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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbstregulierung



Zemdil
24.05.2005, 22:46
unrepräsentative Umfrage und trotzdem nah beim Thema:

wünschen sich die Forumsteilnehmer eine Selbstregulierung der "Kurve" (im weitesten Sinne!) oder nicht?

@ Fanprojekt:

ein Wort und dieser thread wird gelöscht ;)

dasto
24.05.2005, 22:54
isch es zschwirigs thema zum eifach ja oder nei schribe..
-was wird gnau selber reguliert
-wie wird reguliert
-wer reguliert

Zemdil
24.05.2005, 22:58
unrepräsentative Umfrage ... (im weitesten Sinne!)

sälber zitiere allez .....

:p

bulldog™
24.05.2005, 23:15
isch nytt aifach zem das ganze in e paar sätz z verpagge ...
aber wenn d kurve nytt afangt sich sälber z reguliere ...
denn passierts s gliiche wie bim umzug in d schütze ... :cool:

merke:" s zepter goht verloore ... !"

BillyBob
25.05.2005, 07:06
Eine Selbstregulierung währe sicher sehr wünschenswert. Ich glaube aber nicht, dass dies wirklich funktioniert!

1. Es liegt in der Natur des Menschen (vor allem bei jungen Menschen zwischen 12 und 22), dass man gegenseitig unter Kollegen nicht wirklich kritisch umgeht. Vor allem nicht, wenn es für einen Kollegen (negative) Konsequenzen gibt.
(Ich würde jedenfalls nie einen Kollegen anschwärzen, bzw. ihm mit Sanktionen drohen, wenn er sich nicht an die Stadionordnung hält)

2. Die Definition eines "gelungenen und guten FCB Anlass" ist zu verschieden.
Verein = Kein Pyro, faire Behandlung des Gegners, keine Physische "Machdemonstration" (Lauf zum Stadion, "pöbeln", den Max machen usw.)

Aktiv(st)e Fans: Pro Pyro, Gegner wird verbal niedergemacht, physische Machtdemonstrationen wo es nur geht ....


Sorry, aber dass kann nicht funktionieren. Nicht einmal das Fanprojekt kann bei grösseren sachen regulierend eingreifen.... sie würden dann von den Fans wie "Verräter" behandelt werden.

Domingo
25.05.2005, 07:16
Sorry, aber dass kann nicht funktionieren. Nicht einmal das Fanprojekt kann bei grösseren sachen regulierend eingreifen.... sie würden dann von den Fans wie "Verräter" behandelt werden.
diesen Gedanken kannst du aber auch umkehren

ist es nötig, trotz den grossen Anstrengungen seitens Fanprojekt und einiger Fans im Interesse der Fans, diese zu "sabotieren" und zu "verraten"?

Zemdil
25.05.2005, 07:58
@ stinkende Rhy

seh ich grundsätzlich au eso! Es wird im Grosse und Ganze e Wunschtraum bliibe. Leider .... :(

wäge däm isch my Froog au eso formuliert gsi (sälber zitiere allez):


wünschen sich ... ?

die Froog kamme scho mit "jo" oder "nei" beantworte!

Admin
25.05.2005, 08:06
Trotz Selbstregulierung ist eine 100% Sicherheit nicht garantiert.

BillyBob
25.05.2005, 08:11
diesen Gedanken kannst du aber auch umkehren

ist es nötig, trotz den grossen Anstrengungen seitens Fanprojekt und einiger Fans im Interesse der Fans, diese zu "sabotieren" und zu "verraten"?

grundsätzlich hat es nichts mit sabotieren und verraten zu tun.....

Wenn Marcus jemanden bei einer gröberen illegalen Handlung sieht, muss/müsste er irgendwas machen (vor allem, wenn er diese Person gut kennt). In einer solchen Situation würde er aber als "Verräter" dastehen, auch wenn dieses "Irgendwas machen" intern bleibt (nicht an den Verein oder die Polizei usw. geht)


Zudem denke ich, dass einige Fans Marcus nur ausnützen. Er ist ein (zu) lieber Kerl, der gute Beziehungen zum FCB und anderen Institutionen hat. Die Ideale Person also, um die "negativen" Vorkommnisse gegenüber dritten harmloser zu verkaufen, als sie wirklich sind.

Spirit of St. Jakob
25.05.2005, 08:24
Trotz Selbstregulierung ist eine 100% Sicherheit nicht garantiert.

Die gibt es nie! Aber es waren nicht nur zwei, drei Leute, welche mit den Brettern hantierten, es waren ein paar Dutzend und 90% der Kurve fanden es lustig. Wie soll man sich so regulieren?

Auginho Basel
25.05.2005, 09:42
grundsätzlich hat es nichts mit sabotieren und verraten zu tun.....

Wenn Marcus jemanden bei einer gröberen illegalen Handlung sieht, muss/müsste er irgendwas machen (vor allem, wenn er diese Person gut kennt). In einer solchen Situation würde er aber als "Verräter" dastehen, auch wenn dieses "Irgendwas machen" intern bleibt (nicht an den Verein oder die Polizei usw. geht)


Zudem denke ich, dass einige Fans Marcus nur ausnützen. Er ist ein (zu) lieber Kerl, der gute Beziehungen zum FCB und anderen Institutionen hat. Die Ideale Person also, um die "negativen" Vorkommnisse gegenüber dritten harmloser zu verkaufen, als sie wirklich sind.

Selbstregulierung tönt gut, findet in einem gewissen Masse wohl auch statt, kann aber nicht immer umgesetzt werden. Das fängt ja schon bei den unterschiedlichen Vorstellungen, was jetzt eine "Gewalttat" ist, an. Gewisse Kreisen sehen ja bereits Pyro als Gewalttat an und würden bereits da eine "Selbstregulierung" fordern. Es gibt in der Szene einflussreiche Leute, auf die gehört wird, aber auch diese Leute können und wollen nicht die ganze Zeit den Aufpasser spielen.

Ich denke nicht, dass er ausgenutzt wird.So gravierend wie die "negativen Vorkommnisse" vor allem von der Sensationsgeilen (Zürcher) Presse dargestellt werden waren sie wirklich nicht.
Er ist ja auch ein wenig der Anwalt der Fans. Trotzdem zeichnen sich seine Aussagen eigentlich immer durch Objektivität aus.

Ivolino
25.05.2005, 10:21
grundsätzlich hat es nichts mit sabotieren und verraten zu tun.....

Wenn Marcus jemanden bei einer gröberen illegalen Handlung sieht, muss/müsste er irgendwas machen (vor allem, wenn er diese Person gut kennt). In einer solchen Situation würde er aber als "Verräter" dastehen, auch wenn dieses "Irgendwas machen" intern bleibt (nicht an den Verein oder die Polizei usw. geht)


Zudem denke ich, dass einige Fans Marcus nur ausnützen. Er ist ein (zu) lieber Kerl, der gute Beziehungen zum FCB und anderen Institutionen hat. Die Ideale Person also, um die "negativen" Vorkommnisse gegenüber dritten harmloser zu verkaufen, als sie wirklich sind.

Das Fanprojekt hat die Aufgabe, Auftrag neutral zu bleiben zwischen dem FCB und den Fans und ist da um zu vermitteln und Hand zu bieten. Dies wird von vielen immer wieder verkannt, vergessen oder gar nicht realisiert. Es ist und war noch nie die Aufgabe des Fanprojekts sich auf eine Seite zu stellen bei gewissen Themen, das wäre politisch inkorrekt und würde das Fanprojekt zudem gefährden vorallem bezüglich der Geldgeber durch die das Fanprojekt überhaupt überleben kann und finanziert wird.

Selbstregulierung ist absolut wünschenswert und wird eigentlich auch schon sehr gut betrieben, kann jedoch nie eine 100%ige Sicherheit bieten.

Edberg
25.05.2005, 11:07
Die Selbstregulierung ermöglicht eine grösstmögliche Authonomie.

CHEF
25.05.2005, 18:27
Ich sag es mal so: Ohne Selbstregulierung wäre am Samstag der Zaun umgerissen worden!! Das hätte sicher einen Spielabbruch zu folge gehabt! Leute von der Szene und das Fanprojekt haben aber, nachdem man gesehen hat, dass es nicht mehr viel braucht, dass der Zaun einbricht, die Masse davon abhalten können, dass es soweit kommt.

Captain Sky
25.05.2005, 18:37
Ich sag es mal so: Ohne Selbstregulierung wäre am Samstag der Zaun umgerissen worden!! Das hätte sicher einen Spielabbruch zu folge gehabt! Leute von der Szene und das Fanprojekt haben aber, nachdem man gesehen hat, dass es nicht mehr viel braucht, dass der Zaun einbricht, die Masse davon abhalten können, dass es soweit kommt.
War übrigens auch für den Aussenstehenden klar zu sehen: Nach dem der Zaun wackelte (was relativ schnell der Fall war, aber das ist ein anderes Thema), wurde reagiert (das war natürlich nicht zu sehen) und anschliessend war der Zaun tabu. Das war schon fast wie Tag und Nacht.

David Zimmermann
26.05.2005, 11:44
Der beste Samen wird nicht spriessen, wenn er auf kargen Boden fällt....
Ähnlich ist es m.E. mit der Selbstregulation. Selbstregulation ist zum Schlagwort geworden (ähnlich wie "positive Fankultur"). Selbstregulation wird aber eine Worthülse bleiben, wenn sie nicht gepflegt wird. Will sie funktionieren, muss sie auch gute Voraussetzungen haben. Eine wichtige Voraussetzung muss bestimmt clubseitig geschaffen werden. Den Fans muss die Möglichkeit gegeben werden, die Kurve - in einem gewissen Rahmen - selber zu gestalten. Denn: wo liegt die Motivation, einen Ort (Kurve) selber zu regulieren, auf dessen Gestaltung ich weitgehend keinen eigenen Einfluss habe. Trauriges Beispiel dafür wird wohl das neue Wankdorf-Stadion. Auf die Vorstellung einer Mehrheit der Fans, Stehplätze zu haben, wurde praktisch nicht eingegangen. Vielmehr hat man eine Pseudo-Lösung präsentiert mit dem Sitzplatzbereich, wo man auch stehen darf. Soll da von den YB-Fans erwartet werden, dass sie diesen Ort in Zukunft selber regulieren?... Eine weitere Voraussetzung muss aber auch von der Fan-Szene kommen. Die Fan-Szene ist ja keineswegs einheitlich. Erst wenn man diese Vielfalt zulässt, kann die Einfalt verbannt werden. Das heisst konkret auch, dass man akzeptieren muss, dass andere Meinungen und Einstellungen in gewissen Bereichen vorhanden sind. Wenn diese Akzeptanz nicht da ist, wie (und vor allem: wer) will denn da selbstregulieren. Das sind - aus meiner Optik - zwei wichtige Grundvoraussetzungen, auf dass der Samen "Selbstregulierung" spriessen kann. Natürlich kommen andere dazu. Aber wenn das beachtet würde, hätte man schon ein stattliches Pflänzchen, auf das man bauen könnte.
Des weiteren bin ich natürlich auch der Ansicht, dass - selbst unter idealen Bedingungen - die Selbstregulation nicht Allheilmittel ist und keine 100%ige Sicherheit garantieren kann.

(immernoch) live aus Bern

David Zimmermann