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Thema: Der lächerlichste Politiker

  1. #1921
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Peterson ist ein Intellektueller, der ausschliesslich wegen der politischen Dimension seiner Statements ausserhalb der Mauern seiner Universität bekannt ist. Gleichzeitig behauptet er, er würde öffentlich philosophisch und nicht politisch auftreten. Das riecht halt dann doch sehr nach Scharlatan.

    Und natürlich kann man etwas aus der Geschichte lernen, wo habe ich etwas anderes behauptet? Aber was und wie ist entscheidend. Man kann nicht einfach ereignisgeschichtlich ähnliche Vorgänge als Wiederkehr des ewig Gleichen auffassen. Vor allem Leute, welche in den Bereichen Mentalitätsgeschichte oder Wissensgeschichte forschen, können über solch banale Erkenntnisse nur den Kopf schütteln. Schon nur wenn man sich dieszbezüglich mit dem 20. Jahrhundert befasst, braucht es Methoden, um das Handeln von Personen in einen zeitgenössischen Wissenskontext stellen und der war und kann niemals der gleiche wie heute sein. Weder für das einzelne Individuum, noch für ganze Gesellschaften.
    Naja das ist eben Ansichtsache - der Laie erkennt Ähnlichkeiten oft besser als der Experte.

  2. #1922
    Erfahrener Benutzer Avatar von ellesse
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    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Hat Peterson deine Alte genagelt, oder woher kommt die Abneigung.
    Oder er mag es nicht sein Zimmer aufzuräumen... LOL!

    Apropos Kreislauf der Geschichte, empfehle die folgende Lektüre: William Strauss, Neil Howe - The fourth turning
    https://www.amazon.de/Fourth-Turning.../dp/0767900464

    Geschichte entwickelt sich nicht linear, sondern als Spirale. Alle etwa 80 Jahre ergibt sich die gleiche Konstellation von "Generations-Typen", die auf ähnliche Weise auf bestimmte äußere Ereignisse in der Geschichte reagieren. Das ist die Haupt-These in diesem Buch. Was zuerst sehr an den Haaren herbeigezogen klingt, gewinnt im Laufe des Buches immer mehr an Überzeugungskraft. So trifft die Charakterisierung der heutigen Verteilung von "Generations-Typen" trifft verblüffend genau den Punkt. Geschrieben 1998 mitten im ".com-Boom", sagen die Autoren ab etwa 2005 ein Krise und vor allem eine Reaktion der Gesellschaft voraus, die erschreckend genau den Verlauf der Finanzkrise und die Reaktionen darauf widerspiegelt. Trotzdem endet das Buch optimistisch, weil die Autoren große Stücke auf die ab 1985 geborene Generation setzen.

  3. #1923
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  4. #1924
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen

    Anders als du, kann ich Thomas Piketty sogar recht geben. Seine Analyse eines "reinen" Kapitalismus ohne Grenzen ist korrekt. Und ja ein ungebremster Kapitalismus kann auch Demokratien zerstören. Man mag seine Ideen der dratischen Umverteilung als sozialistisch empfinden, ich sehe aber keinen Widerspruch in den Aussagen eines Peterson und eines Piketty.
    Gut die Polemik gegen seine Person war gewollt, da es mich amüsiert, wenn Peterson-Fürsprecher die Worte ihres Gurus verteidigen.

    Und nein, ich glaube kaum, dass Peterson mit Piketty einig gehen würde, schon nur weil sie methodisch komplett anders vorgehen. Und auch wenn du das böse Wort mit "s" nicht magst, aber die Ideen von Piketty sind sehr wohl sozialistisch oder wie genau würdest du bitteschön die Forderung nach einer globalen Kapitalsteuer mit einheitlichem Steuersatz bezeichnen? Ich glaub kaum, dass Peterson sich für eine gerechtere Verteilung von monetären Ressourcen einsetzen würde, wenn er der Überzeugung ist, dass der Slogan "Weisse über alle" äquivalent ist zu der Forderung nach gleichmässiger Verteilung aller Ressourcen.
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  5. #1925
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Peterson ist ein Intellektueller, der ausschliesslich wegen der politischen Dimension seiner Statements ausserhalb der Mauern seiner Universität bekannt ist. Gleichzeitig behauptet er, er würde öffentlich philosophisch und nicht politisch auftreten. Das riecht halt dann doch sehr nach Scharlatan.
    Was soll das jetzt begründen? Er war jahrzehntelang klinischer Psychologe und hat jahrzehntelang an der Universität Toronto doziert. Als die Legislative der Meinung war, man müsse Menschen vorschreiben welche Pronomen sie zu verwenden haben und dies unter Androhung von Strafe hat er aufbegehrt, gegen seine Universität, die Legislative, die Medien und die extreme Linke. Sorry der hätte sich ein ruhiges Leben machen können hat sich aber entschieden für seine Meinung einzustehen. Hast du im geringsten eine Ahnung welche Folgen heutzutage ein solches Vorpreschen haben kann? Jobverlust, die mediale Abschlachtung bis hin zur physischen Gewalt. Du spricht von aktuellen Probleme, schon mal die linke an den Hochschulen und Inversitäten im angloamerikanischen Raum analysiert? Wir können gerne über die Ansichten von Peterson diskutieren, aber du verhälts dich aktuell zu diesem Thema wie eine Kuh: Du wiederkäust die mediale Meinung.

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Und natürlich kann man etwas aus der Geschichte lernen, wo habe ich etwas anderes behauptet? Aber was und wie ist entscheidend. Man kann nicht einfach ereignisgeschichtlich ähnliche Vorgänge als Wiederkehr des ewig Gleichen auffassen. Vor allem Leute, welche in den Bereichen Mentalitätsgeschichte oder Wissensgeschichte forschen, können über solch banale Erkenntnisse nur den Kopf schütteln. Schon nur wenn man sich dieszbezüglich mit dem 20. Jahrhundert befasst, braucht es Methoden, um das Handeln von Personen in einen zeitgenössischen Wissenskontext stellen und der war und kann niemals der gleiche wie heute sein. Weder für das einzelne Individuum, noch für ganze Gesellschaften.
    Nein das hast du nicht. Ich denke wir verlassen die "ich habe behauptet, du hast behauptet"-Schiene. Ich bin in meinen Aussagen konkret, so wie ich es schreibe so meine ich es auch. Also befassen wir uns mit den Fakten (und eventuell Meinungen und Interpretationen dazu):
    Mein Argument stützt sich darauf, das der Mensch nicht aus seiner Haut kann. Verabreiche ich Dir ein definierte Dosis Testosteron wird deine Reaktion darauf vorhersagbar sein. Setze ich Dich einer definierten Menge Stress aus (Schlafenzug, Druck) so wird deine Reaktion darauf vorhersagbar sein. Normale Menschen neigen dazu sich in Gruppen zu organisieren, das ist ein Trieb, eine evolutionäre Errungenschaft. Auch bilden Menschen automatisch hierarchische Strukturen, so wie es eben Hummer auch tun. Enzieht man dem Menschen/Hummer das Serotonin zerfallen diese Struktur über die Zeit, auch dies vorhersagbar. Staaten/Organisationen/Firmen sie die aufbauende Eigenschaft dieser natürlichen Neigung zu Hierarchie. Nur haben die Menschen begriffen, dass Macht korrupiert und totale Macht eben total korrupert. Und deswegen haben stabile Staaen eines gemeinsam: Sie spalten Macht, verteilen sie gleichmässiger, führen ein System von Verantwortung, Macht und Kontrolle ein. Fehlt dieses System kommt früher oder später ein Despot oder Diktator daher.

    Obengenannte Argumentation ist in der Menschheitgeschichte x-fach repetiert worden und wir auch noch x-fach repetiert werden. Autoritäre Systeme führen ipso facto zu Korruption. Ich will jetzt speziell die Mentalitätsgeschichte nicht auf eine Stufe mit z.B. Gender Studies stellen, da die Mentalitätsgeschichte in sich nicht toxisch und destabilisierend ist. Jedoch ist sie ein sehr kleines Wissensgebiet der Historik und hat in sich schon einige Probleme. Eines davon ist die Beschaffung genügender Fakten für wissenschaftlich Releveante Aussagen, andererseits setzt sie z.T. das Ergebnis voraus und Forscht dann nach Ursachen die dieses Ergebnis stützen. Das mag eine Folge der mangelnden Datenbasis sein, widerspricht aber dem Wissenschaftlichen Kreislauf von Theorie - Deduktion - Empirie - Induktion, also der Wissenschaftlichen Arbeitsweise insgesamt.

    An einem theoretischen Beispiel ausgedruckt:
    - Ich werde dich in jedem Fall dazu bringen mich physisch zu attakieren, ohne dies selbst zu tun. Es liegt in der Natur des Menschen diese Schwelle zu einem gewissen Zeitpunkt zu überschreiten. Jeder Mensch - überall.
    - Die Mentalitätsgeschichte versucht nun zu ergründen, welche Hebel, Schalter und Knöpfe ich zu einem gewissen Punkt der Geschichte drücken musste, um obengenannte Reaktion auszulösen.
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  6. #1926
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    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Naja das ist eben Ansichtsache - der Laie erkennt Ähnlichkeiten oft besser als der Experte.
    Nur weil es sich richtig anfühlt, heisst es nicht, dass es wahr ist.

    Zitat Zitat von ellesse Beitrag anzeigen
    Oder er mag es nicht sein Zimmer aufzuräumen... LOL!

    Apropos Kreislauf der Geschichte, empfehle die folgende Lektüre: William Strauss, Neil Howe - The fourth turning
    https://www.amazon.de/Fourth-Turning.../dp/0767900464
    Schon noch witzig, eine Polemik gegen Peterson und ich werde in kürzester Zeit von 3 Usern persönlich angegriffen . Ich glaube euer Verhältnis zu Peterson ist wesentlich neurotischer als das meinige. Aber danke trotzdem.

    Das Buch habe ich nicht gelesen. Aber so wie sich die Zusammenfassung liest handelt es sich weniger um ein geschichtsphilosophisches Grundlagenkonzept sondern um eine deskriptive Beschreibung der modernen amerikanischen Nationalgesichte, welche in Zyklen zusammengefasst wird. Steht für mich eher in einer Reihe mit Marx Krisentheorie.
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  7. #1927
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Schon noch witzig, eine Polemik gegen Peterson und ich werde in kürzester Zeit von 3 Usern persönlich angegriffen .
    Dein Begriff von Angriff ist aber seltsam... mach dich nicht zum Opfer, du bist keins.

  8. #1928
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen
    Was soll das jetzt begründen? Er war jahrzehntelang klinischer Psychologe und hat jahrzehntelang an der Universität Toronto doziert. Als die Legislative der Meinung war, man müsse Menschen vorschreiben welche Pronomen sie zu verwenden haben und dies unter Androhung von Strafe hat er aufbegehrt, gegen seine Universität, die Legislative, die Medien und die extreme Linke. Sorry der hätte sich ein ruhiges Leben machen können hat sich aber entschieden für seine Meinung einzustehen. Hast du im geringsten eine Ahnung welche Folgen heutzutage ein solches Vorpreschen haben kann? Jobverlust, die mediale Abschlachtung bis hin zur physischen Gewalt. Du spricht von aktuellen Probleme, schon mal die linke an den Hochschulen und Inversitäten im angloamerikanischen Raum analysiert? Wir können gerne über die Ansichten von Peterson diskutieren, aber du verhälts dich aktuell zu diesem Thema wie eine Kuh: Du wiederkäust die mediale Meinung.
    Ach komm, sei doch nicht so naiv. Keiner wird dazu gedrängt zu einem Social-Media-Star mit all den fetten Deals, die dort dazu gehören, zu werden. Der weiss genau, was er macht und er macht es gerne.

    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen
    Nein das hast du nicht. Ich denke wir verlassen die "ich habe behauptet, du hast behauptet"-Schiene. Ich bin in meinen Aussagen konkret, so wie ich es schreibe so meine ich es auch. Also befassen wir uns mit den Fakten (und eventuell Meinungen und Interpretationen dazu):
    Mein Argument stützt sich darauf, das der Mensch nicht aus seiner Haut kann. Verabreiche ich Dir ein definierte Dosis Testosteron wird deine Reaktion darauf vorhersagbar sein. Setze ich Dich einer definierten Menge Stress aus (Schlafenzug, Druck) so wird deine Reaktion darauf vorhersagbar sein. Normale Menschen neigen dazu sich in Gruppen zu organisieren, das ist ein Trieb, eine evolutionäre Errungenschaft. Auch bilden Menschen automatisch hierarchische Strukturen, so wie es eben Hummer auch tun. Enzieht man dem Menschen/Hummer das Serotonin zerfallen diese Struktur über die Zeit, auch dies vorhersagbar. Staaten/Organisationen/Firmen sie die aufbauende Eigenschaft dieser natürlichen Neigung zu Hierarchie. Nur haben die Menschen begriffen, dass Macht korrupiert und totale Macht eben total korrupert. Und deswegen haben stabile Staaen eines gemeinsam: Sie spalten Macht, verteilen sie gleichmässiger, führen ein System von Verantwortung, Macht und Kontrolle ein. Fehlt dieses System kommt früher oder später ein Despot oder Diktator daher.

    Obengenannte Argumentation ist in der Menschheitgeschichte x-fach repetiert worden und wir auch noch x-fach repetiert werden. Autoritäre Systeme führen ipso facto zu Korruption. Ich will jetzt speziell die Mentalitätsgeschichte nicht auf eine Stufe mit z.B. Gender Studies stellen, da die Mentalitätsgeschichte in sich nicht toxisch und destabilisierend ist. Jedoch ist sie ein sehr kleines Wissensgebiet der Historik und hat in sich schon einige Probleme. Eines davon ist die Beschaffung genügender Fakten für wissenschaftlich Releveante Aussagen, andererseits setzt sie z.T. das Ergebnis voraus und Forscht dann nach Ursachen die dieses Ergebnis stützen. Das mag eine Folge der mangelnden Datenbasis sein, widerspricht aber dem Wissenschaftlichen Kreislauf von Theorie - Deduktion - Empirie - Induktion, also der Wissenschaftlichen Arbeitsweise insgesamt.

    An einem theoretischen Beispiel ausgedruckt:
    - Ich werde dich in jedem Fall dazu bringen mich physisch zu attakieren, ohne dies selbst zu tun. Es liegt in der Natur des Menschen diese Schwelle zu einem gewissen Zeitpunkt zu überschreiten. Jeder Mensch - überall.
    - Die Mentalitätsgeschichte versucht nun zu ergründen, welche Hebel, Schalter und Knöpfe ich zu einem gewissen Punkt der Geschichte drücken musste, um obengenannte Reaktion auszulösen.
    Ich gehe jetzt nicht gross auf deine Wissenschaftskritik ein, wenn du schon derart despektierlich über eine wichtigen Bestandteil der Geschichtswissenschaft redest, bei dem du vermutlich nicht mal genau Bescheid weisst, woraus sich dieser zusammensetzt.

    Quellenmaterial ist als Historiker in jeglicher Hinsicht problematisch, weshalb man eben darin geschult wird vernünftige Quellenkritik zu betreiben. Das ist bei der Ereignisgeschichte genau gleich wie bei der Wissensgeschichte. In Kombination mit Grundsatzmodellen und wissenschaftlicher Argumentation erreicht man aber das gewünschte Ziel um eine ordentliche Geschichtsschreibung herzustellen. Und ja gerade in der Geschichte des Altertums ist das Quellenmaterial teils rar aber nur weil gewisses Quellenmaterial nicht vorhanden ist, kann man nicht einfach Aussagen über das Sozialgefüge gewisser Machtstrukturen tätigen, nur weil man weiss, dass der Mensch Serotonin im Körper. So funktioniert dies nicht.

    Natürlich spielen naturwissenschaftliche Erkenntnisse auch in den Geisteswissenschaften eine wichtige Rolle aber umgekehrt spielt ist dies bei einigen Naturwissenschaftlern immer weniger der Fall, da man die weichen Faktoren in der Gesamtrechnung ja einfach ausklammern kann, wenn man sie nicht kennt.
    Geändert von Konter (31.07.2019 um 13:07 Uhr)
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  9. #1929
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Gut die Polemik gegen seine Person war gewollt, da es mich amüsiert, wenn Peterson-Fürsprecher die Worte ihres Gurus verteidigen.
    Du hast bis jetzt nicht ein einziges Gegenargument geführt. Jetzt ist alles gewollte Polemik. Natürlich mit dem Sidekick das ich dem Guru folge was impliziert das ich nicht denken kann und nur nachplappere. Naja wenigstens hast du deinen Spass.

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Und nein, ich glaube kaum, dass Peterson mit Piketty einig gehen würde, schon nur weil sie methodisch komplett anders vorgehen. Und auch wenn du das böse Wort mit "s" nicht magst, aber die Ideen von Piketty sind sehr wohl sozialistisch oder wie genau würdest du bitteschön die Forderung nach einer globalen Kapitalsteuer mit einheitlichem Steuersatz bezeichnen?
    Irre ich mich oder hast du den Unterschied zwischen Sozialismus und sozialer Umverteilung immer noch nicht begriffen? Ist das den so schwer?

    Sozialismus unterscheidet nicht das Individuum sondern nur deren Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Du erbst die Eigenschaften dieser Gruppe, deine persönlichen Verdienste oder Schulden sind irrelevant. Info: Das ist schlecht!!

    Soziale Umverteilung sorgt dafür, das ein Ausgleich in einem System stattfindet. Info: Das ist gut!!
    Glaub es oder nicht: Ich zahle gerne Steuern und ich finde Sozialhilfe, AHV und ALV wichtige und gute Institutionen. Für den inneren Frieden einer Gesellschaft ist dies unabdingbar. Wieso meinst du sammeln sich Menschen in Gruppen? Was ist der Vorteil von Stämmen, Herden und Gesellschaften? Wohl kaum das ein Idividuum möglichst viel rausziehen kann!

    Zu deiner Frage: Seit wann sind Steuern sozialistisch? Es gilt eine Balance zwischen Besitz und Gerechtigkeit zu finden. Man müsste aber noch andere "Quellen" anzapfen. Gewinne auf Aktien zum Beispiel oder eine Transaktionssteuer. Ein gut funktionierender Staat muss auch finanziert sein, jedoch hat er auch die Aufgabe mit den ihm zur Verfügung gestellten Mittel sorgsam umzugehen. Beispiel Kanton Bern: Das Geld für Schulen ist ultraknapp, aber für die Stadtberner Regierung und die Mitarbeiter jedes Jahr einen Infoapéro für mehrere 100'000 CHF zu machen ist dann absolut kein Problem. Oder eine Rente für ehemalige Regierungsmitglieder im Bereich um 100'000 CHF pro Jahr und Kopf. Das ist alles ein Witz.

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Ich glaub kaum, dass Peterson sich für eine gerechtere Verteilung von monetären Ressourcen einsetzen würde, wenn er der Überzeugung ist, dass der Slogan "Weisse über alle" äquivalent ist zu der Forderung nach gleichmässiger Verteilung aller Ressourcen.
    Eine infame Behauptung die einen Quellennachweis erfordert!!!
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  10. #1930
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen

    Irre ich mich oder hast du den Unterschied zwischen Sozialismus und sozialer Umverteilung immer noch nicht begriffen? Ist das den so schwer?

    Sozialismus unterscheidet nicht das Individuum sondern nur deren Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Du erbst die Eigenschaften dieser Gruppe, deine persönlichen Verdienste oder Schulden sind irrelevant. Info: Das ist schlecht!!

    Soziale Umverteilung sorgt dafür, das ein Ausgleich in einem System stattfindet. Info: Das ist gut!!
    Glaub es oder nicht: Ich zahle gerne Steuern und ich finde Sozialhilfe, AHV und ALV wichtige und gute Institutionen. Für den inneren Frieden einer Gesellschaft ist dies unabdingbar. Wieso meinst du sammeln sich Menschen in Gruppen? Was ist der Vorteil von Stämmen, Herden und Gesellschaften? Wohl kaum das ein Idividuum möglichst viel rausziehen kann!

    Zu deiner Frage: Seit wann sind Steuern sozialistisch? Es gilt eine Balance zwischen Besitz und Gerechtigkeit zu finden. Man müsste aber noch andere "Quellen" anzapfen. Gewinne auf Aktien zum Beispiel oder eine Transaktionssteuer. Ein gut funktionierender Staat muss auch finanziert sein, jedoch hat er auch die Aufgabe mit den ihm zur Verfügung gestellten Mittel sorgsam umzugehen. Beispiel Kanton Bern: Das Geld für Schulen ist ultraknapp, aber für die Stadtberner Regierung und die Mitarbeiter jedes Jahr einen Infoapéro für mehrere 100'000 CHF zu machen ist dann absolut kein Problem. Oder eine Rente für ehemalige Regierungsmitglieder im Bereich um 100'000 CHF pro Jahr und Kopf. Das ist alles ein Witz.


    Eine infame Behauptung die einen Quellennachweis erfordert!!!
    Und du musst vielleicht mal realisieren, dass das Adjektiv "sozialistisch" nicht immer Deckungsgleich mit Realsozialismus ist. Sozialismus ist in erster Linie, wie für viele andere politischen Ideologien aus dem 18. und 19. Jahrhundert ein Sammelbegriff. Das Wort "sozialisitisch" bringt eine Implikation unterschiedlichster Werte mit sich und eine davon ist die Umverteilung von Kapital.

    Und ich habe nirgends geschrieben, dass eine Steuer per se sozialistisch ist, sondern die Forderung nach einer global-einheitlichen Kapitalsteuer.

    Ein Link zu dem Clip den ich gesehen habe finde ich nicht, aber er hat es im Rogan-Podcast erwähnt. Er nannte es "equality of outcome".
    Geändert von Konter (31.07.2019 um 13:35 Uhr)
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  11. #1931
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Ach komm, sei doch nicht so naiv. Keiner wird dazu gedrängt zu einem Social-Media-Star mit all den fetten Deals, die dort dazu gehören, zu werden. Der weiss genau, was er macht und er macht es gerne.
    Es fehlt dir nicht an Behauptungen, nur Argumente kommen keine ....

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Ich gehe jetzt nicht gross auf deine Wissenschaftskritik ein, wenn du schon derart despektierlich über eine wichtigen Bestandteil der Geschichtswissenschaft redest, bei dem du vermutlich nicht mal genau Bescheid weisst, woraus sich dieser zusammensetzt.
    Wo ist der Konter von gerade eben hin, der der sich amüsiert wenn er andere angreift? Hmm, muss wohl durch die dünnhäutige Version ersetzt worden sein. Dein Argument ist reine Arroganz: "Du weisst vermutlich zu wenig darüber", pha ...

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Quellenmaterial ist als Historiker in jeglicher Hinsicht problematisch, weshalb man eben darin geschult wird vernünftige Quellenkritik zu betreiben. Das ist bei der Ereignisgeschichte genau gleich wie bei der Wissensgeschichte. In Kombination mit Grundsatzmodellen und wissenschaftlicher Argumentation erreicht man aber das gewünschte Ziel um eine ordentliche Geschichtsschreibung herzustellen. Und ja gerade in der Geschichte des Altertums ist das Quellenmaterial teils rar aber nur weil gewisses Quellenmaterial nicht vorhanden ist, kann man nicht einfach Aussagen über das Sozialgefüge gewisser Machtstrukturen tätigen, nur weil man weiss, dass der Mensch Serotonin im Körper. So funktioniert dies nicht.
    Wir sind uns aber einig dass die Mentalitätsgeschichte eher ein kleiner Seitenast der Historik darstellt?
    Ich behaupte auch nicht das Serotonin die sozialen Strukturen einer gewissen Epoche erklärt. Die Tatsache dass sich die Geschichte aber immer wieder wiederholt weist auf ein Muster hin welches ebenfalls permanent vorhanden sein muss. Da du beschreibst dass sich die Sozialgefüge der Epochen immer wieder ändert kann der Logik folgend, kann diese Veränderung nicht die Ursache für ein sich wiederholendes Muster sein. Das ist doch exakt der Denkfehler der ganzen Theorie.

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Natürlich spielen naturwissenschaftliche Erkenntnisse auch in den Geisteswissenschaften eine wichtige Rolle aber umgekehrt spielt ist dies bei einigen Naturwissenschaftlern immer weniger der Fall, da man die weichen Faktoren in der Gesamtrechnung ja einfach ausklammern kann, wenn man sie nicht kennt.
    Was dann zwangsläufig zu falschen Ergebnissen führt. Man kennt den Modellversuch bei dem man möglichst viele Faktoren ausschliesst um das Messergebnis nicht zu sehr zu beeinflussen ist sich aber bewusst, dass dieses Ergebnis eine Fehlerquote aufweisen muss. Natürlich spielen Geisteswissenschaften eine Rolle speziell wenn es darum geht, Wirkungen zu erkennen.

    Beispiel:
    - Wir leben heute in Gesellschaften. Das ist einfach zu erkennen. (Wirkung)
    - Archäologen finden alte Gräber ergo müssen auch früher schon Menschen in Herden gelebt haben, begraben tut man sich nur selten selbst. (Wirkung)
    - philosophische Antropologen stellen die Frage: Warum begraben? Warum entscheidet sich der Mensch zum Herdenverhalten. (Ursache?)
    - Naturwissenschafler finden die Antwort auf das Herdenverhalten (Ursache!)
    - philosophische Antropologen stellen die Frage erneut: Warum begraben? Sind ALLE Entscheidungen physisch bedingt? (Ursache?)
    - Naturwissenschaft: Religion wird wohl der Effekt der Mustererkennung im Gehirn sein. Freier Wille kann existieren, muss aber nicht.
    Es gibt dazu ein schönes Zitat: Es gibt nur ein Licht der Wissenschaft, und es an einem Ort zu enzünden bedeutet es überall zu enzünden!!
    Geändert von Lusti (31.07.2019 um 13:51 Uhr)
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  12. #1932
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Und du musst vielleicht mal realisieren, dass das Adjektiv "sozialistisch" nicht immer Deckungsgleich mit Realsozialismus ist. Sozialismus ist in erster Linie, wie für viele andere politischen Ideologien aus dem 18. und 19. Jahrhundert ein Sammelbegriff. Das Wort "sozialisitisch" bringt eine Implikation unterschiedlichster Werte mit sich und eine davon ist die Umverteilung von Kapital.

    Und ich habe nirgends geschrieben, dass eine Steuer per se sozialistisch ist, sondern die Forderung nach einer global-einheitlichen Kapitalsteuer.
    Da hast du absolut Recht. Mein Frage war falsch gestellt:
    Korrekt: "Seit wann sind Steuern Sozialismus?"
    Natürlich sind Steuern und Abgaben per Definiton "sozialistisch" - und dagegen ist nichts einzuwenden. Mein Fehler.
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  13. #1933
    Erfahrener Benutzer Avatar von unwichtig
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    Das Tamy Glauser (ist das jetzt gender-technisch korrekt?) zieht sein NR-Kandidatur zurück. "Das was sie bisher in der Politik erlebt hat, hat ihr keine Lust auf mehr gemacht."

    Da haben ihr wohl nicht wenige Freunde & Bekannte zu verstehen gegeben, dass sie doch lieber beim Modeln bleiben solle. Ich bin sicher, dass sie nicht glücklich geworden wäre. Sie ist zu sehr Lesben-Promi, alsdass man sie ernst genommen hätte, auch wenn da evtl noch Vorstösse von ihr gekommen wären, als der Schrott den sie bisher hat verlauten lassen.
    Abstinenzler sind Leute, die niemals entdecken, was sie versäumen.

  14. #1934
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    Ein richtiger D-Promi. Nichts erreich, ausser mit der ehemaligen Miss Schweiz zu schlafen. Richtiges schweizer Blick-Niveau.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  15. #1935
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    Hier auch wiedermal mitgelesen.
    Würde mich en passant mal interessieren, wieviele Mensaner sich in diesem Forum rumtreiben.

    Wer outet sich als Erster ?

  16. #1936
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Würde mich en passant mal interessieren, wieviele Mensaner sich in diesem Forum rumtreiben.
    Nach dem Diskussionstil zu urteilen?
    Ich geb eine Runde Tampons aus!

  17. #1937
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Hier auch wiedermal mitgelesen.
    Würde mich en passant mal interessieren, wieviele Mensaner sich in diesem Forum rumtreiben.

    Wer outet sich als Erster ?
    Menswas?
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  18. #1938
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Das Tamy Glauser (ist das jetzt gender-technisch korrekt?) zieht sein NR-Kandidatur zurück. "Das was sie bisher in der Politik erlebt hat, hat ihr keine Lust auf mehr gemacht."

    Da haben ihr wohl nicht wenige Freunde & Bekannte zu verstehen gegeben, dass sie doch lieber beim Modeln bleiben solle. Ich bin sicher, dass sie nicht glücklich geworden wäre. Sie ist zu sehr Lesben-Promi, alsdass man sie ernst genommen hätte, auch wenn da evtl noch Vorstösse von ihr gekommen wären, als der Schrott den sie bisher hat verlauten lassen.
    Ich denke, dass da ein oder mehrere Parteimitglieder sanften Druck auf sie ausgeübt haben um sie vor Schlimmerem zu bewahren, auch wenn dies natürlich nie so dargestellt wird.
    Sie war mal in der "Arena". Also, die hellste Leuchte ist sie ja nicht wirklich. Da hätte ihre Frau in jeder Beziehung mehr drauf: Intellektuell, sprachlich, optisch und kommt auch viel sympathischer rüber.

  19. #1939
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    @Lusti und @Konter: Für aussenstehende grosses Kino Woher weiss man solches Zeugs?

  20. #1940
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    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Das Tamy Glauser (ist das jetzt gender-technisch korrekt?) zieht sein NR-Kandidatur zurück. "Das was sie bisher in der Politik erlebt hat, hat ihr keine Lust auf mehr gemacht."

    Da haben ihr wohl nicht wenige Freunde & Bekannte zu verstehen gegeben, dass sie doch lieber beim Modeln bleiben solle. Ich bin sicher, dass sie nicht glücklich geworden wäre. Sie ist zu sehr Lesben-Promi, alsdass man sie ernst genommen hätte, auch wenn da evtl noch Vorstösse von ihr gekommen wären, als der Schrott den sie bisher hat verlauten lassen.
    Lesbisch? Egal. Model? Meinetwegen. C/D-Promi? Von mir aus!
    Aber der geistige Dünnpfiff war kaum zu ertragen. "Veganerblut heilt Krebs!" ist nur ein Beispiel von vielen, in welchen Frau Glauser ihre intellektuelle Inkompetenz bewiesen hat. Sorry das wir nicht alle geklatscht haben, dass wir nicht den roten Teppich ausgerollt haben, um Frau Glauser einen "lustvollen" Einstieg in die Politik zu ermöglichen. Herzlich Willkommen in der Realität, da muss man sich anstrengen und für seine Aussagen auch geradestehen. Vor allem ist dies aber ein Gewinn für die LBGTQ+ Community, zumindest für jene welche sich gerne ernsthaft und kompetent vertreten lassen möchten.
    Es gibt einige Vertreter in Bern welche offen zu Ihrer Homosexualität stehen und diese auch in die Politik einfliessen lassen. Naef (SP), Janiak (SP), Fuchs (SVP), Barrile (SP), Portmann (FDP), Vogt (SVP) sind alles (aktuelle und ehemalige) NR welche offen zu Ihrer Homosexualität stehen. Überparteilich und eine viel bessere Vertretung für die Rechte von Homosexuellen als ein verzogenes Kind das ein neues Spielzeug sucht.

    Nennen wir das Kind doch beim Namen:
    Nimmt man die Berühmtheit/Homosexualität aus der Gleichung, bleibt nicht mehr viel Material übrig womit sich arbeiten liesse.
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  21. #1941
    Erfahrener Benutzer Avatar von Taratonga
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen
    Nennen wir das Kind doch beim Namen:
    Nimmt man die Berühmtheit/Homosexualität aus der Gleichung, bleibt nicht mehr viel Material übrig womit sich arbeiten liesse.
    Dies war doch überhaupt der Punkt, an welchem sich wohl die meisten stiessen. Du beschreibst ihre gesamte Situation genau richtig. Daher auch der Gegenwind in sämtlichen Gazetten, bzw Online-Medien. Der Gegenwind war zu heftig? Das denke ich nicht, er spiegelte nur das wieder, was alle jene, die sich für Politik interessieren, zu Bedenken gaben: nämlich, dass hier eine nicht wirklich "helle Kerze" aus dem politischen Nichts kommt und anschl. mit erwähntem Bullshit (nett ausgedrückt für diese abstrusen Aussagen) und folgerichtig sofort zur Lachnummer wird. Dieses Gespött hätte sie bei einer erfolgreichen Wahl ihr Leben lang begleitet. Ich bin überzeugt, dass nicht sie es war, die aus freien Stücken, Selbstreflextion und nach reiflicher Überlegung ihren Rückzug beschloss, sondern , dass wohl nicht wenige (verdiente) Parteimitglieder mit Austritt gedroht haben, sollte die Glauser für mediale Unruhe sorgen.

    Weiter gibt es unter den grünen Parteimitgliedern viele, welche schon sehr lange dabei sind und es dennoch noch nie auf eine NR-Liste geschafft haben und dann kommt diese Frau (bekannt nur wegen ihrer Beziehung mit der Ex-Miss und kommt zum Handkuss. Ich glaube nicht, dass "Glamour" bei den Grünen angesagt ist...
    Geändert von Taratonga (05.08.2019 um 12:38 Uhr)

  22. #1942
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    Zitat Zitat von Taratonga Beitrag anzeigen
    Dies war doch überhaupt der Punkt, an welchem sich wohl die meisten stiessen. Du beschreibst ihre gesamte Situation genau richtig. Daher auch der Gegenwind in sämtlichen Gazetten, bzw Online-Medien. Der Gegenwind war zu heftig? Das denke ich nicht, er spiegelte nur das wieder, was alle jene, die sich für Politik interessieren, zu Bedenken gaben: nämlich, dass hier eine nicht wirklich "helle Kerze" aus dem politischen Nichts kommt und anschl. mit erwähntem Bullshit (nett ausgedrückt für diese abstrusen Aussagen) und folgerichtig sofort zur Lachnummer wird. Dieses Gespött hätte sie bei einer erfolgreichen Wahl ihr Leben lang begleitet. Ich bin überzeugt, dass nicht sie es war, die aus freien Stücken, Selbstreflextion und nach reiflicher Überlegung ihren Rückzug beschloss, sondern , dass wohl nicht wenige (verdiente) Parteimitglieder mit Austritt gedroht haben, sollte die Glauser für mediale Unruhe sorgen.

    Weiter gibt es unter den grünen Parteimitgliedern viele, welche schon sehr lange dabei sind und es dennoch noch nie auf eine NR-Liste geschafft haben und dann kommt diese Frau (bekannt nur wegen ihrer Beziehung mit der Ex-Miss und kommt zum Handkuss. Ich glaube nicht, dass "Glamour" bei den Grünen angesagt ist...
    Die einen nennen es Gegenwind, die anderen einfach die Darstellung der Realität. Ich habe keine Berichterstattung gesehen, die etwas erfunden hätte oder komplette Unwahrheiten verbreitet hat. Das war ja auch gar nicht nötig bei der Fülle an .... speziellen Aussagen. Auch Politik ist ein Handwerk das man beherrschen muss, was ist eine Motion, was eine Interpellation, wann wendet man diese Mittel an. Zum politischen Leben gehört eben auch, dass man die politischen Werkzeuge und die parlamentarischen Prozesse versteht.
    Wie du bereits treffend beschrieben hast, das eine Glauser einfach auf der Überholspur auf die Liste springt, ohne irgendeinen Nachweis für deren Kompetenz in diesem Fachgebiet empfanden viele als stossend. Ein Teil des Problems war aber auch hausgemacht, nämlich die political correctness. Wäre es ein heterosexueller Mann gewesen hätte die Basis abgeschriehen, aber bei einer lesbischen Frau traut man sich nicht hervor. Naja, man hat's jetzt halt über die Hintertür geregelt ...
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  23. #1943
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    Seh ich genau so. Sehr gut geschrieben.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  24. #1944
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    I weiss nid was mich meh bestürzt....was dä useloht oder dass 30% vo dr Schwiiz finde, sälle hät no rächt drmit.

    Roger K.

  25. #1945
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    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    I weiss nid was mich meh bestürzt....was dä useloht oder dass 30% vo dr Schwiiz finde, sälle hät no rächt drmit.

    Roger K.
    Seit är während däm är mit sim 1. Klass-GA gmietlig in jedi Ecke vo dr Schwiz ka fahre.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  26. #1946
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    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    I weiss nid was mich meh bestürzt....was dä useloht oder dass 30% vo dr Schwiiz finde, sälle hät no rächt drmit.

    Roger K.
    Ich erlaube mir hier mal ein paar Zitate, die mir diesbezüglich immer in den Sinn kommen...

    “Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe um so tiefer zu stellen sein, je größer die zu erfassende Masse der Menschen sein soll. Handelt es sich aber, wie bei der Propaganda für die Durchhaltung eines Krieges, darum, ein ganzes Volk in ihren Wirkungsbereich zu ziehen, so kann die Vorsicht bei der Vermeidung zu hoher geistiger Voraussetzungen gar nicht groß genug sein.

    Je bescheidener dann ihr wissenschaftlicher Ballast ist, und je mehr sie ausschließlich auf das Fühlen der Masse Rücksicht nimmt, um so durchschlagender der Erfolg. Dieser aber ist der beste Beweis für die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Propaganda und nicht die gelungene Befriedigung einiger Gelehrter oder ästhetischer Jünglinge.

    Gerade darin liegt die Kunst der Propaganda, daß sie, die gefühlsmäßige Vorstellungswelt der großen Masse begreifend, in psychologisch richtiger Form den Weg zur Aufmerksamkeit und weiter zum Herzen der breiten Masse findet. Daß dies von unseren Neunmalklugen nicht begriffen wird, beweist nur deren Denkfaulheit oder Einbildung.

    Versteht man aber die Notwendigkeit der Einstellung der Werbekunst der Propaganda auf die breite Masse, so ergibt sich weiter schon daraus folgende Lehre: Es ist falsch, der Propaganda die Vielseitigkeit etwa des wissenschaftlichen Unterrichts geben zu wollen.

    Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergeßlichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag.

    Die breite Masse eines Volkes besteht nicht aus Diplomaten oder auch nur Staatsrechtslehrern, ja nicht einmal aus lauter vernünftig Urteilsfähigen, sondern aus ebenso schwankenden wie zu Zweifel und Unsicherheit geneigten Menschenkindern. [Wenn] durch die eigene Propaganda erst einmal nur der Schimmer eines Rechtes, auch auf der anderen Seite zugegeben wird, ist der Grund zum Zweifel an dem eigenen Rechte schon gelegt. Die Masse ist nicht in der Lage, nun zu unterscheiden, wo das fremde Unrecht endet und das eigene beginnt. Sie wird in einem solchen Falle unsicher und mißtrauisch, besonders dann, wenn der Gegner eben nicht den gleichen Unsinn macht, sondern seinerseits alle und jede Schuld dem Feinde aufbürdet." (Adolf Hitler: Mein Kampf. München 1933, 6. Kapitel: Kriegspropaganda, S. 198.) [meine Hervorhebungen]

    ergänzend:

    - „Jede Abwechslung darf nie den Inhalt des durch die Propaganda zu Bringenden verändern, sondern muß stets zum Schlusse das gleiche sagen.“ (Adolf Hitler: Mein Kampf. München 1938, S. 203)

    - Propaganda hat sich „auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier (…) die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg.“ (Adolf Hitler: Mein Kampf. München 1938, S. 202.)

    ...und bevor mir einer rumheult wegen Nazi-Keule: ja diese "Tricks" werden von allen Sorten politischer Strömungen gebraucht. Bei der SVP sind es die immer bösen Ausländer und EU (eigentlich auch nur eine Art Ausländer), bei Linken halt eher Reiche/etablierte Eliten/Kapitalismus.
    Geändert von Brit (02.09.2019 um 17:27 Uhr)
    Zitat Zitat von Admiral von Schneider Beitrag anzeigen
    Eishockey ist was für degenerierte Bauern, die es nicht zum Fussball geschafft haben.
    Zitat Zitat von HYPNOS Beitrag anzeigen
    [...] Aber es wundert mich nicht, denn Fussball ist zwar ein toller Sport, aber die Protagonisten, die sich darin tummeln, sind oft mühsame Idioten (auf allen Ebenen), von denen man kaum was Gescheites erwarten kann.

  27. #1947
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    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    I weiss nid was mich meh bestürzt....was dä useloht oder dass 30% vo dr Schwiiz finde, sälle hät no rächt drmit.

    Roger K.
    Erst klauen die unsere Jobs, dann unsere Weiber. Kurz danach hölen sie unsere Sozialsysteme aus und jetzt noch der SBB-Displayskandal. Dass Fass/Boot/[wahlweise ein Objekt einfügen] ist randvoll, der Dichtestress unerträglich. Quo vadis Schweiz, der Untergang naht. So und jetzt Ironie off, ist ja nicht zu ertragen der Scheiss ...
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  28. #1948
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    Ich glaube, die würden sich oft doch lieber über eine warme Mahlzeit am Tag freuen... Was mich doch etwas irritiert ist, dass er plötzlich den Klimawandel nicht mehr leugnet.
    Geändert von SubComandante (02.09.2019 um 16:26 Uhr)

  29. #1949
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    Roger Köppel. Im Vergleich zu ihm wirkt Mörgeli direkt sympathisch.
    Heusler.

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    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  30. #1950
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    Bolsonaro sagt seine Teilnahme an der Amazonas-Konferenz ab...

    https://www.welt.de/politik/ausland/...Gipfel-ab.html

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