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Thema: Hass thread!

  1. #11761
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Wer einen Schachtdeckel auf Menschen schmeisst handelt nicht nur grob fahrlässig. Da ist die Absicht dahinter jemanden schwer zu verletzen oder zu töten. Mit 7 Jahren kommt er m.M. gut davon.
    Schachtdeckel ist nicht gleich Schachtdeckel. Das Ding war scheinbar 2 kg schwer. Bekommt jeder der im Ausgang in einer Schlägerei etc. ein 2 kg schweres Objekt gezielt auf Menschen wirft 6 Jahre Knast?


    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Ja, könnte man härter. Wie viele solche Strassendelikte. Und zwar auch dann wenn durch Glück nix passiert ist. Wer innerorts mit über 100 unterwegs ist bzw. die Kontrolle über seine Karre bei einer Deppenbeschleunigung verliert sollte an die Kasse kommen. Massiv.
    An die Kasse kommen? Sprich finanziell? 100 km/h innerorts fahren ist das Gefahrenpotential x mal höher.

    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Sein Opfer lebt noch. Er hatte auch keine Tötungsabsicht oder die Absicht sein Opfer körperlich schwer zu verletzen.

    Das Opfer im zitierten Fall lebt auch noch zum Glück. Tötungsabsicht bezweifle ich doch schwer.

    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen

    Wenn dir die Gesetze nicht gefallen dann ändere sie. Wir leben in einer Demokratie. (Nein, ich finde Kinderficken auch nicht gut.)
    Es geht hier gerade nicht darum dass einem die Gesetze nicht gefallen. Es geht darum dass das Gefühl aufkommt dass die Gesetze falsch angewendet werden, weil es sich um eine Tat rund um den Fussball handelt.

    Hat sicher ein Jurist ein paar Beispiele zu Hand die mit 6 Jahren (15 Monate sind vom Drogenhandel) unbedingt bestraft wurden. Wenn die im gleichen Rahmen von der Tat sind, ist es oke. Zur Zeit sagt mein Bauchgefühl dass dies nicht der Fall sein wird.

  2. #11762
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Schachtdeckel ist nicht gleich Schachtdeckel. Das Ding war scheinbar 2 kg schwer. Bekommt jeder der im Ausgang in einer Schlägerei etc. ein 2 kg schweres Objekt gezielt auf Menschen wirft 6 Jahre Knast?
    2kg aus 11m Höhe. (Gemäss Artikel) Fallbeschleunigung ist dir ein Begriff?
    Nein, ich mag diesen Deppen nicht in Schutz nehmen nur weil er diese Tat im Umfeld eines Fussballspiels begangen hat. Es war auch keine Schlägerei. Eine Schlägerei mit 11m vertikalem Abstand? Neeeee.... noch nie gesehen.

    Das war eine Tat mit der Absicht jemanden schwer zu verletzen. Punkt.

  3. #11763
    Erfahrener Benutzer Avatar von unwichtig
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Das war eine Tat mit der Absicht jemanden schwer zu verletzen. Punkt.
    Sehe ich ganz genau gleich wie Du.
    Abstinenzler sind Leute, die niemals entdecken, was sie versäumen.

  4. #11764
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Besonders schlimm finde ich, dass dieses Arschloch noch dem Bier die Schuld zuschiebt. Ein Schenkelklopfer nebenbei; war es wohl ein Schachtar Hool?
    Geändert von kogokg (23.11.2019 um 18:55 Uhr)

  5. #11765
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    2kg aus 11m Höhe. (Gemäss Artikel) Fallbeschleunigung ist dir ein Begriff?
    Hast du die Berechnung auch gemacht oder einfach mal was in den Raum gestellt ohne zu wissen ob es deine Argumentation überhaupt unterstützt?

    52.8 km/h und eine kinetische Energie von ~222 Joule. Gib einem bisschen trainierten Mann einen 2 kg schweren Stein und ich denke er erreicht nicht wesentlich tiefere Zahlen.

    Diese Aussage...
    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Nein, ich mag diesen Deppen nicht in Schutz nehmen nur weil er diese Tat im Umfeld eines Fussballspiels begangen hat.
    ... in Kombination mit der folgenden...
    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Das war eine Tat mit der Absicht jemanden schwer zu verletzen. Punkt.
    .. machst du aber gerade das Beste dafür, meine These zu stützen. Er wurde eben nicht wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, was ich völlig unterschreiben würde, sondern wegen vorsätzlich versuchter Tötung.

  6. #11766
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Hast du die Berechnung auch gemacht oder einfach mal was in den Raum gestellt ohne zu wissen ob es deine Argumentation überhaupt unterstützt?

    52.8 km/h und eine kinetische Energie von ~222 Joule. Gib einem bisschen trainierten Mann einen 2 kg schweren Stein und ich denke er erreicht nicht wesentlich tiefere Zahlen.

    Diese Aussage...


    ... in Kombination mit der folgenden...


    .. machst du aber gerade das Beste dafür, meine These zu stützen. Er wurde eben nicht wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, was ich völlig unterschreiben würde, sondern wegen vorsätzlich versuchter Tötung.
    Auf was willst du hinaus?

    Dass auch das Werfen eines 2kg schweren Steins lebensgefährlich sein kann? Und auch mit 7 Jahren bestraft werden soll?

    Dann bin ich einverstanden mit dir.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  7. #11767
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Hast du die Berechnung auch gemacht oder einfach mal was in den Raum gestellt ohne zu wissen ob es deine Argumentation überhaupt unterstützt?

    52.8 km/h und eine kinetische Energie von ~222 Joule. Gib einem bisschen trainierten Mann einen 2 kg schweren Stein und ich denke er erreicht nicht wesentlich tiefere Zahlen.

    Diese Aussage...


    ... in Kombination mit der folgenden...


    .. machst du aber gerade das Beste dafür, meine These zu stützen. Er wurde eben nicht wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, was ich völlig unterschreiben würde, sondern wegen vorsätzlich versuchter Tötung.
    Lass doch einfach mal eine 2kg-Hantel auf deinen Fuss fallen. Dann reden wir nochmal über die "Harmlosigkeit" solcher Aktionen.

  8. #11768
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    Zitat Zitat von B.Richterstatter Beitrag anzeigen
    Lass doch einfach mal eine 2kg-Hantel auf deinen Fuss fallen. Dann reden wir nochmal über die "Harmlosigkeit" solcher Aktionen.
    Ich verstehe den "Nichtbeissreflex" der in diesem Fall herrscht ebenfalls nicht. "Ou, er hatte 3-4 Bier, er war nicht zurechnungsfähig." Wer einer nach (maximal) 2 Liter Bier nicht mehr fähig ist zu erkennen, dass es eine dumme idee ist, einen Gegenstand aus 11m Höhe auf Menschen fallen zu lassen....

    Wenn die Strafe als zu hart angesehen wird, besteht jederzeit die Option bis Bellinzona weiterzuziehen. Und vielleicht wäre Reittherapie abgebracht.

  9. #11769
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Auf was willst du hinaus?

    Dass auch das Werfen eines 2kg schweren Steins lebensgefährlich sein kann? Und auch mit 7 Jahren bestraft werden soll?

    Dann bin ich einverstanden mit dir.
    Ich will das Tat X mit Strafbestand Y angeklat wird, unabhängig ob es beim Fussball, beim Skirennen, bei einer Demo oder an einem Familienfest passiert ist.

    Das ist schon alles. Wenn diese Tat immer mit 7 Jahren bestraft wir, dann ist es gut so.

    Zitat Zitat von Faniella Diwani
    Ich verstehe den "Nichtbeissreflex" der in diesem Fall herrscht ebenfalls nicht. "Ou, er hatte 3-4 Bier, er war nicht zurechnungsfähig." Wer einer nach (maximal) 2 Liter Bier nicht mehr fähig ist zu erkennen, dass es eine dumme idee ist, einen Gegenstand aus 11m Höhe auf Menschen fallen zu lassen....
    Geb ich dir absolut recht. Wer sich im Suff nicht im Grif hat soll nicht soviel trinken oder dafür gerade stehen. Das ist meine Meinung. Jedoch wird es in der aktuellen Rechtsprechung anders gehandhabt. Dann soll es wenigstens immer konsequenz gleich angewendet werden.

  10. #11770
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    Zitat Zitat von B.Richterstatter Beitrag anzeigen
    Lass doch einfach mal eine 2kg-Hantel auf deinen Fuss fallen. Dann reden wir nochmal über die "Harmlosigkeit" solcher Aktionen.
    Zeig mir wo ich das Wort "harmlos" oder ähnliches gebrauche und du bekommst ein Keks.

  11. #11771

  12. #11772
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Ich will das Tat X mit Strafbestand Y angeklat wird, unabhängig ob es beim Fussball, beim Skirennen, bei einer Demo oder an einem Familienfest passiert ist.

    Das ist schon alles. Wenn diese Tat immer mit 7 Jahren bestraft wir, dann ist es gut so.

    Geb ich dir absolut recht. Wer sich im Suff nicht im Grif hat soll nicht soviel trinken oder dafür gerade stehen. Das ist meine Meinung. Jedoch wird es in der aktuellen Rechtsprechung anders gehandhabt. Dann soll es wenigstens immer konsequenz gleich angewendet werden.
    Wir brauchen keine Vergleiche zu bemühen und andere Fälle sind anders gelagert. In diesem aktuelle Fall war es folgendermassen:
    - Schachtdeckel aus 11m Höhe auf ein Perron
    - Er wusste das dort Menschen sind, er wusste es sind FCZ Fans
    - Er hat diese Schachtdeckel trotzdem geworfen
    - Die paar Bier könnten Strafmildern wirken

    Jedoch:
    Seine Reaktion vor und nach der Tat zeigten keinerlei Beeinträchtigung durch Substanzen. Somit musste er sich der Konsequenzen seiner Tat bewusst sein und hat diese billigend in Kauf genommen (Tatbestand des Vorsatzes erfüllt). Weiter ist ein 2kg schweres Metallteil in diesem Kontext als Waffe zu bewerten, dieser Wurf eines potentiell tödlichen Gegenstandes somit als Tödungsabsicht zu werten. Sein einziges Glück ist, dass sein Opfer überlebt hat, deshalb "nur" eine versuchte Tödung, da die Vollendung der Tödungsabsicht durch einen gigantischen Scheisshaufen von Glück und gute Erstversorgung verhindert wurde.

    Ergo ist es eine vorsätzliche, versuchte Tödung welche mit etwas Spielraum für das Bier in 7 Jahren endet, ein guter Deal. Hätte insgesamt auch höher ausfallen können. Die "Konstruktion" des Anwaltes hinsichtlich der Behauptung, hier endlich mal einen Hooligan verantwortlich machen zu wollen ist bar jeglichen Anstandes und Realität. Nein in diesem Kontext und unter Anbetracht/Einbezug aller tatrelevanten Fakten ist eine unbedingte Gefängnisstrafe leider nicht zu verhindern. Die fahrlässiger Körperverletzung die der Anwalt fordert setzt ein komplett anderes Tatbild voraus.

    Sorry hier trifft es den Richtigen in der Richtigen Form ...
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  13. #11773
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    Zitat Zitat von team17 Beitrag anzeigen
    Ich will das Tat X mit Strafbestand Y angeklat wird,
    Grundsätzlich kommt es immer auf den Einzelfall darauf an. In diesem Fall liegt eine schwere Körperverletzung (Art. 122 StGB) vor und eine versuchte vorsätzliche Tötung (Art. 111 i.V.m Art. 22 Abs. 1 StGB), es gibt ziemlich gute Argumente für den Tötungsvorsatz bzw. den Eventualvorsatz des Täters (siehe Beitrag #11772). Der Versuch zum Delikt kann übrigens gleich bestraft werden wie dessen Vollendung. Übrigens zieht die bundesgerichtliche Rechtsprechung die versuchte Tötung vor die vollendete schwere Körperverletzung im Rahmen der Gesetzeskonkurrenzen.

  14. #11774
    Erfahrener Benutzer Avatar von joggeliwurst
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen
    - Die paar Bier könnten Strafmildern wirken.....
    ....ist das was ich in diesem und auch vielen anderen Fällen nicht verstehen kann. Diese Biere wurden ebenfalls vorsätzlich getrunken im Wissen der Gehirnvernebelung, welche dadurch entstehen kann. Wieso sollte hier irgend etwas strafmildernd sein?

  15. #11775
    Erfahrener Benutzer Avatar von unwichtig
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    Zitat Zitat von joggeliwurst Beitrag anzeigen
    ....ist das was ich in diesem und auch vielen anderen Fällen nicht verstehen kann. Diese Biere wurden ebenfalls vorsätzlich getrunken im Wissen der Gehirnvernebelung, welche dadurch entstehen kann. Wieso sollte hier irgend etwas strafmildernd sein?
    Wenn man eine Bank mit 2,5 Promille überfällt: wirkt sich das dann auch aufs Strafmass aus? Ich meine, vorher so ricthtig Mut ansaufen und sollte es schief gehen, die Schuld auf den Alkohol abschieben und folglich nur ca. 3-4 Jahre kassieren und nach 2 Jahren wieder in Freiheit..?
    Abstinenzler sind Leute, die niemals entdecken, was sie versäumen.

  16. #11776
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    Zitat Zitat von joggeliwurst Beitrag anzeigen
    ....ist das was ich in diesem und auch vielen anderen Fällen nicht verstehen kann. Diese Biere wurden ebenfalls vorsätzlich getrunken im Wissen der Gehirnvernebelung, welche dadurch entstehen kann. Wieso sollte hier irgend etwas strafmildernd sein?
    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Wenn man eine Bank mit 2,5 Promille überfällt: wirkt sich das dann auch aufs Strafmass aus? Ich meine, vorher so ricthtig Mut ansaufen und sollte es schief gehen, die Schuld auf den Alkohol abschieben und folglich nur ca. 3-4 Jahre kassieren und nach 2 Jahren wieder in Freiheit..?
    Nein, das geht natürlich nicht. Der hier relevante Artikel ist der Art. 19 Abs. 4 StGB.

    Grundsätzlich geht das Bundesgericht davon aus, dass erst ab 2 Promille von teilweise Schuldunfähigkeit und ab 3 Promille vollständige Schuldunfähigkeit vorliegt; dies ist aber bloss als Richtwert zu betrachten und muss im Einzelfall beurteilt werden (BGE 122 IV 49 E 1b).

    Ich habe dazu mal einen Beitrag in einem anderen Thread verfasst:

    Es reicht nicht aus, wenn jemand tatbestandsmässig und rechtswidrig gehandelt hat um eine Bestrafung zu rechtfertigen. Vielmehr setzt der mit der Strafe verbundene persönliche Vorwurf voraus, dass der Täter für sein Verhalten verantwortlich gemacht werden kann. Damit die Schuld gegeben ist, bedarf es gewisse Gesichtspunkte, die geprüft werden müssen. In den oben genannten Fällen wäre wahrscheinlich die actio libera in causa am ehesten zutreffend. In diesem Fall plant der (noch) schuldfähige Täter das spätere Delikt und trinkt sich beispielsweise vor der Ausführung Mut an, wobei er damit rechnet, seine Schuldfähigkeit einzubüssen oder zu vermindern. Ähnlich ist es, wenn er immerhin in Kauf nimmt, er könne ein bestimmtes Delikt begehen und sich trotzdem betrinkt. Komplexer ist es dann, wenn der Täter in den Rausch "hineinschlittert", also nicht damit rechnet, dass er seine Schuldfähigkeit beeinträchtigen könnte, dies aber immerhin voraussehen gewesen wäre.

    Bei der (vorsätzlichen) actio libera in causa ist der Täter zwar in dem Zeitpunkt, in dem er die eigentliche Tathandlung vornimmt, nicht oder doch nicht voll schuldfähig. Er stellt aber die Weichen für den ins Delikt führenden Geschehensablauf schon in dem Zeitpunkt, in dem er noch uneingeschränkt verantwortlich ist, ganz ebenso, wie wenn er einen Schuldunfähigen oder vermindert Schuldfähigen zur Begehung eines Deliktes veranlassen oder sonst daran mitwirken würde.
    Das Schweizerische Strafgesetzbuch regelt dies in Art. 19 Abs. 4 StGB.

    Hat der Täter jedoch in dem Zeitpunkt, in dem er noch voll schuldfähig war, den Vorsatz hinsichtlich sowohl des Eintritts seiner Schuldunfähigkeit wie des deliktischen Erfolges gehabt, so steht ausser Zweifel, dass er wegen vorsätzlicher Begehung der Tat haftet. Ebenso klar ist, dass nur eine Fahrlässigkeitshaftung in Betracht kommt, wenn für ihn in diesem Zeitpunkt - mag er sich auch vorsätzlich betrinken - nur ein Fahrlässigkeitsdelikt vorhersehbar war.

    Beispiel: Wenn ein Automobilist bedenkenlos Alkohol konsumiert, obwohl er weiss, dass er noch nach Hause fahren muss, kann deshalb das Fahren in angetrunkenen Zustand ein Vorsatzdelikt sein, die Herbeiführung eines alkoholbedingten Unfalls dagegen nur eine fahrlässige actio libera in causa, wenn man von der kaum denkbaren Möglichkeit der vorsätzlichen Inkaufnahme eines Unfalls absieht.

    Bei der Fahrlässigen actio libera in causa ergeben sich folgende Konstellationen:

    1. Der Täter berauscht sich vorsätzlich und erkennt fahrlässig nicht, dass er in diesem Zustand ein Delikt begehen könnte.
    2. Der Täter berauscht sich fahrlässig und erkennt fahrlässig nicht, dass er in diesem Zustand ein Delikt begehen könnte.
    3. Der Täter, der beabsichtigt ein Delikt zu begehen, berauscht sich fahrlässig.
    Geändert von fixi (25.11.2019 um 23:20 Uhr)

  17. #11777
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Wenn man eine Bank mit 2,5 Promille überfällt: wirkt sich das dann auch aufs Strafmass aus? Ich meine, vorher so ricthtig Mut ansaufen und sollte es schief gehen, die Schuld auf den Alkohol abschieben und folglich nur ca. 3-4 Jahre kassieren und nach 2 Jahren wieder in Freiheit..?
    Ich vermute mal, dass die Strafmilderung durch Alkoholkonsum in nur wenigen Fällen angewandt wird. Schachtdeckel auf Leute runterwerfen sollte selbst im Vollsuff ein no-go sein. Für sowas muss doch jemand erstmal Crack rauchen, oder?

  18. #11778
    Erfahrener Benutzer Avatar von unwichtig
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal, dass die Strafmilderung durch Alkoholkonsum in nur wenigen Fällen angewandt wird. Schachtdeckel auf Leute runterwerfen sollte selbst im Vollsuff ein no-go sein. Für sowas muss doch jemand erstmal Crack rauchen, oder?
    Crack oder Flakka

    https://www.dailymail.co.uk/video/ne...ug-Flakka.html
    Abstinenzler sind Leute, die niemals entdecken, was sie versäumen.

  19. #11779
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    Zitat Zitat von fixi Beitrag anzeigen
    Ich habe dazu mal einen Beitrag in einem anderen Thread verfasst:
    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal, dass die Strafmilderung durch Alkoholkonsum in nur wenigen Fällen angewandt wird. Schachtdeckel auf Leute runterwerfen sollte selbst im Vollsuff ein no-go sein. Für sowas muss doch jemand erstmal Crack rauchen, oder?
    Ich hoffe mal schwer, dass er den Plan einen Schachtdeckel auf Menschen zu Werfen, nicht vor dem Saufen schon gefasst hatte. Da könnte man ihn einfach beim nächsten Spiel in die FCZ-Kurve stellen, Problem gelöst. Gut gibt es einen "Grenzwert" ab wann man unzurechnungsfähig ist, jedoch gilt auch ein anderes Prinzip: Wenn du nicht weiss was du tust wenn du säufst, dann saufe nicht. Sorry wenn man nach 4 Bier auf die Idee kommt solche Taten zu vollbringen, dann sollte man sich auf ein Leben ohne Alkohol einstellen. Ich würde sogar so weit gehen, dass man solchen Trotteln lebenslänglich Alkoholverbot erteilt. Präventiv sozusagen ...
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  20. #11780
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nervenbündel
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    Welche Strafe hat denn dieser Herr verdient?

    https://www.blick.ch/news/schweiz/mi...d15635411.html

    Ist das noch Grobfahrlässigkeit oder ebenfalls eher Vorsatz wie beim Gullideckelwerfer (Anstelle Vollbremse auf rechte Seite ausweichen und die Kollision in Kauf nehmen)?
    Geändert von Nervenbündel (27.11.2019 um 15:29 Uhr)
    Unter Sousa waren die Spieler vielleicht weniger verletzt.
    Aber sie spielten so, dass man hätte glauben können, sie wären verletzt.

    -footbâle 20.06.2015

  21. #11781
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    Zitat Zitat von Schaumschläger Beitrag anzeigen
    Statt an einem Strang zu ziehen und konzeptionell alle Fortbewegungsmittel (Inkl. Fussgänger & ÖV) für eine alle Teilnehmer berücksichtigende Verkehrssituation miteinzubeziehen, ist die Basler Verkehrspolitik buchstäblich durch Tunnelblicke geprägt. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf alle Verkehrsteilnehmer aus, sondern auch auf die Gesamtentwicklung der Stadt.
    Die beste Lösung wäre, möglichst viele Autos unter die Erde. Genügend Parkings unter Wohnblöcken, eine unterirdische Stadtumfahrung. Ab Flughafenstrasse sollte die Westtangente (oder heisst sie Nordtangente?) via Neubad und Gundeli in der Region St.Jakob an die Autobahn angeschlossen werden. Das gäbe für Fussgänger und Velofahrer mehr Platz und zudem würden einige Promillen weniger Abgase produziert werden. Aber leider unrealistisch, der blindwütig rotgrüne faschistoide Mob hat in Basel die Mehrheit und lässt ihren Frust an ihren Feinden aus. Im Moment noch mit Verboten und Behinderung der freien Meinungsäusserung, ab und zu mit Gewalt. Die Geschichte lehrt uns, dass sowas noch deutlich extremer werden kann.

  22. #11782
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Rotblau Beitrag anzeigen
    Die beste Lösung wäre,... Das gäbe für Fussgänger und Velofahrer mehr Platz ...
    Was sollen Fussgänger auf der Autobahn?
    Das war ein typisches auf das Stauende-auffahren-Unfall. Da helfen solche unterirdische Umfahrungen rein gar nichts. Ausserdem passierte es ja bei einer Einfahrt einer unterirdischen Umfahrung (auch Tunnel genannt) und auch nur, weil im Tunnel gebaut/saniert wurde.
    Es ist ein schreckliches Ereignis, dass vermutlich der Porschefahrer verschuldet hatte. Ich frage mich nur, ob der kleine Renault auch sein Warnblinker an hatte. HÄTTE vielleicht anders geendet.
    Mir tuen vorallem die Liebsten der Insassen richtig leid. So etwas wünscht man sich keinem
    EMBOLO <3

    Sometimes by loosing a Battle, you find a new way of winning the war.
    Ich verneige mich vor User Felipe

  23. #11783
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Manchmal habe ich sowieso das Gefühl, zu einer krassen Minderheit zu gehören, welche den Abstand beim fahren einhält. Es nervt einfach jeden verdammten Tag, dass einem immer irgend ein wurstfingeriger Hurensohn aufsitzt, wenn man mit 130 überholt, oder ausserorts im Wald, bei Regen und Nebel während Stosszeit und unübersichtliche Kurven nicht 80 fährt. Das Geilste daran ist ja noch, dass es in der Schweiz einen Mückenschiss ausmacht, ob man 10km/h schneller fährt. Man könnte auch einfach 5 Minuten früher aufstehen und einfach normal fahren...

  24. #11784
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Nervenbündel Beitrag anzeigen
    Welche Strafe hat denn dieser Herr verdient?

    https://www.blick.ch/news/schweiz/mi...d15635411.html

    Ist das noch Grobfahrlässigkeit oder ebenfalls eher Vorsatz wie beim Gullideckelwerfer (Anstelle Vollbremse auf rechte Seite ausweichen und die Kollision in Kauf nehmen)?
    Ich kenne die Fakten nicht. Es ist aber sicher von überhöhter Geschwindigkeit und Nichtbeherrschung des Fahrzeugs auszugehen. Die Frage ist was noch dazu kommt. Alkohol? Medikamente? Drogen? Am Natel rumspielen? Für grobe Fahrlässigkeit könnte es reichen. Für Vorsatz vermutlich aber eher nicht, ausser man kann ihm deutlich überhöhte Geschwindigkeit nachweisen. Es ist sicher einfacher die potentielle Wirkung eines Gullideckelwurfs aus 11m Höhe als den von 100km/h am Stauende abzuschätzen.

    "Verdient" hat er sicher eine psychologische Abklärung der Fahrtauglichkeit in Kombination mit einem längeren Ausweisentzug. Alles weiter ist von den Fakten (Geschwindigkeit etc.) abhängig.
    Geändert von Faniella Diwani (27.11.2019 um 20:17 Uhr)

  25. #11785
    Erfahrener Benutzer Avatar von Taratonga
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    was für ein Riesenwichser!! Schön wurde das publik und der Grössenwahnsinnige versetzt

    Telefonmitschnitt hören

    https://www.derstandard.at/story/200...n-konsequenzen

  26. #11786
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    Zitat Zitat von kogokg Beitrag anzeigen
    Manchmal habe ich sowieso das Gefühl, zu einer krassen Minderheit zu gehören, welche den Abstand beim fahren einhält. Es nervt einfach jeden verdammten Tag, dass einem immer irgend ein wurstfingeriger Hurensohn aufsitzt, wenn man mit 130 überholt, oder ausserorts im Wald, bei Regen und Nebel während Stosszeit und unübersichtliche Kurven nicht 80 fährt. Das Geilste daran ist ja noch, dass es in der Schweiz einen Mückenschiss ausmacht, ob man 10km/h schneller fährt. Man könnte auch einfach 5 Minuten früher aufstehen und einfach normal fahren...
    Ich gehöre tendentiell auch noch zu dieser Minderheit, auch wenn es nicht immer klappt. Bspw. im Morgenverkehr hat man praktisch keine Chance den Abstand einzuhalten, da einfach immer einer die "Lücke" sieht, welche eigentlich den notwendigen Abstand zwischen mir und dem vornedran darstellt.

  27. #11787
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Fakten nicht. Es ist aber sicher von überhöhter Geschwindigkeit und Nichtbeherrschung des Fahrzeugs auszugehen. Die Frage ist was noch dazu kommt. Alkohol? Medikamente? Drogen? Am Natel rumspielen? Für grobe Fahrlässigkeit könnte es reichen. Für Vorsatz vermutlich aber eher nicht, ausser man kann ihm deutlich überhöhte Geschwindigkeit nachweisen. Es ist sicher einfacher die potentielle Wirkung eines Gullideckelwurfs aus 11m Höhe als den von 100km/h am Stauende abzuschätzen.

    "Verdient" hat er sicher eine psychologische Abklärung der Fahrtauglichkeit in Kombination mit einem längeren Ausweisentzug. Alles weiter ist von den Fakten (Geschwindigkeit etc.) abhängig.
    Sehe ich auch so. Für Tötungsvorsatz reicht das einfach nicht. Man muss auch bedenken, dass die vorsätzliche Tötung gem Art. 111 StGB eine Freiheitsstrafe von mindestens 5 Jahren vorsieht, da muss man schon gute Argumente bringen, um einen potentiellen Täter Tötungsvorsatz nachzuweisen. Bei (Auto-)Unfälle mit Tötungsfolgen handelt es sich oft um fahrlässige Tötung i.S.v. Art. 117 StGB.

  28. #11788
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Taratonga Beitrag anzeigen
    was für ein Riesenwichser!! Schön wurde das publik und der Grössenwahnsinnige versetzt

    Telefonmitschnitt hören

    https://www.derstandard.at/story/200...n-konsequenzen
    Ein typischer Macht-Österreicher, welcher (noch) nicxht ganz oben angekommen ist.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  29. #11789
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Ein typischer Macht-Österreicher, welcher (noch) nicxht ganz oben angekommen ist.
    Wenn ich mir ihn vorstelle ist er klein, dick und er wippt wenn er mit "Untergebenen" spricht.

  30. #11790
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    11 Monate bedingt, also gar nichts, für sexuellen Missbrauch eines kleinen Mädchens, das handicapiert ist und zuhause Gewalt erfahren hatte, was der Täter wusste. Gut für den Richterin ist es nicht meine Tochter

    https://m.bernerzeitung.ch/articles/25377858

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