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Thema: Hass thread!

  1. #11971
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    Hass auf die "Schweizer Fleisch"-Werbung. (Und im Kino damit belästigt werden.)

    Wenn wenigstens der Bolzenschuss genauso detailliert in Szene gesetzt würde wie die Goofen, die mit dem Seilbähnli zur Schule Gondeln. Mehr verlogen geht nicht...und in meiner Grossverteilerfiliale wird jeden Abend für 1000(+) Franken Warenwert Fleisch weggeworfen...)
    "Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

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  2. #11972
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    Zitat Zitat von uvuvwevwevwe Beitrag anzeigen
    Ich möchte nur anmerken, dass ich bewusst geschrieben habe die Tatsache zu hassen, dass es so etwas gibt und nicht die Leute die so etwas tun. Mir ist bewusst, dass es übertrieben ist gleich die Menschen die solch ein Verhalten an den Tag legen zu hassen. Ich verurteile sie zwar, weil ihr Verhalten mMn. verabscheuungswürdig ist, aber ich hasse sie deswegen nicht.
    Die Tat, den Umstand, die Sache zu verurteilen, zu verabscheuen oder gar zu hassen finde ich Ausdruck einer klaren Position. Aber wie gehst du bei Menschen vor? Wenn jeder für das kleinste Delikt verurteilt wird, bleibt keiner mehr übrig, der frei von Schuld ist. Oder wie siehst du das?

    Und hast du dir auch meine anderen Antworten auf deine Beiträge angesehen? Würde mich interessieren, was du davon hältst.
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  3. #11973
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Hass auf die "Schweizer Fleisch"-Werbung. (Und im Kino damit belästigt werden.)

    Wenn wenigstens der Bolzenschuss genauso detailliert in Szene gesetzt würde wie die Goofen, die mit dem Seilbähnli zur Schule Gondeln. Mehr verlogen geht nicht...und in meiner Grossverteilerfiliale wird jeden Abend für 1000(+) Franken Warenwert Fleisch weggeworfen...)
    Werbung wollte schon immer manipulieren und setzte dafür auf einen Mix aus Information und Verführung. Solange dies aufrichtig wäre, sähe ich kein Problem darin. Aber das Ausmass an Verlogenheit, welches sich die Werbung für diesen Zweck herauszunehmen wagt, verabscheue und hasse ich aus tiefstem Herzen.
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  4. #11974
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Hass auf die "Schweizer Fleisch"-Werbung. (Und im Kino damit belästigt werden.)

    Wenn wenigstens der Bolzenschuss genauso detailliert in Szene gesetzt würde wie die Goofen, die mit dem Seilbähnli zur Schule Gondeln. Mehr verlogen geht nicht...und in meiner Grossverteilerfiliale wird jeden Abend für 1000(+) Franken Warenwert Fleisch weggeworfen...)
    NaJa, das ist ein hoher Anspruch an die Werbung. An dieser Stelle sei auch kurz an die öffentliche Schlachtung in Sissach erinnert oder die Löwen (?)Fütterung in DK im Zoo.

    Willst du Ferrero dazu nötigen beim Werbeslogan "alles soll so bleiben wie es ist" Bilder der Slums in Afrika/Asien oder sonst wo einzublenden? Kleiderhersteller Bilder ihrer Textilfabriken und Ledergerber? Ein schönes Foto der Goldgewinnung zum Ehering? usw....

    Für unseren Luxus an Billigprodukten leidet jemand. Tier, Mensch, Umwelt....

  5. #11975
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Werbung wollte schon immer manipulieren und setzte dafür auf einen Mix aus Information und Verführung. Solange dies aufrichtig wäre, sähe ich kein Problem darin. Aber das Ausmass an Verlogenheit, welches sich die Werbung für diesen Zweck herauszunehmen wagt, verabscheue und hasse ich aus tiefstem Herzen.
    Ich melde mich mal als Landei zu Wort. Es sind schlichtweg Fake News, zu behaupten, dass Bauern und Metzger schuld daran sind, dass aus der Öffentlichkeit verschwunden ist wie Tiere sterben müssen fürs Fleisch. Bei uns im Berner Oberland wurden im Ballenberg jahrelang Kleintierschlachtkurse durchgeführt. Schliesslich sollten auch Privatpersonen wissen, wie man Tiere möglichst schmerzfrei schlachtet. Dann haben Tierschützer europaweit (!) gegen den Kurs Unterschriften gesammelt und auch viele Morddrohungen ins Berner Oberland geschickt. Den Kurs gibt es seit fast 10 Jahren nicht mehr. Wir können nun alle wieder beruhigt schlafen und unseren Hunden und Katzen jeden Abend einen Teller Ruccola füttern. Oder?
    https://www.srf.ch/news/regional/ber...rg-in-die-knie

  6. #11976
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Ich melde mich mal als Landei zu Wort. Es sind schlichtweg Fake News, zu behaupten, dass Bauern und Metzger schuld daran sind, dass aus der Öffentlichkeit verschwunden ist wie Tiere sterben müssen fürs Fleisch. Bei uns im Berner Oberland wurden im Ballenberg jahrelang Kleintierschlachtkurse durchgeführt. Schliesslich sollten auch Privatpersonen wissen, wie man Tiere möglichst schmerzfrei schlachtet. Dann haben Tierschützer europaweit (!) gegen den Kurs Unterschriften gesammelt und auch viele Morddrohungen ins Berner Oberland geschickt. Den Kurs gibt es seit fast 10 Jahren nicht mehr. Wir können nun alle wieder beruhigt schlafen und unseren Hunden und Katzen jeden Abend einen Teller Ruccola füttern. Oder?
    https://www.srf.ch/news/regional/ber...rg-in-die-knie
    Sorry, dass ich mich zu unklar ausgedrückt habe. Da hast du mich wohl falsch verstanden. Meine Kritik richtete sich gegen unaufrichtige Werbung allgemein.

    Der Fleischkonsum im heutigen Ausmass ist nur dank Verdrängung möglich. An diesem Zustand gebe ich keineswegs Bauern oder Metzger die Schuld. Gerade mit der Tat, solche Kurse anzubieten, bewiesen sie ja, dass sie das Ausmass der Verdrängung und deren Folgen erkannt haben und dagegen vorgehen wollten. Es wäre im Sinne des Tierwohls gewesen, wenn mehr solcher Kurse das Bewusstsein erhöhen. In deinem Beispiel handelten die Tierschützer gegen ihre eigentlichen Anliegen. Weil sie den Anblick sterbender Tiere nicht ertragen konnten. Dieser sie vermutlich an das verdrängte Ausmass der schrecklichen Bilder aus der industriellen Fleischproduktion erinnerten, welches die Raffgier hervorgebracht hat. Sie konnten nicht differenzieren, dass so eine Aktion eigentlich bewusstseinsfördernd wirkt, weil sie bereits alle der in der Fleischindustrie involvierten Menschen in einen Topf geworfen haben.

    Der Metzger, der stolz auf sein Produkt ist und dieses auf der Tafel vor seiner Metzgerei bewirbt, informiert und verführt auch. Aber die Werbung ist aufrichtig. Weil er zu den Zutaten und seiner Arbeit stehen kann und darum stolz auf das Produkt ist. Das schmeckt man auch.

    Ich bezweifle, dass diese Aufrichtigkeit in einer industriellen Massenproduktion noch in gleichem Masse erfüllt werden kann.
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  7. #11977
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    Zitat Zitat von Stavia Beitrag anzeigen
    NaJa, das ist ein hoher Anspruch an die Werbung. An dieser Stelle sei auch kurz an die öffentliche Schlachtung in Sissach erinnert oder die Löwen (?)Fütterung in DK im Zoo.

    Willst du Ferrero dazu nötigen beim Werbeslogan "alles soll so bleiben wie es ist" Bilder der Slums in Afrika/Asien oder sonst wo einzublenden? Kleiderhersteller Bilder ihrer Textilfabriken und Ledergerber? Ein schönes Foto der Goldgewinnung zum Ehering? usw....

    Für unseren Luxus an Billigprodukten leidet jemand. Tier, Mensch, Umwelt....
    Du vergleichst in diesem Fall Äpfel mit Birnen. Ein zwei Minuten-Spot, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und Kühe streicheln und in dem mit keinem Wort auf das Schlachten eingegangen wird, das ist einfach falsch, verlogen, Heuchelei. Aber dann im 20min jammern, das der Bauernstand zu wenig Liebe erfährt...

    BTW, gestern hat im McD ein Kunde einen Bigmac ohne Fleisch bestellt. Kaputte Welt.
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  8. #11978
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    … Ein zwei Minuten-Spot, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und Kühe streicheln und in dem mit keinem Wort auf das Schlachten eingegangen wird, das ist einfach falsch, verlogen, Heuchelei. …
    Müsste ein Bauer, der nach höchsten moralischen Massstäben Tiere hält und schlachtet, auch den Schlachtungsprozess in einem zwei Minuten-Spot unterbringen?

    Ich weiss, die Frage ist ein wenig provokativ und in höchstem Masse unrealistisch, weil sich so ein Bauer niemals diesen Spot oder die Sendezeit dafür leisten könnte. Aber es nimmt mich trotzdem wunder, wie du das siehst. Die Werbung würde den effektiven Hof-Alltag abbilden. Wäre sie geheuchelt, wenn die Hofschlachtung, welche nur einen vergleichsweise kurzen Zeitraum im Leben der Kuh einnimmt, nicht gezeigt würde? Sie wäre bestimmt nicht gerade Appetit fördernd, aber der Kunde weiss auch, dass er ein Teil eines toten Tieres kauft.

    Für mich wäre die Balance zwischen Information und Verführung gewahrt, die Aufrichtigkeit intakt. Ich müsste nicht jedes Detail sehen, solange ich darauf vertrauen kann, dass der Bauer ähnlichen Werten folgt, wie ich sie habe.

    Wie würdest du diesen Fall beurteilen?
    Geändert von Lällekönig (20.02.2020 um 17:40 Uhr)
    Vormals rot|blau

  9. #11979
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    @Lällekönig

    Warum muss Fleisch beworben werden?
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  10. #11980
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Warum muss Fleisch beworben werden?
    Fleisch ist ein Produkt das verkauft wird. Werbung ist legitim. Es ist ja nicht eine Droge wie z.B. Nikotin.

  11. #11981
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Du vergleichst in diesem Fall Äpfel mit Birnen. Ein zwei Minuten-Spot, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und Kühe streicheln und in dem mit keinem Wort auf das Schlachten eingegangen wird, das ist einfach falsch, verlogen, Heuchelei. Aber dann im 20min jammern, das der Bauernstand zu wenig Liebe erfährt...

    BTW, gestern hat im McD ein Kunde einen Bigmac ohne Fleisch bestellt. Kaputte Welt.
    Abgesehen vom Ferrero ist das nicht Äpfel mit Birnen verglichen. Oder anders gefragt. Wieso muss eine Schlachtung gezeigt werden und die unsäglichen Zustände in Textilfabriken, Rohstoffgewinnungsanlagen, Lungenkranke (Auto) etc. nicht?

    Wieso muss Fleisch beworben werden? Fleisch muss nicht beworben werden aber darf. Was soll der Grund für ein Werbeverbot in einer liberalen Gesellschaft sein? Solange jemand ein Gesetzeskonformes Produkt herstellt, darf er dafür Werbung machen. Muss man sonst nicht auch Werbung für Lederartikel verbieten? Smartphones (werden mit Leim der Schwein beinhaltet verleimt)? Daunen Bettzeug?

    Edith meint noch: jeder weiss, dass Fleisch totes Tier ist. Wenn man das nicht weiss muss man nicht der Werbeindustrie den Vorwurf machen sondern den Eltern.
    Geändert von Stavia (20.02.2020 um 18:10 Uhr)

  12. #11982
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    @Lällekönig

    Warum muss Fleisch beworben werden?
    Ich finde nicht, dass es beworben werden muss. Solange aber die Umstände stimmen und die globalen Konsequenzen vertretbar sind, kann es auch nach meiner Moralvorstellung beworben werden.

    Ich habe mit meiner Frage bewusst, industrielle Produktion von Fleisch von naturnaher Produktion getrennt, weil ich das eine moralisch vertreten kann und das andere höchstens billigend in Kauf nehme und darum meinen Konsum bewusst zurückfahre.

    Hat dich an der Werbung die Existenz der Werbung, das Produkt, dass sie bewirbt, die Produktionsbedingungen oder die Art der Werbung gestört?
    Geändert von Lällekönig (20.02.2020 um 18:13 Uhr)
    Vormals rot|blau

  13. #11983
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht, dass es beworben werden muss. Solange aber die Umstände stimmen und die globalen Konsequenzen vertretbar sind, kann es auch nach meiner Moralvorstellung beworben werden.

    Ich habe mit meiner Frage bewusst, industrielle Produktion von Fleisch von naturnaher Produktion getrennt, weil ich das eine moralisch vertreten kann und das andere höchstens billigend in Kauf nehme und darum meinen Konsum bewusst zurückfahre.

    Hat dich an der Werbung die Existenz der Werbung, das Produkt, dass sie bewirbt, die Produktionsbedingungen oder die Art der Werbung gestört?
    Die Form der Werbung. Es geht in diesen Spots darum, die Menschen gut darzustellen. Das mit keinem Wort auf den Schlachtprozess eingegangen wird, das A und O der Fleischproduktion. Das dem Konsumenten suggeriert wird, er esse glückliche Tiere, wenn er Schweizer Fleisch kauft. Von Bauern, die ihre Tiere immer gut behandeln.
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  14. #11984
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  15. #11985
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Die Form der Werbung. Es geht in diesen Spots darum, die Menschen gut darzustellen. Das mit keinem Wort auf den Schlachtprozess eingegangen wird, das A und O der Fleischproduktion. Das dem Konsumenten suggeriert wird, er esse glückliche Tiere, wenn er Schweizer Fleisch kauft. Von Bauern, die ihre Tiere immer gut behandeln.
    Dass die Werbung einen Widerspruch darstellt, indem sie eine heile Welt suggeriert um ein unter teilweise üblen Bedingungen hergestelltes Produkt zu verkaufen finde ich auch daneben.

    Aber ich bin mir sicher, dass du in einem konstruktiven Dialog ohne Vorurteile eher Mitstreiter findest, als wenn du diese Menschen bereits abgestempelt hast. Kein normaler Mensch wird das Leid der Tiere gut finden. Aber solange Menschen so wenig Rücksicht aufeinander nehmen, dass man unter Sachzwängen und Existenzangst in die Lage gerät, solches Leid zu erzeugen, wird sich das Wohl der Tiere kaum mindern lassen. Nicht zu sehen, dass die Bauern eine ganz andere Vorstellung von ihrem Beruf hätten, als was ihnen die Umstände und der Markt diktieren, ist das eine, ihnen aber vorzuwerfen, sich nicht an die eigene Moral zu halten würde ich erst tun, wenn ich mich selbst moralisch einwandfrei verhalten würde. Alles andere ist Doppelmoral.
    Vormals rot|blau

  16. #11986
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  17. #11987
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    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Gesetze wirken bisweilen absurd. Solange es zu keiner Verurteilung kommt und nicht mehr als eine Ermahnung absetzt, ist dieser Vorfall keine Empörung, sondern höchstens ein Lacher wert.

    Ich hoffe, es zwischen dem «Täter» und den Behörden auch so entspannt verläuft.
    Vormals rot|blau

  18. #11988
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    @Lällekönig

    Die Spots sind das Übel, nicht die Bauern. Das ich mit solcher "Propaganda" belästigt werde, prangere ich an. Genauso, wie ich Tabakwerbung anprangern würde. Spots, rein aufs Fleisch reduziert, wären für mich immer noch abstossend, sie wären aber halt Teil einer Klientel, der ich den Konsum nicht verbieten will/kann.
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  19. #11989
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    Sorry Somnium. Ich habe wohl den sich beschwerenden Bauern oder den gut dargestellten Menschen mehr Bedeutung zugeschrieben, als du es beim Schreiben beabsichtigt hast, als ich deine Intention ergründen wollte.

    Ich finde beispielsweise Werbungen wie «credit now» schlimmer, weil ich es moralisch falsch finde, Menschen dazu zu animieren, Schulden zu machen, um sich Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen. Die Schweizer Fleisch Werbung versucht in erster Linie, die Konsumenten dazu zu bewegen, das Schweizer Produkt dem ausländischen vorzuziehen. Klar suchten die Werber die sympathischsten Leute mit den vorzeigbarsten Höfen aus um sie vor schönen Lichtstimmungen in Zeitlupe in einer Idylle zu inszenieren. Aber diese Werbung scheint mir nicht das primäre Ziel zu haben, dass mehr Fleisch konsumiert wird. Ich sehe eher den Versuch darin, die hohen Schweizer Preise zu rechtfertigen, indem auf die Menschen hinter den Produkten verwiesen und auf die vergleichsweise besseren Bedingungen angespielt wird. Es ist keine Werbung um den Konsum zu erhöhen, sondern um ihn umzulenken.

    Ich versuche dich nur zu verstehen, warum diese Werbung mehr in dir auslöst, als eine andere. Ich kann mir vorstellen, dass diese Werbung einem der Argumente, den Fleischkonsum zu reduzieren, im Wege stehen könnte, weil es eine Alternative zum Verzicht bewirbt. Ich sehe darin aber nichts Verwerfliches. Mir ist lieber, wenn sich die Konsumenten für eine bessere Alternative entscheiden, als weiterhin das günstige ausländischen Fleisch zu konsumieren, welches unter schlimmeren Bedingungen für Tier und Umwelt produziert wird und sich vor allem über den tiefen Preis definiert. Der Konsum wird dadurch nicht sofort kleiner, aber der höhere Preis könnten ihn über die Zeit ein wenig reduzieren.

    Die Werbung, die du dir gewünscht hättest, müsste die Intention haben, den Fleischkonsum komplett in Frage zu stellen, stattdessen ist das eine Werbung, welche nur einen kleinen Teil des Fleischkonsums in Frage stellt. Es kann nicht jeder von Heute auf Morgen in allen Bereichen ein besserer Mensch werden und auf die gleichen Dinge verzichten. Die kleinen Schritte sollte man anerkennen können, sonst provoziert man Trotzreaktionen und erreicht das Gegenteil. Lieber für einen kleinen Schritt in die richtige Richtung loben, als darüber schimpfen, noch nicht am Ziel zu sein. Das Bewusstsein für Fleisch künftig noch mehr zu erhöhen, geht wohl einfacher, wenn man dann die Schweizer Bauern mit an Bord hat.
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  20. #11990
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    Werbung gegen Fleischkonsum gibt es bereits. Das ist dann aber nicht Werbung für Konsumverzicht sondern solche für Fleischersatzprodukte.
    Geändert von Faniella Diwani (21.02.2020 um 12:45 Uhr)

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