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Thema: US-Präsidentschaftswahl 2016

  1. #571
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Eigentlich bedenklich, dass man 2020 schomn froh ist, dass ein US-Präsident für einmal keinen Krieg angezettelt hat....
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  2. #572
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    Zitat Zitat von RvP_10 Beitrag anzeigen
    Danke für diesen vernünftigen Beitrag. Wäre schön, wenn auch die Welt und die Presse dieses Thema etwas sachlicher behandeln würde. Diese Realitätsverzerrung ist ja teilweise echt krank.

    @Sportchef: Klar ist Krieg anzetteln nicht der einzige Barometer. Jedoch bin ich froh, hat er dies eingehalten und keinen Krieg angezettelt. Ganz im Gegenteil zu "Friedensnobelpreisträger" Barack.
    Wie erwähnt, du darfst gerne die Erfolge von Trump auflisten und ich lasse mich davon überzeugen, dass er ein guter Präsident war.

    Bitte komme aber nicht mit "er hat mehr für die Schwarzen gemacht als jeder andere Präsident, ausser vielleicht Abe"

    Oder mit "hätte er gar nichts gegen Corona gemacht wären 2 Millionen gestorben, insofern sind 240'000 Tote ein voller Erfolg" wenn 240'000 Tote die schlechteste Zahl weltweit ist.

    Ganz im Gegenteil zu "Friedensnobelpreisträger" Barack.
    Zum Beispiel?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  3. #573
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    Ich kann dir nur von unserer Firma erzählen wo die USA der wichtigste Markt ausserhalb Europas ist. Wir mussten fast 100 Leute anstellen in den USA weil durch die erschwerten Import Taxes wir einen grossen Teil der Produktion aus China in die USA legen mussten. Durch das ist in der Region um Chicago die Arbeitslosigkeit extrem gesunken. Weil wir dadurch mühe hatten qualifizierte Leute zu finden mussten wir die Löhne erhöhen. Für uns alles schlecht, für die Amerikaner bzw. die angestellten unserer Geschäftstelle in den USA natürlich Top!

    Ich kann dir garantieren dass wenn wir wie in den USA einfach Mitarbeiter en masse auf die Strasse stellen könnten ohne irgendwelche Konsequenzen und vor allem ohne Kurzarbeit unsere Arbeitslosenquoten auch komplett anders aussehen würden. Vor allem wenn man unsere Arbeitslosenquote auch nicht beschönigen würde und alle Ausgesteuerten auch dazu nehmen würde. Die Wirtschaft, Weltweit ist jedenfalls sehr abhängig von der Wirtschaft der USA. Geht es den USA gut, geht es auch uns gut - so ist das nun mal und glaub mir Wirtschaftlich ging es den USA in den letzten 2 Jahren (bis März) prächtig. Ich habe oft mit unseren Amerikanern zu tun - viele bzw. sogar die meisten sind Demokraten, aber das spricht ihm keiner ab

    Wenn wir alle Präsidenten der Welt absetzen würden von Ländern bei denen die Wirtschaft jetzt leidet hätten wir wohl keine mehr die bereits im Amt waren. Allen voran die Schweden, die zuerst gar nix gemacht haben. Die USA war eines der Länder die als erste mit Einreisebeschränkungen reagiert hat - leider aber wie praktisch alle Länder zu spät, aber immerhin noch vor uns
    Geändert von BloodMagic (16.10.2020 um 12:44 Uhr)

  4. #574
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Ich kann dir nur von unserer Firma erzählen wo die USA der wichtigste Markt ausserhalb Europas ist. Wir mussten fast 100 Leute anstellen in den USA weil durch die erschwerten Import Taxes wir einen grossen Teil der Produktion aus China in die USA legen mussten. Durch das ist in der Region um Chicago die Arbeitslosigkeit extrem gesunken. Weil wir dadurch mühe hatten qualifizierte Leute zu finden mussten wir die Löhne erhöhen. Für uns alles schlecht, für die Amerikaner bzw. die angestellten unserer Geschäftstelle in den USA natürlich Top!
    Das mag im Einzelfall natürlich stimmen und ist sehr schön für die Betroffenen. Im grossen und ganzen war der Trade War aber negativ:
    https://www.brookings.edu/blog/order...about%200.7%25.
    https://www.reuters.com/article/us-u...-idUSKBN1ZD2GU
    https://en.wikipedia.org/wiki/China%...n_U.S._economy

    A September 2019 study by Moody’s Analytics found that the trade war had already cost the U.S. economy nearly 300,000 jobs and an estimated 0.3% of real GDP. Other studies put the cost to U.S. GDP at about 0.7%. A 2019 report from Bloomberg Economics estimated that the trade war would cost the U.S. economy $316 billion by the end of 2020, while more recent research from the Federal Reserve Bank of New York and Columbia University found that U.S. companies lost at least $1.7 trillion in the price of their stocks as a result of U.S. tariffs imposed on imports from China.
    CBO updated its analysis in January 2020, increasing the forecast reduction in household income in 2020 to $1,277 and the GDP reduction to 0.5%. Consumer prices were also expected to be 0.5% higher.
    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Ich kann dir garantieren dass wenn wir wie in den USA einfach Mitarbeiter en masse auf die Strasse stellen könnten ohne irgendwelche Konsequenzen und vor allem ohne Kurzarbeit unsere Arbeitslosenquoten auch komplett anders aussehen würden. Die Wirtschaft, Weltweit ist jedenfalls sehr abhängig von der Wirtschaft der USA. Geht es den USA gut, geht es auch uns gut - so ist das nun mal und glaub mir Wirtschaftlich ging es den USA in den letzten 2 Jahren (bis März) prächtig. Ich habe oft mit unseren Amerikanern zu tun - viele bzw. sogar die meisten sind Demokraten, aber das spricht ihm keiner ab
    Nur haben wir eine Arbeitslosenversicherung. Nur haben bei uns die Verantwortlichen Kurzarbeit eingeführt. Es wäre an Trump und seiner Partei solche Massnahmen einzuführen. Massnahmen die man aber lieber gerne als "radical left", "dangerous socialism" und "communism" verschreit.
    Getan hat man aber nichts. Die Verlängerung der Arbeitslosenhilfe hat man wieder gekippt. Eine Soforthilfe über 1'200 Dollar hat man mal ausbezahlt. Diese dringenden Checks wurden übrigens auch noch verzögert weil Trump seine persönliche Unterschrift beigelegt haben wollte!


    Wenn wir alle Präsidenten der Welt absetzen würden von Ländern bei denen die Wirtschaft jetzt leidet hätten wir wohl keine mehr die bereits im Amt waren.
    Wieso sollte man dies tun? Ich habe das nirgends behauptet. Nur leiden die Wirtschaften unterschiedlich. Die jeweiligen Präsidenten verantworten dies. Ansonsten würden ja alle gleich leiden.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  5. #575
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tee
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    Obama ist der Präsident mit den meisten Kriegstagen... Syrien, Libyen und der Jemen sind erst unter Obama auf die Liste gekommen.

    Sorry, manchmal fehlt echt die Objektivität. Auch ich bin kein Fan von Trump aber es ist nicht alles schlecht, was er macht. Im Gegenteil, für die Bevölkerung hat er vor dem Corona Desaster eigentlich doch auch gutes erreicht. Genau so wie bei Obama nicht alles gut war...
    Sali zämme.

  6. #576
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    Obama ist der Präsident mit den meisten Kriegstagen... Syrien, Libyen und der Jemen sind erst unter Obama auf die Liste gekommen.

    Sorry, manchmal fehlt echt die Objektivität. Auch ich bin kein Fan von Trump aber es ist nicht alles schlecht, was er macht. Im Gegenteil, für die Bevölkerung hat er vor dem Corona Desaster eigentlich doch auch gutes erreicht. Genau so wie bei Obama nicht alles gut war...
    Du wirfst mir fehlende Objektivität vor und behauptest gleichzeitig Obama ist in Syrien und Jemen in den Krieg gezogen? Bezüglich Syrien wirft man doch Obama genau vor, dass er dort eben nicht eingeschritten ist?!

    Man kann in einer Diskussion auch nicht immer sagen "er hat auch gutes erreicht" ohne irgendwas nachzuliefern. Ich mache mir dann die Mühe mit Fakten zu argumentieren (Effekt des Trade war) und zurück kommt "er hat auch Gutes gemacht". Ist im Corona Thread nicht anders, man liefert Statistiken und Studien und als Antwort kommt wieder was rein subjektives. Mir geht diese Form von Diskussion langsam auf den Sack, schliesslich kostet es Zeit und Aufwand objektiv zu argumentieren.

    Komm doch bitte mit konkreten Errungenschaften von Trump. Gerne durch eine Statistik, Studie oder Kennzahl definiert, dann ist es auch objektiv. Ich kann dir gerne noch nachliefern, wie viele Meilen der Mauer gebaut wurden und wer dafür bezahlt hat (NICHT Mexiko!)

    Schon geliefert habe ich die Effekte des Trade War.

    Ebenfalls angetönt habe ich, dass seine Tax Cuts vermutlich die Wirtschaft angekurbelt haben, vor allem Reiche und Firmen davon profitiert haben und die Schulden dadurch massiv zugenommen haben.

    Von dir kam einfach zweimal "er war auch gut".
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  7. #577
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tee
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Du wirfst mir fehlende Objektivität vor und behauptest gleichzeitig Obama ist in Syrien und Jemen in den Krieg gezogen? Bezüglich Syrien wirft man doch Obama genau vor, dass er dort eben nicht eingeschritten ist?!
    Ich sehe den Zusammenhang zwischen deinem Vorwurf fehlender Objektivität und meiner Aussage nicht.

    Obama hat in Syrien insgesamt mehrere Milliarden in den Krieg gesteckt. Nach meiner Meinung ist das durchaus auch eine aktive Teilnahme in einem Krieg. Im Jemen wurden Drohnenangriffe geflogen, welche auf der Welt auf Widerstand stossen, auch weil viele Zivilisten starben, interessiert hat das Obama jedoch nicht gross. Wie gesagt, kein anderer Präsident war kriegstechnisch so aktiv wie Obama. Obwohl er bei Amtsantritt klar versprach, dass die Kriegsaktivitäten zurück gehen würden, wurde er im Endeffekt zum Kriegspräsidenten der USA per se.

    Ehrlich gesagt mag ich dir jetzt nicht Statistiken raussuchen, aber ich kann dir ein paar Inputs geben, wozu du dann auch die passenden Statistik bei Google finden wirst. Falls du Chrome benutzt werden diese auch direkt als erstes Suchresultat als Statistik angezeigt (im Normalfall, ab und zu, oder so )

    Die Aussagen beziehen sich auf die Zeit vor Corona.

    - Nachdem das durchschnittliche Einkommen unter Obama ein wenig stagniert wart, stieg es unter Trump wieder deutlich an.
    -- Die Löhne der Niedriglohnarbeiter stiegen am schnellsten. So kommt langsam wieder eine Mittelschicht zustande, welche unter Obama wegfiel.
    - Es gab nie weniger Arbeitslose in den USA
    - Er führt keinen Krieg und rüstet im Ausland ab
    - Die illegale Einwanderung aus Mexico wurde klar verringert. Dies liegt aber nicht an der Mauer, sondern daran, dass er mit den Strafzöllen und anderen Mittel Mexico dazu gebracht hat, genauer zu kontrollieren.
    - Für die Demokraten eine schwere Niederlage, aber für die Republikaner ein riesen Erfolg ist sicher die Einflussnahme auf die Rechtssprechung (Platzierung von Richtern)
    - Reform des Steuersystems (führt auch wieder zu mehr Schulden, kann man sehen, wie man will)
    - Die US Wirtschaft hatte einen regelrechten Boom
    - Von mir aus gesehen hatte er mit der NATO Geschichte aus Sicht der USA schon recht und es ist richtig, dass alle nun auch mehr bezahlen
    - Auch dass er China die Stirn bietet, finde ich gut
    - Er positionierte sich klar hinter die Leute von Hongkong, wo andere noch aus Angst vor China kuschten
    Sali zämme.

  8. #578
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    Ich mag nicht über diese Wahl zwischen einem Idioten und einem Greis diskutieren. Alleine die Tatsache das dies die ganze Wahl ist sagt schon sehr viel über den Zustand dieser "Demokratie" aus.
    Und wem das nicht reicht der darf sich gerne angucken was im Umfeld der Wahl abgeht. Freie Wahlen gehen anders. Da hat jeder Bürger keine Hürden zu seinem Stimmrecht zu kommen und auch keine Hürden wenn es um die Stimmabgabe geht. Und dann bestimmt die Mehrheit.

    Zum kotzen das dieses Land noch Frechheit hat sich als Vorbilddemokratie zu betrachten. Die Wahl besteht einzig aus "Neoliberal-Linker-Flügel" und "Neoliberal-Rechter-Flügel".
    Geändert von Faniella Diwani (16.10.2020 um 21:36 Uhr)

  9. #579
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  10. #580
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    Es ist eigentlich schon seltsam. Im Prinzip müssten die Kandidaten ja Visionen "verkaufen", garniert mit fassbaren Vorhaben die sie umsetzen werden/möchten falls sie denn gewählt würden. Aktuell muss der eine gar nicht, am besten nichts tun und sich nicht exponieren, um niemandem auf die Füsse zu stehen. Der andere verkauft Visionen von Armageddon sollte er nicht gewählt werden. Irgendwie eine Karikatur eines Wahlkampfs. (Biden macht bei diesem Gegenkandidaten vermutlich das einzig Richtige: NICHTS!)

    Aber sofern er gewählt wird muss er blitzartig umstellen auf Leadership. bin gespannt ob er das kann
    Fussball ist ein Spiel, das uns erfreuen sollte! Es darf nie als Vorwand missbraucht werden, um, Straftaten zu begehen oder Mitmenschen schlecht zu behandeln.

  11. #581
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    Verrückt: bei den kommentaren im blöck sind die trampel-befürworter in der mehrheit!

  12. #582
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Ich mag nicht über diese Wahl zwischen einem Idioten und einem Greis diskutieren. Alleine die Tatsache das dies die ganze Wahl ist sagt schon sehr viel über den Zustand dieser "Demokratie" aus.
    Und wem das nicht reicht der darf sich gerne angucken was im Umfeld der Wahl abgeht. Freie Wahlen gehen anders. Da hat jeder Bürger keine Hürden zu seinem Stimmrecht zu kommen und auch keine Hürden wenn es um die Stimmabgabe geht. Und dann bestimmt die Mehrheit.

    Zum kotzen das dieses Land noch Frechheit hat sich als Vorbilddemokratie zu betrachten. Die Wahl besteht einzig aus "Neoliberal-Linker-Flügel" und "Neoliberal-Rechter-Flügel".
    Fairerweise musst du aber schon anerkennen, dass Biden in der Vorwahl eindeutig gewählt wurde. Er hat sich gegen alle durchgesetzt, Sanders, Warren, Harris, Buttigieg, also auch jüngere. Hätte man sich trotz diesem klaren Resultat für einen anderen Kandidaten entschiedene wäre dies doch sehr undemokratisch gewesen oder?
    Natürlich kann man in Frage stellen, wie ein 77 jähriger Mann sich durchsetzen kann.

    Die Wahlen empfinde ich hingegen auch unwürdig. Was da (vor allem durch die Republikaner) an "voter suppression" (wie übersetzt man das? Wahlunterdrückung?) unternommen wird ist übel.

    Ich finde aber Biden ist nicht einfach nur ein "Greis". Er hat eine sehr umfassende Agenda die er mitbringt. Meiner Meinung nach auch politisch breit gefächert, du sagst zwar neoliberal-Links, das kann ich nicht beurteilen. Mir gefällt sein Ansatz bezüglich Klimawandel, man kann nicht heute vom Öl weg sondern muss die Alternativen fördern. Sein Ansatz bezüglich Gesundheit ist mM nach eine sinnvolle Ergänzung zu dem was schon da ist. Seine Ansätze bezüglich Rassismus und Ungleichheit finde ich auch sinnvoll und klar.
    Natürlich kann man die Agenda oder einzelne Punkte davon nun mögen oder nicht. Biden hat aber eine klare Vorstellung. Was ist eigentlich Trump's Agenda? "Make America great again again? (Because I failed)"?

    Ebenfalls finde ich Biden menschlich ein toller Kandidat. Ja er ist alt und nicht der beste Redner. Allerdings einfühlsam und respektvoll.

    Er sieht sich auch immer wieder als (möglicher) Präsident der ganzen USA. Er möchte keine Unterscheidung in rot oder blau machen. Er respektiert alle. Was für ein Gegensatz zu Trump, der keine Gelegenheit auslässt über die blauen demokratischen Staaten zu schimpfen. Sie sogar bewusst als politischer Schachzug einschüchtert und unterdrückt, bewusst Hilfe zurück behält. Man muss sich das mal vorstellen, ein Präsident der einzig aus politischen Gründen Corona Schutzequipment zurückhält. Bei jeder Wahlkampfveranstaltung zieht er über die "failed high crime democrat states and cities" her. Die Staaten die natürlich im Finanzausgleich die wirklich miesen republikanischen Staaten ausgleichen müssen...
    Das alles wird es unter Biden nicht geben.

    Insofern finde ich Greis und undemokratisch ein wenig harsch. Aber meine Meinung.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  13. #583
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    Obama hat in Syrien insgesamt mehrere Milliarden in den Krieg gesteckt. Nach meiner Meinung ist das durchaus auch eine aktive Teilnahme in einem Krieg.
    Erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort mit konkreten Punkten. Gerne antworte ich darauf.
    Bezüglich deine ersten Aussage. Das kann man so sehen. Man kanns auch als Kampf gegen ISIS interpretieren. Obama wurde ja heftig kritisiert, dass er nicht eingeschritten ist, als die rote Linie überschritten wurde. Deine Aussage zeigt ja eigentlich, er hat was gemacht, ohne direkten Krieg. Man hätte ihn wohl bei jeder Aktion oder Reaktion kritisiert.
    Scheinbar hat die Taktik nicht so schlecht funktioniert

    Im Jemen wurden Drohnenangriffe geflogen, welche auf der Welt auf Widerstand stossen, auch weil viele Zivilisten starben, interessiert hat das Obama jedoch nicht gross. Wie gesagt, kein anderer Präsident war kriegstechnisch so aktiv wie Obama. Obwohl er bei Amtsantritt klar versprach, dass die Kriegsaktivitäten zurück gehen würden, wurde er im Endeffekt zum Kriegspräsidenten der USA per se.
    Dir ist aber schon klar, dass die Drohnenangriffe unter Trump massiv zugenommen haben? In Afghanistan, in Yemen. Verdoppelt, vervierfacht. Die Anzahl zivilen Opfer wegen Drohnenangriffen stieg unter Trump ebenfalls massiv an, zumindest im Irak und Syrien. Warum dies kein Thema war? Trump hat die Zahlen vertuscht und verheimlicht.
    Wenn Obama wegen den Drohnenangriffen "Kriegspräsident per se" war, dann ist Trump ja der schlimmste Kriegspräsident ever.
    Quelle: https://solve.nationaljournal.com/tr...rone-doctrine/
    https://www.motherjones.com/kevin-dr...kes-last-year/

    Die Aussagen beziehen sich auf die Zeit vor Corona.
    Dann dürfen wir bei Obama auch die Rezession ausklammern und die Zeit danach nehmen?

    - Nachdem das durchschnittliche Einkommen unter Obama ein wenig stagniert wart, stieg es unter Trump wieder deutlich an.
    Das ist wie erwähnt Ansichtssache. Wegen der Rezession sanken die Einkommen zuerst. Danach stiegen sie unter Obama massiv und waren insgesamt (allerdings nur wenig) höher als zu Beginn seiner Amtszeit. Klammert man die Rezession aus sind die Einkommen massiv gestiegen. Betrachtet man das netto muss man auch bei Trump das netto betrachten, also inkl. Corona. Das Einkommen stieg unter Trump in etwa dem gleichen Umfang wie ab 2014 unter Obama nach der Rezession. Man kann nun argumentieren wem was zu verdanken ist. Den Trend gab es aber schon unter Obama.

    -- Die Löhne der Niedriglohnarbeiter stiegen am schnellsten. So kommt langsam wieder eine Mittelschicht zustande, welche unter Obama wegfiel.
    - Es gab nie weniger Arbeitslose in den USA
    Auch hier gleich wie oben. Obama hat die Rezession nicht verschuldet, alle Trends zu Löhnen und Arbeitslosen waren bereits unter Obama der Fall und liefen dann unter Trump im gleichen Stil weiter. Wem das nun in welchem Umfang zugeschrieben wird kann ich nicht beurteilen. Können auch die Ökonomen nicht. Für mich ist das kein Punkt für/gegen Obama/Trump. Wenn du das kannst, bewundere ich dich.

    - Er führt keinen Krieg und rüstet im Ausland ab
    Insgesamt steigen die Rüstungsausgaben wieder stark an. Ob es gut ist dass sich die USA aus strategischen Orten aus Europa und Asien zurückzieht ist die Frage. Russland und China werden den Platz gerne einnehmen. Ob das besser ist? Ob das für die USA besser ist?

    - Die illegale Einwanderung aus Mexico wurde klar verringert. Dies liegt aber nicht an der Mauer, sondern daran, dass er mit den Strafzöllen und anderen Mittel Mexico dazu gebracht hat, genauer zu kontrollieren.
    Es kann auch gar nicht an der Mauer liegen, weil diese nicht oder kaum gebaut wurde. Man muss sich das mal vorstellen, dass riesige wenn nicht das grösste Wahlversprechen, nicht mal ansatzweise gebaut.

    Hast du hier vielleicht ein paar Zahlen dazu? Ich finde nicht viel dazu was die Amtszeit von Trump betrifft. Die illegale Einwanderung durch Mexikaner ging leicht zurück (5,4 zu 4,9M), die illegale Einwanderung durch andere Staatsangehörige stieg (5,2 zu 5,5M) (beide Zahlen leider nur bis 2017 verfügbar), die Anzahl Festnahmen sank im 2017, war im 2018 wieder gleich wie unter Obama und im 2019 war die Zahl dann doppelt so hoch.

    Dafür gibt es nun 500 Kinder die ihre Eltern vermutlich nie mehr sehen werden, weil Trump sie von ihren Eltern getrennt hat. Fakt. Was sagt der Präsident dazu? "Sie sind in schönen und sauberen Einrichtungen".

    - Für die Demokraten eine schwere Niederlage, aber für die Republikaner ein riesen Erfolg ist sicher die Einflussnahme auf die Rechtssprechung (Platzierung von Richtern)
    Das hat wenig mit Trump zu tun, sondern liegt am Senat. Die winken jeden Kandidaten von Trump durch. Ausser Trump hat drei Supreme Court Richter umgebracht, dann wäre es sein Verdienst. Das möchte ich jetzt aber nicht mal als Trump Gegner behaupten

    - Reform des Steuersystems (führt auch wieder zu mehr Schulden, kann man sehen, wie man will)
    Einerseits mehr Schulden und die Profiteure waren vor allem Reiche und Firmen. Ich bezweifle dass dies der gesamten Bevölkerung mittel- und langfristig hilft.

    - Die US Wirtschaft hatte einen regelrechten Boom
    Auch hier. Der Trend von Obama hat sich fortgesetzt. Die ganze Welt erlebte einen Boom. Wie definierst du überhaupt Boom? Das BIP ist unter Trump nicht übermässig gestiegen. Wegen Corona wird es nun sogar schrumpfen. Um 32,9% (!!!) ist das BIP wegen Corona gesunken in einem Quartal. Aufs Jahr wird es vermutlich irgendwo bei 10% sein. Ein Boom sieht anders aus wenn man die gesamte Amtszeit betrachtet. Die Reaktion von Corona hat sich Trump selbst zuzuschreiben, kein Land ist vom Virus und seinen Auswirkungen so stark betroffen wie die USA.

    - Von mir aus gesehen hatte er mit der NATO Geschichte aus Sicht der USA schon recht und es ist richtig, dass alle nun auch mehr bezahlen
    Punkt für Trump.

    - Auch dass er China die Stirn bietet, finde ich gut
    Was genau hat er gemacht? Nur weil er Corona den China-Virus nennt heisst das noch nichts. Der Trade war? Hat das Defizit kaum verändert, bluten für den Trade War werden laut Untersuchungen die Amerikaner.
    Was lief sonst noch? Ganz viele persönliche wirtschaftliche Verbindungen von Trump und seiner Familie in/mit China, z.B. die Deals seiner Tochter. Sein verstecktes Konto in China, für welches er in China mehr Steuern zahlte als gleichzeitig überhaupt in den USA. Dann hat er noch beim Präsidenten um Hilfe gegen Biden gebettelt und dem Präsidenten für seine tolle Reaktion gegen das Corona Virus gratuliert. Ah und nicht zu vergessen, er hat seine Epidemiologen aus China abgezogen, die vor Ort viel über Covid hätten lernen können.

    - Er positionierte sich klar hinter die Leute von Hongkong, wo andere noch aus Angst vor China kuschten
    Was genau hat er denn für sie unternommen? Den wirtschaftlichen Sonderstatus aberkannt? Das hat ihnen kaum geholfen, im Gegenteil. Ansonsten hat er nichts unternommen. UK hat den Hongkongern die Staatsbürgerschaft angeboten.

    Ich wäre gespannt auf ein paar konkrete Punkte oder Umsetzungen. "Er bietet China die Stirn" ist mir einfach zu vage. Die mir bekannten Massnahmen haben China kaum die Stirn geboten. Wenn ich Massnahmen nicht kenne, dann kannst du mich gerne aufklären.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  14. #584
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man in Frage stellen, wie ein 77 jähriger Mann sich durchsetzen kann.
    "Budget"?
    Ist ja wohl klar das Kandidaten mit linkerem Profil das Geld der Wirtschaft nicht mit beiden Händen eingeschoben erhalten.

    Der Begriff undemokratisch beginnt bei den USA schon beim Wahlsystem. "Mayorz" an sich ist schon mal eine Katastrophe aber wenn dann nicht mal die Mehrheit der Wähler entscheidet?
    Hätten die USA "Proporz" würden die beiden grossen Parteien zerbröckeln. Dann hätte man das ganze Spektrum von den "Sozialisten" links bei den Demokraten bis zum KKK ganz rechts bei den Republikanern zur Wahl.
    Geändert von Faniella Diwani (23.10.2020 um 14:15 Uhr)

  15. #585
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    "Budget"?
    Ist ja wohl klar das Kandidaten mit linkerem Profil das Geld der Wirtschaft nicht mit beiden Händen eingeschoben erhalten.

    Der Begriff undemokratisch beginnt bei den USA schon beim Wahlsystem. "Mayorz" an sich ist schon mal eine Katastrophe aber wenn dann nicht mal die Mehrheit der Wähler entscheidet?
    Hätten die USA "Proporz" würden die beiden grossen Parteien zerbröckeln. Dann hätte man das ganze Spektrum von den "Sozialisten" links bei den Demokraten bis zum KKK ganz rechts bei den Republikanern zur Wahl.
    Die Budgets sind doch öffentlich oder nicht? Lag Biden da bereits in den Vorwahlen so viel höher?

    Gester hat Biden gesagt sein durchschnittlicher Spendenbetrag sei 43 Dollar. Das zeugt nicht unbedingt von grossen Firmen als Sponsor.

    Beides mehr Fragen die ich in den Raum stelle, ich kenne die Zahlen und Fakten dazu nicht.
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  16. #586
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    Obama ist der Präsident mit den meisten Kriegstagen... Syrien, Libyen und der Jemen sind erst unter Obama auf die Liste gekommen.

    Sorry, manchmal fehlt echt die Objektivität. Auch ich bin kein Fan von Trump aber es ist nicht alles schlecht, was er macht. Im Gegenteil, für die Bevölkerung hat er vor dem Corona Desaster eigentlich doch auch gutes erreicht. Genau so wie bei Obama nicht alles gut war...
    Obama hat vorallem auch die Drohnen mehr etabliert. Seine Politik im nahen Osten war eine Katastrophe. Eine ganze Region wurde endgültig destabilisiert. Unendliches Leid und da Gaddafi weg ist, fing auch das mit der Flüchtlingswelle an. Und wenn man sich mal etwas mit Biden beschäftigt - da kommt nichts gutes. Im Gegenteil. Ich meine, "Biden Crime Law"... Die einzige Hoffnung ist: dass Biden nicht lange durchhält und Kamala Harris das Zepter übernimmt.

    Und Trump. Es war Unterhaltung, ok. Man könnte es auch als Shitshow bezeichnen. Aber das mit Corona wird ihm das Genick brechen.
    Geändert von SubComandante (24.10.2020 um 18:24 Uhr)

  17. #587
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    Bezüglich Krieg muss man da aber auch relativieren:

    Dass Trump keinen Krieg angezettelt hat, stimmt so. Es gab aber auch nicht gross "Gründe", ob Clinton also mehr Kriege geführt hätte, ist schon zu hinterfragen. Nicht zuletzt weil beinahe ein ganzes Jahr lang aufgrund von Corona auch ein anderer Fokus vorhanden war.

    Mit seiner Politik gegenüber Iran hat er aber auf jeden Fall eine Eskalation im Nahen Osten provoziert und die Lage unnötig destabilisiert und vor allem die moderaten Kräfte im Iran geschwächt. Dass dort nicht mehr passiert ist, war v.a. auch dem "Glück" verschuldet, dass die Iraner ihr eigenes Flugzeug abgeschossen hatten.

    Seine Aussenpolitik ist abgesehen von den nicht angezettelten Kriegen schwach: China bot er überhaupt nicht die Stirn, im Gegenteil, Chinas Einfluss ist dank seinem Verhalten sogar stärker geworden.

    Der Austritt aus der WHO ist ein aussenpolitischer Super GAU.

    Sein Verhalten gegenüber der Ukraine hätte ihn sein Amt kosten müssen.

    Der Verrat an den verbündeten Kurden war eine Frechheit sondergleichen.

  18. #588
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    Hier ein beachtlich objektives Video von Mirko Drotschmann, aka MrWissen2go, der vor allem Jugendliche erreicht. Ursprünglich hat er vor allem Schulthemen für Jugendliche verständlich aufbereitet, ist er heute Journalist von beachtlicher Qualität, auch wenn man auch bei ihm das erlebt, was man sonst auch schon immer erlebt hat: Wenn man sich in einem Thema auskennt, entdeckt man auch Fehler. Aber dieses Video zur Bilanz von Trump ist sehenswert:

    https://www.youtube.com/watch?v=iq1e...ist=WL&index=1

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