigung mit Irland. Das bedeutet, dass die Leute, die ein unabhängiges und starkes Grossbritannien wollen (UKIP und co.), indirekt den Weg für den Zerfalls des Empires geebnet haben. Die Sezessionsbewegungen in Nordirland und Schottland werden aufjedefall Aufwind erhalten.

    Tiocfaidh ár lá!
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
    Die Erde ist eine Scheibe. #infotweet

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Ich frage mich, was hat England / Uk ausser die "City of London" sonst wirtschaftlich zu bieten?
    Falls Uk vom Binnenmarkt ausgeschlossen wird - so sieht es ja aus - dann werden wohl die letzten Autohersteller, die noch in Uk produzieren, wohl lieber in Polen produzieren etc.

    Weil von der Industrie her hat UK wenig zu bieten. Wählen die Schotten die Unabhängigkeit - und das könnte durchaus sein - dann existierte innerhalb der Insel eine EU-Aussengrenze und ein ganz grosser Teil der Ölvorkommen würden schottisch werden.
    Was hat England dann noch zu bieten? Die City of London und maroder Bergbau ¨überspitzt gesagt. Reicht das, um ein ganzes Land zu ernähren?
    Ob London wirklich mehr denn je das Finanzzentrum bleiben wird, welches es heute ist, bezweifle ich. Der Pfund wird immer unwichtiger. Das Leitwährungssystem verschiebt sich immer mehr, weg vom Pfund, hin zu Euro / Chinesischer Währung. Und Eintritt in den europäischen Binnenmarkt erhält man via London auch nicht mehr. Wird interessant sein, dies zu beobachten.
    Oder wird England auf Teufel komm raus versuchen, Rohstoffe zu fördern und dafür Dinge in Kauf zu nehmen wie reduzierter Umweltschutz etc.?
    Die Brexit-Befürworter haben kein einziges Mal aufgezeigt, wie sie sich die Alternative vorstellen. Oder weiss jemand hier drin mehr?

    Gerade auch für uns wäre der Zerfall der Freihandelszone EU verheerend. Wir sehen ja jetzt schon, wie wir in Sachen internationaler Forschung mehr und mehr ausgeschlossen werden und wie uns das schadet.

    Ich las Liberaler sehe da skeptisch der Zukunft entgegen, denn unser Wohlstand basiert nun mal auf Freihandel und damit auch auf der internationalen Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Handel.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

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  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Alter, meine Aktien
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  7. #7
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, was hat England / Uk ausser die "City of London" sonst wirtschaftlich zu bieten?
    Falls Uk vom Binnenmarkt ausgeschlossen wird - so sieht es ja aus - dann werden wohl die letzten Autohersteller, die noch in Uk produzieren, wohl lieber in Polen produzieren etc.

    Weil von der Industrie her hat UK wenig zu bieten. Wählen die Schotten die Unabhängigkeit - und das könnte durchaus sein - dann existierte innerhalb der Insel eine EU-Aussengrenze und ein ganz grosser Teil der Ölvorkommen würden schottisch werden.
    Was hat England dann noch zu bieten? Die City of London und maroder Bergbau ¨überspitzt gesagt. Reicht das, um ein ganzes Land zu ernähren?
    Ob London wirklich mehr denn je das Finanzzentrum bleiben wird, welches es heute ist, bezweifle ich. Der Pfund wird immer unwichtiger. Das Leitwährungssystem verschiebt sich immer mehr, weg vom Pfund, hin zu Euro / Chinesischer Währung. Und Eintritt in den europäischen Binnenmarkt erhält man via London auch nicht mehr. Wird interessant sein, dies zu beobachten.
    Oder wird England auf Teufel komm raus versuchen, Rohstoffe zu fördern und dafür Dinge in Kauf zu nehmen wie reduzierter Umweltschutz etc.?
    Die Brexit-Befürworter haben kein einziges Mal aufgezeigt, wie sie sich die Alternative vorstellen. Oder weiss jemand hier drin mehr?

    Gerade auch für uns wäre der Zerfall der Freihandelszone EU verheerend. Wir sehen ja jetzt schon, wie wir in Sachen internationaler Forschung mehr und mehr ausgeschlossen werden und wie uns das schadet.

    Ich las Liberaler sehe da skeptisch der Zukunft entgegen, denn unser Wohlstand basiert nun mal auf Freihandel und damit auch auf der internationalen Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Handel.
    Hmm, es ist sehr schwierig abzuschätzen. Ein Problem haben sicher sowohl GB als auch die EU. Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher, welche Partei das grössere hat. Ich glaube schon, dass London relevant bleiben wird. Aber sicher wissen werden wir's wohl erst in ein paar Jahren. Ich glaube einfach, dass die EU (und Cameron) ein massives Imageproblem hat. Grossbritannien war ja doch ein Pfeiler der EU und wenn die nicht mehr wollen, kann das ja eigentlich nichts gutes bedeuten.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Patzer
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    Zitat Zitat von Nervenbündel Beitrag anzeigen
    Alter, meine Aktien
    jep....

    voll dämlich, die briten, aber immerhin konsequent... am meisten werden die darunter leiden, die dafür gestimmt haben, die ungebildeten einfachen arbeiter

  9. #9
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    Zitat Zitat von Patzer Beitrag anzeigen
    jep.... voll dämlich, die briten, aber immerhin konsequent... am meisten werden die darunter leiden, die dafür gestimmt haben, die ungebildeten einfachen arbeiter[
    Ob sie mehr darunter leiden werden als unter der drückenden Einwanderung aus dem Osten und dem damit einhergehenden Lohndumping bleibt offen. Für Letzteres gibt es wenigstens Fakten und Zahlen, die es veranschaulichen, im Gegensatz zur apokalyptischen Stimmung, die nun vom Establishment verbreitet wird, weil es seine neoliberalen Felle davonschwimmen sieht.

    Mutiger Entscheid der Briten. Niemand, absolut niemand, kann sagen, wie es in ein paar Jahren aussehen wird.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Brausebad
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    Nicht nur Grossbritanien hat nun ein Problem, auch die EU! Das darf man nicht vergessen. Das Gleichgewicht wird nun stark gen Osten gehen. Und die Rechten in Polen, Dänemark, Österreich, Ungarn etc. werden den Rückenwind nutzen. Die EU wird sich neu definieren müssen. Vielleicht muss man wieder mehr Richtung EWR anstatt der EU.
    Wie Sigi und Ceccaroni, wie Hauser und Knup träum’ auch ich manchmal ganz leise davon, dass es dem FCB einst wieder besser gehen möge. Es muss nicht gerade ein Titel sein oder gar eine Teilnahme im Europacup, behüte nein, nur so, dass der FCB zu Hause gegen Bulle gewinnt, einfach gewinnt. JOZ 1988

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Das Einzige, was sicher ist, dass ab jetzt alles unsicher ist.

    Aber dass wir Schweizer nun der EU Ratschläge geben müssten, weil sie sich zu entwickeln hat, ist lächerlich. Wir wollen nicht dabei sein und sind nicht dabei, also geht uns das auch nichts an. Wäre wie die EU uns Ratschläge geben würde, wie wir uns zu entwickeln hätten.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  12. #12
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    Krasser Entscheid! Cameron bereits zurück getreten.

    Grundsätzlich begrüsse ich das, langfristig ist die EU dem Untergang geweiht. Ich bin mir aber unsicher, ob die sich über die politischen, geopolitischen, sicherheitspolitischen und ökonomischen Konsequenzen im Klaren sind. Auslöser ist ja in erster Linie der Wunsch die freie Zuwanderung von Arbeitskräften aus der EU zu unterbinden, d.h. ein Zugang zum Binnenmarkt wird noch schwieriger als für die Schweiz zu verhandeln sein.

    Das riecht ein wenig nach einer unüberlegten Trotzreaktion der working class, denn die Arbeitslosenquote wird ironischerweise zumindest kurz- und mittelfristig zwangsläufig steigen. Wie viele EU-Teilnehmer lassen sich inspirieren? Vielleicht nicht nur der Anfang vom Ende von GBR als solches, sondern auch der EU. Das wird eine spannende Zeit... Ich drücke meine Daumen zu diesem mutigen Entscheid.
    Geändert von Rey2 (24.06.2016 um 09:02 Uhr)

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Nun zeichnet es sich ab: Grossbritannien verlässt die EU.

    Nur, wie geht es weiter? Wird aus "Great Britain" ein "Little Britain" bestehend aus Wales und England?
    Danke für diesen Thread. Ich denke eher, dass aus der EU eine Art Grossdeutschland wird. Weitere Referenden werden folgen, weitere Austritte auch.
    Aus meiner Sicht wird sich der Brexit mittelfristig für UK bezahlt machen. Aber kurzfristig werden sie die eine oder andere bittere Pille schlucken müssen. An grössere, anhaltende Verwerfungen an den Märkten glaube ich nicht.

    Für die CH ändert sich letztlich auch nicht viel. Dass seitens der EU das Interesse, sich jetzt um die CH und ihre Anliegen (Umsetzung MEI) zu kümmern, nachlassen wird, ist wohl unbestritten. Aber man konnte ohnehin nie davon ausgehen, dass die EU gewillt ist, mit der CH ein Präjudiz für eine Aufweichung der PFZ zu schaffen. Man will die Gegenseite nicht brüskieren und bleibt höflich, aber die PFZ ist letztlich aus der Sicht der EU nicht verhandelbar. Das ist eine Mission Impossible.

    Jetzt erhält Bern mit dem Austritt von UK wenigstens eine glaubwürdige Ausrede dafür, dass man sich mit der EU im Kreise dreht. Dass die Briten sich auch nicht durch die im Rahmen des 'Reformpakets für Grossbritannien' vereinbarten faulen Kompromisse haben Sand in die Augen streuen lassen, zeichnet sie aus. Für mich ein logischer, mutiger und richtiger Entscheid. Die EU in ihrer heutigen Form ist eine Fehlkonstruktion. Das Fundament ist zu schwach und beginnt nun zu bröckeln.

  14. #14
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Thread. Ich denke eher, dass aus der EU eine Art Grossdeutschland wird. Weitere Referenden werden folgen, weitere Austritte auch.
    Aus meiner Sicht wird sich der Brexit mittelfristig für UK bezahlt machen. Aber kurzfristig werden sie die eine oder andere bittere Pille schlucken müssen. An grössere, anhaltende Verwerfungen an den Märkten glaube ich nicht.

    Für die CH ändert sich letztlich auch nicht viel. Dass seitens der EU das Interesse, sich jetzt um die CH und ihre Anliegen (Umsetzung MEI) zu kümmern, nachlassen wird, ist wohl unbestritten. Aber man konnte ohnehin nie davon ausgehen, dass die EU gewillt ist, mit der CH ein Präjudiz für eine Aufweichung der PFZ zu schaffen. Man will die Gegenseite nicht brüskieren und bleibt höflich, aber die PFZ ist letztlich aus der Sicht der EU nicht verhandelbar. Das ist eine Mission Impossible.

    Jetzt erhält Bern mit dem Austritt von UK wenigstens eine glaubwürdige Ausrede dafür, dass man sich mit der EU im Kreise dreht. Dass die Briten sich auch nicht durch die im Rahmen des 'Reformpakets für Grossbritannien' vereinbarten faulen Kompromisse haben Sand in die Augen streuen lassen, zeichnet sie aus. Für mich ein logischer, mutiger und richtiger Entscheid. Die EU in ihrer heutigen Form ist eine Fehlkonstruktion. Das Fundament ist zu schwach und beginnt nun zu bröckeln.

    Wie von footbale nicht anders bekannt, unaufgergt, pragmatisch, treffend. Fasst alles sehr schön zusammen. Danke!

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von Patzer
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht wird sich der Brexit mittelfristig für UK bezahlt machen.
    Begründung?
    ich denke die aktuelle Generation wird kurz und mittelfristig recht darunter leiden.. was in 10-20 jahren dann ist kann man noch nicht absehen, kommt halt auch darauf an, wie die neue britische Regierung mit diesem entscheid umgeht, und wie die eu sich nun verhält...

  16. #16
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Wenn der Pfund so weiter abstürtzt, verheisst dies zumindestens für den Sommertourismus bei uns nichts Gutes, was Gäste aus dem Pfundraum angeht.
    Der Pfund könnte in der Tat ein Problem werden.

    Allerdings nicht vergessen, hat der Pfund wenig Wert ist das gut für Exporte. Und das ist wohl ganz gut für einen "Neustart" mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen.

    Nach Grönland (welches wieder beitreten möchte) ist Grossbritannien erst das zweite Land, welches aus der EU austreten wird. Wie weit wird die EU den Briten entgegen kommen bei den Austrittsverhandlungen? Was bedeutet das für Verhandlungen Schweiz-EU? Ich gehe davon aus, dass mit uns im Moment gar nichts mehr verhandelt werden wird, da das Verhältnis Grossbritannien-EU für die EU absolute Priorität hat.
    Angenommen man vereinbart mit GB die gleichen Verträge wie mit der Schweiz, sieht es doch eigentlich nicht schlecht aus für GB?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  17. #17
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, was hat England / Uk ausser die "City of London" sonst wirtschaftlich zu bieten?
    Falls Uk vom Binnenmarkt ausgeschlossen wird - so sieht es ja aus - dann werden wohl die letzten Autohersteller, die noch in Uk produzieren, wohl lieber in Polen produzieren etc.

    Weil von der Industrie her hat UK wenig zu bieten. Wählen die Schotten die Unabhängigkeit - und das könnte durchaus sein - dann existierte innerhalb der Insel eine EU-Aussengrenze und ein ganz grosser Teil der Ölvorkommen würden schottisch werden.
    Was hat England dann noch zu bieten? Die City of London und maroder Bergbau ¨überspitzt gesagt. Reicht das, um ein ganzes Land zu ernähren?
    Ob London wirklich mehr denn je das Finanzzentrum bleiben wird, welches es heute ist, bezweifle ich. Der Pfund wird immer unwichtiger. Das Leitwährungssystem verschiebt sich immer mehr, weg vom Pfund, hin zu Euro / Chinesischer Währung. Und Eintritt in den europäischen Binnenmarkt erhält man via London auch nicht mehr. Wird interessant sein, dies zu beobachten.
    Oder wird England auf Teufel komm raus versuchen, Rohstoffe zu fördern und dafür Dinge in Kauf zu nehmen wie reduzierter Umweltschutz etc.?
    Die Brexit-Befürworter haben kein einziges Mal aufgezeigt, wie sie sich die Alternative vorstellen. Oder weiss jemand hier drin mehr?

    Gerade auch für uns wäre der Zerfall der Freihandelszone EU verheerend. Wir sehen ja jetzt schon, wie wir in Sachen internationaler Forschung mehr und mehr ausgeschlossen werden und wie uns das schadet.

    Ich las Liberaler sehe da skeptisch der Zukunft entgegen, denn unser Wohlstand basiert nun mal auf Freihandel und damit auch auf der internationalen Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Handel.
    Deiner Logik nach müsste aber auch die Schweiz am Arsch sein? Oder was genau haben wir denn für Rohstoffe?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  18. #18
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Jetzt erhält Bern mit dem Austritt von UK wenigstens eine glaubwürdige Ausrede dafür, dass man sich mit der EU im Kreise dreht. Dass die Briten sich auch nicht durch die im Rahmen des 'Reformpakets für Grossbritannien' vereinbarten faulen Kompromisse haben Sand in die Augen streuen lassen, zeichnet sie aus. Für mich ein logischer, mutiger und richtiger Entscheid. Die EU in ihrer heutigen Form ist eine Fehlkonstruktion. Das Fundament ist zu schwach und beginnt nun zu bröckeln.
    Wenn die EU tatsächlich zu bröckeln beginnt und auseinanderfällt ist es vielleicht auch eine Chance/Vorteil jetzt schon ausgestiegen zu sein.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    Also in der IT gibt es z.B. einen Grund, dass viele grosse Firmen einen Sitz in Europa aber ausserhalb der EU suchen. Die EU reguliert viel zu viel, und schränkt ein. Ausserdem bedeutet dass ja nicht, dass die UK vieles was jetzt in der EU war über Verträge ausgehandelt werden kann. Ich befürchte aber, dass die Sesselfurzer in Brüssel jetzt ein Exempel statuieren wollen und es den UK Politikern so schwer wie möglich machen wollen - es gibt ja in vielen anderen Ländern Bestrebungen aus der EU aus zutreten, da sind die Briten nicht die einzigen. Soweit ich weiss gibt es auch in Frankreich, Italien, Holland? viele die raus wollen aus der EU - wenn das bei den Briten klappt, dann wollen die auch weg. Wenn es in die Hose geht, dann wirds schwierig.

    Jedenfalls darf die EU jemandem ganz besonders danken: Danke Merkel! Die Flüchtlingspolitik der EU war nämlich der ausschlaggebende Punkt wieso die Briten heute so entschieden haben...

  20. #20
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    Zitat Zitat von Brausebad Beitrag anzeigen
    Nicht nur Grossbritanien hat nun ein Problem, auch die EU! Das darf man nicht vergessen. Das Gleichgewicht wird nun stark gen Osten gehen. Und die Rechten in Polen, Dänemark, Österreich, Ungarn etc. werden den Rückenwind nutzen. Die EU wird sich neu definieren müssen. Vielleicht muss man wieder mehr Richtung EWR anstatt der EU.
    Ich würde ja eher das Gegenteil behaupten. Gerade die neoliberale deregulierende Arbeit- und Wirtschaftspolitik, die mit dem Euro den deutschen Exportkonzernen Gewinne in Rekordhöhe auf Kosten der arbeitenden europäischen Bevölkerung verschaffte, hat diese nun gegen die EU aufgebracht. Die EU handelt leider schon länger mehr als Wirtschaftskartell, als als Staatenbund. Als sich dann, die europäischen Grossbanken mit dem vielen Geld noch verspekulierten, sollte wiederum der abgehalfterte EU-Steuerzahler gerade stehen um diesen Konzernen die Gewinne zu sichern. Sie wollten Banken retten und haben Staaten zerstört. Bleibt zu hoffen, dass sich auch der Süden und die restlichen Unzufriedenen von diesem korrupten Laden abwenden. Insgesamt sind die Konzernpolitiker und Eurokraten selber Schuld - So endet es meistens wenn viel nicht genug ist.
    Schade, dass man Jahrzehnte der europäischen Integration aus Profitgier so zerstört hat. Die EU hatte durchaus mal eine tragfähige Zukunftsvision, ausserhalb der Wirtschaftspolitik - zu diesem Punkt muss man wieder zurückkehren. Europäischer Frieden als oberstes Ziel und Solidarität auch auf wirtschaftlicher Ebene. Bleibt zu hoffen, dass die Le Pens und Konsorten nicht all zu sehr profitieren, sonst wird das ganze Projekt bei den nächsten Europawahlen mit einem grossen Knall versenkt.
    Was käme danach? Die absolute Abhängigkeit von der Supermacht USA? EU als Grossdeutschland? Neuer Kalter Krieg?
    Wird auf alle Fälle interessant wo die Entwicklung hingehen wird.

  21. #21
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Also in der IT gibt es z.B. einen Grund, dass viele grosse Firmen einen Sitz in Europa aber ausserhalb der EU suchen. Die EU reguliert viel zu viel, und schränkt ein. Ausserdem bedeutet dass ja nicht, dass die UK vieles was jetzt in der EU war über Verträge ausgehandelt werden kann. Ich befürchte aber, dass die Sesselfurzer in Brüssel jetzt ein Exempel statuieren wollen und es den UK Politikern so schwer wie möglich machen wollen - es gibt ja in vielen anderen Ländern Bestrebungen aus der EU aus zutreten, da sind die Briten nicht die einzigen. Soweit ich weiss gibt es auch in Frankreich, Italien, Holland? viele die raus wollen aus der EU - wenn das bei den Briten klappt, dann wollen die auch weg. Wenn es in die Hose geht, dann wirds schwierig.

    Jedenfalls darf die EU jemandem ganz besonders danken: Danke Merkel! Die Flüchtlingspolitik der EU war nämlich der ausschlaggebende Punkt wieso die Briten heute so entschieden haben...
    Würde die EU ein Exempel statuieren, würde sie damit doch den EU-kritischen Parteien innerhalb der EU die Karten spielen, da sich diese dann in ihrer Meinung bestätigt fühlen, was das Verhalten der EU angeht. Die EU würde so zwar die Chancen erhöhen, dass Schottland und Nordirland (als Teil Irlands) sich von GB lösen und wieder Teil der EU werden, aber im Gegenzug stärkt sie auf diese Weise Parteien und Gruppen, die auch den Austritt ihrer Länder wollen.

    Ich glaube beide Seiten werden vorsichtig an die Verhandlungen gehen, da es für beide innen- und aussenpolitisch um viel geht.

    Ok, ist alles ein bisschen sehr hypothetisch.
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
    Die Erde ist eine Scheibe. #infotweet

  22. #22
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    aber die PFZ ist letztlich aus der Sicht der EU nicht verhandelbar. Das ist eine Mission Impossible.
    Andererseits: Die EU täte gut daran, diese Haltung zu überdenken. Bislang war es ja "nur" die Schweiz, welche diese verhandeln wollte. Da ist es verständlich, dass man sich quer stellt, aus Angst vor einem Domino-Effekt. Doch mit GBR ist ein gewichtiger Verbündeter hinzu gekommen... Besser die PFZ je Land individuell verhandeln, als dass der EU die Staaten gleich reihenweise davon laufen.

  23. #23
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    Die Stimming in Social Media und Presse erinnert mich tatsächlich an das EWR-Nein 1992 und die Apokalypsen-Meldungen unserer Globalisten damals. Siehe da, 24 Jahre späer geht es uns prächtig, während die EU vor sich hin vegetiert.

    Mutig, dass die Briten sich von der emotional sehr billig ausgeführten Angstmacherei der Remain-Befürworter nicht haben blenden lassen. Demokratie ist nun mal Mehrheitsdiktatur, und diese ist in absolut jedem Fall besser als Minderheitsdiktatur.

  24. #24
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    Zitat Zitat von johnDoe Beitrag anzeigen
    Die Stimming in Social Media und Presse erinnert mich tatsächlich an das EWR-Nein 1992 und die Apokalypsen-Meldungen unserer Globalisten damals. Siehe da, 24 Jahre späer geht es uns prächtig, während die EU vor sich hin vegetiert.

    Mutig, dass die Briten sich von der emotional sehr billig ausgeführten Angstmacherei der Remain-Befürworter nicht haben blenden lassen. Demokratie ist nun mal Mehrheitsdiktatur, und diese ist in absolut jedem Fall besser als Minderheitsdiktatur.
    es ist aber ein unterschied, ob man rausgeht oder nicht reingeht...

  25. #25
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Also in der IT gibt es z.B. einen Grund, dass viele grosse Firmen einen Sitz in Europa aber ausserhalb der EU suchen. Die EU reguliert viel zu viel, und schränkt ein. Ausserdem bedeutet dass ja nicht, dass die UK vieles was jetzt in der EU war über Verträge ausgehandelt werden kann. Ich befürchte aber, dass die Sesselfurzer in Brüssel jetzt ein Exempel statuieren wollen und es den UK Politikern so schwer wie möglich machen wollen - es gibt ja in vielen anderen Ländern Bestrebungen aus der EU aus zutreten, da sind die Briten nicht die einzigen. Soweit ich weiss gibt es auch in Frankreich, Italien, Holland? viele die raus wollen aus der EU - wenn das bei den Briten klappt, dann wollen die auch weg. Wenn es in die Hose geht, dann wirds schwierig.

    Jedenfalls darf die EU jemandem ganz besonders danken: Danke Merkel! Die Flüchtlingspolitik der EU war nämlich der ausschlaggebende Punkt wieso die Briten heute so entschieden haben...
    Man wird bestimmt nicht so dämlich sein und die Briten abschotten wollen.

    Die Frankfurter (?) und Londoner Börse haben schon angekündigt ihr "Zusammenschluss"-Projekt weiterführen zu wollen.

    Schlechter als der Schweiz wirds den Briten schlussendlich wohl nicht ergehen. Das grösste Problem der Schweiz ist halt immer noch dass der Euro eine Ramschwährung ist.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  26. #26
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    Zitat Zitat von johnDoe Beitrag anzeigen
    Die Stimming in Social Media und Presse erinnert mich tatsächlich an das EWR-Nein 1992 und die Apokalypsen-Meldungen unserer Globalisten damals. Siehe da, 24 Jahre späer geht es uns prächtig, während die EU vor sich hin vegetiert.

    Mutig, dass die Briten sich von der emotional sehr billig ausgeführten Angstmacherei der Remain-Befürworter nicht haben blenden lassen. Demokratie ist nun mal Mehrheitsdiktatur, und diese ist in absolut jedem Fall besser als Minderheitsdiktatur.
    In der Tat. Krass finde ich vorallem die Ansicht, dass der britische Pass nun quasi wertlos ist, man in Europa nicht mehr visumsfrei rumreisen kann, usw.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  27. #27
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Deiner Logik nach müsste aber auch die Schweiz am Arsch sein? Oder was genau haben wir denn für Rohstoffe?
    Nein. Wir haben eine ganz andere Wirtschaft, sind anders aufgestellt. Zeig mir mal in England einen Wirtschaftszweig, der dem ganzen Land etwas bringt. Oder wieso gibt es ganze Landstriche, welche verarmt sind und eigentlich nur noch von EU-Subventionen leben?

    Unsere Wirtschaft ist viel breiter und zukunftsträchtiger aufgestellt, sowie unser ganzes Verwaltungs- und Staatswesen einfach effizienter ist.

    Von dem her kann man das so 1:1 nicht vergleichen oder gleichsetzen.
    Heusler.

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    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  28. #28
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    Zitat Zitat von johnDoe Beitrag anzeigen
    Die Stimming in Social Media und Presse erinnert mich tatsächlich an das EWR-Nein 1992 und die Apokalypsen-Meldungen unserer Globalisten damals. Siehe da, 24 Jahre späer geht es uns prächtig, während die EU vor sich hin vegetiert.
    Genau das ist mir durch auch den Kopf gegangen. Man würde in der EU wohl gerne sehen, wie die GB-Wirtschafts in sich zusammenbricht. Ich denke aber, dass GB auf der langen Bank mehr gewonnnen als verloren hat. Die EU und vor allem die Eurozone hatte einen Effekt: Deutschland hat massiv profitiert da seine Wirtschaft schon immer effizient war. Und Deutschland (und zu teilen Frankreich) führt die EU. Dass alleine war für die Briten schon graus genug.

    Zitat Zitat von johnDoe Beitrag anzeigen
    Mutig, dass die Briten sich von der emotional sehr billig ausgeführten Angstmacherei der Remain-Befürworter nicht haben blenden lassen. Demokratie ist nun mal Mehrheitsdiktatur, und diese ist in absolut jedem Fall besser als Minderheitsdiktatur.
    Die Remain-Beführworter hatten in Ihrem Abstimmungskampf nur darauf hingewiesen, welche Nachteile eine Brexit hätte. Sie hatte kaum Argumente dafür, was denn genau die Vorteile für einen Verbleib wären.
    Die Briten sind die 2-grösste Volkswirtschaft der EU und die 3-grössten Bezahler in die EU. Der wichtigste Handelspartner ist die USA. Mal sehen wer von vem mehr profitiert hat. Aber für die EU ist der Austritt meiner Meinung nach der Anfang vom Ende, es sei denn sie hat den Schuss gehört und entwickelt endlich so etwas wie eine Europäische Demokratie. Bisher war die EU eine Wirtschaftsystem und eine Bürokratie, geführt von wenigen auf dem Rücken von vielen.
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  29. #29
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    In der Tat. Krass finde ich vorallem die Ansicht, dass der britische Pass nun quasi wertlos ist, man in Europa nicht mehr visumsfrei rumreisen kann, usw.
    Dafür kann man damit im gesamten Commonwealth (aktuell 53 Staaten, also mehr als die EU) ohne Visum und Hürden arbeiten gehen. Und Aufgrund der Abkommen zwischen Kanada und den USA können GB-Bürger auch in den USA ohne Greencard arbeit finden. Sooo Wertlos ist dieser Pass nun auch wieder nicht ...
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  30. #30
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Nein. Wir haben eine ganz andere Wirtschaft, sind anders aufgestellt. Zeig mir mal in England einen Wirtschaftszweig, der dem ganzen Land etwas bringt. Oder wieso gibt es ganze Landstriche, welche verarmt sind und eigentlich nur noch von EU-Subventionen leben?

    Unsere Wirtschaft ist viel breiter und zukunftsträchtiger aufgestellt, sowie unser ganzes Verwaltungs- und Staatswesen einfach effizienter ist.

    Von dem her kann man das so 1:1 nicht vergleichen oder gleichsetzen.
    Ein Vergleich ist wirklich schwierig, schwarz / weiss gibt es ebenfalls nicht. Es gibt nie einen Wirtschaftszweig, der einem ganzen Land etwas bringt.

    Auf jeden Fall wird rund 80% der Wirtschaftsleistung mit Dienstleistungen erbracht.

    Regionale Unterschiede (Schottland, Wales, North West England) scheint es kaum zu geben (BIP pro Kopf), ausser London schwingt oben aus.

    Interessant:
    Two of the richest 10 areas in the European Union are in the United Kingdom. Inner London is number 1 with a GDP per capita of €65 138, and Berkshire, Buckinghamshire and Oxfordshire is number 7 with a GDP per capita of €37 379.

    Ebenfalls interessant:
    UK oil production has seen two peaks, in the mid 1980s and late 1990s,[6] with a decline to around 300×103 m³ (1.9 million barrels) per day in the early 1990s.[citation needed] Monthly oil production peaked at 13.5×106 m³ (84.9 million barrels) in January 1985[35] although the highest annual production was seen in 1999, with offshore oil production in that year of 407×106 m³ (398 million barrels) and had declined to 231×106 m³ (220 million barrels) in 2007.[36] This was the largest decrease of any other oil exporting nation in the world, and has led to Britain becoming a net importer of crude for the first time in decades, as recognized by the energy policy of the United Kingdom. The production is expected to fall to one-third of its peak by 2020.

    Ich hätte jetzt gesagt, so schlecht sieht das nicht aus.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

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