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Thema: CHINA Blutiger Aufstand in Dongzhou

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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    Standard CHINA Blutiger Aufstand in Dongzhou

    09. Dezember 2005
    CHINA
    Blutiger Aufstand in Dongzhou

    Zum ersten Mal seit dem Massaker auf dem Tiananmen-Platz haben chinesische Polizisten wieder auf Demonstranten geschossen. Sicherheitskräfte riegelten das Dorf Dongzhou im Süden des Landes nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit protestierenden Bewohnern ab.

    Peking - Tausende Polizisten riegelten die Zufahrtstraßen nach Dongzhou in der Provinz Guangdong ab, berichteten Dorfbewohner heute. Niemand dürfe das Areal betreten oder verlassen. Zahlreiche Menschen seien festgenommen worden. Bewohner sprachen von chaotischen Zuständen.

    In den vergangenen Tagen hat es dort schwere Zusammenstöße gegeben: Polizisten hätten auf Demonstranten geschossen, die in Dongzhou gegen die Enteignung von Land im Zuge eines Windkraftwerk-Projekts protestierten.

    Anwohner und Menschenrechtsgruppen sprachen von bislang 2 bis 20 Toten. Amnesty International erklärte, erstmals seit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 hätten Polizisten wieder das Feuer auf Demonstranten eröffnet.

    "Sie kommen in unser Dorf und nehmen Leute fest", sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon. Er ergänzte, sein Bruder sei bei den Kämpfen mit der Polizei erschossen worden. "Meine Eltern und meine Schwester knien vor dem Haus und flehen die Regierungsvertreter an, ihnen die Tötung zu erklären." Es herrsche das pure Chaos. "Bitte schicken Sie Hilfe", rief er.

    Dabei war der Lärm im Hintergrund so stark, dass man ihn kaum verstehen konnte. Ein anderer Anwohner sagte, viele Menschen seien aus Panik aus dem Dorf geflohen. "Nachts traut sich niemand mehr auf die Straße", erklärte er. Ein Regierungsvertreter sagte dagegen, die Polizisten in der Region hätten auf Rohrbomben-Angriffe der Demonstranten reagiert.

    Amnesty zufolge ist die Gewalt-Eskalation in Dongzhou als dramatisch zu bewerten. "Die Polizei hat das letzte Mal 1989 Waffen gegen Demonstranten eingesetzt", sagte ein Sprecher der Menschenrechtsgruppe. "Wir fordern die Zentralregierung auf, die Vorgänge dort zu untersuchen." Nach Amnesty-Angaben kommt es bereits seit September immer wieder zu Protesten wegen des geplanten Baus einer Windkraft-Anlage in der Region. Die Bauern und Fischer in der Region fürchteten um ihr Land und ihre Lebensgrundlage.

    Bereits seit einiger Zeit haben die Proteste in China wieder zugenommen. Immer mehr Chinesen kämpfen für mehr Eigentumsrechte und gegen die wachsende Schere zwischen Arm und Reich. Die kommunistische Partei hat das Machtmonopol im Land und duldet keinen Widerspruch.


    ....mit freundlichem Gruss an Rino wenn weisch was i mein...
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lou C. Fire
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    Zitat Zitat von Nur So...
    Tausende Polizisten riegelten die Zufahrtstraßen nach Dongzhou in der Provinz Guangdong ab, berichteten Dorfbewohner heute.
    Tausende Polizisten um ein Dorf abzuriegeln?
    naja wird wohl daran liegen, dass in China ein kleine Stadt schon mal 5 Mio. Einwohner hat und somit der Begriff "Dorf" evtl. auch für eine Siedlung mit einigen hunder Tausend Einwohnern verwendet wird...

    Ansonsten: China ist ein sozialpolitisches Pulverfass!
    lass Dich niemals auf das Niveau eines Idioten herunter, denn dort schlägt er Dich aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung!

  3. #3
    Gesperrt Avatar von Diggi_Eier
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    Zitat Zitat von Lou C. Fire
    Tausende Polizisten um ein Dorf abzuriegeln?
    naja wird wohl daran liegen, dass in China ein kleine Stadt schon mal 5 Mio. Einwohner hat und somit der Begriff "Dorf" evtl. auch für eine Siedlung mit einigen hunder Tausend Einwohnern verwendet wird...

    Ansonsten: China ist ein sozialpolitisches Pulverfass!
    Noch nie Kung Fu Hustle gesehen?????

    Ein Dorf voller Sifus muss mit etwas mehr Verstärkung aufgemischt werden.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rinoceronte
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    Ich bin schockiert
    .... und das die kleine Kartonbächerli vome Wasserdispänser vo Hand kläbt sin, dasch e Standard wo ich vo jedere Wohlstandsgsellschaft erwart!

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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    20. Januar 2006 Druckversion | Versenden | Leserbrief
    CHINA
    Wachsende Unruhe lässt Regierungschef Wen nervös werden

    In China rumort es. Vor allem die Bevölkerung in ärmeren, ländlichen Gebieten ist erzürnt über Landnahme, korrupte Beamte und Umweltverschmutzung. Regierungschef Wen Jiabao hat nun illegale Enteignungen und unangemessene Entschädigungen kritisiert.



    Peking - Regierungschef Wen Jiabao ist von der wachsenden Unruhe im Land alarmiert. Als Reaktion darauf hat er nun zu einer Verbesserung des Lebensstandards der Bauern und Wanderarbeiter aufgerufen. Nach teils gewalttätigen Protesten mit Toten und Verletzten kritisierte der Ministerpräsident illegale Enteignungen von Land und unangemessene Entschädigungen, die zu Zwischenfällen geführt hätten.

    Tagelöhner Die ländliche Entwicklung sei "der Schlüssel für die nationale Erneuerung und langfristige Stabilität", mahnte Wen Jiabao auf einer nationalen Arbeitskonferenz, die heute in den staatlichen Zeitungen veröffentlich wurde.

    Die Zahl der Proteste in China ist laut Polizeiministerium im vergangenen Jahr um 13 Prozent gestiegen. Insgesamt nahm 2005 die Zahl der Fälle, bei denen die öffentliche Ordnung gestört wurde, um 6,6 Prozent auf 87.000 zu. Zu den Delikten zählten Justizbehinderung, unerlaubte Menschenansammlungen, Kämpfe und Ruhestörung, hieß es in einer Erklärung.

    Nach Unruhen in Südchina, wo die Polizei nahe Shanwei sogar das Feuer auf verärgerte Dorfbewohner eröffnet und mindestens drei getötet hatte, sagte Wen Jiabao: "An einigen Orten wurde das Land ungenehmigt enteignet und die Bauern nicht angemessen entschädigt und versorgt." Die folgenden Proteste seien weiterhin ein hervorstechendes Problem, das soziale Instabilität auslöse.

    Wie viele Personen tatsächlich im Reich der Mitte verhaftet oder angeklagt wurden, teilte das Ministerium nicht mit. Der Ärger der Bevölkerung über Enteignungen, korrupte Beamte und Umweltverschmutzung hat vor allem in den ärmeren, ländlichen Gebieten zugenommen, die Zusammenstöße zwischen aufgebrachten Dorfbewohnern und Polizei sind überdies immer häufiger gewaltsam. Die Entwicklung ist für die Regierung in Peking beunruhigend, sie fürchtet einen möglichen Aufstand der 800 Millionen Chinesen auf dem Land, die von dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen 25 Jahre kaum profitiert haben.


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  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von örjan berg
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    Zitat Zitat von Nur So...
    ....
    Wie viele Personen tatsächlich im Reich der Mitte verhaftet oder angeklagt wurden, teilte das Ministerium nicht mit. Der Ärger der Bevölkerung über Enteignungen, korrupte Beamte und Umweltverschmutzung hat vor allem in den ärmeren, ländlichen Gebieten zugenommen, die Zusammenstöße zwischen aufgebrachten Dorfbewohnern und Polizei sind überdies immer häufiger gewaltsam. Die Entwicklung ist für die Regierung in Peking beunruhigend, sie fürchtet einen möglichen Aufstand der 800 Millionen Chinesen auf dem Land, die von dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen 25 Jahre kaum profitiert haben.
    da erstuunt mi überhaupt nit und i cha mir guet vorstelle, dass es derte in de näggschte joor mol richtig wird chlöpfe. wenns en ufstand vo 800 millione chinese wird geh und denn cha d regierig in peking nüm nume no mit panzer e paar demonstrante über de huufe fahre. tja, wirtschaftswachstum riesig, derfür alles andere vernochlässigt.
    (c) by örjan berg 2007 - alle Rechte vorbehalten

    Lüüter singe, immer lüüter singe, bis dr FCB s goal gschosse het!!

    FUSSBALLMAFIA SFV!!

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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    Zitat Zitat von örjan berg
    da erstuunt mi überhaupt nit und i cha mir guet vorstelle, dass es derte in de näggschte joor mol richtig wird chlöpfe. wenns en ufstand vo 800 millione chinese wird geh und denn cha d regierig in peking nüm nume no mit panzer e paar demonstrante über de huufe fahre. tja, wirtschaftswachstum riesig, derfür alles andere vernochlässigt.
    Richtig!!! Mi würd das au nit überrasche aber dä Thread isch jo au am Rino gwidmet!
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  8. #8
    Neuer Benutzer Avatar von pernod
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    Zitat Zitat von Nur So...
    Die Entwicklung ist für die Regierung in Peking beunruhigend, sie fürchtet einen möglichen Aufstand der 800 Millionen Chinesen auf dem Land, die von dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen 25 Jahre kaum profitiert haben.
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    Da können wir nur hoffen, dass die nicht alle gleichzeitig vom Stuhl springen!
    Innteligentister User 2006

  9. #9
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    China erhöht die Mindestlöhne

    China bekommt die Kehrseite seines gigantischen Wirtschaftswachstums zu spüren: Die Preise steigen, immer mehr arme Menschen können sich keine Grundnahrungsmittel mehr leisten. Peking befürchtet soziale Unruhen. Die Regierung steuert jetzt gegen - und erhöht die Mindestlöhne.

    Peking - Chinas Wirtschaft wird in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge zweistellig wachsen. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2007 um 10,8 Prozent zulegen, zitierten die staatlichen Medien heute die Zentralbank. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres habe die Wirtschaft um 11,1 Prozent zugelegt, in den folgenden Quartalen soll sich das Wachstum auf 10,9 bis 10,6 Prozent einpendeln.

    Gleichzeitig steigen die Preise: Im Mai stieg die Inflation der Zentralbank zufolge auf 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit mehr als die staatlich gewünschten maximal drei Prozent.

    Vor allem die Preise für Lebensmittel stiegen - auch wegen schlechter Ernten und entsprechend teurer Futtermittel - stark. Fleisch etwa verteuerte sich um 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Eier um 37 Prozent, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit meldete.

    Besonders betroffen seien Familien mit geringem Einkommen. Regierungschef Wen Jiabao hatte Ende Mai gewarnt, der Preisanstieg bei Schweinefleisch, das mehr als alle anderen Fleischsorten in China verzehrt wird (mehr...), könne die soziale Stabilität gefährden.

    Deshalb werde der Mindestlohn in diesem Jahr erhöht, meldete Xinhua. Er ist von Region zu Region unterschiedlich. Ende vergangenen Jahres lag der Höchstsatz demnach in der Boom-Stadt Shenzhen bei 810 Yuan (rund 78 Euro) im Monat, der niedrigste Satz in der östlichen Provinz Jiangxi dagegen bei 270 Yuan.

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  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mätzli
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    Das kann noch recht abgehen. ich erinnere an den Taiping Aufstand.

    Die Taiping-Bewegung führt von 1850 bis 1864 eine Aufstandsbewegung gegen die Qing-Dynastie durch, und eroberte größere Gebiete Nordchinas mit über 600 ummauerten Städten. Sie forderte über 20 Millionen Menschenleben.
    ---------------------------
    FCB, la raison d'être!

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hossa
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  12. #12
    Gesperrt Avatar von Basel_myhome
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    Und wie war das mit dem Reisack?

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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    Freitag, 14.3.2008

    CHINA-TIBET-KRISE

    Aufstand in Lhasa - Dalai Lama in tiefer Sorge

    Es sind die größten Proteste in Tibet seit fast zwei Jahrzehnten: Geschäfte und Autos brennen, Schüsse fallen - die Straßenkämpfe zwischen Mönchen und chinesischen Sicherheitskräften eskalieren. Das Militär verhaftet Demonstranten, der Dalai Lama reagiert alarmiert.

    Peking - Augenzeugen berichten, dass aufgebrachte Tibeter Polizisten und Feuerwehrleute attackiert haben. Wagen wurden umgestürzt und in Brand gesteckt. Mehrere Geschäfte gingen staatlichen chinesische Medien zufolge in der Hauptstadt Lhasa um den Jokhang-Tempel in Flammen auf. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete Verletzte, einem Krankenhausmitarbeiter mindestens ein Dutzend. Gerüchte über möglicherweise drei Tote, die in Lhasa die Runde machten, konnten vorerst nicht bestätigt werden.

    Der Dalai Lama, geistiges Oberhaupt der Tibeter, zeigte sich in einer ersten Reaktion aus dem Exil "tief besorgt" über die Lage in seiner Heimat. Er rief China auf, keine Gewalt mehr einzusetzen. Die Proteste seien Ausdruck einer tiefverwurzelten Ablehnung der Tibeter gegenüber der chinesischen Besatzung.

    Bei den Auseinandersetzungen sind auch Schüsse gefallen. Das teilte die US-Botschaft in Peking heute unter Berufung auf die Aussagen von US-Bürgern mit, die sich in Lhasa aufhielten und die Schüsse gehört hatten. Andere Touristen hatten zuvor telefonisch von einem massiven Aufgebot der Sicherheitskräfte gesprochen. Der Flughafen von Lhasa wurde nach Angaben von Reisenden unter Militärkontrolle gestellt worden. Es könnten keine Flugtickets gekauft werden, um Tibet zu verlassen, obwohl nicht alle Sitze in Maschinen ausgebucht seien, berichtete eine Reisende.

    Für China kommen die Proteste zur Unzeit. Im Jahr der Olymischen Spiele will sich das kommunistische Regime als fortschrittlich und weltoffen präsentieren. Kritik an Menschenrechtsproblemen und Konflikten wie in Tibet soll kleingehalten werden - die Aufstände jetzt durchkreuzen diese Strategie.

    Seit Anfang der Woche gab es Proteste gegen die Herrschaft Chinas in Tibet. Demonstranten wurden verhaftet, Mönche traten in den Hungerstreik, zwei schnitten sich laut dem US-Radiosender Radio Free Asia (RFA) in einem Selbstmordversuch die Pulsadern auf - sie seien in "kritischem Zustand". Mehrere Klöster wurden von Soldaten abgeriegelt.

    Anlass der Proteste ist der 49. Jahrestag eines Aufstandes der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer in Lhasa. Tibet wird seit dem Einmarsch der chinesischen Armee 1950 von Peking regiert. Nach dem fehlgeschlagenen Aufstand der Bewohner flüchtete der Dalai Lama nach Indien, wo er seit 1959 in Dharamsala eine Exil-Regierung führt und für die Autonomie Tibets wirbt.

    Durch den Einsatz starker Einheiten der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Lhasa ist das Leben in der tibetischen Hauptstadt heute zum Erliegen gekommen. "In Lhasa ist alles geschlossen - Restaurants, Cafés und Geschäfte", sagte ein deutscher Tourist der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. "Man sieht nur noch Soldaten und Polizisten, nichts weiter", fügte der Tourist hinzu. "Man hat uns gesagt, wir sollen das Hotel nicht verlassen." Die Frau des deutschen Touristen sagte unter Hinweis auf die unsichere Lage, sie wolle Lhasa morgen verlassen und nach Peking reisen.

    Ein französischer Tourist sagte, er habe auf dem zentralen Platz von Lhasa gestanden, als "jede Menge Polizisten eintrafen". "Wir haben in der Menge der Demonstranten weiße Fahnen gesehen", sagte der Franzose. Bei den Demonstranten handele es sich im wesentlichen nicht um Mönche. Die Protestierenden seien von Polizisten vom Platz vertrieben worden. "Als die Lastwagen mit den Polizisten ankamen, gab es eine gewisse Panik", sagte der Franzose. "Wir sind mit allen anderen weggelaufen, die Händler schlossen ihre Läden."

    Entgegen den Anordnungen der chinesischen Behörden und trotz massiver Polizeipräsenz seien 300 bis 400 Einwohner und Mönche in Lhasa auf die Straßen gegangen, hieß es. Zehn Demonstranten seien festgenommen worden. "Draußen ist das Chaos ausgebrochen", sagte ein Einwohner Lhasas. "Überall ist Rauch, und es werden Steine geworfen und Fenster eingeschlagen. Wir haben Angst."

    Die chinesische Zensur blockierte derweil alle Fernsehberichte über die Unruhen, die der amerikanische Nachrichtensender CNN und die britische BBC über Satellit nach China ausstrahlten. Sobald der Bericht anfängt, wird der Bildschirm schwarz und ist der Ton weg. Danach geht das Programm normal weiter.

    Auch in Nepal und China demonstrierten in den vergangenen Tagen zahlreiche Tibeter gegen die chinesische Besetzung ihrer Heimat - es kam auch dort zu Verhaftugnen. Möglicherweise übe China Druck auf diese Nachbarländer aus, "Tibeter zum Schweigen zu bringen", sagte Sophie Richardson von der der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch".

    hen/dpa/AFP/Reuters
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  14. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von Goofy
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    Do sag ich nur soviel drzue:

    Denn wer Spiele gegen Basel für wirklich gefährlich hält, glaubt auch noch an den Osterhasen
    Mika Buka http://blogs.zentralplus.ch/de/blogs...tliblog/16906/

  15. #15
    Benutzer Avatar von chickens**t
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    Ich hoffe, die internationale Gemeinschaft wird endlich mal eingreifen in diese Geschichte. Es ist wirklich zum kotzen was die Chinesen in Tibet abziehen.
    Am Besten fände ich natürlich einen Olympia Boykott, das würde ihnen so richtig wehtun. Auch wenns nicht realistisch ist...

  16. #16
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bischof
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    Zitat Zitat von Goofy Beitrag anzeigen
    Do sag ich nur soviel drzue:

    hauptsache kosovo ist unabhängig....

  17. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von maradoo
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    Zitat Zitat von chickens**t Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, die internationale Gemeinschaft wird endlich mal eingreifen in diese Geschichte. Es ist wirklich zum kotzen was die Chinesen in Tibet abziehen.
    Am Besten fände ich natürlich einen Olympia Boykott, das würde ihnen so richtig wehtun. Auch wenns nicht realistisch ist...
    eingreifen? wird schwierig gegen die grösste armee der welt...
    Basel ai Liebi!!!


    representiere die stadt, representiere si hart
    jedes quartier isch am start, BASEL für di isch dä part!!

    *sing* abu, abu Fotzn Gott abu, abu Fotzngott *sing*

  18. #18
    Benutzer Avatar von chickens**t
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    Zitat Zitat von maradoo Beitrag anzeigen
    eingreifen? wird schwierig gegen die grösste armee der welt...
    Man kanns denen auch auf andere Weisen klarmachen. Deshalb habe ich Olympia erwähnt, denn wenn das konsequent boykottiert werden würde, und auf die Menschenrechtsthematik hingewiesen würde, könnte man schon viel erreichen. Viele Chinesen wissen halt einfach nichts von der internationalen Empörung über Tibet ( Zensur sei Dank!)

  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von maradoo
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    Zitat Zitat von chickens**t Beitrag anzeigen
    Man kanns denen auch auf andere Weisen klarmachen. Deshalb habe ich Olympia erwähnt, denn wenn das konsequent boykottiert werden würde, und auf die Menschenrechtsthematik hingewiesen würde, könnte man schon viel erreichen. Viele Chinesen wissen halt einfach nichts von der internationalen Empörung über Tibet ( Zensur sei Dank!)
    jep, mit sanktionen klappts wahrscheinlicher!
    Basel ai Liebi!!!


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  20. #20
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    Schade, dass sich kein Land der Welt getraut dieses Problem anzusprechen. Niemand will es mit China verscherzen. Man erinnere sich, wie der China-Präsi reagierte, als bei seinem Empfang in Bern ein paar Demonstranten auftauchten...
    LIEBER ZWEITER ALS ZÜRCHER!

  21. #21
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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    Zitat Zitat von The Moose Beitrag anzeigen
    Schade, dass sich kein Land der Welt getraut dieses Problem anzusprechen. Niemand will es mit China verscherzen.
    Tja Geld regiert die Welt - keine besonders neue Erkenntnis
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  22. #22
    Erfahrener Benutzer Avatar von drummerbhoy
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    Hallo Herr Bush, Frau Merkel, Frau Calmy-Rey e. a.!!! Wollen Sie sich nicht auch so euphorisch für die Unabhängigkeit des Tibet einsetzen, wie Sie das schon für den Kosovo getan haben? Falls nein, warum nicht?

  23. #23
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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    Zitat Zitat von drummerbhoy Beitrag anzeigen
    Hallo Herr Bush, Frau Merkel, Frau Calmy-Rey e. a.!!! Wollen Sie sich nicht auch so euphorisch für die Unabhängigkeit des Tibet einsetzen, wie Sie das schon für den Kosovo getan haben? Falls nein, warum nicht?
    Die sind damit beschäftigt Taiwan als Unabhängig anzuerkennen, das birgt mehr Sprengstoff...!
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  24. #24
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nur So...
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  25. #25
    Gesperrt Avatar von Kawa
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    Böse

    Mehrere Tote bei Protesten in Tibet 14.3.2008 15:44

    Bei Protesten in der tibetischen Hauptstadt Lhasa sind offenbar mehrere Menschen getötet worden. Dies teilte eine Sprecherin der städtischen Notfallzentrale mit. "Es gibt viele Verletzte. Einige sind ganz sicher gestorben, aber ich weiss nicht wie viele", sagte sie. Von offizieller Seite gab es dazu keinerlei Informationen. Am Morgen waren in der Altstadt von Lhasa mehrere Brände ausgebrochen, wie auch die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bestätigt hatte. Nach Angaben der US-Botschaft fielen dabei auch Schüsse.

  26. #26
    Neuer Benutzer Avatar von DanceForMe
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    Zitat Zitat von The Moose Beitrag anzeigen
    Schade, dass sich kein Land der Welt getraut dieses Problem anzusprechen. Niemand will es mit China verscherzen. Man erinnere sich, wie der China-Präsi reagierte, als bei seinem Empfang in Bern ein paar Demonstranten auftauchten...
    Wie hatte er reagiert?

  27. #27
    Erfahrener Benutzer Avatar von alter sack
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    Zitat Zitat von DanceForMe Beitrag anzeigen
    Wie hatte er reagiert?
    der hat sich dermassen aufgeregt, dass wir knapp an einem chinesischen erstschlag vorbeigeschrammt sind!!!
    Das größte Problem beim Fussball sind die Spieler.
    Wenn wir die abschaffen könnten, wäre alles gut. (Helmut Schulte)

  28. #28
    Erfahrener Benutzer Avatar von Soriak
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    Morgen soll eine Demonstration vor der chinesischen Botschaft sein... handelt es sich dabei um eine bewilligte Demo?

  29. #29
    Erfahrener Benutzer Avatar von Balisto
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    Zitat Zitat von drummerbhoy Beitrag anzeigen
    Hallo Herr Bush, Frau Merkel, Frau Calmy-Rey e. a.!!! Wollen Sie sich nicht auch so euphorisch für die Unabhängigkeit des Tibet einsetzen, wie Sie das schon für den Kosovo getan haben? Falls nein, warum nicht?
    Weil sie alle keine Eier haben.

  30. #30
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    Dutzende Tote in Tibet - neue Gewalt in Nepal und China

    Nur spärlich sickern Informationen über die tibetische Rebellion gegen China nach außen. Die Exilregierung der Tibeter spricht von mindestens 30 Toten, wahrscheinlich sind es deutlich mehr. Die Führung in Peking droht den Demonstranten - doch es gibt neue, blutige Unruhen.

    Dharamsala/Peking - Die Angaben über die Toten und Verletzten sind kaum nachprüfbar, doch so viel ist klar: Es ist eine blutige Rebellion. Mindestens 30 Menschen sollen nach Angaben der tibetischen Exilregierung bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen chinesischen Sicherheitskräften und protestierenden Tibetern getötet worden sein. "Wir haben 30 bestätigte Opfer", sagte ein Sprecher der Exilregierung heute in Nordindien. "Diese Information basiert auf Telefonanrufen von Tibetern nach draußen." Zuvor hatten die Exil-Tibeter von bis zu 100 unbestätigten Toten gesprochen

    Nach Informationen des exil-tibetischen Zentrums für Demokratie und Menschenrechte in Indien (TCHRD) gab es allein am Jokhang-Tempel und Ramoche-Tempel und einem Markt im Zentrum von Lhasa rund 25 Tote. Hunderte seien verletzt worden. Die Unruhen hatten auch andere Orte sowie Klöster in den Provinzen Gansu und Qinghai erfasst. In Gansu sollen auch Schüsse gefallen sein.

    Der US-Sender Radio Free Asia zitierte Tibeter, wonach bis zu 80 Menschen getötet worden seien. Bewohner von Lhasa, die telefonisch kontaktiert werden konnten, sprachen auch von deutlich mehr Opfern. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von randalierenden Tibetern, die Autos umstürzten, Geschäfte angriffen oder versuchten, heruntergelassene Läden oder Gitter aufzubrechen. Die Sprecherin sagte, dass es durch "eine kleine Gruppe von Leuten" zu Zerstörungen, Schlägereien und Plünderungen gekommen sei.

    Die chinesischen Behörden meldeten zunächst offiziell zehn Tote. "Die Zahl der Verletzten und Toten steigt weiter", berichtete gleichwohl die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Viele Polizisten seien schwer verletzt worden.

    Die Lage in Lhasa war am Samstag angespannt. Soldaten hatten Straßensperren errichtet. Panzer waren aufgefahren, wie Augenzeugen berichteten. Die exil-tibetische Regierung teilte an ihrem Sitz im nordindischen Dharamsala mit, dass "Kriegsrecht" über Lhasa verhängt worden sei. Tibets Regierungschef Qiangba Puncog hatte das zuvor aber in Peking bestritten.

    Unruhen in Nepal und China

    In Nepal und im Nordwesten Chinas kam es nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen erneut zu gewaltsamen Protesten. Die Gruppen Internationale Kampagne für Tibet und Kampagne Freies Tibet teilten unter Berufung auf Augenzeugen mit, die Demonstranten hätten zahlreiche Regierungseinrichtungen in Xiahe zerstört. In der Stadt befindet sich das Labrang-Kloster, einer der größten buddhistischen Tempel der Welt außerhalb des Autonomen Gebiets Tibet. "Es wurde Tränengas auf die Menge abgeschossen", sagte Matt Whitticase von der Kampagne Freies Tibet in London. Xiahe liegt in der nordwestlichen chinesischen Provinz Gansu, in der viele tibetischstämmige Menschen leben.

    Einzelheiten über die Proteste waren schwer in Erfahrung zu bringen. Ein Mann an der Rezeption eines Hotels im Stadtzentrum von Xiahe bestätigte telefonisch, dass am Samstag demonstriert worden sei. Auch über einen Einsatz von Tränengas gegen die Protestierer berichtete er.

    Die Kampagne Freies Tibet sprach von mindestens tausend Teilnehmern an den Protesten in Xiahe, während die Sprecherin der Internationalen Kampagne für Tibet, Kate Saunders, von bis zu 5000 Demonstranten sprach. "Wir haben bestätigte Berichte über schwere Ausschreitungen in der Umgebung des Labrang-Klosters", sagte Saunders.

    In der nepalesischen Hauptstadt Katmandu protestierten derweil rund 200 Tibeter vor dem Büro der Vereinten Nationen. Die Polizei habe rund 20 Demonstranten abgeführt, berichtete ein AFP-Journalist.

    In Sydney stürmten Exil-Tibeter das chinesische Konsulat. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Sieben Demonstranten wurden festgenommen. Auch in Berlin und anderen Städten kam es zu Protesten. In Indien nahmen Tibeter in Dharamsala wieder einen Marsch nach Tibet auf. Die indische Polizei hatte einen ähnlichen Versuch vor zwei Tagen unterbunden und 102 Tibeter festgenommen.

    Tibets Sicherheitsbehörden stellten den Teilnehmern an den Ausschreitungen ein Ultimatum, um sich zu ergeben. Wer sich bis Montag um Mitternacht stelle, könne mit Strafminderung und "Nachsicht" rechnen. Die tibetische Regierung bestritt, dass Sicherheitskräfte das Feuer auf die Demonstranten eröffnet haben. Tibets Regierungschef sagte am Rande des Volkskongresses in Peking: "Wir haben keine Schüsse abgegeben." Die Agentur Xinhua berichtete dagegen, die Polizei habe "Warnschüsse" abgegeben. Die Polizisten seien aber angewiesen worden, keine Gewalt gegen Angreifer anzuwenden.

    Das exil-tibetische Parlament forderte die Vereinten Nationen auf, einen Sondergesandten nach Tibet zu schicken. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich besorgt über die Unruhen. "Gewalt - egal von welcher Seite - führt zu keiner Lösung der offenen Fragen", sagte Merkel laut Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Zugleich rief Merkel zu einem Dialog zwischen Chinas Regierung und dem Dalai Lama auf. Nur so könne eine nachhaltige Lösung gefunden werden. Berlin unterstütze den Anspruch der Tibeter auf religiöse und kulturelle Autonomie.

    Chinas Behörden warfen dagegen der "Clique um den Dalai Lama" vor, die Unruhen "vorsätzlich geplant" zu haben. "Wir haben genug Beweise, dass diese Aktion eine politische Verschwörung ist, die von der Clique des Dalai Lamas geplant worden ist", las eine Sprecherin im Fernsehen einen Text der Staatsagentur vor. Ein Xinhua-Kommentar forderte die Weltgemeinschaft auf, ihre Haltung gegenüber dem Dalai Lama zu überprüfen: "Der Dalai Lama und seine Clique haben keinen einzigen Tag von Gewalt und Terror abgesehen." Aus seinem indischen Exil hatte das religiöse Oberhaupt der Tibeter am Vortag allerdings sofort nach Ausbruch der Unruhen zur Gewaltlosigkeit aufgerufen.

    Die Organisatoren der Olympischen Spiele betonten am Samstag, die Gruppen, die die Spiele als Plattform für ihre Unabhängigkeitsbemühungen benutzen, seien nur eine kleine Minderheit. China lehne jeden Versuch ab, die Spiele zu politisieren. "Das chinesische Volk, einschließlich die Landsleute in Tibet, freuen sich sehr auf die Austragung der Spiele."

    phw/dpa/AFP/Reuters
    Grüsse gehen an alle die es verdienen...

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